DE7234792U - Einrichtung zur kapazitiven Übertragung von Daten zwischen einem feststehenden und einem rotierenden Teil von elektrischen Maschinen - Google Patents
Einrichtung zur kapazitiven Übertragung von Daten zwischen einem feststehenden und einem rotierenden Teil von elektrischen MaschinenInfo
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Description
Unser Zeichen: VPA 72/3211 Hf/Rat
Einrichtung zur kapazitiven Übertragung von Daten zwischen einem feststehenden und einem rotierenden Teil von elektrischen
Maschinen
Die Erfindung besieht sich auf eine Einrichtung zur kapazitiven,
kontakt- und berührungslosen, gegebenenfalls wechselseitigen
übertragung von ])aten (.Steuer-, Meßdaten) zwischen einem feststehenden
und einem rotierenden Teil von elektrischen Maschinen, insbesondere bei schleifringlosen, mit umlaufenden Thyristoren
regelbaren Synchrongeneratoren mit Av*ßenpol-Erregermasehinen.
Bei großen Stromerzeugern (Generatoren) bereitet die Zuführung der mehrere Megawatt betragenden Errsgsrleistung über Schleifringe
Schwierigkeiten. Mas. verwendet deshalb AuBenpoI-Erregeraaschinen
und zur Einspeisung rotierende Gleichrichter, um ein
günstiges dynamisches Verhalten der Maschine zu gewährleisten, werden neuerdinge anstella der Gleichrichter rotierende Thyristoren
angewendet, Zur Steuerung dieser Thyristoren von einer ortsfesten Steuerstelle aus sowie gegebenenfalls zur Rüekübertragung
von Meßwerten, wie z.B. Erregerstrom, Spannung, Temperatur
usw., vom rotierenden Teil (Läufer) zu einer ortsfesten
Überwachungsstelle ist eine Übertragungseinrichtung erforderlich, welche möglichst kontakt- und berührungslos eine störsichere
Übertragung in einer oder gegebenenfalls gleichzeitig in beiden Richtungen ermöglicht. Eine solche Einrichtung für
die Hin- und gegebenenfalls Rückübertragung von Steuersignalen bzw. Meßdaten muß so aufgebaut sein, daß sie ohne besondere
Schwierigkeiten auf bzw. an der Welle eines Generators angebracht und überdies jeder Generator mit einer solchen Einrichtung
nach- bzw. umgerüstet werden kann. Eine solche Datenübertragungseinrichtung soll im übrigen trotz eines Wellenlängsschubes
der Maschinenwelle von etwa 50 mm und eines radialen Wellenapieles der Maschinenwelle von etwa + 5 ffiffi betriebssicher arbeiten. -2-
-2- TPA 72/3211
Die Erfindung besteht hierbei aus einem zwischen einer Sendestation
und einer Empfsingsstation vorgesehenen, der Maschinenwelle
zugeordneten kapazitiven Übertragungsorgan aus zwei mit ihren Zinken wechselseitig ineinandergreifenden Kammelektroden,
von des.en dia eine Elektrode stationär- angeordnet ist und die
andere Elektrode mit dor Maschinenteile umläuft.
Die feststehende Elektrode ist zweckmäßig gabelförmig gestaltet. Sie umlaufende Elektrode besteht aus einem auf der Welle aufsitzenden
Zylinder, auf dessen Außenmantel eine Mehrzahl von ( mit Abstand voneinander angeordneten Elektrodenscheiben aufgezogen
ist. Dieser Aufbau der umlaufenden Elektrode empfiehlt sich, wenn mit einem erheblichen Radialspiel der Maschinenwelle während
des Betriebes zu rechnen ist, aber der Wellenlängsschub der Maschiaenwelle vernachlässigbar klein ist.
