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Ve -Vi'sieranordnung für eine richtbeweglich gelagerte Waffe Die Erfindung
betrifft eine mit einer auf schnell fahrenden Fahrzeugen richtbeweglich gelagerten
Waffe, insbesondere Flugzetra vaffe, verbundene Visieranordnung.
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Bei Visieren für richtbewegliche Flugzeugwaffen ist-es bekannt, die
Eigengeschwindigkeit V, des Flugzeuges in der Vorhaltgab-e mit zu berücksichtigen.
Vielfach wird die Anordnung des Vektorendreiecks so gewählt, daß der Vektor der
G!escho:ßgesch@vindigkeit V, nicht mit der Rohrachse zusammenfällt. -Andererseits
ist vorgeschlagen -#voirden, die richtbeweglich gelagerte Flugzeugwaffe und den
van ihr mitgeschwenkten '#,"isierträger je um wenigstens zwei -sich schneidende
Achsen schwenkbar zu lagern und die Schnittpunkte der Waffenrichtachsen einerseits
und der Visierschwenkachsen andererseits in einem der Eigengeschwindigkeit des Flugzeuges
-;:ntsprechenden Abstand gegeneinander in Rohrachsrichtung verstellbar zu machen.
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Nach der Erfindung läßt sich ein besonders für einen druckdichten
Waffenstand bei Höhenflugzeugen günstiger Aufbau in der Weise erzielen, daß der
Visierträger auf einer um ihre zu der Flugzeuglängsachse parallele Achse drehbaren
Kugelschale längs eines 1Vlerdianschlitzes verschiebbar ist_, durch den auch die
Waffe lrindurchtritt, wobei der VisIerträger auf einer auf der Waffe längs verschieblichen.
mit einer balligen Verdck-ung ausgestatteten Hülse nach iIaf@gabE des Meridianschlitzes
verschweirkbar ist und durch eine an der Waffe abgestützte Schraubenfeder
an
die SchlitIzführung angedrückt wird. Es sind dann die Kugelschale und die kardanische
Waffenlagerun.J.gegene.in and:er durch Gewinde oder eine sonstige Kurve um den Betrag
des V,-Vektors verstellbar.
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Die Zeichnung stellt ein Ausführ un@gsbeispiel einer richtbeweglich
gelagerten Flugzeugwaffe nach der Erf ndwig mit einer Visi:cranordnung der erwähnten
Art dar, und zwar zeigt Fig. i einen Längsschnitt mit 0' Erhöhung und :einer auf
0 eingestellten Eigengeschwindigkeit; in Fig. 2 ist eine gewisse Eigengeschwindigkeit
eingestellt; Fig. 3 -zeigt denselben Schnitt wie Fig. i bei einer Erhöhung von etwa
45", während Fig. 4 eine Draufsicht mit teilweisem Längsschnitt gemäß der Linie
IV-IV der Fi:g. i darstellt.
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Die Waffe a trägt auf ihrem Laufmantel eine längs verschiebbare Hülse
a1 mit kugeliger Außenseite Lind ist um ihre Seelenachs@ drehbar in einer Kugelhaube
a., gelagert, die beiderseits Schildzapfen a3 trägt, mit denen sie in einer Kugelpfann@ea.,
nach der Höhe richtbar gehalten ist. In die rinbförmige Kugelpfannea, greifen oben
und unten zwei Schwenlczapfenu5 ein, die in einer Gewindehülse b befestigt sind.
Diese sitzt in einer Mutter c, welche ihrerseits drehbar in einem festen Lagerrahmend
gelagert ist. Ein im Rahmend befestigter Bolzen b. (Fis. .4) tritt durch einen Querschlitz
der Matter c in eine Längsnut b1 der Gewindelifilse b ein -und sichert sie gegen
Verdrehung. Der Rahmend ist z. B. in eine Sichtkuppel dl eingesetzt, mit der der
Waffenstand, vorzugsweise Bug- oder Heckstand, verkleidet ist.
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Auf der Mutter c ist vorn eine Kugelschale e mittels Kugelnel gehaltert
und um die Achse der Gewindehülse drehbar gelagert. Dc,e Kugelschale e weist einen
Meridianschlitz e. auf, längs welchem ein Visierträber f auf der Kugelschale e verschiebbar
und durch einen Vorsprung f; geführt ist. Der Visierarm f trägt eine Kugelkimmen
und ein Kreiskorn f... Er ist auf der kugeligen Außenfläche der auf dem Laufmantel
verschi.eblichen Hülseal gelagert und wird an die Meridianschlitzführung durch eine
Kegelschraubenfederg angedrückt, die sich vorn gegen einen auf den Laufmantel aufgeschraubten
Ring gl abstützt. Durch Verdrehen der :Mutter c wird die Gewind:ehüls-e b, deren
Achse in Richtung der Flugzeuglängsachse liebt, auf die Flugrichtung bezogen, nach
hinten oder nach vorn geschraubt, je nachdem ob es sich um einen Heck- oder Bugstand
handelt. Das Maß der Verstelltlug wird an der V,-Skalad", (Fig..l) abgelesen. Beim
Geben einer Höhen- oder Seitenrichtung wird der Vi.sierträger f entlang dem Schlitze.,
verschoben, wobei sich der Schlitz e.. selbsttätig durch Verdrehen der Kugelschale
e in di:e Ebene der Richtbewegurog verstellen läßt. Dadurch wird in vorteilhafter
Weise auch der Visierträger f entsprechend um die Seelenochse der Waffe geschwenkt
und ist damit als Mantellinie eines Kre:-szylinders um die Waffe beliebig verlegbar,
wodurch der Einblick für die Schützen sehr erleichtert wird. Wie Fig.3 zeigt, bildet
sich auf diese Weise völlig selbsttätig das ZLeI-dreieck A B C,, das beim Schießen
ohne weiteres eine Berücksichtigung der Eigengeschwindigkeit des Flugzeuges in die
Richtgabe der Waffe hereinbringt.