DE732007C - Reihenvervielfacher mit in zwei parallelen Ebenen angeordneten Vervielfachungs- und Beschleunigungselektroden - Google Patents
Reihenvervielfacher mit in zwei parallelen Ebenen angeordneten Vervielfachungs- und BeschleunigungselektrodenInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J43/00—Secondary-emission tubes; Electron-multiplier tubes
- H01J43/04—Electron multipliers
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Landscapes
- Cold Cathode And The Manufacture (AREA)
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf elektrische Entladungsvorrichtungen, in denen eine Verstärkung
eines primären Elektronenstromes durch Sekundäremission erzielt wird.
Bei einer bekannten Ausführungsform solcher Vervielfacher sind die sekundäremittierenden Vervielfacherelektroden und die ihnen gegenüberliegenden Beschleunigungselektroden in zwei zueinander parallelen Ebenen angeordnet und umschließen zusammen mit den. sie tragenden Isolierstreifen einen kastenförmigen Raum. Bei der Aktivierung der Vervielfacherelektroden durch Zäsiunidampf nach dem fertigen Zusammenbau des Elektroden-
Bei einer bekannten Ausführungsform solcher Vervielfacher sind die sekundäremittierenden Vervielfacherelektroden und die ihnen gegenüberliegenden Beschleunigungselektroden in zwei zueinander parallelen Ebenen angeordnet und umschließen zusammen mit den. sie tragenden Isolierstreifen einen kastenförmigen Raum. Bei der Aktivierung der Vervielfacherelektroden durch Zäsiunidampf nach dem fertigen Zusammenbau des Elektroden-
systems im abgeschmolzenen Behälter ergeben sich Schwierigkeiten, indem dem Dampf der
Zutritt zu den Elektroden erschwert und die Beobachtung der aktivierten Oberflächen unmöglich
ist. Die Erfindung beseitigt diese Schwierigkeiten.
Es ist bekannt, bei einer sogenannten Zweiplattenröhre in der Scheitellinie des konkaven
Teils der Steuerelektrode oder in der Mitte der Anode einen Schlitz zur Beobachtung der
Lage des Glühfadens anzubringen. Es ist aber nicht bekannt, derartige Öffnungen zum
Durchtritt eines aktivierenden Dampfes vorzusehen.
Erfindungsgemäß werden in einem Reihenvervielfacher, dessen in zwei parallelen Ebenen
angeordnete \'ervielfachungs- und Beschleunigungselektroden
zusammen mit den sie tragenden Isolierstreifen einen kastenartigen Raum umschließen, die Beschleunigungselektroden
mit Öffnungen versehen, die den Zutritt des außerhalb des kastenartigen Raumes entwickelten und zur Aktivierung der gegenüberliegenden
Vervielfachungselektroden dienenden Zäsiumdampfes zu den Vervielfachungselektroden
und eine genaue Beobachtung der Farbe dieser Elektroden während des Aktivierungsprozesses gestatten. Auf
diese Weise ist es möglich, den Zäsiumdampf außerhalb des Elektrodensystems zu entwickeln
und gleichmäßig mit allen Vervielfacherelektroden in Berührung kommen zu lassen, ohne auf den besonders einfachen und
sicheren kastenförmigen Zusammenbau der Beschleunigungs- und Vervielfacherelektroden
verzichten zu müssen.
Die Erfindung wird nunmehr an Hand der Zeichnung näher erläutert.
Abb. ι zeigt einen Elektronenvervielfacher in perspektivischer Ansicht.
Abb. 2 ist eine Draufsicht auf das Elektrodensystem,
Abb. 3 ein Querschnitt durch dieses längs 3-3 und
Abb. 4 ein Teil eines Längsschnittes längs 4-4.
Abb. ι zeigt den fertigen Elektronenvervielfacher
mit einem länglichen entlüfteten Behälter 1 aus Glas o. dgl., in dessen ringförmigen
oder zylindrischen Ouetschfuß 3 die Elektrodenzuführungen eingeschmolzen sind. Es sind 23 Elektroden vorhanden, und zwar
11 Beschleunigungselektroden 21 oben und
11 untere Elektroden 23, von denen 10 Vervielfacherelektroden
sind und die elfte vom Ouetschfuß am weitesten entfernte Elektrode die Primärelektronenquelle darstellt. Die Beschleunigungselektroden
liegen in einer Ebene und haben Abstand voneinander. Die unteren Elektroden sind in ähnlicher Weise in einer
Parallelebene angeordnet. An dem dem Ouetschfuß zugekehrten Ende ist vor dem letzten Elektrodenpaar eine Ausgangselektrode
25 angeordnet.
Die Elektrodenhalterung besteht aus einem Paar gegenüberliegender, parallel verlaufender
Streifen 29 und 31 aus Glimmer oder einem anderen Isolierstoff und nimmt die gegenüberliegenden
Laschen 33 der verschiedenen Elektroden auf.
Wie aus den Abb. 1 und 3 klar zu erkennen ist, bilden die Isolierstreifen zusammen mit
den oberen bzw. unteren Elektrodenreihen ein kastenförmiges Gebilde, in dem die Elektronen
geführt werden.
Erfindungsgemäß sind Öffnungen 35 (Abb. 2 und 4) in den oberen Elektroden vorgesehen.
