-
Druckkessel zum Tränken von Geweben mit Kautschukmilch Die Erfindung
betrifft Druckkessel zum Tränken von Geweben mit Kautschukmilch. Bei derartigen:
Druckkesseln ist ,es bekannt, den zur Durchführung des Arbeitsvorganges erforderlichen
Druck durch Pumpen unter Einschaltung von. Windkesseln. zu erzeugen. Die hierbei
Verwendung findende Flüssigkeit ist das zum Arheitsvorgang erforderliche flüssige
Mittel selbst.
-
Der Nachteil derartiger Anordnungen besteht außer der Notwendigkeit,
größere M,engen des für den Arbeitsvorgang erforderlichen flüssigen. Mittels ungenützt
im Kreislauf arbeiten. zu lassen, einmal darin, daß die 1_eckverlwste insbesondere
bei höheren Drükken nicht unerheblich sind, und zum zweiten darin, daß das für den
Arbeitsvorgang erford!erliche flüssige Mittel durch die wiederholte Berührung mit
den mechanischen Teilen der Anlage vorzeitig verdorben und durch Schmieröl o. dgl.
verunreinigt wird.
-
Es äst ferner ein Verfahren zum Herstellen von Kautschukfäden bekannt,
bei dem eine Hilfsflüssigkeit verwendet wird, um die Kautschukdispersion durch Düsen
zudrücken. Die hierzu. verwendete Vorrichtung besteht aus einem Behälter, der mit
Kautschukmilch gefüllt Rird, auf die daran unmittelbar die unter Druck gesetzte
Hilfsflüssigkeit einwirkt und die Kautschukmilch durch die Düse drückt. Eine andere
Ausbildung der bekannten Vorrichtung sieht zur Vermeidung der unmittelbaren Berührung
der Hilfsflüssigkeit mit der Kautschukmilch eine Unterteilung des Behälters durch
einen Kolben vor, der von der Hilfsflüssigkeit verdrängt wird und
die
über dem Kolben befindliche Kautschukmilch aus dem Behälter in die Düse drückt.
Es wird ferner vorgeschlagen, an Stelle eines Kolbens .eine Membran in Form eines
Faltenbalges vorzusehen, der sich unter dem Druck der Hilfsflüssigkeit ausdehnt
und die Kautschukmilch aus dem Behälter verdrängt.
-
Bei der bekannten Vorrichtung handelt es sich demnach darum, Kautschukmilch
unter hohem Druck aus einem Behälter zu fördern, während die Vorrichtung gemäß der
Erfindung dazu dient, in den Behälter eingebrachte Gewebe mit Kautschukmilch zu
tränken. Die Verwendung einer auf der Kautschukmilch schwimmenden Hilfsflüssigkeit
ist daher nicht möglich, da es unvermeidlich ist, daß die Hilfsflüssigkeit mit den
zu tränkenden Geweben in Berührung kommt. Auch ein den Behälter ausfüllender Kolben
oder Faltenbalg scheidet für einen Tränkbehälter aus, da der nutzbare Raum im Behälter
durch den allmählich in die. Tränkflüssigkeit hineinwandernden Kolben oder FaltIenbalg
verl.orengeht. Ein weiterer Nachteil der bekannten Vorrichtung ist auch darin zu
sehen, daß bei abwechselnder Berührung des Kolbens mit der Hilfsflüssigkeit und
der Kauts.chukmslch eine allmähliche Vermischung beider Flüssigkeiten unvermeidlich
ist, so daß eine Zersetzung der Kautschukmilch eintritt. Beim Faltenbalg tritt die
Schwierigkeit'auf, diesen den hohen Drücken gegenüber genügend widerstandsfähig
zu bauen, ohne daß dieser die Biegsamkeit verliert.
-
Diese Nachteile sind bei der erfindungsgemäßen Ausbildung eines Druckknessels
vermieden, der dadurch gekennzeichnet ist, daß in dem allseitig geschlossenen Kesseleine
die Druckflüssigkeit von der unter Druck zu setzenden Flüssigkeit trennende scheibenförmige
oder als Holil.körper ausgebildete ortsfeste Trennwand aus Gummi angeordnet ist.
-
Vorteilhaft ist die Trennwand mit einem Versteifungsring versehen,
und die mit ihm verbundenen Abdichtringe bestehen aus weniger nachgiebigem Werkstoff
von größerer Nachgiebigkeit als die Trennwand.