Ist dagegen der Wsllsnlängssehub der Masehis«swelle bei geringem
Radialspiel beträchtlich, so ist es zweckmäßig, die umlaufend® Elektrode aus einer Mehrzahl von mit Abstand voneinander konzentrisch
ineinandergeschachtelten, auf die Maschinenwelle aufgezogenen Rohren aufzubauen, deren Mäntel die Zinken bilden.
|T . Beide Elektrodenanordnung«]! des kapazitiven Übertragungeorgans
~ können vollständig au« einem biegefesten Kunststoff bestehen, wobei lediglich die Linken mit einem Setallbelag beschichtet
sind ο Die Metallbelegungen auf den ineinandergreifenden, einander
zugewandten Zinkenfläohen der beiden Elektroden sind zweckmäßig ungleich lang und bei der stationären Elektrode größer
gewählt als bei der umlaufenden Elektrode·
Zur Übertragung der Daten sind Mittel vorgesehen, welche die Steuer- bzw. MeSdsten vca. eins? Sendeβtatlon im Prequenz- bzw.
Zeitmultiplexverfahren über das Übertragungsorgan der Empfäage?-
station zuführen, wobei das zu übertragende Signal jeweils
einem Signalgeber entnommen und über einen Modulator sowie über einen Verstärker dem kapazitiven Übertragungsorgan su-
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• J > 111
-3- VPA 72/3211
geführt wird, während empfangeseitig hinter dem kapazitiven
Übertragungeorgan ein weiterer Verstärker, ein Demodulator und eine Signalauswertung vorgesehen sind, die ein dem sendeseitijpn
Signal entsprechendes empfangsseitiges Signal verausgabt,
welches ale Steuer- bzw. Meßsignal Steuer- bzw. Meßvorrichtungen
beeinflußt.
Zur gleichzeitigen Übertragung von Steuersignalen und zur RückÜbertragung
von MeBlaten kennen zwei kapazitive Übertragungsorgane vorgesehen sein, von denen das eine Steuersignal· von
;pl einer ortsfesten Steuerstelle zum Läufer der Maschine und das
~ andere MeBdaten vom Läufer zu einer ortsfesten Überwaohungsstelle
überträgt.
Auf der umlaufenden lasohineawelle einerseits und in einem Bereich
des Maschinenstators andererseits können Steuerbausteine enthaltende Beipacks befestigt sein, welche die Modulationsund
StmodulatioatVorrichtungen für die Datenhin- und -rückÜbertragung
enthalten.
Ausftüarungsbeiepiole der Erfindung seien nachstehend anhand von
3 Figuren näher erläutert.
- Sie Figur 1 veranschaulicht die umlaufende Maschinenwelle W,
welcher das kapazitive Übertragungsorgan 0 zugeordnet ist, das aus zwei mit ihren Zinken Z wechselseitig ineinandergreifenden
Kammelektroden 351 und 12 besteht, von denen die Elektrode E2
stationär angeordnet ist, und die Elektrode £1 mit der Maschinenwelle
W umläuft· Sie umlaufende Elektrode E1 besteht aus
einem auf der Welle W aufsitzenden Zylinder (E), auf dessen Außenmantel eine Hehrzahl von mit Abstand voneinander angeordneten
Seheiben S aufgezogen sind. Der Zylinder E und die Scheiben S können aus Kunststoff bestehen« Sie Soheiben 8 bzw. zinken
Z sind ganz oder teilweise mit metallischen Belegungen. B
besetzt. Sie feststehende Elektrode E2 ist gabelförmig gestallt tet, wobei die Zinken Z21 bis Z2;>
dir Gabel in die Zwisoheu-
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7234792 12. Oft TS
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raune zwischen den Zinken Z11 bis ZH der umlaufenden Elektrode
751 eingreifen. Die aus Kunststoff bestehenden Zinken Z21 bis Z23
der stationären Elektrode 22 sind ebenfalls mit metallischen
Belegungen B versehen. Sie Elektroden E1 und E2 des kapazitiven Übertragungeorgans 0 bilden somit einen Kondensator; dessen Kapazitätswert
durch die Fläche der einander zügen mdten MetallwslsgüSigSE.
B und durch deren Abstand voneinander bestimmt ist.
Die Anordnung nach der Figur 1 empfiehlt sich, wenn mit einem erheblichen Radialspiel der Welle W während des Betriebes zu
rechnen ist} der Wellenlänguschub der Maschinenteile W dagegen
\ vernachlässigbar klein iat.
