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Gasreiniger für mit Generatorgas betriebene Schiffe Die beschränkten
Raumverhältnisse auf Schiffen mit geringem Tiefgang, insbesondere auf Flußschiffen,
machen es erforderlich, den Raum zur Unterbringung der Gaserzeugungsanlage bis in
den Schiffsaufbau hinaufzuführen. Bei einer bekannten Schiffskraftanlage erstrecken
sich sogar die Reiniger bis in den Schiffsaufbau. Es handelt sich jedoch um Zyklonreiniger,
die auch bei ortsfesten Gaserzeugungsanlagen in der Regel hochliegend angeordnet
sind. Solche Zyklonreiniger bedürfen fast keiner besonderen Wartung. Der in ihnen
abgeschiedene Staub wird einfach unten abgeführt.- Es ist daher bei der bekannten
Schiffskraftanlage keine Rücksicht darauf genommen, daß die Zyklonreiniger ohne
Zuhilfenahme von Leitern o. dgl. zugänglich sind. Sie sind im Raume frei stehend
angeordnet.
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Neben Zyklonreinigern sind noch Reiniger mit durch gelochte Zwischenböden
unterteilten Reinigungsmasseschichten, bei denen die Zwischenböden zum Zwecke der
Erneuerung der Reinigungsmasse die Form von herausziehbaren Kästen haben, bekannt.
Die Herausnahme der Reinigerkästen erfordert wegen des zu hebenden Gewichtes eine
ausreichende Standsicherheit für die Person, welche die Aufgabe hat, die Reinigungsmasse
von Zeit zu Zeit zu. erneuern. Wenn Reiniger mit herausziehbaren Reinigerkästen
wie die bekannten Zyklone hochliegend angeordnet würden, so wären die Reinigerkästen
nur mit Hilfe einer Leiter oder einer anderen Steigeinrichtung
zugänglich.
Dies ist jedoch unzureichend. Man hat daher solche Reiniger und andere, die einer
besonderen Wartung bedürfen, bisher auf dem Schiffsboden aufgestellt, damit sie
gut zugänglich sind.
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Wegen des auf dem Schiffsboden vorhandenen geringen Platzes mußten
aber die Reinigungseinrichtungen schon immer auf einen engen Raum zusammengedrängt
werden, so daß ihre Wartung auch dadurch sehr erschwert wurde. Aufgabe der Erfindung
ist es nun, nicht nur eine raumsparende Anordnung der Reiniger im Gaserzeugerraum
des Schiffes Tu schaffen, sondern auch eine unbehinderte Wartung der Reiniger zu
erzielen. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Reinigungsöffnungen des Reinigers
der Seitenwand des Schiffsaufbaues zugekehrt sind und Ausschnitten in der Seitenwand
gegenüberliegen, so daß das Innere des Reinigers von Deck des Schiffes aus zugänglich
ist. Durch die Erfindung wird noch der Vorteil erreicht, daß die verbrauchte Reinigungsmasse
nicht mehr wielbisher von unten aus dem Schiff nach oben getragen werden muß, sondern
sie kann sofort über Bord geworfen oder, wenn dies nicht erlaubt ist, oben auf dem
Schiff an einer Stelle aufbewahrt werden, wo sie keinen wertvollen Raum einnimmt.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sollen, wenn mit gelochten
Böden versehene, den ganzen Reinigerquerschnitt ausfüllende Reinigerkästen zur Aufnahme
von Raschigringen oder dergleichen Füllkörpern oder an sich bekannter Reinigungsmasse
vorgesehen sind, die Angeln der Verschlußklappen in Höhe der die Kästen tragenden
Schienen angeordnet sein, so daß die geöffneten, sich auf die Seitenwand des Schiffsaufbaues
stützenden Verschlußklappen in einer Ebene mit den Schienen liegen und die aus den
Reinigern herausgezogenen Kästen stützen.
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Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist auf der Zeichnung
dargestellt, und zwar zeigen: Abb. i einen Querschnitt durch den Maschinenraum des
Schiffes nach Linie A-A in Abb. 2, Abb. 2 einen Längsschnitt durch den Reiniger
nach Linie B-ß in Abb. i in vergrößerter Darstellung.
