DE724776C - Einrichtung zum Fernsteuern von Starkstromverbrauchern ueber weite Entfernungen - Google Patents

Einrichtung zum Fernsteuern von Starkstromverbrauchern ueber weite Entfernungen

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DE724776C
DE724776C DES138403D DES0138403D DE724776C DE 724776 C DE724776 C DE 724776C DE S138403 D DES138403 D DE S138403D DE S0138403 D DES0138403 D DE S0138403D DE 724776 C DE724776 C DE 724776C
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DE
Germany
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intermediate relay
current
control
relay
remote
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Expired
Application number
DES138403D
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English (en)
Inventor
Fritz Lucan
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02JCIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
    • H02J13/00Circuit arrangements for providing remote indication of network conditions, e.g. an instantaneous record of the open or closed condition of each circuitbreaker in the network; Circuit arrangements for providing remote control of switching means in a power distribution network, e.g. switching in and out of current consumers by using a pulse code signal carried by the network

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Relay Circuits (AREA)
  • Remote Monitoring And Control Of Power-Distribution Networks (AREA)

Description

  • Einrichtung zum Fernsteuern von Starkstromverbrauchern über weite Entfernungen Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Fernsteuern von S tarkstromv erbrauchern, die von der Befehlsstelle und unter sich voneinander weit entfernt sind.
  • Es ist bekannt, zum Schalten von mehreren Stromverbrauchern starkstromgespeiste Fern-. Schalter zu verwenden, die von einem dauernd aufrechtzuerhaltenden Strom in ihrer Einschaltstellung gehalten werden. Zum Steuern der Fernschalter sind vier Leitungen erforderlich, von denen zwei zum Einschalten und zwei zum Ausschalten dienen. Die Querschnitte der Steuerleitungen sind groß, da der für die Einschaltstellung erforderliche Steuerstrom alle Steuerspulen der Fernschalter gleichzeitig genügend speisen muß. Diese Einrichtung ist daher für Stromverbraucher, die weit voneinander und von der Befehlsstelle entfernt angeordnet sind, infolge des sehr großen Leitungsaufwandes sehr kostspielig. Bei der Fernsteuerung von Starkstromverbrauchern über Schwachstromleitungen konnte man bisher nur verhältnismäßig geringe Entfernungen überbrücken, wenn die Anlagekosten, insbesondere im Hinblick auf die Leitungsquerschnitte, sowie die Betriebskosten wirtschaftlich tragbar bleiben sollten. Dieser Umstand erklärt sich daraus, daß die erforderliche Steuerleistung der bekannten schwachstromgesteuerten Relais zur Übertragung über weite Entfernungen auf den in Betracht kommenden Leitungen zu hoch ist.
  • Auch hat man für die Spannungsregelung auf langen Leitungen zum Zu- und Abschalten von verteilt liegenden Regelstufen vorgeschlagen, schwachstromgesteuerte Fernschalter zu verwenden, von denen jeder so lange mit dem Steuerstrom gespeist wird, bis der nächste Fernschalter in Tätigkeit tritt. Die Fernschalter sind mit gegenseitigen Verriege- Lungen versehen. Für diese Einrichtung sind /wischen je zwei Fernschaltern sechs Steuerleitungen erforderlich. Mit dieser Art der Steuerung der I# ernschalter ist ebenfalls ein großer Leitungsaufwand verbunden.