Auch bei der Anordnung nach Figur 2 ist die feststehende« Elektrode
E2 des kapazitiven Übertragungsorgane 0 gabelförmig gestaltet; ihre Zinken Z erstrecken sich aber parallel zur Maschinenwelle
W. Die umlaufende Elektrode Ξ1 des kapazitiven Übertragungsorgane 0 besteht aus einer Mehrzahl von mit Abstand
voneinander konzentrisch ineinandergeschachtelten, auf die Welle W aufgezogenen Rohren Pi bis ?4, deren Käntsl dis Gsgen=
zinken Z bilden, zwischen dsnss. dis Zinken Z i*r stationären
Elektrode E2 eingeschoben sind. Auch die Rohre der umlaufenden Elektrode E1 können aus Kunststoff bestehen und metallische
Belegungen B aufweisen. Die Belegungen B der umlaufenden Elektrode
2*< sollen sich nur über einen Teil der Rohrmäntel erstrecken,
dagegen sollen die Zinken der feststehenden Elektrode S2 über ihre ganze Länge mit Metallbelegungen B versehen
sein. In diesem Falle ist bei großem Wellenlängsschub der Maschinenwelle W mit einer gleichbleibenden Gesamtkapazität des
kapazitiven Übertragungsorgans 0 zn rechnen, weil dann immer
gleich große Kondensatorflächen aktiv sind. Auch bei einem Radialspiel der Welle W bleibt die Kapazitätsänderung des
kapazitiven Übertragungsorgans 0 gering, da eine kompensierende Wirkung entsteht: Vergrößert sich auf der einen Seite nämlich
der Abstand zwischen dea Kondensatorbelegungen, so verringert er sich im gleichen Verhältnis auf der anderen Seite.
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-5- VPA 72/3211
Die Übertragung von Steuersignalen von einer ortsfasten Sendestation
SS zu einer umlaufenden Empfangsstation F_ erfolgt gemäß Figur 3 in der Weise, daß der jeweilige Steuerbefehl einem
Signalgeber Sg entnommen und im Frequenz- oder Zeitmultiplexverfahren über einen Modulator M einem Verstärker V eingegeben
wird, dessen Ausgang über das kapazitive Übertragungsorgan Q als
Koppelkapazität mit einem Verstärker V verbunden ist, der über einen Demodulator BM die Sign&lauswtrtung Sa beeinflußt. Biese
Sign^alauswertung Sa wirkt auf den Steuersatz der zu steuernden
Steuerorgane, z.B. der Thyristoren, ia Maschinenläufer.
Die Übertragungsrichtung kann gewechselt werden, indem die Sendestation SS der umlaufenden Maschinenwelle W zugeordnet
wird, während die Empfangsstation ES stationär aufgebaut ist. Für die beiden wechselseitigen Übertragungsrichtungen dient
das einzige Übertragungsorgan 0 als Koppelkapazität.
Bei einer Übertragung von Steuerbefehlen von der stationären
Sendestation SS zu der umlaufenden Empfangsstation ES und der simultanen RückÜbertragung von Meßdaten aus dem Läufer zur
stationären Batenerfasswigsstelle werden zwei kapazitive Übertragungsorgane
0 der Maschinenwclle W zugeordnet, von denen das eine in Verbindung mit den Bausteinen der Sendestation SS
und der Empfangsstation ES gemäß Figur 3 für die eine Übertragungerichtung
und das andere, ebenfalls in Verbindung mit Bausteinen einer Sendestatior SS und einer Empfangsstation SS,
für die andere Übertragungsrichtung verwendet wird.
Die hierzu benötigten Bausteine (Figur 3) werden - soweit sie stationär angeordnet sein können - in Beipacks dem Maschinenstator
zugeordnet; die dagegen dem Maschinenläufer zuzuordnenden Bausteine und deren Stromversorgung werden in Beipacks auf
oder in der umlaufenden Welle W untergebracht.
