DE724740C - Herstellung von aktivem Gasruss - Google Patents
Herstellung von aktivem GasrussInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C09C—TREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
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Description
- Herstellung von aktivem Gasruß Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zurHerstellung vongummiaktivem, sogenanntem Gasruß aus Anthrazenrückständen durch unvollständige Verbrennung.
- Es ist bekannt, Kohlenstoffverbindungen in Gas- oder Dampfform (z. B. Naphthalin, Benzol, Petroleum) in Mischung mit brennbaren Gasen (z. B. Leuchtgas, Hochofengas, Generatorgas) oder Luft Brennern zuzuführen, aus denen das Gemisch unter Zutritt beschränkter Mengen Sekundärluft unvollständig verbrennt und der dabei entstehende Ruß an gekühlten Flächen abgeschieden wird.
- Es wurde nun. durch eine große Reihe genau durchgeführter Versuche gefunden, daß bei der Verwendung von Anthrazenrückständen als Ausgangsstoff für die Erzeugung von aktivem Gasruß eine Reihe von Bedingungen eingehalten werden muß, um einmal einen hochaktiven Gasruß zu erzeugen, dann aber bei der unvollständigen Verbrennung auch gute Ausbeuten zu erhalten und schließlich die Vorrichtung, in der die AnthrazenrÜckstände vergast und verbrannt werden, über längere Zeit .arbeitsfähig zu erhalten. Beiden bisher bekannten Verfahren zum Vergasen und Verbrennen von Anthrazenrückständen stellten sich nach verhältnismäßig kurzer Zeit leicht Verstopfungen der Zuleitungsrohre und der Brenner ein, die manchmal schon nach kürzester Zeit das Stillegen und Auseinandernehmen der Vorrichtungen zwecks Reinigung erforderlich machten.. Auf der anderen Seite war es bei der herrschenden Knappheit an Ausgangsstoffen unbedingt notwendig, bei Rußausbeuten, die im allgemeinen, bezogen auf die verwendeten Kohlenstoffverbindungen, recht niedrig waren und z. B. bei Naphthalin bestensfalls ungefähr 3.5 bis 4o°/, betragen, solche Rohstoffe der Erzeugung von aktiven Gasruß .dienlich zu machen, die bisher nur in äußerst einfachen Vorrichtungen unter Erzeugung eines qualitativ minderwertigen (Flamm-) Rußes unmittelbar verbrannt wurden und dabei nur schlechte Ausbeuten ergaben.
- Nach vorliegender Erfindung verfährt man nun derart, daß man ein Gemisch von Anthrazendämpfen mit solchen brennbaren Gasen herstellt, deren Kohlenoxydgehalt nicht mehr als 25010, vorzugsweise weniger als 2o'/" beträgt, und dies Gemisch in Loch- oder Schlitzbrennern, die an sich für die Erzeugung von Ruß schon verwendet wurden und werden (z. B. für Gasruß aus Erdgas) von bestimmten Ausmaßen unter Zutritt beschränkter :Mengen Sekundärluft zum teilweisen Abbrand bringt, wobei man den gebildeten Ruß in a?i sich bekannter Weise an gekühlten Flächen sich niederschlagen läßt. Zur Durchführung des Verfahrens ist es erforderlich, daß ein Zutreten von Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasen (z. B. Luft) zu dein Trägergasdampfgemisch vor dem Austritt aus den Brennern vermieden wird. Es wurde nämlich gefunden, daß :die Gegenwart von Sauerstoff in dem zu verbrennenden Gasdanipfgemisch vor Austritt aus den Brennern zu Zersetzungen und unerwünschten Veränderungen der verdampften Anthrazenausgangsstoffe führt, die ihrerseits wiederum die Veranlassung zu Verstopfungen und Verkrustungen der z u den Brennern führenden Gasleitungen bzw. der Brenner selbst sind. Als Brenner für die Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung kommen Lochbrenner mit einem Durchmesser von nicht wesentlich mehr als 0,75 mm oder Schlitzbrenner mit einer Weit; von nicht wesentlich mehr als o,5 mm in Betracht.