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Der Maschinenraum i des Schiffes erstreckt sich bis in den Schiffsaufbau
2 und enthält die auf der Zeichnung nicht dargestellten Antriebs- und Hilfsmotoren,
den Gaserzeuger 3, dessen mechanische Beschickungsvorrichtung, die der übersicht
halber ebenfalls auf der Zeichnung fortgelassen wurde, und die in einem Gehäuse
.I untergebrachten Reiniger für das Generatorgas. Die Brennstoffbunker zu beiden
Seiten des Maschinenraumes sind mit ö und 7 bezeichnet.
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Gemäß Abb. 2 sind die Reiniger, z. B. ein Staubabscheider 8, ein Kaltwasserreiniger
g, ein Warmwasserreiniger io, ein Tropfenfänger i i usw., in einem rechteckigen
Gehäuse .1 untergebracht, dessen Inneres durch kulissenartige Trennwände in mehrere
Teilräume für die einzelnen Reiniger aufgeteilt ist. Das Gas tritt durch den Stutzen
12 in den ersten Reiniger ein, strömt abwechselnd ab- und aufwärts durch die folgenden
Reiniger und verläßt den letzten Reiniger durch den Stutzen 13, um den Gasmotoren
zuzuströmen. In den Reinigern 8 bis io sind oben Wasserbrausen 14 und in den Reinigern
g bis i i sind unten Kästen 15 mit gelochten Böden 16 vorgesehen, die mit Raschigringen
oder dergleichen Füllkörpern oder bekannter Reinigungsmasse z. B. zur Schwefelbeseitigung
gefüllt sind und den ganzen Querschnitt der Teilr2iume ausfüllen, so daß das Gas
gezwungen ist, seinen Weg durch die Füllung der Kästen 15 zu nehmen. Den Kästen
15 gegenüber sind in der Rückwand der Reiniger durch Verschlußklappen 17 verschließbare
Reinigungsöffnungen 18 und den Wasseimbrausen 14 gegenüber verschließbare öffnungen
ig vorgesehen. Die Reinigungsöffnungen 18 sind so groß bemessen, daß die Kästen
15 durch die Öffnungen 18 aus dem Reiniger herausgezogen werden können. Das Gehäuse
d. und die Reiniger 8 bis i i sind derart im Maschinenraum aufgehängt, daß sie mit
ihrer die Reinigungsöffnungen 18 und ig aufweisenden Rückwand der Seitenwand 2o
des Schiffsaufbaues zugekehrt sind und keinen oder nur einen geringen Abstand von
ihr aufweisen. Den Reinigungsöffnungen 18 und ig gegenüber sind in der Seitenwand
des Schiffsaufbaues Ausschnitte 21, -22 vorgesehen, so daß das Warten und Reinigen
der Reiniger 8 bis i i leicht von Deck des Schiffes aus vorgenommen werden kann.
Die Kästen 15 sind auf Schienen 23 verschiebbar. Die Angeln der Verschlußklappen
17 sind in Höhe der Schienen 23 angeordnet, so daß die geöffneten, sich gemäß Abb.
i auf die Seitenwand 20 stützenden Klappen 17 in einer Ebene mit den Schienen 23
liegen und die herausgezogenen Kästen 15 stützen. Innerhalb des Gehäuses d. weisen
je zwei Reiniger einen gemeinsamen Waschwasserabfluß 24 auf.
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Die Sicherheitsklappen 25 der Reiniger werden zweckmäßig durch das
Dach 26 des Schiffsaufbaues ins Freie geführt. Es können natürlich auch die Verschlußdeckel
der Öffnungen ig als Sicherheitsklappen ausgeführt werden. Die Deckel werden dann
zweckmäßig von einem an der Seitenwand 2o des Schiffsaufbaues abnehmbar befestigten,
nach
oben offenen Schutzgehäuse umgeben, um die bei Verpuffungen
aus den Öffnungen i9 austretenden Gase nach oben abzulenken.
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Anstatt die Reiniger in einem gemeinsamen Gehäuse unterzubringen,
kann natürlich auch für jeden Reiniger ein besonderes Gehäuse mit Waschwasserabfluß
vorgesehen sein, dessen verschließbare Reinigungsöffnungen der Seitenwand des Schiffsaufbaues
in der oben beschriebenen Weise zugekehrt sind.
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Die Reiniger können entweder nur an einer Seitenwand des Schiffsaufbaues
im Maschinenraum angeordnet sein, oder, wenn die räumlichen Verhältnisse es erfordern;
es können auch, wie in Abb. i strichpunktiert dargestellt, beide Seiten des Schiffsaufbaues
zum Unterbringen der Reiniger dienen.