9 Patentansprüche
3 Figuren _6_
7234792 12.0675
Claims (8)
1. Einrichtung zur kapazitiven, kontakt- und berQhrungslQsen,
gegebenenfalls wechselseitigen übertragung von Daten (Steuer-, Meßdaten) zwischen einem feststehenden und eisern rotierenden
Teil von elektrischen Maschinen, insbesondere bei schleifringlos«!,
Bit umlaufenden Thyristoren regelbaren Synchrongeneratoren Bit Außenpol-ErregermasohiBen, gekennzeichnet
durch ein zwischen einer Sendestation (SS) und einer Empfangsstation (SS) vorgesehenes, der Maschinenteile (W) zugeordnetes
kapazitiveβ übertragung«organ (0) aus zwei mit ihren
Zinken (Z) wtohselseitig ineinandergreifenden Kammelektroden
(E', E2), von denen die eine Elektrode (22) stationär aage»
ordnet ist und die andere Elektrode (£1) Bit der Maschinenteile
(W) umläuft.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, daduroh gekennzeichnet,, daß
die feststehende Elektrode (S2) gabelförmig gestaltet ist.
3. Einrichtung na«h Anspruch 1, daduroh gekennzeichnet, daß
die umlaufende Elektrode (£1) aus einem auf der Welle (W) aufsitzenden Zylinder (E) besteht, auf dessen AuSenfcaatel
eine Mehrzahl von Bit Abstand voneinander angeordneten Blektrodensoheiben (S) aufgezogen sind.
4·. Einrichtung naoh Anspruch 1, daduroh gekennzeichnet, daß die umlaufende Elektrode (E1) aus einer Mehrzahl von mit
Abstand voneinander konzentrisch ineinander geschachtelten, auf die Welle (W) aufgezogenen Rohren (F) besteht, deren
Mantel die Zinken (Z) bilden.
5. Einrichtung naoh Anspruch 1, daduroh gekennzeichnet, daß
beide Elektrodenanordnungen des kapazitiven Übertragungen organs (0) vollständig aus einem biegefesten Kunststoff
bestehen und da3 die Zinken (Z) mit einem Metallbelag (B) beschichtet sind.
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-7- VPA 72/3211 '
\ '
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Metairbelegungen (B) auf den ineinandergreifenden,
einande? zugewandten Zinkenflachen (Z) der beiden Elektroden
(E1, E2) ungleich lang und bei der stationären Elektrode (B2) größer gewählt sind, ale bei der umlaufenden Elektrode (E1).
7· Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
Mittel vorgesehen sind, welche die Steuer- bzw. MeSdaten
von einer Sendestation (SS) in Frequenz- bzw« Zeitmulti-
Splexverfahren über das Übertragungsorgan (0) der Empfängerstation
(SS) zuführen, wobei das zu übertragende Signal jeweils
ein·» Signalgeber (Sg) entsönaea und über eijass. Mediator (S)
sowie über «inen Verstärker (Y) dem kapazitiven Übertraguagecrgan
(0) zugeführt wird, während empfangsseitig hinter dem
kapazitiven Übertragungsorgan (0) ein weiterer Verstärker (Y), ein Demodulator (SB) und eine Signalauswertung (Sa)
vorgesehen sind, die ein des eendeeeitigern Signal entsprechendes
empfangsseitigec Signal verausgabt, welches als
Stauer- bzw. Maßeignal Steuer- bzw. Heizvorrichtungen beeinflußt.
8. Einrichtung nach Anspruch 1, daduroh gekennzeichnet, äaS
W zur gleichzeitigen Hin- und RückÜbertragung von Steuersignalen
%sw. Heßdaten zwei kapazitive Übertragungsorgane (0) vorgesehen sind, von denen das eine Steuersignal» von
einer ortsfesten 'vtouerstelle zum Läufer der H&schine und
das andere Meßdaten vom Läufer zu eine? ortsfesten Überwachungestelle
überträgt.
9· Einrichtung nach Anspruch 1, daduroh gekennzeichnet, daß
auf der umlaufendem Masohinenwelle (W) einerseits und in
einem Bereich des Zfeschinenstators andererseits Steuerbausteine
enthaltende Beipacks befestigt sind, welohe die Modulations- und Semodulaticnsvcrriohtungon für die Daten-
\ hin- und -rüokübertragung enthalten·
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7234792U true DE7234792U (de) | 1975-06-12 |
Family
ID=1285072
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7234792U Expired DE7234792U (de) | Einrichtung zur kapazitiven Übertragung von Daten zwischen einem feststehenden und einem rotierenden Teil von elektrischen Maschinen |
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| DE (1) | DE7234792U (de) |
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0
- DE DE7234792U patent/DE7234792U/de not_active Expired
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