  • Durch die Erfindung ist eine Einrichtung geschaffen, die es gestattet, in wirtschaftlicher Weise Starkstromverbraucher über weite Entfernungen unter Verwendung von Schwachstromleitungen zu steuern. :fach der Erfindung sind jedem Stromverbraucher ein bei aufeinanderfolgenden Stromimpulsen seine Schaltstellungen "wechselnder schwachstromgesteuerter Fernschalter, ein Schwachstromzwischenrelais und eine Steuerspannungsquelle zugeordnet. Hierbei wird der Impuls von einem von der Dauer der Kontaktgabe des Befehlstasters unabhängigen Impulsgeber dem nächstliegenden Zwischenrelais zugeführt, das erst nach seinem Ansprechen einen wirksamen Impuls an das wieder nächstliegende Zwischenrelais weitergibt. Durch die Erfindung, die die Stromverbraucher nacheinander ein- bzw. ausschalten läßt, ist die Möglichkeit gegeben, auf große Entfernungen getrennt voneinander liegende Stromverbraucher mit einer besonders kleinen Steuerleistung ein- bzw. auszuschalten. Es können daher für die zwischen der Befehlsstelle und den Zwischenrelais liegenden Leitungen sehr kleine Querschnitte verwendet werden. Zur Steuerung sind lediglich zwei Leitungen erforderlich.
  • Die Zeichnung zeigt ein Schaltbild für ein Ausführungsbeispiel der Erfindung.
  • Die zu steuernden Starkstromverbraucher 1, 2, z. B. Glühlampen, werden von dem Starkstromnetz 3 gespeist und sollen von der weit entfernt liegenden Befehlsstelle q. mit dein Befehlstaster 5 über die Fernleitungen 6, ; ein --und ausgeschaltet werden. Die Ein- und Ausschaltung der Verbraucher 1, 2 erfolgt durch bei aufeinanderfolgenden Stromimpulsen ihre Schaltstellungen wechselnde schwachstromgesteuerte Fernschalter 8, 9. Diese Fernschalter, die im folgenden kurz L'mkehrfernschalter bezeichnet werden, haben den Vorzug, daß sie eine besonders kleine Steuerleistung (Größenordnung von etwa i W) besitzen. Als Fernleitungen 6, 7 dienen solche Leitungen, deren zulässige elektrische Belastung geringer ist als die Steuerleistung der Umkehrfernschalter 8, 9; z. B. können ohne weiteres zwei freie Leiter von Telephonlmbeln - (Leitungsquerschnitt in der Größenordnung von o,5 mm2) dazu benutzt werden. Die L'mkehrfernschalter 8, 9 werden von ihnen zugeordneten Schwachstromzwischenrelais i o, i i mit den Kontaktpaaren 1-2, 13, 14 bzw. 15, 16, 1; gesteuert. Die Steuerleistung der Zwischenrelais i o, i i ist geringer als die der LTmkehrfernschalter 8, 9 (Steuerleistung eines ZwischenreIais in der Größenordnung von o,i W) und kann von den Fernleitungen 6, ; ohne weiteres übertragen «erden. Die Zwischenrelais io, i i werden in Parallelschaltung zueinander über die Fernleitungen 6, 7 durch einen von dem Befehlstaster 3 der Befehlsstelle .I gesteuerten Impulsgeber 18 beeinflullt und über einen Kleintransformator i9 und einen Gleichrichter 20 von dem Wechselstromnetz 21 gespeist. Die von den Zwischenrelais l0, 11 gesteuerten Umkehrfernschalter 8, y werden von einzelnen ihnen zugeordneten Steuerspannungsquellen 22, 23, z. B. Taschenlampenbatterien, über die, in der Anzugsstellung der Zwischenrelais io, i i geschlossenen Kontakte 12 bzw. 15 gespeist.
  • Zur Erzielung eines geringen Haltestromes, der noch geringer ist als der Anzugsstrom, werden dieZwischenrelais i o, i i bei Steuerung mit Gleichstrom in der Anzugsstellung über Widerstände 2d., 25 erregt (Kontaktpaare 13, 16 der Zwischenrelais i o, ii geschlossen). Die Elemente des gesamten Steuerstromkreises sind derart bemessen, daß die Zwischenrelais in der Reihenfolge von dein der Befehlsstelle 4 am nächsten liegenden zu dein am Ende der Fernleitung 6, ; liegenden Zwischenrelais kurzzeitig jeweils nach dem Anziehen des vorltergehendeit Zwischenrelais nacheinander ansprechen. Wird also von der Befehlsstelle aus mit dem Befehlstaster 5 über den Impulsgeber 18 ein Impuls auf die Fernleitungen 6, ; gegeben, wird das Zwischenrelais io zuerst anziehen, da der Spannungsabfall an dieser Stelle der Fernleitung geringer ist als an den weiter von der Befehlsstelle entfernt liegenden Stellen. Der Haltestrom ist infolge des vorgeschalteten Widerstandes d geringer als der Anzugsstrom. Infolge der geringeren Stromaufnahme des Zwischenrelais io steigt die Steuerspannung an der Wicklung des Zwischenrelais i i um einen bestimmten Betrag gegenüber der beim Anzug des Zwischenrelais io herrschenden Steuerspannung. Die jetzt an der Wicklung des Zwischenrelais i i liegende Steuerspannung reicht zum Ansprechen dieses Zwischenrelais aus. Der Haltestrom des Zwischenrelais ii ist infolge des jetzt vorgeschalteten Widerstandes 25 ebenfalls geringer als der Anzugsstrom, so daß die Steuerspannung für ein noch weiter von der Befehlsstelle I entfernt liegendes Zwischenrelais auf dessen Ansprechwert steigen würde.
