DE73554A - Immerwährender Kalender - Google Patents

Immerwährender Kalender

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DE73554A
DE73554A DE1892D5491 DED5491 DE73554A DE 73554 A DE73554 A DE 73554A DE 1892D5491 DE1892D5491 DE 1892D5491 DE D5491 DED5491 DE D5491 DE 73554 A DE73554 A DE 73554A
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Germany
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Pending
Application number
DE1892D5491
Other languages
English (en)
Original Assignee
G. DREYFUS in Paris
Filing date
Publication of DE73554A publication Critical patent/DE73554A/de
Application filed by G. DREYFUS in Paris filed Critical G. DREYFUS in Paris
Pending legal-status Critical Current

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft eine neue Ausführungsform eines sogenannten immerwährenden Kalenders, mit Hülfe dessen man die Wochentagsbezeichnung eines beliebigen Datums durch Einstellung finden oder die umgekehrte Aufgabe lösen kann. Die neue, aus zwei gegen einander einstellbaren Theilen bestehende Vorrichtung umfafst in tabellenartiger Anordnung einerseits Reihen von Jahreszahlen in dauernder Gegenüberstellung mit vier bezw. fünf Datumzahlen, die im Monatszeitraum auf denselben Wochentag entfallen, andererseits die Monatsbezeichnungen und Wochentagsbezeichnungen. Letztere sind bei einem Ausschnitt zwischen den Rubriken der Jahres- und Datumziffern in Querrichtung beweglich und ergeben durch ihre Einstellung die betreffende Anzeige. Der bewegliche Theil kann sectorartig ausgeführt und drehbar an dem anderen Theil angebracht werden, oder er kann wie ein Schieber an demselben eingefügt sein. Die Monatsbezeichnungen sind danach zusammengestellt, wie sie bei Theilung durch 7 einen Rest von 1, 2 oder 3 ergeben.
Hierbei tritt der Umstand hervor, dafs durchgängig in den Jahren die Monate März und November, ferner die Monate April und Juli und die Monafe September und December mit dem gleichen Wochentag anfangen, weil die Tagzahl der zwischenliegenden Zeit durch 7 ohne Rest theilbar ist. Eine zweite, ebenfalls nutzbar gemachte Thatsache ist, dafs aufserdem in gewöhnlichen Jahren Januar und October, sowie Februar, März und November mit dem gleichen Wochentag beginnen, wie durch die Theilbarkeit der bezüglichen Zeitzwischenräume gegeben ist.
Zur Vereinfachung der Vorrichtung hat man es auch vorgezogen, nur eine beschränkte Anzahl von Jahresziffern, unter denen die Schaltjahre doppelt vorkommen, anzuwenden, obgleich es natürlich möglich erscheint, sie beliebig zu vergröfsern.
Auf beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι die Ansicht eines immerwährenden Kalenders der neuen Art mit einem theilweise durch eine Schauöffnung sichtbaren Sectorstück, welches um einen Punkt ο an der Hinterseite des anderen (festzulegenden) Stückes drehbar ist;
Fig. 2 veranschaulicht die Ausführungsform des Kalenders, bei welcher statt des drehbaren Sectors ein Schieber angewendet ist.
Es bezeichnet A den festgelegten Theil der Vorrichtung, B den dahinter beweglichen, welche beide aus Carton, Pappe, Holz oder beliebigem anderen Material hergestellt sein können. Durch einen wesentlich viereckigen Ausschnitt ist an dem übrigens beliebig gestalteten Theil A eine Schauöffnung c geschaffen, hinter welcher die Bezeichnungsreihen des Schiebertheils B ersichtlich werden.
In sieben Verticalspalten sind oberhalb der Schauöffnung am Theil A die Jahresziffern b angeordnet, und in gegenüberstehenden sieben unteren Spalten α die Datumziffern, wobei letztere in fünf je einer Woche entsprechenden Horizontalspalten mit fortlaufender Zählung von
ι bis 31 so untergebracht sind, dafs die unter einander stehenden Zahlen die Datumziffern mit gleicher Wochentagsbezeichnung angeben.
In der zwischen beiden Tafeln a b ausgesparten Schauöffnung c ist die mit gleicher Spaltenbreite ausgeführte dreireihige Tafel des Schiebers oder Sectors B ersichtlich (Fig. 2 und 1).
