DE735129C - Getriebe fuer Motorraeder - Google Patents
Getriebe fuer MotorraederInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62M—RIDER PROPULSION OF WHEELED VEHICLES OR SLEDGES; POWERED PROPULSION OF SLEDGES OR SINGLE-TRACK CYCLES; TRANSMISSIONS SPECIALLY ADAPTED FOR SUCH VEHICLES
- B62M25/00—Actuators for gearing speed-change mechanisms specially adapted for cycles
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Description
Die Erfindung betrifft ein Getriebe für Motorräder, das aus einem gewöhnlichen
Hauptgetriebe und einem mit diesem zusammengebauten, weitere Übersetzungen ermöglichenden
Nebengetriebe besteht.
Bei einem bekannten derartigen Getriebe ist das Nebengetriebe irgendwo zwischen
dem Hauptgetriebe und der Hinterradachse in die Kettenübertragung eingebaut. Es bildet
daher das Nebengetriebe nicht ein mit dem Hauptgetriebe zusammengebautes Ganzes,
vielmehr ist eine besondere Lagervorrichtung für das Nebengetriebe erforderlich, welche,
wenn überhaupt, so nur sehr schwierig angebracht werden kann.
Nach einem andern Vorschlag ist der Getriebekasten
des Hauptgetriebes mit einer angegossenen Flanschverdickung versehen, so daß durch Absägen eines Stückes des Getriebekastens
eine Anbaumöglichkeit für das Gehäuse des Nebengetriebes geschaffen werden kann. Ein solcher Anbau des Nebengetriebes
ist sehr umständlich vorzunehmen und auch deshalb' nachteilig, weil das angebrachte
Nebengetriebegehäuse zusätzlichen Raum beansprucht. Mangelhaft ist ferner, daß die -abtreibende ■ Welle verlagert .wird,
wodurch eine Änderung der Übertragungsglieder bedingt ist, denn diese Welle muß beim Anbau des Nebengetriebes ein erhebliches
Stück nach unten versetzt werden.
Die Erfindung zielt demgegenüber dahin, ein Motorradgetriebe durch Ergänzung mit
einem Nebengetriebe als Gruppengetriebe auszubilden, ohne daß die Teile des Motors
und des Hauptgetriebes sowie die Kraftübertragurigsglieder
eine bauliche Änderung oder eine Verlagerung zu erfahren brauchen. Außerdem soll kein zusätzlicher Raumbedarf
notwendig werden.
Erfindungsgemäß ist dies dadurch erreicht, daß das Gehäuse des Xebengetriebes durch
Auswechslung gegen die Kettenradabdeckung an den Getriebekasten anbaubar ist und daß
die Kraftübertragung von einem vom Hauptgetriebe angetriebenen Schaftrad über dessen
als Hohlwelle ausgebildeten Schaft zum X'ebengetriebe und von diesem zu dem seine
Lage durch den Anbau des Xebengetriebes ίο nicht verändernden Abtriebsritzel erfolgt.
Die Schaltung des Xebengetriebes erfolgt durch axiale Verschiebung seiner Achse. Dabei
dient eine an sich bekannte Verschiebehülse, die auf der Achse des Nebengetrieb;s
ig drehbar und mit dieser axial verschiebbar ist, zugleich zu deren Lagerung. Die Achse des
Nebengetriebes ist einmal unmittelbar mit dem Kettenrad, zum andern mit den Übersetzungsradsätzen
kuppelbar. Durch die Erfindung ist der Fortschritt erzielt, daß das Gehäuse des Nebengetriebes
• durch Auswechslung gegen die Kettenradabdeckung an dem Getriebekasten anbaubar
ist. also auch an bereits im Betrieb befindliche Motorräder angebaut werden kann. Besonders
vorteilhaft ist, daß das Abtriebsritzel seine ursprüngliche Lage beibehalten kann, mithin
stets in der gleichen Lage verbleibt, mag nur das Hauptgetriebe vorhanden sein oder an
dieses das Xebengetriebe angebaut sein.
