DE730177C - Verfahren zur laufenden Herstellung von selenfreier Salzsaeure - Google Patents

Verfahren zur laufenden Herstellung von selenfreier Salzsaeure

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Publication number
DE730177C
DE730177C DEM146091D DEM0146091D DE730177C DE 730177 C DE730177 C DE 730177C DE M146091 D DEM146091 D DE M146091D DE M0146091 D DEM0146091 D DE M0146091D DE 730177 C DE730177 C DE 730177C
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DE
Germany
Prior art keywords
hydrochloric acid
selenium
activated carbon
continuous production
free hydrochloric
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Expired
Application number
DEM146091D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Josef Kambeitz
Dr Gerhard Roesner
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GEA Group AG
Original Assignee
Metallgesellschaft AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B7/00Halogens; Halogen acids
    • C01B7/01Chlorine; Hydrogen chloride
    • C01B7/07Purification ; Separation
    • C01B7/0706Purification ; Separation of hydrogen chloride
    • C01B7/0718Purification ; Separation of hydrogen chloride by adsorption
    • C01B7/0725Purification ; Separation of hydrogen chloride by adsorption by active carbon

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zur laufenden Herstellung von selenfreier Salzsäure Die Umsetzung selenhaltiger, roher Schwefelsäure mit Kochsalz führt zu einer technischen Salzsäure, die Selen enthält. Eine solche Säure ist technisch nur beschränkt verwertbar und für manche Verwendungszwecke, z. B. für Färbereien, Reinigungsanstalten usw., geradezu ungeeignet, da gelöstes Selen durch organische Körper, wie Farbstoffe, oder organische Fasermaterialien reduziert und als ele:-mentares rotes bis rotbraunes Selen. ausgeschieden wird, was zu erheblichen Störungen und Beanstandungen Anlaß .gibt. Auch scheidet die frisch hergestellte Salzsäure- beim Stehen bzw. beim Transport häufig kolloidales, durch mechanische Mittel kaum zu entfernendes Selen aus, -was eine unangenehme rotbraune Färbung zur Folge hat. Es bestand daher die Aufgabe, einen Weg zu cIner einfachen und rationell durchzuführenden Reinigung' von fabrikmäßig hergestellter Salzsäure zu finden, da die Gestehungskosten dieses für ausgedehnte Industriezweige fundamentalen Ausgangs- und Hilfsstoffes durch die Reinigungsoperationen nicht merklich erhöht -werden dürfen.
  • Erschwert wird die Entfernung des Selens aus der Salzsäure dadurch, daß das Selen vermutlich in .verschiedenen Oxydationsstufen, sei es als Chlor- oder Sauerstoffverbindungen, die zum Teil leicht zerfallen, oder auch als suspendiertes elementares Selen, vorliegt.
  • Für viele Verwendungszwecke der Salzsäure, z. B. in der Textilindustrie, ist es unbedingt notwendig, dass Selen quantitativ zu entfernen, während dies für Arsen und Eisen nicht nötig ist.
  • Es wurde nun gefunden, daß es mit aktiver Kohle möglich ist, eine restlose Entfernung der Seienverbindungen aus roher flüssiger Salzsäure in laufender Herstellungsweise und ohne daß wesentliche Unkosten entstehen zu erzielen, wenn man bestimmte Bedingungen einhält. Zunächst wird etwa in der Rohsalzsäure elementar ausgeschiedenes Selen durch Oxydationsmittel, z. B. Wasserstoffsuperoxyd oder Natriumchlorat, in lösliche Form Baracht, da sonst ein rascher Rückgang der Aktivität der Kohle und ein,. Verstopfung des aufs ihr .gebildeten Filters eintreten würde. Nun wird die zu rein ende Säure flüssig und in Konzentration über i o o "o , vor zrvg sweise über aoo;ö, mit Aktivkohle, deren Aktivität gegebenenfalls in an sich bekannter Weise durch alkalische Vorbehandlung gesteigert worden ist, in intensive Berührung gebracht und die Aktivkohle nach ein- oder mehrfachem Gebrauch einer Heißregenerierung mit Wasser, Dampf oder verdünnten Alkalien bzw. basisch reagierenden Flüssigkeiten unterzogen.
  • Es ist schom bekannt, Arsen aus roher Salzsäure durch aktive hohle zu' entfernen. Hierbei soll vorzugsweise mit gasförmiger Salzsäure gearbeitet werden, eine Arbeitsmethode, -die begreiflicherweise besondere Schwierigkeiten bietet.