Von den drei Reihen e e1 d des beweglichen Theiles B ist die unterste d mit den Wochentagsbezeichnungen ausgefüllt, indem diese fortlaufenden Bezeichnungen an den beiden Enden der Tafel derart wiederholt sind, dafs bei beliebiger Einstellung jede Verticalspalte der Datumziffern einen Wochentag als Kopfbezeichnung erhält. In die zwei anderen oberen Reihen e el sind die Monatsreihen eingetragen mit Befolgung der Regel, dafs die Namen danach gesondert werden, wie die Taganzahl mehr oder weniger von dem genauen Vielfachen von sieben abweicht. In die obere Reihe e sind der Uebersicht wegen die Monate der ersten Jahreshälfte, in die untere e1 diejenigen der zweiten Jahreshälfte eingeschrieben. Die Bezeichnungen »Januar« und »October«, ferner »Februar, März, November«, dann »September, December« und »April, Juli« kommen aus den oben angegebenen Gründen unter einander zu stehen.
Die Benutzungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist folgende, wobei die Einstellung durch Drehung des Sectors B um den mit ο bezeichneten Drehpunkt (Fig. 1) bezw. durch Verschiebung des Theiles B, Fig. 2, veranlafst wird.
Handelt es sich darum, beispielsweise die Wochentagsbezeichnung für den 15. Mai 1891 zu finden, so sucht man diejenige der Spalten b auf,' in welcher sich die genannte Jahreszi'ffer 1891 befindet, und stellt unter diese das Wort »Mai« ein, indem man den Theil B im Ausschnitt c entsprechend verschiebt. Bei dieser Einstellung nach Fig. 1 (gemäfs welcher »Mai« unter der zweiten Spalte steht), liest man alsdann als Kopfbezeichnung über derjenigen Spalte der Datumziffern a, welche 15 enthält, den Wochentagsnamen »Freitag«, so dafs also der 15. Mai 1891 ein Freitag war.
Die durch das gegebene Beispiel dargestellte Auffindungsregel erleidet keine Ausnahme, aufser für die letzten zehn Monate der Schaltjahre, welch letztere in der Jahreszifferntafel doppelt (in verschiedenen Spalten) aufgeführt sind, d. h. einmal unterstrichen und einmal nicht unterstrichen. Die unterstrichene oder auf eine beliebige andere Weise markirte Zahl soll für die Auffindung eines Datums innerhalb der letzten zehn Monate des betreffenden Schaltjahres gelten. Für diesen auf die Monate März bis December sich erstreckenden Ausnahmefall verfährt man folgendermafsen.
Es sei vorausgesetzt, dafs man wissen wolle, aufweichen Wochentag der 14: Juli des Schaltjahres 1892 fällt. Man stellt den Schieber B so, dafs die Spalte mit der Monatsbezeichnung »Juli« unter die Spalte, welche die unterstrichene Jahreszahl 1892 enthält, zu stehen kommt. Nach Aufsuchen der Ziffer 14 unter den Datumziffern findet man alsdann am Kopf der zugehörigen Spalte »Donnerstag«. Der 14. Juli 1892 war also ein Donnerstag.
Es soll noch bemerkt werden, dafs der Schiebertheil B ohne Aenderung des der Erfindung zu Grunde liegenden Princips als geschlossener Bandstreifen oder als Scheibe ausgeführt werden kann, und ferner dafs die geradlinige Anordnung der Reihen durch eine fächerförmige ersetzt werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An immerwährenden Kalendern, bei denen einer siebenspaltigen Jahreszifferntafel (b) eine ebensolche Datumzifferntafel (a) gegenübersteht, und bei welchen ein beweglicher Theil die Monatsbezeichnungen und Wochentagsbezeichnungen gleichzeitig einzustellen gestattet, diejenige Einrichtung, wonach die Monatsnamen nicht auf 28 Einzelfelder (einer drehbaren Scheibe) vertheilt, sondern unter Benutzung der für gewöhnliche Jahre geltenden Eigenthümlichkeit, dafs Januar und October, Februar, März und November mit demselben Wochentag beginnen, in ebenfalls sieben Spalten vollständig untergebracht werden, so dafs vermöge der nur auf sechs Spalten zu bemessenden beiderseitigen Verbreiterungen die zur Einstellung verfügbare Gesammtbreite des beweglichen Theiles beschränkt und die Ausführung dieses Theiles als geradlinig oder bogenförmig hin- und herzubewegender, schnell einstellbarer Schieber oder Sector ermöglicht ist (Fig. 2 und 1).
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1892D5491 1892-12-13 Immerwährender Kalender Pending DE73554A (de)

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Publication Number Publication Date
DE73554A true DE73554A (de)

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