DE7209764U - Lagerbehälter für Flüssigkeiten mit flexibler Fangwanne - Google Patents
Lagerbehälter für Flüssigkeiten mit flexibler FangwanneInfo
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Description
Tankschutz GmbH. Berlin & Co. Revisions Kommanditgesellschaft 1000 Berlin 10, Otto-Suhr-Allee 115
Lagerbehälter für Flüssigkeiten mit flexibler Fangwanne
Die Erfindung betrifft einen Lagerbehälter für Flüssigkeiten,
z.B. einen Heizöllagerbehälter, mit einer unter ihm in der Art und zu dem Zweck angeordneten Fangwanne,
dass sich der Lagerbehälter innerhalb der Fangwanne befindet und etwa bei Füllen des Lagerbehälters überlaufende
oder durch eine schadhafte Stelle des Lagerbehälters heraustretende Flüssigkeit in die Fangwanne gelangt,
hierin gesammelt wird und nicht in das Erdreich gelangen kann.
hierin gesammelt wird und nicht in das Erdreich gelangen kann.
Bei Lagerung bestimmter Flüssigkeiten in Lagerbehältern
ist vorgeschrieben, eine Vorkehrung zu treffen, die beim Leck»erden oder Überlaufen des Behälters ein Eindringen
der Lack- oder Überlaufflüssigkeit in das Erdreich verhindert.
Es sind bereits Fangwannen an bzw. unter Lagerbehältern für den erwähnten Zweck aus Mauerwerk oder/und Beton bekannt,
wobei meist der vorhandene Aufstellboden für den Lagerbehälter den Wannenboden und ein hierauf um den Lagerbehälter
herum hochgezogenes Mauerwerk oder eine hierauf hochgeschüttete Betonwandung die Seitenteile bilden. Vielfach
werden die zwei vorhandenen Mauerwände einer Ecke
Ecke eines Raumes, z.B. Kellerraumes, in das die Seitenteile der Fangwanne bildende Beton- oder Mauerwerk einbezogen.
Um eine vollständige, sichere Abdichtung der so gebildeten Fangwanne zu erzielen, werden die Innenflächen
derselben mit einer abhärtenden Masse ausgegossen, ausgestrichen bzw. verputzt.
Bei der Fangwanne bekannter Art ergeben sich verschiedene Nachteile. Sie bestehen darin, dass sich mit der Zeit im
Boden und in den Seitenteilen unkontrollierbar und nicht ohne weiteres sichtbar Risse bilden, durch die in der Fangwanne
angesammelte Flüssigkeit in das Erdreich sickern kann. Eine Ausbesserung des Beton- oder Mauerwerks ist umständlich
und bietet darüber hinaus keine Gewähr, hiermit die erwünschte Abdichtung erzielt zu haben. Ein erneutes Ausgiessen
oder Ausstreichen mit abhärtender Masse dagegen schafft für eine gewisse Dauer die gewünschte Abdichtung, doch ist
der Zeitpunkt ungewiss und vorher nicht erkennbar, wann neue Risse im Beton- oder Mauerwerk, ggf. bis in die Abdichtung
hinein,auftreten. Andere Auskleidungen der Wanneninnenflächen zum Zwecke der Abdichtung, wie z.B. aus Kunststoffen
oder füllstoffverstärkten Kunstharzen, sind verhaltniamässig
schwierig aufzubringen und teuer. Ist eine Fangwanne bekannter Art baufällig geworden, muss die mit dem Bauwerk
fest verbundene Fangwanne abgerissen und neu hochgezogen werden. Nachteilig ist für eine laufende, sichere und einfache
Kontrolle der Dichtigkeit einer Fangwanne überhaupt, wenn letztere, insbesondere deren Abdichtungsbeschichtung
ein fester Bestandteil des Gesamtbauwerkes ist.
Die Erfindung beseitigt die genannten Nachteile bekannter, unter Lagerbehältern angeordneter Fangwannen und hat darüber
hinaus zum Ziel, eine Fangwanne ohne grossen handwerklichen Aufwand binnen kurzer Zeit durch ein vorgefertigtes Teil
Teil erstellen, bestehende undichte Fangwannen ebenfalls ohne grossen handwerklichen Aufwand binnen kurzer Zeit
durch das gleiche vorgefertigte Teil zuverlässig abdichten und die Dichtigkeit leicht und einfach mit hoher Sicherheit
laufend überwachen zu können.
