DE720786C - Rundfunktechnische Messeinrichtung - Google Patents
Rundfunktechnische MesseinrichtungInfo
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- G01R27/00—Arrangements for measuring resistance, reactance, impedance, or electric characteristics derived therefrom
- G01R27/02—Measuring real or complex resistance, reactance, impedance, or other two-pole characteristics derived therefrom, e.g. time constant
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Description
- Rundfunktechnische Meßeinrichtung Aus der Feststellug, daß ein der Vielseitigkeit der in der praktischen Funktechnik häufigsten Meßmethoden im Hoch- und Niederfrequenz- und Gleichstromgebiet gewachsenes, einfaches und dabei zuverlässiges Universalmeßgerät bisher nicht bekanntgeworden ist, ergab sich die Aufgabe, nach einer neuen Meßschaltung zu suchen, da eine bloße Zusammenfassung der bekannten Einzelmeßschaltungen in Aufwand und Wirkung nicht zum Ziel geführt hätte.
- . Ausgangspunkt der Überlegungen waren die Hochfrequenzmessungen und unter diesen die Schwingkreismessungen als die im gesteckten Rahmen schwierigsten Messungen, und es wurde eine Schaltung angestrebt, die mit einer einzigen Röhre beliebige Schwingkreise in Schwingung zu versetzen und ihre Resonanzfrequenz und Güte festzustellen erlaubt, die aber zugleich zwanglos zur Erfüllung der übrigen Aufgaben umgewandelt werden kann. Die Lösung fand sich überraschenderweise bei einer neuen Form der alten Huth-Kühn-Senderschaltung.
- Die Zeichnung enthält den Grundstock der neuen Meßschaltung. Diese enthält einen gitterseitig an die Röhre q. über das Kopplungsglied 5 und 6 angekoppelten Schwingungskreis i und 2 sowie im Anodenkreis den Schwingkreis 3 und 12. Die unter der Klemme Io liegende Pfeilleitung ist von der Klemme getrennt zu denken; Spule i und Kondensator 2 sind angeschaltet. Infolge der in der Röhre enthaltenen Gitter-Anoden-Kapazität wird diese Anordnung bei gleicher Abstimmung der beiden Schwingungskreise ungedämpft schwingen, und zwar wird der durch das Meßinstrument 7 angezeigte Anodengleichstrom der Röhre infolge der Audionwirkung der Gitterkombination 5 und 6 im schwingenden Zustand um so weiter absinken, je stärker die Schwingungen sind. Dadurch läßt sich der Resonanzschwingungshöchstwert genau einstellen, und aus seiner Höhe bzw. dem Ausschlag des Instrumentes 7 kann auf die Güte der beteiligten Schwingkreise bzw. der in ihnen enthaltenen Spulen und Kondensatoren geschlossen werden. Wird der veränderlich abstimmbare Schwingkreis 3 und i z geeicht, so ist ersichtlich, daß damit die Resonanzfrequenz jedes beliebigen, an die Klemmen i o und i i angeschlossenen Schwingungskreises bestimmt werden kann. Daraus ergibt sich bei bekannter Abstimmkapazität des zu prüfenden Schwingungskreises seine Selbstinduktion, und umgekehrt. Die Schaltung eignet sich zugleich zur reihenweisen Messung. Abgleichung und Güteprüfung von Spulen und Kondensatoren, welche lediglich nacheinander an die Stelle der Spule i bzw. des Kondensators 2 geklemmt werden müssen. Selbstverständlich ist das gleiche Prinzip anwendbar, wenn der geeichte Schwingkreis gitterseitig und der zu prüfende Schwingkreis anodenseitig liegt; jedoch wäre diese Anordnung weniger zweckmäßig als die gezeichnete.
- Zu vermeiden sind im Resonanzfall allzu starke Schwingungen, weil dann der Anodenstrom und die Anodenstromänderungen kleine, am Anzeigeinstrument schwer verfolgbare Werte erreichen können. Es wird daher vorgeschlagen, in diesem Fall den nicht mit Meßobjekten behafteten Schwingkreis künstlich zu dämpfen oder die Gitter-Anoden-Kapazität der Röhre teilweise zu neutralisieren. Umgekehrt ist bei Röhren mit zu kleiner Gitter-Anoden-Kapazität diese künstlich zu erhöhen.
- Soll nun mit den vorhandenen Schaltelementen ein Wellenmesser oder Meßsender gebildet werden, so erfolgt der Übergang zu einer normalen einkreisigen Rückkopplungsschwingschaltung einfach dadurch, daß der gitterseitige Schwingkreis der Meßschaltung abgeschaltet und die Klemme Io mit der Barunterliegenden Pfeilleitung verbunden wird, so daß das Gitter der Röhre nunmehr aus der Rückkopplungswicklung der Spule 12 gespeist wird. Ein mit Meßfrequenz zu speisender Empfänger kann nun beispielsweise unter Zwischenschaltung des Spannungsteilers 8 und g und der künstlichen Antenne 13 auf bekannte Weise angeschlossen werden, und man wird im Bedarfsfalle den Oszillator auf eine der bekannten Arten modulieren. Das Instrument 7 kann nach wie vor zur Kontrolle der Schwingamplitude verwendet werden.
