DE736673C - Verfahren zur Herstellung metallischer Hohlkoerper - Google Patents

Verfahren zur Herstellung metallischer Hohlkoerper

Info

Publication number
DE736673C
DE736673C DEP83274D DEP0083274D DE736673C DE 736673 C DE736673 C DE 736673C DE P83274 D DEP83274 D DE P83274D DE P0083274 D DEP0083274 D DE P0083274D DE 736673 C DE736673 C DE 736673C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hollow body
mandrel
metals
melting
metal
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP83274D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Walther Dawihl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Osram GmbH
Original Assignee
Patent Treuhand Gesellschaft fuer Elektrische Gluehlampen mbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Patent Treuhand Gesellschaft fuer Elektrische Gluehlampen mbH filed Critical Patent Treuhand Gesellschaft fuer Elektrische Gluehlampen mbH
Priority to DEP83274D priority Critical patent/DE736673C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE736673C publication Critical patent/DE736673C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C9/00Moulds or cores; Moulding processes
    • B22C9/02Sand moulds or like moulds for shaped castings
    • B22C9/04Use of lost patterns

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung metallischer Hohlkörper Die Herstellung von metallischen Hohlkörpern geschieht oft in einfacher Weise mittels eines der Hohlkörpierform entsprechenden innen gekühlten und zweckmäßig in Umdrehunig versetzten nDornes,.der ineine flüssige Metallschmelze gesenkt und darin so lange belassen wird, bis sich eine der gewünschten Wandstärke entsprechende Schicht von festem Metall am Dorn abgeschieden hat. Je nach der Größe und der Form des Hohlkörpers und der gewünschten Wandstärke ,desselben sowie auch der Art der Kühlung, und zwar Luft-oder Wasserkühlung, vollzieht sich die Metallabscheidung erfahrungsgemäß meist schon in wenigen Sekunden bis einigen Minuten, obwohl die Abkühlungszeit gegebenenfalls auch über einen größeren Zeitraum ausgedehnt werden kann. Der Dorn wird hierbei nach vollzogener Metallabscheidung mit der anhaftenden Metallschicht aus der Schmelze heraus-gezogen und soweit abkühlen gelassen, zweckmäßig unter Abstellen der Kühlung, daß die Metallschicht bereits eine gewisse Festigkeit erlangt hat, aber noch warm verformbar bleibt. Durch Einspannen in ein Gesenk oder in Klauen wird dann der Metallüberzug festgehalten und der Dorn gegebenenfalls Unter Drehung herausgezogen. Der Dorn und die Haltevorrichtungen können in bekannter Weise vorher mit einer Graphitschicht überzogen werden. Um die Außengestalt des erzeugten Hohlkörpers zu verbessern, beispielsweisse von Unebenheiten zu befreien oder auch an diesem Nuten o. dgl. anbringen zu können, kann der im noch warm verformbaren Zustand befindliche Überzug auf dem Dorn eine spanlose oder auch spanabhebende Verformung, z. B. durch Ziehen, Schmieden oder Hämmern bzw. Drehen, erfahren, und zwar zweckmäßig unter Abstellen der Kühlung. Sollen Hohlkörper mit mehreren Schichten verschiedener Zusammensetzung hergestellt werden, so wird in bekannter Weise der Dorn nacheinander für eine ausreichend lange Zeit in entsprechende verschiedenartige Schmelzen eingetaucht und dann erst der Dorn nach Herausheben aus der letzten Schmelze beseitigt.
  • Die Nutzanwendung dieses bekannten einfachen Tauchverfahrens zur Herstellung von Hohlkörpern aus Wolfram, Molybdän, Tantal oder anderen eine Schmelztemperatur von über zooo° C besitzenden hoch schmelzenden Metallen oder Metallegierungen ist praktisch nicht möglich; einesteils, da es an Ofen mangelt, die es erlauben, die hoch schmelzenden Metalle in genügend reiner Form und in einer für einen Tauchprozeß ausreichend großen Menge zu erschmelzen und anderenteils, da es nicht möglich wäre; den in eine Schmelze aus den hoch schmelzenden Metallen eintauchenden Dorn ausreichend zu kühlen.