Das Ziel der Erfindung wird durch eine flexible Fangwanne erreicht, welche letztere aus einem flüssigkeitsundurchlässigen,
säurebeständigen Material in der Art einer Folie,
vorzugsweise relativ starken Folie, wie z.B. Kunststofffolie dieser Stärke und Säurebeständigkeit besteht und die
an ihrem Rand mit Befestigungsmitteln ausgerüstet ist bzw. derem Hand Befestigungsmittel zugeordnet sind.
Die flexible Fangwanne ist als einstückiges Teil so ausgebildet
oder als mehrstückiges Teil bzw. nach dem Zuachnitt aus einem Stück des Ausgangsmaterials so durch flüssigkeitsdichte
Nähte zusammengesetzt, dass sie, wäre die Folie starr, die Form einer Wanne bzw. eines oben offenen, relativ
flachen und relativ langgestreckten Behälters aufweist. Die an ihrem Rand vorgesehenen bzw. ihrem Rand zugeordneten
Befestigungsmittel, die auch dem Rand Steifigkeit verleihen, können in leistenförmigen Materialverstärkungen,
in Säumen zum Hineinschieben leiatenförmiger Teile oder in auf den Rand aufzulegenden leistenförmigen Teilen aus
einem steifen Material bestehen und in Stiften, Schrauben, Bolzen o.dgl., mit denen die Fangwanne an geeigneten Bauwerkswandungen
in ihrer Gebrauchsformentfaltung gehalten
wird.
Me Anwendung und Nutzung des ori'indungsgemässen Lagerbehälter
mit Fangwanne kann mindestens in zweierlei Art erfolgen, und zwar einmal bei Neuerrichtung einer Lagerbehält
aranlage und andermal bei der Erneuerung undioht oder baufällig gewordener Fangwennen an bestehenden Lagerbehält
eranlagen.
Bei Neuerrichtungen von Lagertehälteranlagen wird
zunächst die flexible Fangwanne in ihrer entfalteten Gebrauchsform verspannt, was durch mobile und/oder
immobile Stützteile verschiedener Art erfolgen kann. Als immobile Stützteile können hierbei die in einer
Ecke zusammentreffenden Wände, z.B. eines Kellerraumes, genutzt werden, an welchen bereits die Ränder je eines
Schmal- und Breitseitenteiles der Fangwanne mit den genannten Mitteln befestigbar sind, wogegen für die
verbleibenden beiden Fangwannenseitenteile mobile Stützen oder aber ein hochzuziehendes Mauerwerk o.dgl.
vorzusehen ist. Mobile Stützen können in Böcken, flächigen Metallteilen u.dgl. bestehen, die auf dom Aufstellboden
und an den angrenzenden Raumwänden verbolzt sind und bei Fehlen von Raumwandecken oder jeglichen
Raumwänden um drei bzw. vier Seiten der Anlage herumgezogen werden können. Nach Erledigung der Verspannung
der Fangwanne, die mit ihrem Boden den Aufstellboden
des Raumes o.dgl. berührt, wird der Lagerbehälter in die Wanne hineingestellt. Zur Vereinfachung dieser Verrichtung
werden ein oder zwei Seitenteile der Fangwanne von der Zugangsbrüstung her zweckmässigerweise erst
nach dem Aufstellen des Lagerbehälters verspannt. Eine Zuordnung des Fangbehälters zum Lagerbehälter kann auch
in der Weise erfolgen, wie im weiteren für die zweite Anwendungsart beschrieben.
Bei Erneuerung undicht oder baufällig gewordener Fangwaraien
an bestehenden Lagerbehälteranlagen wird zur Anordnung der flexiblen Fangwanne als immobiles Stützteil
die vorhandene, mit dem Bauwerk verbundene gemauerte oder betonierte Fangwanne verwendet. Dies geschieht in
verhältnismässig einfacher Weise so, dass nach Anheben dos einen Lagerbehäl^erendes an seiner Konsole bzw.
seinem Auflagebock die Bahn der flexiblen Fangwanne so
so weit unter den Behälter gezogen wird, bis sie zur
angehobenen Konsole o.dgl. die richtige lage aufweist.
