DE730076C - Herstellung fein gepulverter Kaffeekohle - Google Patents

Herstellung fein gepulverter Kaffeekohle

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DE730076C
DE730076C DEL106058D DEL0106058D DE730076C DE 730076 C DE730076 C DE 730076C DE L106058 D DEL106058 D DE L106058D DE L0106058 D DEL0106058 D DE L0106058D DE 730076 C DE730076 C DE 730076C
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Germany
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finely powdered
coffee
powder
coffee charcoal
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DEL106058D
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Dr Georg Mylius
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LEO WERKE GmbH
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LEO WERKE GmbH
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23FCOFFEE; TEA; THEIR SUBSTITUTES; MANUFACTURE, PREPARATION, OR INFUSION THEREOF
    • A23F5/00Coffee; Coffee substitutes; Preparations thereof
    • A23F5/02Treating green coffee; Preparations produced thereby
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K36/00Medicinal preparations of undetermined constitution containing material from algae, lichens, fungi or plants, or derivatives thereof, e.g. traditional herbal medicines
    • A61K36/18Magnoliophyta (angiosperms)
    • A61K36/185Magnoliopsida (dicotyledons)
    • A61K36/74Rubiaceae (Madder family)
    • A61K36/742Coffea, e.g. coffee

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Description

  • Herstellung fein gepulverter Kaffeekohle Die als Kaffeekohle (Carbo Coffeae) bezeichneten Röstprodukte des Kaffees haben in letzter Zeit starke Beachtung in der Therapie, unter anderem als Antiseptikum, entzündungswidriges Mittel usw. gefunden. Bei der Herstellung dieser Kaffeekohle bestehen gewisse Schwierigkeiten insofern, als sie schwer in ein feines Pulver, entsprechend dem pulvis subtilis der Pharmazie, überzuführen ist. Diese feine Pulverform ist jedoch Voraussetzung zur Bereitung eines einwandfreien Erzeugnisses.
  • Das Mahlen auf einer hochwirksamen Schrotmühle nach Art der Kaffeemühlen ist langwierig und gibt kein feines Pulver. Dem weiteren Zerreiben im Mörser setzen die ver hältnismäßig festen Teilchen erheblichen Widerstand entgegen und bei einem gewissen Gad der Mahifeinheit neigt die Masse dazu, unter dem Mahldruck zusammenzubacken.
  • Dies ist auch der Grund, weshalb ein Pulverisieren auf Schlagkreuzmühlen oder Kolloidmühlen nicht möglich ist, abgesehen davon, daß die große Luftdurchspülung derartige Maschinen die Entfernung flüchtiger Anteile, wie Phenole, ätherischer Öle usw. aus der Kaffeekohle bewirken würde.
  • Versuche, die rohen Kaffeebohnen vor dem Rostet fein zu pulverisieren, führten nicht zum Ziel, da die Bohnen fest und zäh wie Horn sind und nur schwierig, z. B. mit schweren Kollergängen fein gemahlen werden können.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß man die rohen Bohnen in eine spröde, leicht zu zerkleinernde Form überführen kann, wenn man sie yor dem eigentlichen Rösten erhöhten Temperaturen aussetzt, die an der unteren Grenze der Rösttemperatur liegen. Dabei bilden sich nur geringe Mengen empvreumatische, flüchtige und flüssige Stoffe, so daß beim Zerkleinern der Bohnen kein Zusammenbacken mehr eintritt. Man kann das Gut im Mörser von Hand bis zu feinstem Pulver zerreiben oder auf jeder Pulvermühle in feinstes Mahlgut überführen.
  • Das so gewonnene Pulver wird nunmehr durch Rösten in Kaffeekohle übergeführt, z. B. in rotierender. geschlossener Retorte. gegebenenfalls unter Mitverwendung eines inerten Gases. Hierbei macht sich der erhebliche Vorteil geltend. daß dieses Pulver viel gleichmäßiger und vollkommener durchröstet und verschwelt, als dies beim Arbeiten mit nicht zerkleinerten Bohnen möglich ist.
  • Das Kaffeepulver verliert allerdings beim Rösten seine Pulverform. Die entstandene Kaffeekohle bildet zunächst eine gesinterte und verklebte. körnige Masse, die aber durch leichtes Zerreiben schon zwischen den Fingern ohne weiteres wieder in die ursprüngliche Pulverform übergeführt wird. Da hierzu nur ein geringer Arbeitsdruck erforderlich ist. tritt keine Plastitizierunt, zu pastöser Masse ein, trotzdem diese Kaffeekohle reicher an empyreumatischen Stoffen ist als das aus nicht zerkleinerten Bohnen bereitete Produkt.
  • Röstet man. wie üblich, die- unzerkleinerten Bohnen, so werden die äußeren Schichten stärker verbrannt und dunkler als di!e inneren.
  • Um auch das Innere der Bohnen zum Verkohlen zu bringen, muß eine unerwünscht hohe Temperatur angewandt werden. die die .Außenteile der Bohnen schon durch stark einsetzende trockene Destillation entwertet.
  • Demgegenüber röstet das in der geschilderten Weise hergestellte Pulver bei ständiger Bewegung in der rotierenden Retorte so gleichmäßig und schnell durch, daß man einerseits eine erheblich geringere Temperatur benötigt. andererseits den erforderlichen Röst- bzw Verkohlungseffekt in wesentlich kürzerer Zeit erreicht. Das wirkt sich in der Weise aus daß beim Rösten geringere Verluste an flüchtigen Stoffen eintreten. Im übrigen ist auch die Ermittlung des Endpunktes der Röstung illfolge der Homogenität des Pulvers wesentlieb leichter.
  • Das Endprodukt weist einen hohen Gehalt an flüchtigen. extrahierbaren und dallerthera peutisch wirksamen Stoffen auf. Insbesondere wird das leicht sublimierende Koffein weitgehend geschont. Das Erzeugnis bildet ein homogenes Pulver von in Farbe und Struktur gleichartigen, braunschwarzen Partikeln mit ausgeprägtem Kaffeearoma.
  • B e i s p i e l Rohe Kaffeebohnen werden 1 Stunde auf 150 erwärmt. Sach dem Abkühlen werden sie auf einer Schlagkreuzmühle fein gemahlen und darauf durch ein Sieb von 0,15 mm Maschenweite geschlagen. Das erzielte feine Pulver wird bei 230 bis 24o in eine geschlossenen, rotierenden Trommel geröstet.

Claims (1)

  1. P A T E N T A N S P R U C H : Verfahren zur Herstellung fein gepulverter Kaffeekohle für medizinische Zwecke. dadurch gekennzeichnet, dab man Rohkaffee bei Temperaturen unter halb der Rösttemperatur bis zur leichten Zerreibbarkeit erhitzt. pulverisiert und das Pulver in üblicher Weise durch Rösten, gegebenenfalls in Gegenwart eines inerten Gases. in Kaffeckohle überführt.
DEL106058D 1941-11-26 1941-11-26 Herstellung fein gepulverter Kaffeekohle Expired DE730076C (de)

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