DE733688C - Verfahren zur Erhoehung der Dehnbarkeit von Acetatstreckkunstseide - Google Patents

Verfahren zur Erhoehung der Dehnbarkeit von Acetatstreckkunstseide

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DE733688C
DE733688C DED84723D DED0084723D DE733688C DE 733688 C DE733688 C DE 733688C DE D84723 D DED84723 D DE D84723D DE D0084723 D DED0084723 D DE D0084723D DE 733688 C DE733688 C DE 733688C
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DE
Germany
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acetate
stretched
chloroform
increase
stretchability
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Expired
Application number
DED84723D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Arnulf Sippel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Deutsche Rhodiaceta AG
Original Assignee
Deutsche Rhodiaceta AG
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Publication date
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M13/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M13/08Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with halogenated hydrocarbons
    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F2/00Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof
    • D01F2/24Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from cellulose derivatives
    • D01F2/28Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from cellulose derivatives from organic cellulose esters or ethers, e.g. cellulose acetate

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Erhöhung der Dehnbarkeit von Acetatstreckkunstseide
    Gegenstand des Patents 729010 ist ein
    Verfahren zur Erhöhung der Dehnbarkeit von
    Aectatstrcckkunstseidc unter Anwendung von
    Schrumpfungs-, Streckunis- oder Füllbädern
    aus organischen Flüssigkcitsgcmischen, bei
    dem Gemische aus i o bis 9o 0 0, vorzugsweise
    3o bis 7000, Chloroform und Essigsäure-
    äthvIcster verwendet werden.
    Bei dicscin \'crfahren hat es sich gezeigt.
    dal3 im allgeincinen die IZciltfcstigl:eit der
    behandelten Acctatstreckkunstscide abnimmt:
    und zwar ist diese Abnahme zum Teil nicht
    unerhAlich.
    Es ist an sich hckanm. zur Ilcrslellun;"-
    von Kreppciiclztcn auf =\cctatl:unstscidc das
    Gut mit Flüssigkeitsgemischen zti behandeln.
    die neben den eigentlichen Quellungsinittcln
    grüt.@er:: Anteile von Nichtduellnngsi11itteln für
    Acetatkunstseide enthalten. So wurden Behandlungsbäder vorgeschlagen, die aus 3 Raumteilen Chloroform und i Raumteil Tctrachlorkohlenstoff oder aus 5 Raumteilen Chloroform und 95 Raumteilen Benzol bestehen. Diese Flüssigkeitsgemische sind jedoch nicht geeignet, die Dehnbarkeit von Acetatstreckkunstseidc nennenswert zti erhöhen.
  • I?s wurde nun gefunden. dal5.die ursprüngliche Reißfestigkeit der Acetatkstreckkunstücidc fast in vollem 1-infangc erhalten bleibt, wenn man hei der Schrumpfbehandlung nach dem Hauptpatent mit möglichst niedrigen Temperaturen. vorzugsweise mit Temperaturen v<m --- _ 5 his --5 C, arbeitet.
  • Für die Schrumpfung bei tiefen Tcinperaturen wählt man vorzugsweise Bäder, die bei Raumtemperatur besonders stark quellend wirken; und zwar sollen die Bäder hei Raumtemperaturen um sQ stärker quellen, je niedriger die gewählte tatsächliche Arbeitstemperatur ist.
  • Um die gewünschte Quellwirkung herbeizuführen, kann man dem Chloroformessigsäureäthyl-esterbad noch geringe Mengen von, bekannten Celluloseacetatquellungs- oder -lösungsmitteln, wie Methylenchlorid, Aceton, lir esol, Cyclohexanol oder Cyclohexanon, zusetzen. Derartige Zusätze sind beim Behandeln von Streckkunstseiden hoher Polymerisationsgrade in ihrer Wirkung besonders günstig, sollen jedoch höchstens bis zu io0;`o des Flüssigkeitsgemisches betragen. Man erzielt so mit einem Bade, das beispielsweise bei einer Temperatur von 20° C eine Bruchdehnung von 140;0 erzielen lassen würde, bei einer Temperatur von -15° C nur eine Bruchdehnung von iooio; dafür ist aber die Reißfestigkeit der erhaltenen Acetatstreckkunst; Seide gegenüber dem Ausgangsmaterial kaum verringert worden.
  • Beim Arbeiten bei tiefen Temperaturen soll die Temperatur des zum Nachwaschen bestimmten Bades zweckmäßig etwas unter der Temperatur des Quellungsbades liegen, damit nicht durch eine Erwärmung des mit Quellungsmitteln vollgesogenen Fadens die erzielte Wirkung zunichte gemacht wird. , Beispiel i Acetatstreckkunstseide wird bei einer Temperatur von +S' C 6o Minuten lang in ein Bad aus
    52 Raumteilen Chloroform,
    43 - Essigsäureäthylester und
    5 - Methylenchlorid
    getaucht, sodann mit Tetrachlorkohlenstoff gewaschen und getrocknet. Während die ursprüngliche Reißfestigkeit der Ware 3,4 g/ denier und die ursprüngliche Bruchdehnung betrugen, weist das erfindungsgemäß behandelte Gut eine Reißfestigkeit von 2,S g/ denier und eine Bruchdehnung voll 9,30,0 auf.
  • I: m bei Raumtemperatur eine Acetatstreckkunstseide von etwa gleicher Dehnbarkeit zu erhalten, verwendet man zweckmäßig ein schwächer quellendes Bad aus
    38 Raumteilen Chloroform,
    - Essigsäureätliylester und
    5 - Methylenchlorid.
    Bei einer erhöhten Bruchdehnung von etwa 8,9% beträgt die Reißfestigkeit der Ware jedoch nur noch 2,2 g/denier.
  • Beispiel i Acetatstreckkunstseide wird bei einer Temperatur von -25°C 6o Minuten lang in einem Bade aus
    5o Raumteilen Chloroform,
    45 - Essigsäureäthylester und
    5 - Aceton
    geschrumpft und dann nach Beispiel i weiterbehandelt. Während die ursprüngliche Reißfestigkeit der Ware 3,4 g/denier und die ursprüngliche Bruchdehnung 5, i % betrugen, weist das :erfindungsgemäß behandelte Gut eine Reißfestigkeit von 2,4 g/denier und eine Bruchdehnung von i o, i % auf.
  • Eine Schrampfbehandlung in dem gleichen Bade bei einer Temperatur von 20--C ergibt eine Reißfestigkeit von nur i,9 g/denier und eine Bruchdehnung von 12,70,'0.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: `''eitere Ausbildung des Verfahrens zur Erhöhung der Dehnbarkeit von Acetatstreckkunstseide unter Anwendung von Gemischen aus i o bis 9o oro, v orzugsweise 3o bis 700/0, Chloroform und Essigsäureäthylester, nach Patent 729 o i o, dadurch gekennzeichnet, daß man bei der Behandlung der Acetatstreckkunstseide möglichst niedrige Temperaturen. vorzugsweise Temperaturen von -:2 5 bis -;-5° C, sowie bei Raumtemperatur stark quellend wirkende Chloroform-Essigsäureäthylester-Gemische gegebenenfalls mit einem Zusatz von geringen Mengen, höchstens bis zu ioo.'0, bekannter Lösungs-oder Quellungsmittel für Celluloseacetat anwendet.
DED84723D 1941-01-10 1941-03-30 Verfahren zur Erhoehung der Dehnbarkeit von Acetatstreckkunstseide Expired DE733688C (de)

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