Sodann, nach Abstellen des Lagerbehälterendes wird das
andere Ende des Lagerbehälters in gleicher Weise hochgehoben, die Bahn auch hier durchgezogen, geglättet
und der Lagerbehälter abgestellt. Danach erfolgt die Befestigung des Randas der Fangwanne in der schon beschriebenen
Weise und mit den schon beschriebenen am Rand der Fangwanne angeordneten bzw. dem Rand der Fangwanne
zugeordneten Befestigungsmitteln.
In einer Weiterbildung der Erfindung ist der Boden der Fangwanne im Ganzen oder nur an den Auflagestellen der
Lagerbehälterkonsolen bzw. -auflageböcke zur Vermeidung von Beschädigungen des folienartigen Materials durch
die Lagerbehälterkonaolen bzw. -auflageböcke mit einer Materialdickenverstärkung ausgerüstet. Die Verstärkung
kann aus dem gleichen Material einstückig, aufgeschweisst,
aufgeklebt oder untergelegt sein oder auch in einem anderen Material bestehen.
Neben den schon erwähnten Vorteilen der Erfindung besteht ein weiterer darin, dass Lagerbehälter für Flüssigkeiten
zusammen mit der Fangwanne als Anlageneinheit und Fangwannen zum Zwecke der Erneuerung vorhandener
Fangwannen als vorgefertigtes Teil ab Werk zum Aufstellort geliefert werden können, wogegen bei der herkömmlichen
Errichtungsart die Fangwanne stets erst am Ort bauwerksverbunden und individuell errichtet werden muss.
Erfindungsgemässe Fangwannen können in genormten Größen, passend für alle Lagerbehältertypen industriell hergestellt
und auf Abruflager genommen werden.
In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise dargestellt. Es zeigen die
720976A-5.4.73
Fig.1 einen Lagerbehälter für Flüssigkeiten
in vereinfachter Darstellung, ohne Einfüllöffnung, Armaturen uaw. mit Fangwanne
innerhalb eines ringsherumgezogenen Fangwannenmauerwerks als Stützelement, an dessen Stelle auch mobile Stützteile, wie
z.B. Böcke, flächige Metallteile usw., treten können, in einem Querschnitt,
Fig.2 einen gegenüber Fig.1 vergrösserten Ausschnitt
gemäß "A" in Fig.1,
Fig.3 einen gegenüber Fig.1 vergrösserten Ausschnitt
gemäß "B" in Fig.1,
Fig.4 einen gleichen Ausschnitt wie Fig.3, jedoch
bei Verwendung eines Auflagebockes für die Lagerbehälteraufstellung,
Fig.5 einen Lagerbehälter für Flüssigkeiten, ebenfalls vereinfacht dargestellt, mit
Fangwanne wie in Fig.1, jedoch in der Ecke eines Raumes unter Einbeziehung zweier Raumwände
als Stützteil für die flexible Fangwanne angeordnet, in schaubildlicher Ansicht und mit zum Teil aufgebrochenem Mauerwerk,
Fig.6 einen gegenüber Fig.5 vergröseerten Ausschnitt
gemäß "C" in der Fig.5.
Die Fig.1 und 5, in denen Lagerbehälter und Fangwanne wegen der besseren Verdeutlichung der Befestigungsdetails
der flexiblen Fangwanne nicht im wirklichen Grössenverhältnis zueinander dargestellt sind, lassen ohne weiteres
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weiteres die einfache, unkomplizierte Anwendung der Erfindung bei Neuanlagen und undicht oder baufällig gewordenen
Fangwannen bestehender Lagerbehälter sowie die leicht durchführbare überwachung der Fangwanne auf Dichtigkeit
erkennen.