  • Es ist auch bereits bekannt, Arsen aus flüssiger Salzsäure mittels aktiver Kohle zu entfernen. Die hierfür angegebene Methode genügt indessen nicht, um auch das Selen restlos und in rationeller Weise -zu entfernen. Im Gegenteil hat sich gezeigt, daß diese bereits bekannte Arsenentfernung aus flüssiger Salzsäure, sofern sie quantitativ sein sollte, eine zur Unwirtschaftlichkeit führende Herabsetzung der Durchtlußgeschwindigleeit der Säure bzw. eine erhebliche Steigerung der Kohlenmenge erforderlich macht.
  • Die Stärke der zu reinigenden Salzsäure ist van großem Einfluß auf die Adsorptionsfähigkeit der Aktivkohle fü:r Selen. Während beispielsweise eine 3 o'oige Salzsäure mit 0,455g1 Se-1 zu einer o,4o'oi,gen Beladung der hohle führt, ist es unter sonst gleichen Bedingungen bei einer 3oQ'oigen Salzsäure mit 0,5 g Se 1 möglich, eine Steigerung der Adsorptionsfähigkeit auf das Zehnfache zu erreichen. Man muß also, um ein, tunlichst rationelles Arbeiten zu gewährleisten, von höher konzentrierten Rohsäuren, d. h. von Konzentrationen über iooio, vorzugsweise über 2o0'o, ausgehen, da im ,anderem Fallee die Durchflußges.ch@czndigkeit der Salzsäure bis zur Unwirtschaftlichkeit herabgemindert bzw. eine außerordentliche Steigerung der Kohlenmenge vorgenommen werden mü ßte.
  • Um die Wirtschaftlichkeit der Entselenierung weiter sicherzustellen, muß eine wiederholte Regenerierung der Aktivkohle auf einfachem und billigem Wege möglich sein. Hierbei ist bemerkenswert, daß das Selen sich nur zu einem Teil auswaschen läßt. Trotzdem steigert sich die Aktivität der Kohle bei jeder weiteren Regenerierung bzw. Aktivierung.
  • Beispiel i In einem Rohr von 5oo mm "J befindet sich Aktivkohle in einer Schichthöhe von iooomm. Cber dieses Kohlefilter wird eine rohe 304!oigc Salzsäure gegeben, die neben o,o2 i g Se;'1 noch 0-,05,- As/1 und 0,079 Fe/1 als Verunreinigung enthält. Bei einer Kohlenmenge von 47,3 kg und bei einer Strömungsgeschwindigkeit von .i,8 m3/li/mL' können je Beladung g,5 m3 Salzsäure entseleniert werden. Die das Rohr verlassende Salzsäure enthält kein Selen mehr, dieses ist auch nicht in Spuren nachzuweisen; der Arsen- bzw. Eisengehalt dieser selenfreien Säure beträgt noch o,o36g As/1 und o,o4o g Fe%1. Die Kohle läßt sich durch Waschen besonders mit heißem Wasser bzw. heißen alkalischen Lösungenleicht regenerieren und daher wiederholt verwenden.
  • Beispiel -- Eine Vorbehandlung der Aktivkohle mit heißer alkalischer Lösung, z. B. mit ioo'oiger Natronlauge, führt zu bemerkenswerter Aktivitätssteigerung. Bei einer Kohlenmenge von .17,3 kg und einer Strömungsgeschwindigkeit der Salzsäure (Zusammensetzung der Säure und technische Anordnung wie unter -Beispiel i i von 7,2 m3. h/m2 konnten 17,5 m" Salzsäure je Beladung entseleniert werden. Die unbehandelte Aktivkohle vermag bei gleichen Verhältnissen nur etwa ein Drittel dieser Menge zu entselenieren.
  • Beispiel 3 In einem Rohr von 5oo mm _ J befindet sich Aktivkohle, die mit heißer ioo,'oiger Natronlauge vorbeb.andelt ist, in einer Schichthöhe von i5oomm. Eine rohe ioo,oige Salzsäure, die o,oo6 g Se/1 und o,oo2 g As.'1 enthält, wird mit einer Strömungsgeschwindigkeit von 8,i m-',/'h/m-' durch das Kohlefilter geschickt. Die das Rohr verlassende Salzsäure enthält kein Selen mehr, auch nicht mehr in Spuren.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur laufenden Herstellung von selenfreier Salzsäure mittels Aktivkohle, dadurch gekennzeichnet, daß die zu reinigende Salzsäure, nachdem elementar ausgeschiedenes Selen durch Oxydationsmittel in lösliche Verbindungen übergeführt worden ist, flüssig und in Konzentrationen über ioo:o, vo zugsweise über 2o0,0, mit Aktivkohle, deren Aktivität gegebenenfalls in .an sich bekannter Weise zuvor durch alkalische Vorbehandlung gesteigert worden ist, in Berührung gebracht und die Aktivkohle nach ein- oder mehrfachem Gebrauch einer Heißregenerierung mit Wasser, Dampf oder verdünnten Alkalien bzw. basisch reagierenden Flüssigkeiten unterzogen wird.
DEM146091D 1939-09-16 1939-09-16 Verfahren zur laufenden Herstellung von selenfreier Salzsaeure Expired DE730177C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2008125235A1 (de) * 2007-04-17 2008-10-23 Bayer Materialscience Ag Adsorptionsprozess zur entfernung anorganischer komponenten aus einem chlorwasserstoff enthaltenden gasstrom

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO2008125235A1 (de) * 2007-04-17 2008-10-23 Bayer Materialscience Ag Adsorptionsprozess zur entfernung anorganischer komponenten aus einem chlorwasserstoff enthaltenden gasstrom

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