  • Die Erfindung bezweckt, Hohlkörper unter Verwendung hoch schmelzender Metalle bequem und einfach mittels eines Tauchdornes herzustellen. Zu diesem Zweck wird erfindungsgemäß vorerst aus dünnen Blechen von hoch schmelzenden Metallen, etwa Wolfram, Molybdän undTantal oder Legierungen dieser Metalle, ein Hohlkörper in bekannter Weise, z. B. durch Schweißen, hergestellt, dann der Dorn mit diesem Hohlkörper umkleidet und schließlich der Dorn zusammen mit dem Hohlkörper in eine Schmelze aus niedriger schmelzenden zähen Metallen oder Mletallegierumgen zur Bildung eines äußeren Hohlkörperüberzuges eingetaucht. In bekannter Weise kann nach Herausheben des Dornes aus der Schmelze die äußere Hohlkörperschicht noch mechanisch bearbeitet werden, etwa mittels Hartmetallwerkzeuge, bevor der Dorn entfernt und damit der Hohlkörper freigelegt wird. Der Dorn wird vorzugsweise, wie an sich bekannt, mit einem die Haftung des Blechhohlkörpers verhindernden Anstrich, etwa aus Graphit oder feinst gemahlenen Oxyden, versehen.
  • Erfindungsgemäß hergestellte Hohlkörper sind infolge der Säurebeständigkeit der genannten hoch schmelzenden Metalle oder Metallegierungen vorteilhaft in der chemischen Industrie verwendbar. Das Umgeben der Innenschicht aus hoch schmelzenden Metallen oder Metallegierungen mit niedriger schmelzenden Metallen oder Metallegierungen nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren bringt den Vorteil mit sich, daß die Innenschicht verhältnismäßig sehr dünn sein kann und daß die geringere Zähigkeit der zur Herstellung der Innenschicht verwendeten hoch schmelzenden Metalle durch das Umgeben mit der äußeren Schicht aus niedriger schmelzenden zähen Metallen ausgeglichen wird. Durch die Verwendung einer sehr dünnen Schicht der bekanntlich sehr teuren hoch schmelzenden Metalle wird die Herstellung der säurebeständigen Hohlkörper sehr verbilligt, dies im besonderen auch noch deswegen, da nur die Verarbeitung dünner Bleche aus den sehr harten, hoch schmelzenden Metallen zu Hohlkörpern genügend wirtschaftlich durchführbar ist. Durch die zähe Außenschicht wird zudem die harte Innenschicht geschützt und der Hohlkörper ausreichend stoßsicher.
  • Die zur Herstellung der inneren Hohlkörperschicht dienenden Bleche aus den hoch schmelzenden Metallen können, wie an sich bekannt, durch Pressen von pulverförmigen Ausgangsstoffen und nachfolgendes Sintern und Walzen erzeugt werden. Die Bleche können statt aus einem reinen hoch schmelzenden Metall auch aus Legierungen der hoch schipelzenden Metalle untereinander oder mit anderen Metallen oder Metalloiden bestehen. Zur Herstellung der äußeren Hohlkörperschicht können beliebige, genügend niedrig schmelzende billige Metalle oder auch Metallegierungen des Handels Anwendung finden.

Claims (1)

  1. P1TE:NTANS1'kUCH: Verfahren zur Herstellung metallischer Hohlkörper unter Verwendung eines der Hohlkörperform entsprechenden innen gekühlten und zweckmäßig in Umdrehung versetzten Dornes, der in eine flüssige Schmelze gesenkt und darin so lange belassen wird, bis sich eine der gewünschten Wandstärke entsprechende Schicht von festem Metall an dem später zu entfernenden Dorn abgeschieden hat, dadurch gekennzeichnet, daß vorerst aus dünnen Blechen von hoch schmelzenden Metallen, etwa Wolfram, Molybdän und Tantal oder Legierungen dieser Metalle, ein Hohlkörper in bekannter Weise, z. B. durch Schweißen, hergestellt, dann der Dorn mit diesem Hohlkörper umkleidet und schließlich der Dorn zusammen mit dem Hohlkörper in eine Schmelze aus niedriger schmelzenden zähen Metallen oder Metalllegierungen zur Bildung eines äußeren Hohlkörperüberzuges eingetaucht wird.
DEP83274D 1941-11-05 1941-11-05 Verfahren zur Herstellung metallischer Hohlkoerper Expired DE736673C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP83274D DE736673C (de) 1941-11-05 1941-11-05 Verfahren zur Herstellung metallischer Hohlkoerper

