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Vakuumschalter für regelnde Anzeigegeräte Bei regelnden Anzeigegeräten,
z. B. Manometern, ist es bekannt, den Zeiger unmittelbar auf einen offenen Regelkontakt
oder Signalkontakt oder einen von der Zeigerachse abgeleiteten Teil auf eine Quecksilberschaltröhre
wirken zu lassen. Die erste Ausführungsform ist nur für schwache Relaisströme oder
Signalströme verwendbar, und die zweite Ausführungsform ist nur für solche regelnden
Anzeigegeräte verwendbar, deren Zeigerachse eine verhältnismäßig große Kraft auf
einem ziemlich großen Hubweg abgeben kann. -Vakuumschalter, bei welchen die Schaltbewegung
von außen in das Gefäßinnere durch einen Schalthebel vermittels eines elastischen
Gefäßwandungsteils übertragen wird, sind bei regelnden Anzeigegeräten bisher praktisch
nicht verwendbar gewesen, weil die zum Antreiben des Schalthebels des Vakuumschalters
notwendige Schaltkraft in weiten Grenzen schwankt, und zwar erfahrungsgemäß zwischen
5o und 45o Gramm, je nachdem in welcher Lage der Schalthebel zufällig in die Schaltröhre
eingeschmolzen ist.
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Die Erfindung bezieht sich auf einen Vakuumschalter der genannten
Art für regelnde Anzeigegeräte, wobei erfindungsgemäß der Schalthebel an seinem
äußeren Ende beiderseits in Richtung seiner Kippbewegung unter der Wirkung von Federn
steht, von denen, mindestens die eine einstellbar ist. Durch Verstellung der einen
oder beider Federn läßt sich dabei der Kontaktdruck des Hebelkontaktes auf den festen
Kontakt in Gegenwirkung zu der federnden, den Hebel tragenden Wandung der Vakuumröhre
bzw. der freie Abstand beider Kontakte derart einstellen, daß zum Kontaktöffnen
oder-schließen die geringstmöglichen Kräfte, z. B. o,5 bis to Gramm, erforderlich
sind und trotzdem ein sicherer Kontaktschluß erreicht wird. Die Federkraftkurve
für den Kontakthebel wird zwar durch die zusätzlich an ihm angreifenden Federn steiler,
als wenn der Kontakthebel nur von der federnden Wand getragen wird, aber der anfängliche
Schaltdruck läßt sich bis nahe an Null bringen und die Schaltwege sind bei Vakuumschaltern,
auch wenn starke Betriebsströme mit ihnen geschaltet werden, nur geringe Bruchteile
von Millimetern, so daß der stärkere Anstieg der Federkraftkurve praktisch nicht
zur Auswirkung kommt. Der neue, mit einstellbaren äußeren Ausgleichfedern versehene
Vakuumschalter ist daher zur unmittelbaren mechanischen Schaltung durch Zeiger
von
re-elnden Anzeigegeräten, wie Manoinetern, die nur geringe Zeigerkraft aufbringen,
verwendbar, und zwar auch zum unmittelbaren Schalten von starken Betriebsströmen,
so daß Relais, Fallbügelantriebe u. dgl. erspart werdcn.
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Es ist zwar schon bekannt, Vakuumschalter durch Regelgeräte unmittelbar
mechanisch zu schalten, jedoch nur durch solche Regelgeräte, die große Kräfte aufbringen
können, wie z. B. Thermostaten oder mit Verdampfungsflüssigkeiten gefüllte Druckdosen.
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Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel,
und zwar zeit Abb. i einen teilweisen Schnitt durch ein nianometerartiges Anzeigegerät
nebst Reglerschalter, Abb.2 einen Grundriß dazu, teilweise im Schnitt.
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In einem Gehäuse i mit Boden 2 und einem die Meßskala a5 tragenden
Deckel 3 ist eine festeAchse.I reit il_rem unteren Ende eingenietet, die an ihrem
oberen Ende auf einem Absatz 5 mittels ihres Gewindezapfens h und Feststellmutter
; einen Schwenkhebel S einstellbar trägt. Der Schwenkhebel 5 weist an seinem Ende
eine Zeigerschneide 9 auf und trägt ferner mittels zweier Bänder io eine Vakuumschaltröhre
ii, die zwei feste Kontaktteile 12 und 13 und einen in der die Glasröhre ii abschließenden
Metallmembran 14 gelagerten Kontakthebel 1,5 enthält.
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Die Schaltröhre ii ist am freien Ende des Schwenkhebels S derart befestigt,
daß das äußere Ende des Kontakthebels 1,5 nach der Achse .I, 6 hin. gerichtet ist.
Die Kontaktteile 12, 13 und 15 und die lletallriiernbran 14 sind an ihren äußren
Enden mit einer Isolierschicht, z. B. Emaillelack, bedeckt, die zum :anlöten von
Leitungsdrähten, soweit nötig, entfernt und nach dein Anlöten der Leitungsdrähte
wieder aufgebracht wird.
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Das äußere Ende des Hebels 15 ist einerseits durch eine auf einem
festen Schwenkhebelteil 16 belagerte Feder i7 und andererseits durch eine ', Feder
iS belastet, die auf einer Schraube ic) I abgestützt ist, die ihrerseits in einem
festen Schwenkhebelteil2o einstellbar und durch eine Gegenmutter 21: feststellbar
ist. Hierdurch läßt sich der durch den hontaktliebel 15 in der Ruhelage auf den
festen Kontakt 12 ausgeübte Koritaktdruck derart regeln, daß er für einen sicheren
Kontaktschluß genügt und daß trotzdem der Kontakthebel 15 leicht vom festen Kontakt
12 lösbar ist. Ebenso läßt sich gegebenenfalls dadurch der gewünschte abstand des
Kciitakthebels 1,5 vom festen Gegenkontakt 13 einstellen.
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Uni die feste Achse 4. ist eine hohle ZeigerachSe 22 frei beweglich,
die durch ein Zahnrad 23 beispielsweise durch eine Burdonfeder, ein Haarhygrometer,
einen Thermostaten o, dgl. angetrieben ist. Oberhalb des Deckels 3 trägt die Hohlachse
-22 einen Zeiger 24, der über der hleßskala -25 spielt. Der Zeiger 24 trägt in der
Nähe der Achse einen Ansatz 26, in dem eine Stellschraube 27 verstellbar
und durch eine Gegenmutter 28 feststellbar ist, die mit dem freien Ende des
Kontakthebels 15 bei Erreichung des Regelwertes zusammenarbeitet. Durch die Schraube
27 läßt sich der Regelmoment derart einstellen, daß der Schalter genau in dem Augenblick
betätigt wird, in dem die Spitze des Zeigers 2.4 unterhalb der Schneide 9 liegt.
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Die fustierschraube 27 kann auch am freien Ende des Kontakthebels
i5 allgebracht sein, oder es kann auch die Röhre i i auf dem Scliw-enkhebel '8 verstellbar
sein.
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Das neue Gerät eignet sich insbesondere zur Regelung von Drücken,
r. B. Dampfdrücken, indem durch die Kontakte 12, 15 oder 13, 15 elektrisch angetriebene
DamTfventile gesteuert werden. Das Gerät ist aber auch beispielsweise zum Regeln
von Geschwindigkeiten, etwa von Luftgeschwindigkeiten, bei Gebläsen oder zum Regeln
von Feuchtigkeiten, Temperaturen, Vakuum u. dgl. verwendbar.