Infolge der erfindungsgemäßen Ausbildung wird ferner für das Xebengetriebe kein besonderer
Raum benötigt, da das Xebengetriebegehäuse an Stelle des Kettenkastendeckeis
tritt. Erfindungsgemäß sind auch, da das Abtriebsritzel seine ursprüngliche Lage
behält, keine baulichen Änderungen des Hauptgetriebes und seines Kastens und keine
Änderungen in der Bauweise und in der Lagerung der Kraftübertragungsmittel nötig.
Das erfindungsgemäß ausgebildete Xebengetriebe zeichnet sich schließlich noch durch
seine einfache und betriebssichere Bauweise aus und dadurch, daß es zu seiner Anbringung
außer der Auswechslung der Kettenradabdeckung des Motorrades durch das Xebengetriebegehäuse nur des Ersatzes des
die Kettenradachse antreibenden Schaftrades des Hauptgetriebes durch das entsprechende
Schaftrad des Xebengetriebes bedarf.
Da das neue Xebengetriebe auf Leerlauf einstellbar ist, ist ein weiterer die Fahrzeugbedienung
betreffender Vorteil erreicht. Im Gegensatz zu den nur mit einem gewöhnlichen Hauptgetriebe ausgestatteten Motorrädern,
bei denen die Leerlaufstellung des Getriebes mittels eines Fußhebels eingestellt werden
muß, was erfahrungsgemäß meist erst nach umständlichen Tastversuchen gelingt, kann
bei dem Getriebe gemäß der Erfindung Leerlauf, durch Einstellung des Nebengetriebe- \
\ leerlaufs erreicht, mithin von Hand festgelegt werden.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung au einem Ausführungsbeispäel in schematischer
Darstellung veranschaulicht. Es zeigt
Fig. ι eine Ansicht des Getriebekastens und des Kurbelgehäuses eines Motorrades,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch das Xebengetriebe,
Fig. 3 einen Schnitt durch die Verstellbüchse und dieA'erschiebdrehhülse des Xebengetriebes.
An das Kurbelgehäuse 1 schließt in an sich bekannter Weise der Getriebekasten an, der
auf der einen Seite durch die Kettenradabdeckung 2 geschlossen ist. Über das gewöhnliche
Hauptgetriebe wird das Kettenrad 3 in Drehung versetzt, dessen Drehbewegung
die Kette4 auf die Lauf räder überträgt._
Erfindungsgemäß wird, um das Getriebe als Gruppengetriebe auszubilden, mit dem
Hauptgetriebe ein Nebengetriebe gekuppelt, wie ein solches in den Fig. 2 und 3 dargestellt
ist. Zu diesem Zweck wird die Ketteriradabdeckung 2 abgenommen und an ihrer Stelle
das Gehäuse 5 des Nebengetriebes an den Getriebekasten angeschraubt. Gleichzeitig wird
an Stelle des die Kettenradachse antreibenden go Schaftrades des Hauptgetriebes in dieses das
Schaftrad 6 des Nebengetriebes eingesetzt.
Der hülsenartige Hals 7 des Schaftrades 6 ist innen mit Längsrippen 8 versehen, welche
mit entsprechenden Gegenrippen der Achse 9 zusammenwirken, so daß diese zwar stets die
Drehbewegung des Rades 6 mitmacht, jedoch in axialer Richtung in dem Hals 7 verschiebbar
ist.
Die Achse 9 ist an ihrem freien Ende in einem Lager 10 drehbar, mit welchem eine
Hülse 11 verbunden ist, die einen schrägen Schlitz 12 aufweist. In diesen greift der Bolzen
13 ein, der verstellbar im Gehäuse 5 sitzt und einen Schlitz 14 der im Gehäuse drehbaren
Büchse 15 durchsetzt. Die Drehung dieser Büchse erfolgt mit Hilfe eines Handhebels
16.