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP83274D DE736673C (de) 1941-11-05 1941-11-05 Verfahren zur Herstellung metallischer Hohlkoerper

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE736673C true DE736673C (de) 1943-06-25

Family

ID=7394125

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP83274D Expired DE736673C (de) 1941-11-05 1941-11-05 Verfahren zur Herstellung metallischer Hohlkoerper

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE736673C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3218100C2 (de)
DE736673C (de) Verfahren zur Herstellung metallischer Hohlkoerper
DE1195871B (de) Umhuellter Draht fuer Gitter elektrischer Entladungsroehren
AT148456B (de) Aus mindestens zwei Metallen zusammengesetzter Werkstoff, wie Verbund- oder Formkörper, insbesondere für elektrische Zwecke, sowie Verfahren zu deren Herstellung.
DE735861C (de) Verfahren zum Loeten von beliebigen anderen Metallen als Aluminium, insbesondere hochschmelzenden Metallen, sowie zum Loeten von Metallegierungen
DE1907099B2 (de) Verwendung eines Verbundwerkstoffes für ein Gefäß zur Handhabung, insbesondere zum Verdampfen von Aluminium oder Aluminium-Legierungen
DE744208C (de) Hochbelastbare Anode fuer elektrische Entladungsroehren, insbesondere solche ohne kuenstliche Kuehlung
DE683764C (de) Lager
DE1293401B (de) Verfahren zur Herstellung festhaftender, gasdichter UEberzuege auf Formkoerper aus Niob oder Tantal oder Legierungen dieser Metalle
DE2202494A1 (de) Quarzglaselemente mit verringerter Deformation bei erhoehter Temperatur und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE873143C (de) Verfahren zur Herstellung von Legierungen
DE3210304A1 (de) Verfahren zum strangpressen bzw. fliesspressen von werkstuecken aus rohteilen aus titan oder einer titanlegierung
DE1106577B (de) Verfahren zur Herstellung von Gegenstaenden aus einer Platin-Rhodium-Legierung, z. B. Spinnduesen fuer Glas
DE734274C (de) Verfahren zur Herstellung dichter und widerstandsfaehiger Verbindungen zwischen keramischen Koerpern unter sich oder zwischen keramischen und metallischen Koerpern
DE755073C (de) Verfahren zur Herstellung von elektrischen Kondensatoren
DE620127C (de) Verfahren zur Herstellung von hohlen Metallstangen u. dgl., z.B. Hohlstahl fuer Gesteinsbohrer
DE863640C (de) Verfahren zur Herstellung verkupferter Stahlrohre
DE732344C (de) Verfahren zur Herstellung von Verbundkoerpern
DE902813C (de) Waermeisolierung und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE2538968A1 (de) Verfahren zur herstellung von hohlzylindrischen maschinenteilen mit verschleiss- und korrosionsfesten innenwandungen
DE764898C (de) Verfahren zum Weichgluehen von aluminiumplattiertem Eisen
DE2454559C3 (de) Aluminium-Knetlegierung mit Beryllium und Magnesium
AT138011B (de) Zusatzmaterial für Hartlötung und Schweißung.
WO2017059467A1 (de) Komponente einer metallverarbeitungsmaschine
DE909602C (de) Verfahren zur Herstellung von stark waermeabstrahlenden UEberzuegen auf Elektroden von elektrischen Entladungsgefaessen, insbesondere Hochleistungskurzwellenroehren