DE7208871U - Standbeinarretierung für ein zusammenlegbares Grillgerät - Google Patents

Standbeinarretierung für ein zusammenlegbares Grillgerät

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    • A47J37/07Roasting devices for outdoor use; Barbecues
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Purses, Travelling Bags, Baskets, Or Suitcases (AREA)

Description

Firma Sini-Tuote Einto & Einto, Tikkurila/Finnland
Standbeinarretierung für ein zusammenlegbares Grillgerät.
Die Neuerung betrifft ein zusammenlegbares Grillgerät, insbesondere ein kohlenbefeuertes Koffergrillgerät, mit einem von dem Gerätegehäuse umschlossenen Kohlenbehälter, einem oder mehreren Grillrosten und schwenkbaren Standbeinen, die sowohl in Stand- als auch in Tragposition mittels Arretierungsklappen arretierbar sind.
Es ist ein Grillgerät bekannt (s. DBGM 6 807 788), das ohne Demontage wesentlicher Teile aus seiner Standin eine Transportlage und umgekehrt verwandelt werden kann, wobei es in dieser Transportlage im wesentlichen die Form eines Koffers besitzt. Dabei dienen die Standbeine, die als zwei Rohrrahmenbügel ausgebildet sind, in Transportlage als Traggriffe. Diese zugleich Standfüße und Traggriff bildenden Rohrrahmenbügel sind an zwei Führungsplatten schwenk- und in ihren Endlagen arretierbar angeordnet, wobei sie durch ein Paar jedem der beiden Standbeine zugeordneter Anschlagleisten in der Standlage und in der Transportlage bewegungsbegrenzt sind. Durch zwischen die Rohrenden einfallende Arretierungsmittel sollen die beiden Rohrrahmenbügel einen festen Stand erhalten. Bei einer Verbesserung dieser bekannten Anordnung ist vorgesehen (s. DBGM 6 910 405), daß die schwenkbaren Rohrrahmenbügel sowohl in der Stand- als auch in der Tragposition durch schwenkbar gelagerte Arretierungsklappen mit abgewinkelten Nasen arretiert werden. Eine weitere Verbesserung endlich ist an einem ebenfalls bekannten Gerät (s. DBGM 1J 035 248) zur Arretierung der beiden Rohrrahmenbügel in den beiden genannten Positionen durch Arretierungsklappen vorgesehen, die an den Seitenwänden des Grillgerätes angeordnet, mit rechtwinklig abgebogenen Schenkeln versehen und mit ihren rechtwinkliger. Lageraugen um 90° schwenkbar gelagert sind sowie in den beiden Stellungen die Rohrschenkel übergreifen,
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Der Nachteil dieser bekannten Grillgeräte ist u.a. darin zu sehen, daß mit den Rohrrahmenbügeln als Standbeinen keine sehr hohe Standfestigkeit bei unebenen Böden erzielt wird, da keine klar definierten Lagerpunkte vorhanden sind, sondern durch die Querstrebe des Bügels auf jeder Seite zusätzliche Auflagerpunkte bestehen, wodurch bei unebenen Böden, auf denen das Gerät im Garten oder beim Camping ja gerade häufig zum Einsatz kommt, oftmals eine äußerst unsichere und unbestimmte Lagerung eintritt. Durch die Bügelanordnung bzw. die dadurch erforderlichen Querstreben wird für die Beine außerdem relativ viel Material benötigt, was neben höheren Materialkosten eine gewichtsmäßige Beeinträchtigung des Gerätes zur Folge hat, das an sich möglichst leicht sein soll, um auch über größere Strecken transportiert werden zu können. Die Bügelrahmen bedeuten aber auch eine volumensmäßige Vergrößerung des Gerätes, weil sie in Tragposition sowohl an den Seiten als auch oben weit hervorstehen, und sie beeinträchtigen infolge ihrer seitlichen Lagerung in der Tragposition die Standfestigkeit des kofferartig zusammengelegten Gerätes.