Lagerbehälter 1 ist mit seinen Konsolen 2 oder Auflageböcken
2a in die Fangwanne 2 hineingestellt, Fangwanne ist mittels an ihrem Rand angeordneten oder ihrem Rand
zugeordneten Befestigungsmitteln 5 zv;ischen Stützteilen oder innerhalb einer vorhandenen, mit dem Bauwerk 7»8
fest verbundenen Fangwanne 6, gegebenenfalls auch an Raumwänden 7 verspannt« Die Befestigungsmittel 5 in Form
von Leisten, Versteifungen, Verstärkungen o.dgl. erstrecken sich zweckmässigerweise nicht völlig bis in die Fangwannenecken,
womit Rissbildungen durch gegebenenfalls zu straff gespannte Behälterecken vorgebeut werden kann und auch
ein Ausgleich etwaiger Unterlängen des Behälterrandes erfolgt.
Patentansprüche Schut zansprüche
720976<.-5.t.73
Claims (3)
- ••III ,
Schutzansprüche1« Lagerbehälter für Flüssigkeiten mit Fangwanne, dadurch gekennzeichnet, dass die unter dem Lagerbehälter (1) befindliche Fangwanne (3) aus einem flexiblen, flüssigkeitsdichten, säurebeständigen Material in der Art einer Folie, vorzugsweise relativ starken Folie, wie z.B. Kunststofffolie dieser Stärke und Säurebeständigkeit, besteht und als einstückiges oder mehrstückiges Teil hergestellt und so ausgebildet ist oder als mehrstückiges Teil bzw. nach dem Zuschnitt aus einem Stück des Ausgangsmaterials so durch flüssigkeitsdichte Nähte zusammengefügt ist, dass sie, wäre die Folie starr, die Form einer Wanne bzw. eines oben offenen Behälters aufweist. - 2. Lagerbehälter für Flüssigkeiten mit Fangwanne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bodenteil (3a) der Fangwanne (3) im Ganzen oder nur an den Auflagestellen der Lagerbehälterkonsolen (2) bzw. -auflageböcke (2a) mit einer Materialdickenverstärkung (4, 4a) aus dem Material der Fangwanne (3) oder einem anderen Material ausgerüstet ist.
- 3. Lagerbehälter für Flüssigkeiten mit Fangwanne nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Rand der Fangwanne (3) an dem den Lagerbehälter (1) umgebenden Mauerwerk (6/6,7) o.dgl. mittels am Mauerwerk o.dgl. befeptigbaren Leisten, leistenartigen Verstärkungen der Ränder o.dgl. (5) in Lage und Höhe, als wäre die Fangwanne (3) starr, lösbar gehaltert ist.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7209764U true DE7209764U (de) | 1973-04-05 |
Family
ID=1278571
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7209764U Expired DE7209764U (de) | Lagerbehälter für Flüssigkeiten mit flexibler Fangwanne |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7209764U (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE8803629U1 (de) * | 1988-03-17 | 1988-07-07 | H & S Anlagentechnik GmbH, 27232 Sulingen | Behälteranordnung zur Lagerung von chemischen Stoffen |
| DE3834654A1 (de) * | 1988-10-12 | 1990-04-19 | Friedhelm Bongards | Verfahren zum nachtraeglichen abdichten einer oelauffangwanne |
| DE4306820A1 (de) * | 1993-03-04 | 1994-09-08 | Hoffmann Indbau Gmbh | Auffangwanne mit Kunststoffauskleidung |
| DE29807285U1 (de) | 1998-04-22 | 1998-07-30 | Utek Umweltschutztechnologien GmbH, 06785 Oranienbaum | Flachbodentank mit Leckschutzauskleidung |
-
0
- DE DE7209764U patent/DE7209764U/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE8803629U1 (de) * | 1988-03-17 | 1988-07-07 | H & S Anlagentechnik GmbH, 27232 Sulingen | Behälteranordnung zur Lagerung von chemischen Stoffen |
| DE3834654A1 (de) * | 1988-10-12 | 1990-04-19 | Friedhelm Bongards | Verfahren zum nachtraeglichen abdichten einer oelauffangwanne |
| DE4306820A1 (de) * | 1993-03-04 | 1994-09-08 | Hoffmann Indbau Gmbh | Auffangwanne mit Kunststoffauskleidung |
| DE29807285U1 (de) | 1998-04-22 | 1998-07-30 | Utek Umweltschutztechnologien GmbH, 06785 Oranienbaum | Flachbodentank mit Leckschutzauskleidung |
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