DE723926C - Elektrischer Leiter mit Isolierung, die von einem zum Leiter laengsgerichteten, bandfoermigen Florstreifen aus Fasern, beispielsweise Asbestfasern, gebildet ist - Google Patents

Elektrischer Leiter mit Isolierung, die von einem zum Leiter laengsgerichteten, bandfoermigen Florstreifen aus Fasern, beispielsweise Asbestfasern, gebildet ist

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DE723926C
DE723926C DES120495D DES0120495D DE723926C DE 723926 C DE723926 C DE 723926C DE S120495 D DES120495 D DE S120495D DE S0120495 D DES0120495 D DE S0120495D DE 723926 C DE723926 C DE 723926C
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conductor
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B13/00Apparatus or processes specially adapted for manufacturing conductors or cables
    • H01B13/06Insulating conductors or cables
    • H01B13/12Insulating conductors or cables by applying loose fibres

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)

Description

  • Elektrischer Leiter mit Isolierung, die von einem zum Leiter längsgerichteten, bandförmigen Florstreifen aus Fasern, beispielsweise Asbestfasern, gebildet ist Die Erfindung bezieht sich auf elektrische Leiter mit einer Isolierung, die von. einem zum Leiter längs gerichteten, bandförmigen Florstreifen aus Fasern, beispielsweise Asbestfasern; gebildet ist, der den Leiter spiralig in mehreren Lagen umhüllt. Es ist bekannt, elektrische Leiter mit einer solchen Isolierung dadurch herzustellen, daß ein auf einer Krempelvorrichtung gewonnenes, unverdichtetes Faserflorband in Längsrichtung mit dem mit Klebstoff versehenen Leiter zusammengeführt und derart an diesen geheftet ' wird, daß das Florband an dem Leiter hängt, worauf der Leiter zentral durch einen umlaufenden Spinntrichter hindurchgeführt und das zunächst in radialer Richtung zum Trichter hängende längs gerichtete Florband von der Drehung mitgenommen und um den Leiter gewickelt wird. Hierdurch entsteht eine aus mehreren spiralig angeordneten Schichten aufgebaute Isolierhülle.
  • Bei den bisher bekannten Leitern mit Isolierungen dieser Art verlaufen die Fasern in der mehrschichtigen Isolierhülle in der Hauptsache etwa parallel zur Leiterachse. Dies ist darauf zurückzuführen, daß die Fasern durch den Krempelvorgang im wesentlichen in Längsrichtung des Florbandes ausgerichtet werden, das als Ausgangsstoff für den Aufbau der Hülle dient. Diese Richtung der Fasern wird auch durch die Einwirkung der bisher benutzten, verhältnismäßig kurzen glattwandigen Spinntrichter nicht merkenswert verändert, so daß die Fasern in der fertigen Isolierhülle noch etwa die gleiche Lage zur Längsachse aufweisen wie bei dern der Krempel entnommenen Faserflorband.
  • Die Erfindung bezweckt, derart gebildete Isolierungen zu verbessern, insbesondere die Sicherheit der Isolierhülle gegen Aufplatzen bei scharfen Biegungen und Knickungen des Leiters zu erhöhen. Dies ist gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß die im wesentlichen parallel zur Achse des Leiters gerichteten Fasern der Isolierung in den einzelnen Lagen der spiralig aufgebauten Isolierhülle eine nach außen zunehmende erhebliche Schräge zur Achse des Leiters aufweisen. Diese zunehmende Schräge der Faserrichtung wird erfindungsgemäß durch eine gesteigerte mitnehmende Wirkung des Spinntrichters erreicht, indem die Innenfläche des Trichters beispielsweise durch Aufrauhung oder Anordnung von Rippen vergrößert ist. Hierdurch wird ein erheblicher Verzug der Fasern des Florbandes in eine von der Achse des Leiters abweichende schräge Richtung gewährleistet.
  • Der Verlauf der Fasern in der gemäß der Erfindung; aufgebauten mehrschichtigen Hülle entspricht also nicht mehr dem Verlauf der Fasern in dem der Krempel entnommenen Florband. Vielmehr zeigen die Schichten eine nach außen zunehmende erhebliche Schräge des Faserverlaufs zur Leiterachse. Infolge der Verkreuzungen der nunmehr in den einzelnen Laren verschieden gerichteten ;"#,asern erhält die Isolation eine wesentlich höhere mechanische Festigkeit. Die Gefahr eines Aufplatzens der Hülle bei scharfen Biegungen des Leiters ist daher wesentlich geringer, als wenn alle Fasern im wesentlichen längs gerichtet sind. Schon bei einer dünnen Isolierhülle, deren Stärke einer Zunahme von nur etwa o, i o bis o,15 mm entspricht, ist ein Zerreißen oder Aufplatzen der Isolation selbst bei kurzen Krümmungen des Leiters verhindert. Besondere Maßnahmen zum Schutze der Isolation, beispielsweise beim Verarbeiten der umsponnenen Drähte für Ankerwicklungen, ,erübrigen sich. Die verbesserte mechanische Festigkeit der Isolierung erlaubt sogar eine Einsparung an Wickelraum durch einen besonders dünnen Isolationsauftrag.
  • Es ist zwar bekannt, bei isolierenden Faserhüllen die Richtung der außenliegenden Fasern durch die Bearbeitung mit N itschelwerkzeugen so zu verändern, daß die äußeren Fasern im @vesentlichen in der Umfangsrichtung des Leiters verlaufen, jedoch kommt für die Anwendung dieses bekannten Verfahrens nicht ein mehrschichtiger spiraliger Aufbau der Isolierhülle aus einem feinen unverdichteten Faserflor in Betracht.