-
Die erfindungsgemäße Ausbildung des Druckkessels ermöglicht die Verwendung
einer beliebigen Preßilüssigkeit, die sich nicht mit der Tränkflüssigkeit vermischen
kann. Schwierigkeiten bei der Abdichtung können nicht auftreten, und die Trennwand
wird auch bei hohen Drücken nicht zerstört, da diese gleitende Bewegungen nicht
ausführt und keine Biegefalten hat. Der Druckkessel kann voll beschickt werden.,
da eine Verringerung des Kesselraumes nicht eintritt. Ferner ist es vorteilhaft,
daß die Trennwand an jeder beliebigen., für die Durchführung des Verfahreiis zweckmäßigen
Stelle angeordnet werden kann. Es ist auch die Verwendung der Trenmvand als Dichtung
für den Kesseldeckel möglich, so, daß besondere Dicbtu@ngsring e nicht erforderlich
sind.
-
1n der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsic-eise
dargestellt, und z@s-ar zeigen Abb. i eine Anlage mit den gemäß der Eriin.dung ausgebildeten
Druckkesseln und Abb.2 eine Trennwand mit einvtrlkanisicrtem Versteifungsring.
-
Die beiden Druckkessel i Haben. Ventile zum Entlüften 2, zum Einfüllen
3 und zum Ablassen q. der Kautschukmilch. Diese Druckkessel. sind durch Deckels
verschlossen. die durch die Bolzen 6 gehalten «-erden. Zwischen dem Kessel i und
dein Deckel 5 liegt gemäß der Erfindung eine elastische Trennwand7, die bei der
Anordnung gemäß der Abb. i gleichzeitig der Abdichtung zwischen Kessel i und Deckel
5 dient. Sie trennt den im Kessel liegenden, dem Tränkvorgang dienenden Arbeitsraum
8 von dem zur Aufnahme der Druckflüssigkeit bestimmten Raum g, in -welchen das von
der Förderpumpe 1 o durch den Windkessel i i und die Rohrleitung i 2 geförderte
Druckmittel durch ein Venti113 eintreten kann. Zum Zweck der Entlüftung steht der
Raum g über ein Ventil 1.4 mit der Außenluft in. Verbindung.
-
Die Abb. i zeigt in der linken Hälfte die gemäß der Erfindung vorgesehene
elastische Trennwand im Ruhezustand, während sie im rechten. Teil der Abbildung
nach Durchführuing des Tränkvorganges dargestellt ist. Hierbei ist ein Teil der
im Arbeitsraum 8 befindlichen Kautschukmilch in das zu tränkende Gewebe eingedrungen,
so daß sich das von der Kautschukmilch eingenommene Volumen verkleinert hat, wodurch
die Durchbiegung der elastischen Trennwand 7 erfolgt.
-
Wenn die als Biegehaut ausgebildete elastische Trennwand gleichzeitig
der Abdichtung zwischen Kessel und Deckel dienen soll, so empfiehlt sich eine Ausbildung
derselben etwa in der Art der Abb.2. Die in dieser Abbildung dargestellte Biegehaut
besteht aus Weichgummi 7 und einem Ring aus unnachgiebigem Werkstoff 15 von etwa
kreuzförmigem Querschnitt. Der in den Weichgummikörper 7 hineinragende Teil. des
Kreuzquierschnittes ist an seinen Flächen mit der Weichgummischeibe verbunden. Die
außenliegenden Flächen des unnachgiebigen Ringes 15 tragen Ringe 16 aus härterem
und hitzebeständigerem Gummi als dem vier Scheibe 7 . Hierdurch ist es möglich,
ehren höheren Dichtdruck auf die Scheibe auszuüben und die Trennwand widerstandsfähiger
gegen
die Temperaturen des Kessels und des Deckels, die gegebenenfalls geheizt werden,
zu machen. Die Sonderausbildung gemäß dem Unteranspruch steht nur in Verbindung
mit dem Gegenstand des Hauptanspruchs unter Schutz.
-
Für die erfindungsgemäße Ausbildung eines Druckkessels ist es nicht
wesentlich, d.aß die elastische Trennwand zwischen Kessel und Deckel liegt; sie
kann ebenfalls an beliebiger Stelle des Druckkessels angeordnet werden.
-
Ist die zu verdrängende Kauts.chukmilchmenge verhältnismäßig groß,
so ist es vorteilhaft, die elastische Trennwand in an sich bekannter Weise als aufblähbaren
Hohlkörper auszubilden, der entweder die Form eines Beutels oder die Form eines
schl.auchförinigen Hohlkörpers aufweist.