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Verdicken des Elektrolyten in elektrischen Trockenelementen Die bekannten
Verfahren zur Verdickung des Elektrolyten in Trockenelementen, z. B. im Zink-Braunstein-Element,
bestehen darin, daß die Elektrolyt$üssigkeit mit einem Verdickungsmittel, wie Weizenmehl,
Stärke oder Alkylcelluloseäthern, angeteigt wird. Die aus Depolari;sationsmasse
bestehenden Pxießlinge (Puppen) werden dann in diese anfangs teilweise flüssige
Mischung eingesetzt. Die Verdickung des Elektrolyten geschieht dann meistens durch
Erhitzen oder durch längeres Stehen bei Zimmertemperatur. Bei den erwähnten Verfahren
können aber nur Preß,-l:inge verwendet werden, die mit Gazeläppchen, Papier und
Garn oder Celluloseschichteneingehüllt sind, da sie sonst in dem; anfangs noch flüssigen
Elektrolyten zerfallen oder aufweichen werden. Weiter sind Verfahren bekannt, bei
denen zur Verdickung des Elektrolyten starke Pappe, saugfähiges Papier oder ein
Quellsubstanz enthaltender, wasserunlöslicher Träger benutzt werden. Diese Verfahren
haben beVerwendung von nicht umhüllten und ungebundenen Preßlingen den Nachteil,
daß beim Anquel1en mit Elektrolytflüssigkeit das Fasergefüge verschoben oder zerrissen
wird und dann einen- homogenen Brei gibt, der durch das Quel'lbestneben des Preßlings
über diesen gedrückt wird. Es besteht hierbei kein genügender Quelldruck, um das
Auflockern des Preßlings zu verhindern. Außerdem wurden zur Verdickung des Elektrolyten
wenig dehnbare, wassierunlösliche Träger, wie Baumwollgewebe oder Gewebe aus anderen
Gespinstfasern, mit Qwellsubstänz vorgeschlagen. Bei diesen Verfahren wird bei Verwendung
von ungebundenen Preßlingen beim Anquellen mit Elektrolytflüssgkeit die Quellsubstanz
aus dem Träger herausquellen, da der Träger den Bewegungen der Quellsubstanz nicht
folgen kann und somit die Verdickungspaste, durch das Auf-,veichungsbestreben
des
Preßlings bedingt, nach oben über den Preßling geschoben wird. Auch hierbei kann
kein großer Quelldruckentstehen. Bei den zuletzt erwähnten Verfahren, bei denen
ungewickelte oder ungebundene, Preßlinge verwendet werden, lockert sich das Gefüge
des Preßlings, so daß die Depolarisation ungünstig beeinflußt wird. Diese Ellemente
besitzen anfangs die Spannung eines normalen Elementes, jedoch weisen sie bei der
Entladung einen schnellen Spannungsabfall auf.
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Gegenstand vorliegender Erfindung ist die Beseitigung obengenannter
Nachteile. Um. ein Auflockern des nicht umhüllten und ungebundenen Preßlings beim
Quellvorgang zu verhindern, muß diesem ein ebenbürtiger Halt gegeben werden, wie
dies bei mit Gaze und Garn gebundenen Preßlingen der Fall ist. Dieser Halt ist in
vorliegender Erfindung dadurch gegeben, daß zwischen Zinkbücher und Preßl:ing ein
großer Quelldruck in sehr kurzer Zeit zur Entfaltung kommt. Es muß ferner verhindert
werden, daß die Verdickungspaste über den Preßling gedrückt werden kann. Dies geschieht
bei vorliegender Erfindung dadurch, daß die Quel.lsubstanz in einen dehnbaren, gekreppten,
wasserunlöslichen Träger eingelagert wird und dieser, in Folien- oder Hülsenform
um den Preßling gelegt, zum Anquellen mit Elektrolytflüssigkeit Verwendung findet.
Dadurch, daß die Quellsubstanz in einen dehnbaren, gekreppten Trägereingelagert
wird, kann beim Anquell:en der Quellsubstanz der Träger nicht zerrissen werden,
noch tritt die Quel.lsubstanz aus dem Träger heraus, sondern der Träger entfaltet
sich infolge der Kreppung zusammen mit der Quellsubstanz fächerartig zwischen Zinkbecher
und Preßling. Die Quellsubstanz kann dadurch den Quelldruck in hohem Maße zwischen
Zinkbecher und Preßl.ing entfalten, ein Verschieben der Ellektrolytpaste nach oben
über den Preßling wird dadurch verhindert. Ein Auflockern des Preßlings beim Quellungs-und
Entladungsvorgang wird somit vermieden, so daß die Depolarisation nicht ungünstig
beeinflußt wird. Beispiel i In gekrepptem Zellstoff, z. B. Zellstoffwatte, wird
Quellsubstanz in Form von bekannten Produkten, wie kaltwasseranquellbaren Cellulose.äthern,
Stärke o. dgl., eingelagert. aus dieser Folie werden Hülsen so hergestellt, daß
beim Aufstülpen auf den nicht umhüllten Preßling die Kreppungslinien parallel zur
Kohlenelektrode verlaufen. Diese Hülse wird mit dem Preßling in den Zinkbecher eingesetzt
und mit Elektrolytflüssigkeit übergossen. Nach einigen Minuten sitzt der Preßling
fest in dem Zinkbecher, so daß das Element dem weiteren Fertigstellungsprozeß zugeführt
werden kann.
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Beispiel a In gekreppter, durchlässiger Cellulosefolie, Papier oder
gekrepptem Gewebe aus Gespinstfasern wird Quellsubstanz in mehreren Schichten abwechslungsweise
so eingelagert, daß das Ganze ein homogenes Gefüge gibt, ohne dabei die Kreppung
der einzelnen Schichten aufzuheben, Nun werden Blättchen daraus geformt, welche
beim Umlegen um den Preßl:ing diesen vollkommen überdecken und die Kreppungslinien
parallel zur Köhlenelektrode verlaufen. Man setzt einen derartig umhüllten Preßl:ing
in den Zinkbecher und übergießt ihn mit Elektrolytflüssigkeit. Nach einigen Minuten
ist auch dieses Element für den weiteren Fertigstellungsprozeß verwendungsfähig.