  • Der Impulsgeber i8 besteht aus einem Verzögerungsrelais mit dein Kontaktpaar 26 und hat die Aufgabe, den Steuerstrom für die Zwischenrelais io, i i unabhängig von der Dauer der Kontaktgabe des Befehlstasters 5 bei jedem Steuerbefehl mindestens so lange aufrechtzuerhalten, bis die t'rnkehrfernschalter 8, 9 angesprochen haben. Der Impulsgeber i8 wird über den gleichen Transformator i9 von dem gleichen Netz 2i wie die Zwischehrelais io; i i, jedoch über einen besonderen Gleichrichter 27 gespeist und schließt in der Anzugsstellung das Kontaktpaar 26 und damit den Steuerstromkreis für die Zwischenrelais 10, Ii.
  • Zur Überwachung des Schaltzustandes der Verbraucher ist in der Befehlsstelle eine Anzeigevorrichtung 28 vorgesehen, die durch einen von dem Befehlstaster 5 über den Impulsgeber 18 gesteuerten Umkehrfernschalter 29 beeinflußt wird. Der Umkehrfernschalter 29 wird über das Kontaktpaar 26 des Impulsgebers 18 von demselben Gleichrichter 27 gespeist wie der Impulsgeber.
  • Um in bestimmten Fällen die Verbraucher unabhängig voneinander steuern zu können, sind den einzelnen -Verbrauchern 1, 2 örtliche Befehlstaster 30, 31 zugeordnet, die den Kontaktpaaren 12 bzw. IS der Zwischenrelais i o, i i parallel geschaltet sind.
  • Durch die Erfindung ist die Aufgabe gelöst, bei der Fernsteuerung von Starkstromverbrauchern mit Sicherheit und in wirtschaftlicher Weise weite Entfernungen zu überbrücken. Die Entfernung zwischen der Befehlsstelle und dem letzten Verbraucher kann z. B. etwa 2o km, die Entfernung zwischen den einzelnen Verbrauchern ebenfalls mehrere Kilometer betragen.
  • Die Einrichtung kann mit einer Anlage zut Rückmeldung des Schaltzustandes der einzelnen Verbraucher ausgestattet werden. Z. B. können die die Verbraucher steuernden Umkehrfernschalter starkstromseitig Hilfsrelais mit je zwei in deren Anzugsstellung geschlossenen Kontaktpaaren steuern, wobei das eine Kontaktpaar des einen Hilfsrelais mit dem einen Kontaktpaar des anderen Hilfsrelais hintereinandergeschaltet in einem Stromkreis zur Rückmeldung des Einschaltzustandes der Verbraucher liegt und die anderen Kontaktpaare der Hilfsrelais einander parallel geschaltet in einem Stromkreis zur Rückmeldung des Ausschaltzustandes der Verbraucher liegen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zum Fernsteuern von Starkstromverbrauchern, die von der Befehlsstelle und unter sich voneinander weit entfernt sind, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Stromverbraucher (1, 2) ein bei aufeinanderfolgenden Stromimpulsen seine Schaltstellungen wechselnder schwachstromgesteuerter Fernschalter (8, 9), ein Schwachstromzwischenrelais (io, ii) und eine Steuerspannungsquelle (22, 23) zugeordnet sind und daß der Impuls von einem von der Dauer der Kontaktgabe des Befehlstasters unabhängigen Impulsgeber(i8) dem nächstliegenden Zwischenrelais zugeführt wird, das erst nach seinem Ansprechen einen wirksamen Impuls an das wieder nächstliegende Zwischenrelais weitergibt.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an die von dem Impulsgeber (18) ausgehende Steuerleitung (6, 7) sämtliche Zwischenrelais (io, ii) parallel zueinander angeschlossen sind und beim Ansprechen der Zwischenrelais in den Erregerstromkreis jedes Zwischenrelais sich Widerstände einschalten, so daß infolge der Verringerung des Haltestromes an dem Zwischenrelais der an das jeweilige Zwischenrelais gelangte Impuls in wirksamer Größe zu dem nächstliegenden Zwischenrelais weiterlaufen kann.
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