  • In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung schematisch dargestellt.
  • Abb. i ist ein Querschnitt durch einen stark vergrößert dargestellten Leiter mit einer in mehreren Schichten spiralig aufgebauten Isolierhülle.
  • Abb. 2 zeigt den Leiter in Seitenansicht mit der mehrschichtigen Hülle, deren Lagen verschieden weit abgebrochen dargestellt sind. Die in Abb. z eingezeichnete Schraffur soll die hauptsächliche Faserrichtung in jeder Schicht veranschaulichen. Während die unmittelbar dem Leiter anliegende innerste Schicht im wesentlichen parallel zur Leiterachse gerichtete Fasern zeigt, nimmt die schräge Richtung nach außen von Schicht zu Schicht infolge des Verzuges ständig zu und erreicht in der äußersten Schicht einen beträchtlichen Winkel zur Längsachse des Leiters.
  • Bei der Herstellung von Isolierungen gemäß der Erfindung wird im einzelnen so .verfahren, daß der vorzugsweise mit einem klebenden Isoliermittel überzogene, blanke Leiter gemeinsam mit einem an den Leiter gehefteten, von diesem herabhängenden bandförmigen Florstreifen durch die Achse eines umlaufenden hohlkegeligen Spinners geführt wird. Der Spüiner bewirkt den mehrschichti-en :Aufbau der Isolierhülle, indem seine Dreliting das zunächst herabhängende Florband spiralig uni cleti Leiter legt, worauf die Isolierhülle in üblicher Weise durch Glätter verdichtet wird. Die Breite des handfö rniigen Faserflorstreifens wird so gewählt, dar sie für eine mehrlagige Umspinnung ausreicht. Die Auftragsstärke der Isolation ist dabei abhängig von der Breite des Florstreifens und der daraus gesponnenen Lagen- oder Schichtzahl, sowie von der Schwere und Zahl der bandförmigen Florstreifen. Beispielsweise wird zum Isolieren eines Runddrahtes von 1,6 mm Durchmesser, der einen Umfang von 5 min hat, vorteilhaft ein einfacher Faserflor in einer Bandbreite von etwa .Io mm und einem Metergewicht von etwa o,_', g verwendet, um eine Schichtstärke der Isolierhülle von etwa 0,15 mm, d. h. eine Zunahme von 0,3 mm zu erhalten.
  • Der Verzug der Fasern, also die nach der äußeren Bandkante zunehmende schräge Richtung der Fasern wird durch eine entsprechend starke schleifende und mitnehmende Wirkung der Innenfläche des hochkegeligen Spinners erreicht. Dabei kann der Grad des Verzuges durch Verstärkung der adhärierenden und mitnehmenden Wirkung des Spinners geregelt werden. Maßgebend ist vor allein die Ausbildung der Innenfläche des Spinners, z. B. deren Aufrauhung oder Desetzung mit Warzen, Stegen oder Rippen, die gerade oder gewunden verlaufen können. Die mitnehmende Wirkung wird durch Verlängerung des hohlkegeligen Spinners unterstützt, der dann eine spitzere Kegelform erhält. Auch eine Erhöhung der Umdrehungszahl des Spinners imVerhältniszurVorschubgeschwindigkeit des Leiters mit dem anhängenden Florband vermehrt die mitnehmende Wirkung der Innenfläche und damit den Verzug.
  • Die bandförmigen Faserflorstreifen können unmittelbar einer Krempelvorrichtung entnommen und dein Leiter zugeführt werden, oder sie können gemeinsam finit einem Träger, z. B. Papierstreifen oder selbsttragend gestapelt und dann der Ums pinnvorrichtung vorgelegt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Elekfrischer Leiter mit Isolierung. die von einem zum Leiter längs gerichteten, bandförmigenFlorstreifenausFasern, beispielsweise Asbestfasern, gebildet ist. der den Leiter spiralig in mehreren Lagen umhüllt, dadurch gekennzeichnet, daß die im wesentlichen parallel zur Achse des Leiters gerichteten Fasern der Isolierung in den einzelnett Lagen der spiralig aufgebauten Isolierhülle eine nach außen zunehmende erhebliche Schräge zur Achse des Leiters aufweisen. z. Verfahren zur Herstellung isolierter Leiter nachAnspruch z unter Verwendung eines umlaufenden Spinntrichters, durch den der in Längsrichtung an den Leiter geheftete Faserflorstreifen, dessen Fasern vorwiegend in der Längsrichtung liegen, axial hindurchgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß zur Steigerung der mitnehmenden Wirkung des Spinntrichters zwecks Gewährleistung eines Verzuges der Fasern in eine von der Achse des Leiters abweichende schräge Richtung die Innenfläche des Trichters, beispielsweise durch Aufrauhung oder Anordnung von Rippen, vergrößert ist.
DES120495D 1935-11-19 1935-11-19 Elektrischer Leiter mit Isolierung, die von einem zum Leiter laengsgerichteten, bandfoermigen Florstreifen aus Fasern, beispielsweise Asbestfasern, gebildet ist Expired DE723926C (de)

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DE (1) DE723926C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1092081B (de) * 1959-02-09 1960-11-03 Licentia Gmbh Asbestisolierter Leiter fuer Hochspannungszwecke und Verfahren zu seiner Herstellung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1092081B (de) * 1959-02-09 1960-11-03 Licentia Gmbh Asbestisolierter Leiter fuer Hochspannungszwecke und Verfahren zu seiner Herstellung

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