Aufgabe der Neuerung ist es, ein Gerät der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, bei dem in Kombination eine besonders gute Standfestigkeit in der Arbeitslage und eine hohe Kompaktheit ohne wesentliche, aus dem "Koffer" hervorspringende Teile in Tragposition erzielt wird, wobei gleichzeitig in der zusammengeklappten Lage des Gerätes dieses in hohem Maße standfest sein soll.
Nach der Neuerung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Standbeine einzeln angeordnet sind und das Gerätegehäuse mit unter den Boden des Kohlenbehälters herabgezogenen Wangen versehen ist, die einen unteren Gehäuseraum zur Aufnahme der Standbeine in Tragposition und der Lager für die Standbeine bilden. So erhält man ein Gerät, das in Arbeitslage eine weitaus bessere Standfestig-
keit als die bekannten Geräte hat, weil es nur vier punktförmige Lagerstellen aufweist, und das besonders gut transportabel ist, weil in Tragposition die Standbeine im Inneren des "Koffers" verschwinden. Das bedeutet mit anderen Worten, daß die Standbeine infolge ihrer Verankerung in dem Gehäuseraum unter dem Kohlenbehälter nach außen hin unsichtbar liegen, wo sie durch die Arretierungsklappen fixiert sind.
Vorzugsweise sind die Standbeine jedes für sich schwenkbar gelagert, während sie vorteilhaft paarweise arretierbar sind. Somit benötigt man lediglich zwei Verschlüsse, deren Lösen die Beine bei angehobenem Koffer infolge der Schwerkraft leicht aus ihrem Lagerraum herausfallen und automatisch in die Arbeitsstellung gelangen läßt, in der sie durch die Arretierungsklappen unter Eindrücken in die richtige Standposition erneut fixiert werden.
Es ist ohne weiteres einzusehen, daß durch die vier einzelnen Standfüße gegenüber dem Bügelrahmen erhebliches Material eingespart wird, wie auch das Gewicht des gesamten Gerätes bedeutend geringer gehalten werden kann. Es ist aber auch die Herstellung solcher einzelnen Beine leichter, da sie praktisch nur von der Stange abgeschnitten zu werden brauchen und ihre Lagerung keine bedeutenden Schwierigkeiten bereitet. So können vorzugsweise die Standbeine paarweise auf Lagerzapfen oder -stangen angeordnet sein, die in den Standbeinen vorgesehene Querbohrungen durchgreifen. Man erzielt also eine äußerst einfache Lagermöglichkeit. Um zu vermeiden, daß sich die paarweise gelagerten Beine gegeneinander verschieben können, ist zweckmäßigerweise auf jeder Lagerstange zwischen den beiden Standbeinen eine Distanzhülse vorgesehen. Zum Zwecke der noch genaueren Lagebestimmung beim Eindrücken der Standbeine in ihre Arbeitslage nach dem Herabfallen unter Schwerkraftwirkung aus ihrer Ruhelage können vorteilhaft an den Wangen Seitenführungen für die Standbeine vorgesehen sein, die die Form einfacher Blechstücke besitzen.
Um die Kompaktheit und äußere Geschlossenheit des Gerätes in zusammengelegter Position nicht zu stören, sind vorteil-
haft die Arretierungsklappen in dem unteren G-ehäuseraum schwenkbar gelagert. Diese Arretierungsklappen können zweckmäßig mit zwei abgewinkelt zueinander angeordneten Arretierungsflächen für die Trag- bzw. Standposition versehen sein und bilden so konstruktiv und herstellungstechnisch äußerst einfache Elemente, die eine sichere Fixierung der Standbeine in der jeweiligen Position durch Verklemmen gewährleisten. Zur besonders leichten Betätigung sind die Arretierungsklappen mit einer die Wangen seitlich durchgreifenden Handhabe versehen, die die Bedienungsposition lediglich anzuheben braucht, um die Arretierung zu lösen. Dabei liegt diese Handhabe aber, um den geschlossenen und kompakten Aufbau des Gerätes nicht zu stören, in Arretierungsposition der Standbeine von außen eng an der betreffenden Wange an und ist nur geringfügig gegen diese abgewinkelt, um ein Hintergreifen mit mehreren Fingern zu ermöglichen.
