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Waschmittel Seifen und seifenhaltige Waschmittel werden bekanntlich
vielfach unter Zusatz von Füllstoffen, wie Wasserglas, Stärke, Casein, Zucker usw.,
hergestellt. Man hat für diesen Zweck auch schon Celluloseäther, und zwar vorzugsweise
wasserlösliche Alkyläther der Cellulose verwendet.
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Es wurde nun gefunden, daß man sehr wertvolle Waschmittel erhält,
die eine vorzügliche Wasch- und Schaumwirkung besitzen, wenn man als Zusatzstoffe
die nach dem Patent 712 666 aus mit Alkalihydroxyd vorbehandeltem Holz durch Einwirkung
von Monohalogenessigsäuren oder deren Salzen hergestellten höhermolekularen Holzäthercarbonsäuren
oder deren Alkalisalze verwendet. Man erzielt bei Verwendung der Holzäthercarbonsäuren
nicht nur eine Streckung der Seife, sondern erhält seifenhaltige Waschmittel, die
hinsichtlich ihrer Waschwirkung und zuweilen auch hinsichtlich ihres Schaumvermögens
den reinen Seifen in manchen Fällen sogar überlegen sind.
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Die Holzäthercarbonsäuren -bzw. ihre Salze lassen sich leicht in feste
Seifen wie auch in Schmierseifen einarbeiten, ohne daß sie bei geeignetem Mischungsverhältnis
die handelsübliche Konsistenz der Seifen verändern. Da, sie imstande sind, sehr
erhebliche Mengen Wasser zu binden, sind zur Erreichung der gewünschten Streckung
der Seife nur verhältnismäßig geringe Mengen Holzäthercarbonsäure oder Salze dieser
erforderlich. So kann man beispielsweise den Fettsäuregehalt einer Schmierseife
mit 38% Fettsäure durch Zugabe von z o, 7 0 `o einer nur .4 0,'o igen Lösung einer
Holzäthercarbonsäure auf etwa 340"o Fettsäuregehalt senken.
Die
neuen Waschmittel können auUier den Holzäthercarbonsäuren natürlich auch iioc 1i
die sonstigen in der Seifenindustrie gebräuchlichen anorganischen oder organischen
Füllmittel, wie Wasserglas, Stärke, Zucker, Casein. Lysalbinsäure, Cellulosealkvlätlier
usw., enthalten.
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Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung. Die Teile sind Gewichtsteile.
Beispiel 1 Aus 325 Teilen Sojaölfettsäure, 134 Teilen Kalilauge von ¢8' Be, 2o Teilen
Pottasche, .1,3 Teilen eines nach Patent; 12 666 durch Umsetzung von mit Natronlauge
vorbehandelten Fichtenholzspänen mit Monochloressigsäure hergestellten, von Salz
befreiten Produktes und 516,7 Teilen Wasser wird eine Seife hergestellt. Man erhält
eine gelbe, klare, transparente Schmierseife, die eine normale Konsistenz hat, obwohl
sie nur 32,5!?."() Fettsäure enthält. Gegenüber einer auf die gleiche Weise, doch
ohne Verwendung der Holzäthercarbonsäure hergestellten, 380'o Fettsäure enthaltenden
Schmierseife zeigt sie beim Waschen von Wolle bei .15' einen etwa 180 0 höheren
Wascheffekt. Auch hinsichtlich der Schaumwirkung übertrifft sie die Vergleichsseife.
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Beispiel e Man stellt aus 325 Teilen Sojaölfettsäure, 13.1 Teilen
Kalilauge von r18- Be, 2oTeilen Pottasche, 4,3 Teilen eines nach Patent 712 666
Beispiel i gewonnenen, i 6,7 0;ö Natrium.chlorid enthaltenden Produktes und 516,7
Teilen Wasser eine Schmierseife her. Diese zeigt normale Konsistenz: sie ist gelb,
transparent und klar. Vergleicht man sie hinsichtlich der @@'ascli- und Schaumwirkung
mit einer auf die gleiche Weise, aber ohne Mitver-«endung der 1-lolzäthercarbonsäure
herge--ellten, 380!o Fettsäure enthaltenden Schmierscife-, so erhält man folgende
Ergebnisse: 1 %ic «'asch@;@irl>ung beim Waschen von Baum-#%-olle bei i oo@ ist um
i a %, beim Waschen von Wolle bei .15' "um i9% gegenüber der Wirkung der Vergleichsseife
erhöht; die Schaumwirkung in hartem Wasser ist ebenfalls verbessert. Beispiel 3
25 Teile Talgfettsäure, 25 Teile einer durch Oxydation von Hartparaffin mit Luft
erhaltenen Fettsäure, 2.1 Teile 3 5 0,'oiger Natronlauge, 9,5 Teile Wasserglas,
0,5 Teile eines nach Patent 712 666 Beispiel 3 hergestellten salzfreien Produktes
und 16 Teile Wasser «-erden zu einer Leimseife verarbeitet. Man erhält eine hellgelbe,
harte Seife von gutem Griff. Gegenüber einer auf die gleiche Weise, doch ohne Mitverwendung
der Holzätherca.rbonsäure hergestellten Seife zeigt sie folgende Vorteile: Die Schaumwirkung
in destilliertem Wasser ist um 90"o, in hartem Wasser um etwa 270'o vergrößert;
die Waschwirkung beim Waschen von Baumwolle bei ioo ist um etwa ioo,'o, beim Waschen
von Wolle bei 45# ebenfalls um etwa i o 0 o erhöht.