DE497776C - Verfahren zur Herstellung von Asbestgarn - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Asbestgarn

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DE497776C
DE497776C DEJ35534D DEJ0035534D DE497776C DE 497776 C DE497776 C DE 497776C DE J35534 D DEJ35534 D DE J35534D DE J0035534 D DEJ0035534 D DE J0035534D DE 497776 C DE497776 C DE 497776C
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asbestos
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fiber
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DEJ35534D
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Johns Manville
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Johns Manville
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02GCRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
    • D02G3/00Yarns or threads, e.g. fancy yarns; Processes or apparatus for the production thereof, not otherwise provided for
    • D02G3/02Yarns or threads characterised by the material or by the materials from which they are made
    • D02G3/16Yarns or threads made from mineral substances
    • D02G3/20Yarns or threads made from mineral substances from asbestos

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Asbestgarn Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Asbestgarn.
  • Bekanntlich wird eine Mischung von Asbestfasern mit anderen Textilfasern, wie z. B. Baumwolle, empfohlen und ist in manchen Fällen praktisch notwendig, wenn das Asbestgarn eine hinreichende Härte, Zugfestigkeit und Geschmeidigkeit aufweisen soll, damit es den Web-, Flecht- oder anderen Verarbeitungsverfahren unterworfen werden kann.
  • Es gibt ferner mancherlei Verwendungen für Garne mit Asbestfasern als dem Hauptbestandteil, die selbst eine höhere Zugfestigkeit erfordern (besonders während der Herstellung von Geweben), als durch bloßen Zusatz anderer Textilfasern erzielt werden kann. Für solche Fälle werden die Fasern oft durch feine Drähte, gewöhnlich aus Messing oder Bronze verstärkt, die in das Garn mit den Textilfasern zusammengesponnen werden. Aber selbst mit derartigen Verstärkungen ist eine bestimmte Grenze der Asbestfaserlänge gezogen, unterhalb welcher @es praktisch unmöglich ist, ein Garn zu verspinnen, das zu einem so großen Teil aus Asbestfasern besteht, daß es in dem erwünschten Maße hitze-und feuerbeständig ist. Asbestfaser von geeigneter Länge zurr Verspinnen ist relativ selten und daher teuer. Deshalb rühren die mehr oder weniger neuen Bestrebungen, kurzfaserigen Asbest für Papierstreifen zu verwenden und hieraus Garne oder Schnüre zu bilden, gegebenenfalls unter Verwendung von Verstärkungen mit Fäden stärkerer Textilfasern oder mit Drähten. Kurzfaseriger Asbest, der jedem Versuch des Verspinnens widerstrebt, gleichgültig, ob mit oder ohne zulässige Beimengung von stärkeren Fasern, wie Baumwolle, oder mit oder ohne Verstärkungsfäden oder Drähten, ist trotzdem für die Kardierung vollkommen geeignet und bildet kardierte Vliese oder Lunten oder verdichtet.. Stränge, die eine hinreichende Festigkeit aufweisen, um als Lunten verarbeitet zu werden, besonders, wenn sie mit einem zulässigen Anteil (etwa to Prozent des Gewichtes der Asbestfasern) von beigemengten Baumwollfasern verstärkt sind, und wenn sie verdichtet wurden. Die vorherrschende Parallellage der Fasern in solchen Fasersträngen, welche es den Asbestfasern ermöglicht, in Berührung miteinander und ,mit den beigemischten Baumwollfasern praktisch über ihre ganze Länge zu liegen, ist in hohem Maße für die Festigkeit und Verarbeitbarkeit der Vliese und Lunten als Ganzes notwendig.
  • Zweck der Erfindung ist, Garne herzustellen, in denen Asbestfasern den Hauptanteil bilden, die bekanntlich nicht nur kurz, sondern auch weniger geschmeidig sind und eine geringere Haftfähibkeit aneinander zeigen als andere Textilfasern.
  • Die Erfindung besteht darin, daß ein verdichtetes Asbestflorbändch.en mit einem oder mehreren Drähten umsponnen wird und anschließend in einer Spinnvorrichtung einen den inneren Zusammenhalt der Fasern vergrößernden Drall erhält, der der Drehrichtung der Umspinnvorrichtun.g entspricht. Erfindungsgemäß wird die Steigung der Schraubenlinien des oder der Umspinndrähte größer als die Steigung des verdrehten Kernes gewählt.
  • Ein kandierter Faserstrang (Lunte), der vorzugsweise aus parallelliegenden Fasern besteht, wird außen mit Spirahvicklungen von verhältnismäßig starken Fäden, wie z. B. Drähten, :derart versehen, ,däß die Fasern der Lunte ihre gegenseitige Längsberührung beibehalten, die sich aus ihrer vorherrschenden Parallellage infolge des Kardierens ergeben hat. Die kard.ierte Lunte wird vorzugsweise zunächst etwa durch Nitschelvorrichtungen oder Verdichtungstrichter in bekannter Weise verdichtet, wodurch ohne merkliche Änderung der allgemeinen Parallellage der Fasern die Innigkeit ihrer gegenseitigen Berührung erhöht und ein Längsabschnitt des dünnen, flachen Vlieses zu einem im wesentlichen runden Strang gebündelt wird.