Diese Öffnungen lassen während der Aktivierung Zäsiumdampf hindurchtreten und die
unteren Elektroden gründlich umspülen. Diese werden dadurch in Bezug auf Sekundäremis-'
sion und Photoempfindlichkeit gleichförmig ! aktiviert.
Die Vervielfacherelektroden bestehen aus 0,127 mm dickem Nickelblech, welches mit
einer 0,025 mm dicken Silberschicht plattiert ist. Die Beschleunigungselektroden können
aus unplattiertem Nickel bestehen. In jede Beschleunigungselektrode werden zwei oder
mehr etwa 3 mm große Löcher gestanzt, um die Beobachtung der Farbe der Vervielfacherelektradenoberfläche
zu erleichtern und dem Zäsium Zutritt zu den unteren Elektroden zu gestatten. Die Seitenwände bestehen aus
Glimmerstreifen, die 0,127 mm dick und etwa
11 mm breit sind; ihre Länge hängt von der Zahl der Stufen ab (etwa86mm für 10 Stufen).
Die Aktivierung vollzieht sich wie folgt:
Das fertig auf dem Ouetschfuß aufgebaute Elektrodensystem wird in ein Glasrohr von
25 mm Weite eingeschmolzen, dessen Länge von der Zahl der Stufen abhängt (127 mm für
10 Stufen). Darauf wird die Röhre an eine Pumpe angeschlossen und etwa 3 Stunden, bei
475° C geheizt.
Nach dem Abkühlen der Röhre werden die go
Nickelelektroden und die Sammelelektrode mit Hilfe von Hochfrequenz auf dunkle Rotglut erhitzt, um alle Gaseinschlüsse auszutreiben.
Man muß dafür Sorge tragen, daß die Silberelektroden während dieser Behänd- g$
lung nicht zu heiß werden, da sonst Silber auf die Glimmerwände aufdampft. Wenn alles sauber und die Röhre wieder abgekühlt
ist, wird das System abgesperrt und durch Erhitzen eines HgO enthaltenden Seitenrohres
Sauerstoff von einem Tor Druck in die Röhre eingelassen. Jede Silberelektrode wird
nunmehr oxydiert, bis sie eine Farbe zwischen dem zuerst erscheinenden Blau und dem
zuletzt erscheinenden Grün angenommen hat, jedoch müssen alle Elektroden bis zur
gleichen Farbe oxydiert werden. Dies läßt sich durch die Öffnungen 35 beobachten.
Wenn die Oxydation vollendet ist, wird der Absperrhahn wieder geöffnet und der Sauerstoff
fortgepumpt. Darauf wird die Röhre uo sehr vorsichtig mit einer Flamme gefächelt,
um den von den Glaswänden aufgenommenen Sauerstoff auszutreiben. Dann wird von beiden
Seiten jeweils eine kleine Menge Zäsium zugelassen und die Röhre 10 Minuten lang auf 11S
2oo° C erhitzt. Nach jedem Erhitzen läßt man die Röhre abkühlen und mißt diePhotpemission.
Dieses Verfahren wird so lange fortgesetzt, bis die maximale Photoempfindlichkeit erreicht
ist. Die Zäsiumpille kann man in der Röhre selbst anordnen.
Man kann auch die Gesamtverstärkung des Systems messen und die Röhre in dem Augenblick
abschmelzen, wenn die höchste Verstärkung erreicht ist. Darauf kann die Röhre gesockelt
werden.
Claims (1)
- Patentanspruch:Reihenvervielfacher, dessen in zwei parallelen Ebenen angeordnete Vervielfachungs- und Beschleunigungselektroden zusammen mit den sie tragenden Isolierstreifen einen kastenartigen Raum umschließen, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschleunigungselektroden mit öffnungen versehen sind, die den Zutritt des außerhalb des kastenartigen Raumes entwickelten und zur Aktivierung der gegenüberliegenden Vervielfachungselektroden dienenden Zäsiumdampfes zu den Vervielfachungselektroden und eine genaue Beobachtung der Farbe dieser Elektroden während des Aktivierungsprozesses gestatten.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US48982A US2078304A (en) | 1935-10-30 | 1935-10-30 | Electric discharge device |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE732007C true DE732007C (de) | 1943-02-19 |
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ID=21957468
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER101278D Expired DE732007C (de) | 1935-10-30 | 1936-10-31 | Reihenvervielfacher mit in zwei parallelen Ebenen angeordneten Vervielfachungs- und Beschleunigungselektroden |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US2078304A (de) |
| DE (1) | DE732007C (de) |
| FR (1) | FR812478A (de) |
| GB (1) | GB484099A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE973616C (de) * | 1948-10-02 | 1960-04-14 | Siemens Ag | Korpuskularstrahlapparat, insbesondere Elektronenmikroskop |
Families Citing this family (3)
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| DE760221C (de) * | 1939-10-20 | 1954-02-15 | Siemens & Halske A G | Anordnung zum Aktivieren der Elektroden von Sekundaerelektronenvervielfachern |
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- 1936-10-30 GB GB29527/36A patent/GB484099A/en not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE973616C (de) * | 1948-10-02 | 1960-04-14 | Siemens Ag | Korpuskularstrahlapparat, insbesondere Elektronenmikroskop |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US2078304A (en) | 1937-04-27 |
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| GB484099A (en) | 1938-05-02 |
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