Die Neuerung wird im folgenden anhand des in der schenatischen Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Gesamtansicht eines Koffergrillgerä'tes,
Fig. 2 einen Querschnitt entsprechend der Schnittfläche II/II der Fig. 1 in vergrößertem Maßstab,
Fig. 3 einen Detailschnitt entsprechend der Linie III/III der Fig. 2 und
Fig. *J eine Seitenansicht, ebenfalls in vergrößertem
Maßstab, in Richtung des Pfeiles IV der Fig.
Bei dem Koffergrillgerät der Fig. 1 sind unwesentliche Teile wie Handgriffe, die seitlich oder an der oberen Fläche angeordnet sein können, Grillspieße, Verschlüsse etc. nicht näher dargestellt. Man erkennt ein Gerätegehäuse Ij das einen Kohlenbehälter 12 bildet. Dieser Kohlenbehälter wird getragen von
vier Standbeinen 2, die mit Gummi fußen 21 zur Erzielung einer besseren Standfestigkeit versehen sind. In dem speziellen Fall des Ausftlhrungsbeispieles weist das Grillgerät einen Vertikalrost 7> Lagerarme 8 zur Aufnahme von Bratspießen und ein Fettauffangblech 9 auf, die jedoch mit der Neuerung als solcher speziell nichts zu tun haben, da der Neuerungsgedanke auch auf jedes andere zusammenklappbare Grillgerät, sei es nun mit einem Vertikal- oder einem Horizontalrost oder mit beiden in Kombination ausgebildet, anwendbar ist.
Das Gerätegehäuse 1 ist nach unten über den Kohlenbehälter 12 hinaus durch Wangen 1*1 verlängert, die einen unteren Gehäuseraum 15 bilden. In diesem unteren Gehäuseraum 15 befinden sich die Lager 4 der Standbeine 2. Diese Lager 4 bestehen aus Lagerstangen 41, auf denen die Standbeine 2 in einfacher Weise mittels in ihnen vorgesehener Querbohrungen 22 aufgehängt sind. Die Querbohrungen besitzen, relativ zur Achse der Standbeine 2, eine Winkelneigung, um in Standposition des Gerätes die für die erforderliche Standfestigkeit nötige Spreizung der vier Beine zu gewährleisten. Um zu verhindern, daß sich die Standbeine eines auf einer gemeinsamen Lagerstange 4l aufgehängten Beinpaares zueinander wesentlich verschieben können, ist zwischen den beiden Standbeinen eine Distanzhülse 42 auf der Lagerstange 4l vorgesehen. V/eiter wird durch in dem unteren Gehäuseraum 15 angeordnete, an den Seitenwangen 14 befestigte Seitenführungen 16 und 17 eine seitliche Begrenzung und Führung für die Standbeine vorgesehen, wobei diese Seitenführungen 16, 17 gleichzeitig die Lagerstangen 41 aufnehmen.