- Soll die Schaltung als Röhrenvoltmeter verwendet werden, so ist lediglich Klemme Io freizulegen und der Schwingkreis 3 und i:? durch Abschaltung oder Kurzschluß stillzulegen. Im gezeichneten Schaltbeispiel liegt dann ein Audionröhrenvoltmeter vor; jedoch kann im Bedarfsfall durch Anlegen des Gitterableitwiderstandes 6 an eine geeignete Gittervorspannung ohne weiteres auch ein Röhrenvoltmeter nach dem Richtverstärkerprinzip oder eine reine Verstärkerschaltung gebildet werden. Wird in den Anodenstromkreis der Röhre q, ein Kopfhörer geschaltet, so entsteht eine dämpfungsarme Abhörschaltung für modulierte Hochfrequenzschwingung oder für Tonfrequenzschwingungen, wie sie bei der stufenweisen Durchprüfung von Empfängern verwendet werden kann.
- Werden das Anzeigeinstrument 7 und die Röhre 4 durch Umschaltmaßnahmen der bisherigen Verwendung entzogen, so kann unter Verwendung der. gleichrichtenden Wirkung der Strecke Kathode-Anode der Röhre q. ein Diodenvoltmeter zur Ergänzung des schon besprochenen gittergesteuerten Röhrenvoltmeters nach Hinzunahme der wenigen noch fehlenden Schaltelemente gebildet werden. Die schaltungstechnische Durchführung dieser Vorschläge dürfte jedoch dem Fachmann auch ohne nähere Erläuterungen geläufig sein. Das gleiche gilt für die Verwendung des Instrumentes 7 zu normalen Gleichspannungs- und Gleichstrommessungen nach Hinzuschaltung der nötigen Vor- und Nebenwiderstände sowie für die Messung von Widerständen nach Hinzunahme geeigneter Hilfsspannungsquellen, die im Stromversorgungsteil der beschriebenen Meßschaltung ohnehin gegeben sein werden.
- Es sind somit mit einer im Aufwand sowie in der Handhabung überraschend einfachen Anordnung die häufigsten in der praktischen Funktechnik vorkommenden Meßaufgaben erfaßt worden. Wesentlich dabei ist, daß die verschiedenen Abwandlungen der Schaltung keine gewaltsamen, die Zuverlässigkeit beeinträchtigenden Umschaltmaßnahmen erfordern.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Rundfunktechnische Meßeinrichtung für verschiedene Verwendungszwecke, dadurch gekennzeichnet, daß zur wahlweisen Messung der Resonanzfrequenz von Schwingungskreisen und damit zur Bestimmung oder zum Abgleich der in denselben enthaltenen Kapazitäten und Induktivitäten unter gleichzeitiger Prüfung der Kreisgüte eine Huth-Kühn-Oszillatorschaltung mit Audionwirkung vorgesehen ist, in deren oder statt deren einen Schwingkreis das Meßobjekt einschaltbar ist und deren zweiter veränderbarer und geeichter Schwingkreis in Verbindung mit einem den Anodengleichstrom anzeigenden Meßinstrument zur Frequenzmessung bzw. zur Feststellung des Resonanzschwingungshöchstwertes dient, und daß diese Anordnung zur wahlweisen einkreisigen Erzeugung von modulierten oder unmodulierten Meßfrequenzen sowie zum Abhören von Tonfrequenzen oder modulierten Hochfrequenzen und schließlich zur Vornahme von Strom-, Spannungs- und Widerstandsmessungen im Gleich- und Wechselstromgebiet durch die zusätzliche Außerbetriebsetzung eines oder beider Schwingungskreise und die Ab- und Zuschaltung einzelner, gegebenenfalls zusätzlicher Schaltelemente bzw. Hilfsspannungsquellen bewirkende Umschaltvorrichtungen brauchbar gemacht ist. z. Meßeinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufrechterhaltung einer hohen Meßempfindlichkeit bei zu kleiner Schwingamplitude die Gitteranodenkapazität der Röhre künstlich vergrößert, bei zu großer Schwingamplitude durch teilweise Neutralisation künstlich verringert wird oder daß in letzterem Fall der nicht mit Meßobjekten behaftete Schwingkreis künstlich gedämpft wird. 3. Abänderung der Meßeinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung eines Meßsenders oder Wellenmessers einer der beiden Schwingungskreise mit einer Rückkopplungswicklung ausgerüstet ist, die bei gleichzeitiger Abschaltung des anderen Schwingungskreises derart anzuschließen ist, daß eine normale einkreisige Rückkopplungsschaltung entsteht. q.. Abänderung der Meßeinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung eines Röhrenvoltmeters die beiden Schwingungskreise außer Betrieb gesetzt sind und daß Betriebsspannungen und Schaltelemente in für den Verwendungszweck üblicher Zusammenstellung angeschlossen sind. 5. Abänderung der Meßeinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zum Abhören von an den Gitterkreis angelegten modulierten Hochfrequenzschwingungen oder Tonfrequenzschwingungen die beiden Schwingungskreise abgeschaltet sind und in den Anodenkreis ein Kopfhörer eingeschaltet ist und daß der Gitterableitwiderstand wahlweise an eine für Gleichrichter- oder reine Verstärkerzwecke geeignete Vorspannung angelegt ist. 6. Abänderung der Meßeinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß nach Abschaltung der beiden Schwingungskreise und der Anodengleichspannung das Meßinstrument unter Verwendung der Anoden-Kathoden-Strecke der Röhre als Diodenvoltmeter und ohne die Gleichrichterstrecke als Gleichstrom- und -Spannungsmesser sowie nach Zuschaltung einer entsprechenden Hilfsspannungsquelle als Widerstandsmesser verwendbar ist.
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| DE720786C true DE720786C (de) | 1942-05-15 |
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1936
- 1936-10-03 DE DEW99597D patent/DE720786C/de not_active Expired
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