- Zweckmäßig läßt man zur Vergasung bzw. Verdampfung der Anthrazenrückstände in an sich bekannter Weise das kolilenoxydhaltige brennbare Trägergas (z. B. Leuchtgas, Koksofengas) über die zweckmäßig auf Vergasungstemperatur erhitzten Anthrazenrückstände hinwegstreichen, wobei sich das Trägergas mit den Antlirazendämpfen belädt. Zur Durchführung des Verfahrens hat sich ein Gasgemisch als besonders vorteilhaft erwiesen, das ungefähr 4oo bis 6oo g verdampfte Kohlenstoffverbindungen im Kubikmeter Gasgemisch enthält. Eine Beladung in gewünschter Höhe erhält man z. B., wenn man eine möglichst große Oberfläche der Anthrazenrückstände mit dem Trägergas in Berührung bringt, indem man z. B. das Trägergas im Gleichstrom oder Gegenstrom über die Anthrazenrückstände hinwegstreichen läßt oder auch das Trägergas über die ruhenden Anthrazenriickstände führt, denen man auf irgendeine bekannte Weise genügend Oberfläche verleiht. Zweckmäßig erhitzt man das Trägergas auf geeignete Temperaturen, z. B. die \"erdampfungstemperatur der Anthrazenrückstände, bevor es in die Verdampfungsvorrichtung eintritt. Für diese Vorerhitzung kann vorteilhafterweise die bei dem Verbrennen des Dampfgemisches entwickelte Wärme benutzt «-erden.
- Bei der Zuführung des aus Traggas und Anthrazendämpfen bestehenden Gemisches zu den Brennern hat man dafür Sorge zii tragen, daß die Temperatur des Gemisches nicht so weit sinkt, daß sich die Anthrazendämpfe in den Leitungsrohren hzw. den Brennern kondensieren. Es muß aber auch vermieden werden, daß die Rohre zu hoch erhitzt werden, um eine vorzeitigeZersetzungundAufspaltung des Anthrazens zu vermeiden. Vorteilhaft hält man die Temperatur bis zu den Brennern auf höchstens 350 bis q00°.
- Das `iederselilagen des bei der Verbrennung gebildeten Rußes geschieht in bekannter Weise an gekühlten Vorrichtungen, z. B. Walzen, schlittenförmig sich bewegenden Kanälen, Tellerapparaten o. dgl., wobei dafür Sorge zu tragen ist, daß der abgeschiedene Ruf; nicht zu lange mit der ihn erzeugenden Flamme bzw. Nachbarflammen in Berührung bleibt.
- :Nach dein neuen Verfahren gelingt es, einen hochwertigen gummiaktiven Gasruß finit Ausbeuten von tio bis 70°/o der verwendeten Anthrazenrückstände im Dauerbetrieb zu erzeugen, wobei Verkrustungen oder Verstopfungen in den zu den Brennerei führenden Leitungen und den Brennern selbst während lan ger Zeiträume völlig vermieden werden, so daß .bei Durchführung des neuen Verfahrens die zur Herstellung des Rußes dienende Vorrichtung außerordentlich wenig Wartung erfordert.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von aktivem Gasruß durch unvollständiges Verbrennen von verdampfte Kohlenwasserstoffe enthaltenden Gasgemischen aus Loch- oder Schlitzbrennern und Niederschlagen des ausgeschiedenen Rußes an gekühlten Flachen, dadurch gekennzeichnet, daß unter praktisch vollständigem Ausschluß von Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasen brennbare, nicht wesentlich mehr als 2o°10 Kohlenoxyd enthaltende Trägergase mit verdampften Anthrazenriickständen beladen werden und das so entstandene Gemisch. aus Lochbrennern mit nicht wesentlich mehr als 0,75 inm oder Schlitzbrennern mit nicht wesentlich mehr als o,5 min weiten Üffnungen unvollständig verbrannt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED76335D DE724740C (de) | 1937-10-13 | 1937-10-13 | Herstellung von aktivem Gasruss |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED76335D DE724740C (de) | 1937-10-13 | 1937-10-13 | Herstellung von aktivem Gasruss |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE724740C true DE724740C (de) | 1942-09-08 |
Family
ID=7062170
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED76335D Expired DE724740C (de) | 1937-10-13 | 1937-10-13 | Herstellung von aktivem Gasruss |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE724740C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2931907A1 (de) * | 1979-08-07 | 1981-02-26 | Degussa | Gasrussbrenner |
-
1937
- 1937-10-13 DE DED76335D patent/DE724740C/de not_active Expired
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