DE727152C - Verfahren zur Herstellung eines verdaulichen Futtermittels - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines verdaulichen Futtermittels

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DE727152C
DE727152C DER111503D DER0111503D DE727152C DE 727152 C DE727152 C DE 727152C DE R111503 D DER111503 D DE R111503D DE R0111503 D DER0111503 D DE R0111503D DE 727152 C DE727152 C DE 727152C
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Germany
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wood
digestible
cellulose
nitric acid
producing
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Application number
DER111503D
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English (en)
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Dr-Ing Fritz Ruehlemann
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FRITZ RUEHLEMANN DR ING
Original Assignee
FRITZ RUEHLEMANN DR ING
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K10/00Animal feeding-stuffs
    • A23K10/30Animal feeding-stuffs from material of plant origin, e.g. roots, seeds or hay; from material of fungal origin, e.g. mushrooms
    • A23K10/32Animal feeding-stuffs from material of plant origin, e.g. roots, seeds or hay; from material of fungal origin, e.g. mushrooms from hydrolysates of wood or straw

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Description

  • Verfahren- zur-_HersteIlg eines verdaulichen._FuttermitteIs. Seit langem wird versucht, Holz, Zellstoff und zellstoffhaltige Pflanzenfasern durch chemischen Aufschluß als Futtermittel nutzbar zu machen. Hierfür ist bisher fast ausschließlich der Weg der Hydrolyse und Umwandlung der Cellulose in Zucker oder Futterhiefe gewählt worden. Andere Verfahren des chemischen Aufschlusses von Holz und zellstoffhaltigen Pflanzenfasern @erg@eben einen faserigen Zellstoff, der nur in sehr geringen Mengen verfüttert werden kann und auch nur zu einem geringen Prozentsatz verdaulich: ist.
  • Ein Zellstoff ist nur dann als verdauliches Futtermittel verwertbar, wenn er in amorphe (ungestaltete) verdauliche Teilchen (Faserbruchstücke) übergeführt -wird.
  • Die chemischen Voraussetzungen zur Erreichung dieses Ergebnisses sind dabei folgende Einerseits müssen das Lignin und die Inkrusten so weit verändert werden, daß sie die Annahme des Futters und seine Verdaulichkeit nicht stören, ohne daß sie jedoch restlos beseitigt zu werden brauchen, andererseits muß der Aufschluß so geführt werden, daß die hydrolytischen und sonstigen Veränderungen sich nur so weit abspielen, daß die Verdaulichkeit nicht darunter leidet.
  • Um dieses Ziel zu Herreichen, ist erfindungsgemäß eine bestimmte mechanische Beschaffenheit des als Ausgangsmaterial dienenden ,Holzes o. dgl. erforderlich, die dadurch erreicht wird, daß eine weitgehende mechänische Vorzerkleinerung vorgenommen wird. Diese weitgehende Zerkleinerung ist insbesondere bei Holz deshalb notwendig, weil der chemische Aufschluß sich immer nur in sehr engen Grenzen vollzieht und, wie gefunden wurde, für die Erfassung des Gutes in dem verdaulichen Zustand eine rasche und gleichmäßige Durchtränkung und ein gleichmäßiger Aufschluß des ganzen Zellgewebes in der nötigen kurzen Zeit und in den durch den Zweck bedingten Grenzen erforderlich sind.
  • Als Ausgangsstoff verwendet man erfindungsgemäß Holz oder ähnliche zellstoffhaltige Pflanzenteile in weitgehend zerkleinerter Form. Zum Beispeil benutzt man geschliffenes und/oder gemahlenes Holz (Holzstoff), geraspeltes Holz, Sägespäne, Holzwolle oder Hobelspäne bis etwa o,5 nun Dicke.
  • Solcher mechanisch zerkleinerte Ausgangsstoff wird in trockenem oder gleichmäßig durchfeuchtetem Zustand in das Aufschlußgefäß gebracht und in bekannter Weise mit verdünnter Salpetersäure gekocht. Die Kochung wird so lange durchgeführt, bis die Masse beim Vermahlen in amorphe verdauliche Teilchen (Faserbruchstücke) zerfällt.
  • Von besonderer volkswirtschaftlicher Bedeutung ist es, daß es auf diese Weise möglich ist, auch schwer aufschließbare Rohstoffe, wie z. B. Kiefernholz, Laubhölzer, minderwertige und Abfallhölzer, die in der Zellstoff-und Papierindustrie bisher gar nicht oder nur in sehr beschränktem Maße verwendbar sind, einer wertvollen Nutzbarmachung zuzuführen. Ausführungsbeispiel zooo Teile Holzwolle werden mit der mehrfachen Menge (40oo bis 8ooo Teile) einer 4%igen Salpetersäure bei etwa ioo° C ohne Druck gekocht, bis das Gut feucht mahlbar ist, was durch Probeentnahme oder eine vorher durchgeführte Probekochung mit dem betreffenden Ausgangsstoff festgestellt wird und gewöhnlich nach einer etwa 6stündigen Kochdauer der Fall ist. Dann wird nach Entfernen und Auswaschen der Kochlauge der Stoff in einer i- bis 2%igen Sodalösung einige Stunden bis etwa i oo° C erhitzt. Der erhaltene feuchte Faserstoff zerfällt beim Kauen oder Malelen in ungestaltete verdauliche Faserbruchstücke und stellt gemahlen ein Zellmehl dar.
  • Die Nachbehandlung des gekochten Gutes mit Sodal.ösung bewirkt eine Lösung von Lignin usw:, ohne daß sich der physikalische Zustand des Gutes ändert und somit eine Veredelung des Gutes.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung eines verdaulichen Futtermittels aus Holz oder ähnlichen zellstoffhaltigen Pflanzenteilen durch Kochen mit verdünnter Salpetersäure, dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens zu Holzwolle oder ähnlich weitgehend zerkleinerten Ausgangsstoffe dem Aufschluß mit Salpetersäure so lange unterworfen werden, bis die Masse beim Vermahlen in amorphe verdauliche Teilchen (Faserbruchstücke) zerfällt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das aufgeschlossene Gut nach dem Waschen einer Kochung mit Sodalösung unterworfen wird.
DER111503D 1937-08-24 1937-08-24 Verfahren zur Herstellung eines verdaulichen Futtermittels Expired DE727152C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2392607A1 (fr) * 1977-05-31 1978-12-29 Jelks James Procede de traitement des matieres cellulosiques des plantes pour l'alimentation animale
EP0022881A1 (de) * 1979-07-19 1981-01-28 Eric S. Prior Beschleunigtes Aufschliessverfahren
EP0012775B1 (de) * 1978-12-20 1984-05-16 Eric S. Prior Verfahren zum Aufschliessen von lignocellulosehaltigem Material

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