Ebenfalls in dem unteren Gehäuseraum 15 schwenkbar gelagert ist auf jeder Seite des Gerätes je eine Arretierungsklappe 3, die die Seitenwangen 14 durch eine öffnung 18 durchgreift und mit einem Teil in Arretierungsposition dicht an der Außenseite der Seitenwange 14 anliegt, während eine Handhabe 33 der Arretierungsklappe 3 leicht abgebogen ist, um
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ein Hintergreifen mit den Fingern zu ermöglichen. Die Lagerung der Arretierungaklappen 3 in dem unteren Gehäuseraum 15 erfolgt, wie auch die Lagerung der Standbeine 2, in den Seitenführungen 16, 17» und zwar ist jede Arretierungsklappe mit einer kreisförmigen Bördelung versehen, die seitlich in entsprechende Bohrungen in den Seitenführungen 16, eingreift. - Jede Arretierungsklappe 3 weist je eine Arretierungsfläche 31 für die Trag- und eine Arretierungsfläche 32 für die Standposition der Beine 2 auf. Durch eine Nase 35, die in Fig. 3 etwas übertrieben dargestellt ist, ist gewährleistet, daß die Arretierungsklappe 3 nur gegen einen gewissen Federdruck aus der Fixierungsposition gelöst werden kann, indem man die Handhabe 33 im Uhrzeigersinne von der Wange lh wegbewegt. Die Nase 35 hat also praktisch eine Schnappfunktion. Bei der in Fig. 3 gezeigten Position liegt die Fläche 32 somit fest gegen den oberen Teil des Standbeines 2 an und hält dieses in Standposition, während strichpunktiert in Fig. 2 und 3 ein Standbein in Transportlage dargestellt ist, das durch die Arretierungsfläche 31 in dieser Ruhelage gehalten wird. Man erkennt, daß in dieser Lage die Standbeine völlig im Inneren des Gerätes, d.h. in dem durch die Wangen lh gebildeten unteren Gehäuseraum 15 versenkt sind. Löst man die Beine aus dieser Ruhelage, ebenfalls durch Anheben der Arretierungsklappen 3 mittels der Handhabe 33 im Uhrzeigersinne, so fallen die Standbeine 2 durch die Schwerkraft aus dem Gehäuseraum 15 heraus in eine vertikale Position, wobei sie dann durch Eindrücken der Arretierungsklappen 3 in dem Uhrzeigersinn entgegengesetzer Richtung in der richtigen Position, die durch die Arretierungsflächen 32 und die Seitenführungen 16, 17 bestimmt wird und in die sie praktisch automatisch gelangen, in Zusammenwirken mit der Distanzhülse 42 fixiert werden.

Claims (10)

1. Zusammenlegbares Grillgerät, insbesondere kohlenbefeuertes Koffergrillgerät, mit einem von dem Gerätegehäuse umschlossenen Kohlenbehälter, einem oder mehreren Grillrosten und schwenkbaren Standbeinen, die sowohl in Standais auch in Tragposition mittels Arretierungsklappen arretierbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Standbeine (2) einzeln angeordnet sind und das Gerätegehäuse (1) mit unter den Boden (13) des Kohlenbehälters (12) herabgezogenen Wangen (14) versehen ist, die einen unteren Gehäuseraum (15) zur Aufnahme der Standbeine in Tragposition und der Lager (4) für die Standbeine bilden.
2. Grillgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Standbeine (2) jedes für sich schwenkbar gelagert sind.
3. Grillgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Standbeine (2) paarweise auf Lagerzapfen oder -stangen (1Il) angeordnet sind, die in den Standbeinen vorgesehene Querbohrungen (22) durchgreifen.
4. Grillgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß auf jeder Lagerstange (4l) zwischen den beiden Standbeinen (2) eine Distanzhülse (42) vorgesehen ist.
5. Grillgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß an den Wangen (14) Seitenführungen (16, 17) für die Standbeine (2) in Standposition vorgesehen sind, und zusammen mit den Arretierungsklappen (3) bei deren Einrasten diese Position festlegen.
72 0 8 fr?8! 31.5.72
6. ririllijeri.it nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Standbeine (2) paarweise arretierbar sind.
7· Grillgerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Arretierungsklappen (3) in dein unteren Gehäuseraum (15) schwenkbar gelagert sind.
8. Grillgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Arretierungsklappen (3) mit zwei abgewinkelt zueinander angeordneten Arretierungsflächen C31 bzw. 32) für die Trag- bzw. die Standposition versehen sind.
9. Grillgerät nach einem der Ansprüche I3 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Arretierungsklappen (3) mit einer die Wangen (I1O durchgreifenden Handhabe (33) versehen sind.
10.Grillgerät nach Anspruch 9> dadurch gekennzeichnet, daß die Handhabe (33) in Arretierungsposition der Standbeine (2) von außen eng an der betreffenden Wange (I1I) anliegt und geringfügig gegen diese abgewinkelt ist.
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