  • Es kann eine einzige Lunte von hinreichender Fasermenge pro Längeneinheit vor.geselien werden, um den erwünschten. Faserstrang für das zu erzeugende Garn zu bilden; es können aber auch mehrere Lunten in paralleler Lage vereinigt und gemeinsam umwickelt werden, falls ein stärkerer Faserstrang erwünscht ist. Vorzugsweise werden zwei oder mehrere Wickeldrähte verwendet, die eine mehrfache Wicklung bilden. und einen Binde- oder Verfestigungsdruck auf das Faserbündel ausüben. Das umwickelte Bündel wird sodann auf einer Spinnmaschine, etwa einer Ringspinnmaschine, derart versponnen, daß . die Fasern eine Drehung -erhalten, die vorzugsweise in der der Drehrichtung der Umspinnvorrichtung entsprechenden Richtung verläuft, wodurch auch die Umspinn drähte gegenüber ihrer ursprünglichen Lage dichter angepreßt werden, indem ihre Windungszahl pro Längeneinheit erhöht wird.
  • Bei der Durchführung der beiden Verfahrensstufen, nämlich .des Umwickelns und des darauf folgenden Spinnens, werden die Textilfasern durch den Wickeldraht. zusammengebündelt und in ihrer ursprünglichen Beziehung zueinander gehalten, jedoch in engerer Berührung als zuvor, so daß selbst dann, wenn diese Fasern für eine normale Verspinnnng zu kurz, zu glatt oder sonst-wie ungeeignet wären, sie nunmehr in einem längs-"e- Bündel durch die dicht aufgebrachten Wicklungen gehalten werden und somit ohne Lösung oder Abtrennung versponnen werden können.
  • Das gemäß der Erfindung umwickelte und versponnene Garn läßt sich e3ensogut als Kette wie auch als Schuß verweben. Es läßt sich gleichmäßig und zufriedenstellend verflechten und ist in jeder Hinsicht den bisher benutzten Langfasergarnen ebenbürtig und in wichtigen Eigenschaften sogar überlegen. Der Asbestbestandteil der bisher üblichen Standardgarne kann von ihrem Drahtkern abgestreift «erden, während bei den-Garnen gemäß der Erfindung ein Abstreifen des Bindeelementes nicht möglich ist.
  • Zur Erläuterung des Verfahrens dienen die Abbildungen, und zwar zeigen: Abb. r eine teilweise abgebrochene Längsansicht, welche das Garn in verschiedenen Stufen seiner Entstehung zeigt; Abb. 2 einen Schnitt nach Linie 4-4 voll Abb. 3 und.
  • Abb. 3 einen ähnlichen Schnitt durch ein -abgeändertes Erzeugnis.
  • Es ist klar, daß sich bei einer Lunte, welche aus einem Band eines kandierten Vlieses hergestellt wurde, die Fasern bis zu einem ge--wissen Grade einander kreuzen, wenn auch ihre Lage vorherrschend parallel zur Längsrichtung@der Lunte verläuft. Die Verdichtung eines jeden Streifens, etwa durch eine Rohrführung oder durch Verdichtungswalzen oder Riemen bringt die Fasern in engeren Reibungs- und Längseingriff miteinander, ohne daß dadurch ihre vorherrschende Parallellage zur Längsrichtung der Lunte irgendwie geändert .wird. Die Verdichtung verleiht die wünschenswerte Festigkeit für die darauffolgende Behandlung. Dadas kandierte Vlies geringe örtliche Schwankungen in der Dichte aufweist, so daß die Gleichmäßigkeit der Lunte beschränkt ist, kann es gewöhnlich wünschenswert sein, zwei oder mehrere derart verdichtete Stränge zu vereinigen, um die Schwankungen in ihrer Dichte auszugleichen und sie sodann gemeinsam durch den Wickelkopf zu führen, wo die Bündelung der einzelnen Stränge zu einem einzigen Garnkern von im wesentlichen zylindrischer Form erfolgt (Abb. 4).
  • Falls verhältnismäßig feine Garne erzeugt werden sollen, kann ein einziger verdichteter Faserstrang in ähnlicher Weise wie der mehrfache Strang behandelt werden. An Stelle der Metalldrähte können Baumwoll-, Leinen-oder andere Textilfäden benutzt werden, falls die physikalischen Eigenschaften des Metalle: nicht notwendig oder erwünscht sind.
  • Wenn das zusammengesetzte Garn Zugkräften unterworfen wird, die größer sind als der erhöhte Widerstand, der durch den beschriebenen Wickeldraht hervorgerufen wird, können Draht- oder Schnurkerne C (Abb. 5) clecn Faserbündel einverleibt werden, die in dessen Mitte mit versponnen werden, wie es bei gewöhnlichen gesponnenen Asbestgarnen der Fall ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Asbestgarn, dadurch gekennzeichnet, daß ein verdichtetes Asbestfiorbändch.en mit einem oder ,mehreren Drähten umsponnen wird und anschließend in einer Spinnvorrichtung einen den inneren Zusammenhalt der Fasern vergrößernden Drall erhält, der der Drehrichtung der Umspinnv orrichtung entspricht. z. Asbestgarn, das nach dem Verfahren gemäß Anspruch i hergestellt ist, .dadurch gekennzeichnet, daß die Steigung der Schraubenlinien des oder :der Umspinndrähte (F) größer ist als die Steigung des verdrehten Kernes (S).
DEJ35534D 1928-06-22 1928-09-21 Verfahren zur Herstellung von Asbestgarn Expired DE497776C (de)

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US497776XA true 1928-06-22 1928-06-22

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DE497776C true DE497776C (de) 1930-05-14

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