Wird die Büchse 15 gedreht, so erfährt die Hülse 11, mithin die Achse 9, eine Verschie- no
bung in axialer Richtung. Erfolgt diese in Richtung des Pfeiles x, so gelangen die Kupplungsklauen
17 der Achse 9 mit den Gegenklauen 18 des Zahnrades 19 in Eingriff mit
der Wirkung, daß die Drehbewegung der Achse 9 über die Räder 19, 20, 21, 22 auf das
Kettenrad 23 übertragen wird. Bei gegensätzlicher Drehung der Büchse 15, somit bei
Verschiebung der Achse 9 in Gegenrichtung des Pfeiles x, wirken die Kupplungsrippen 24
der Achse 9 mit den Gegengliedern 25 zusammen. Die Übertragung der Drehbewegung
der Achse 9 erfolgt daher unmittelbar auf das Kettenrad 23.
Die Leerlaufstellung des Nebengetriebes entspricht der in Fig. 2 gezeichneten Lage
seiner Teile. In diesem Falle sind weder die Kupplungsglieder 24, 25 noch die Kupplungsglieder 17, 18 in Eingriff. Aus diesem Grunde
ist der Abstand der Kupplungsglieder 17, 18 so groß gewählt, daß bei Verschiebung der
Achse in Richtung des Pfeiles χ die Kupplungsglieder
24, 25 außer Eingriff gelangen, ehe die Kupplungsglieder 17, 18 sich
zwischeneinander einlegen.
Bei der obenerwähnten Ausführungsform
Bei der obenerwähnten Ausführungsform
is ist der Schlitz 14 .der Verstellbüchse 15 als
■dem Schrägschlitz 12 der Verschiebehülse 11
entsprechender Schrägschlitz ausgebildet, weshalb die Verstellbüchse 15 bei ihrer
Drehung zugleich die axiale Verschiebung der Hülse 11 mitmacht. Die Ausbildung kann
aber auch so getroffen sein, daß der Bolzen 13 in der Büchse 15, aber nicht im Gehäuse 5
festsitzt und nur die Verschiebehülse 11 die mehrfach erwähnte Schrägführung besitzt. In
25. diesem Falle vollzieht die Büchse 15 nur eine Drehbewegung, die axiale Verschiebung wird
nur von der A^erschiebehülse 11, mithin der
Getriebeachse, ausgeführt. Damit die Hülse 11 dabei nicht gedreht, sondern nur
längs verschoben werden kann, muß sie in Längsrichtung geführt sein, z. B. am Gehäuse,
Claims (4)
1. Getriebe für Motorräder, das aus einem gewöhnlichen Hauptgetriebe und
einem mit diesem zusammengebauten, weitere Übersetzungen ermöglichenden Nebengetriebe besteht, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse (5) des Nebengetriebes durch Auswechslung gegen die Kettenradabdeckung (2) an den Getriebekasten
anbaubar ist und daß die Kraftübertragung von einem vom Hauptgetriebe angetriebenen Schaftrad (6) über
dessen als Hohlwelle ausgebildeten Schaft (7) zum Nebengetriebe und von diesem zu dem seine Lage durch den Anbau des
Nebengetriebes nicht verändernden Abtriebsritzel (23) erfolgt.
2. Getriebe nach Anspruch 1, daduixh gekennzeichnet, daß die Schaltung des
Nebengetriebes durch axiale Verschiebung seiner Achse (9) erfolgt.
3. Getriebe nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die an sich
bekannte Verschiebehülse (11) zugleich zur Lagerung der Achse (9) des Nebengetriebes
dient.
4. Getriebe nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (9)
des Nebengetriebes einmal unmittelbar mit dem Kettenrad (23), zum andern mit ■
den Übersetzungsrädsätzen (19, 20, 21, 22) kuppelbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER109159D DE735129C (de) | 1941-01-21 | 1941-01-21 | Getriebe fuer Motorraeder |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER109159D DE735129C (de) | 1941-01-21 | 1941-01-21 | Getriebe fuer Motorraeder |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE735129C true DE735129C (de) | 1943-05-07 |
Family
ID=7421733
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER109159D Expired DE735129C (de) | 1941-01-21 | 1941-01-21 | Getriebe fuer Motorraeder |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE735129C (de) |
-
1941
- 1941-01-21 DE DER109159D patent/DE735129C/de not_active Expired
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