-
Drehschalter mit geringem Ölinhalt Es sind Drehschalter mit geringem
Ölinhalt und zwei .in Reihe liegenden, etwa um igo° gegeneinander versetzten Unterbrechungsstellen
bekannt, bei denen sich @die beweglichen Kontakte auf einer Isolierwelle befinden,
die einer Drehbewegung um ihre senkrechte Achse unterworfen ist. Die Erfindung bezieht,sich
auf einen Schalter dieser Art.
-
Bekanntlich ist eine solche Schaltart insbesondere in der Weise.ausgeführt
worden, daß die festen und beweglichen Kontakte in zwei verschiedenen, durch einen
Kanal verbundenen Kammern oder in einer einzigen Kammer eingeschlossen sind, die
.in der Nähe des auszublasenden Lichtbogens mit Öffnungen versehen ist.
-
Die der Erfindung zugrunde liegende Auf-
gabe bestand nun darin,
bei einem Schalter der erwähnten Art einerseits für einen durch den an der ersten
Unterbrechungsstelle auftretenden Lichtbogen verursachten, gegen die zweite Unterbrechungsstelle
gerichteten Ö,,1-strahl zu sorgen und andererseits die an der ersten Unterbrechungsstelle
erzeugten Gase von der zweiten Unterbrechungsstelle möglichst fernzuhalten . Erfindungsgemäß
wird dies dadurch erreicht, daß eine der Unterbrechungsstellen im Innern einer in
,denn den beweglichen Mechanismus und die festen Kontakte enthaltenden Ölbehälter
befindlichen Kammer angeordnet ist, während sich die andere oberhalb der oberen
Wand dieser Kammer befindet, und daß diese Wand unterhalb des Weges des oberen beweglichen
Kontaktes eine Öffnung besitzt, durch die hindurch der bei der Ausschaltung zwischen
den unteren Kontakten entstehende Lichtbogen einen gegen den oberen Lichtbogen gerichteten
Ölstrahl treibt und außerdem ungefähr senkrecht über der unteren Unterbrechungsstelle
mit weiteren Öffnungen versehen ist, -die eine Entfernung der an der unteren Unterbrechungsstelle
entstehenden Gase auf anderem Wege als durch ,die Hauptöffnung ermöglichen.
-
Ein besonderer Vorteil des Schalters gemäß der Erfindung besteht auch
darin, daß der Ölstrahl und die Gase einer von unten nach oben verlaufenden, also
gewissermaßen natürlichen Stromrichtung fangen können.
-
Die Zeichnung zeigt in schematischer Darstellung beispielsweise Ausführungsformen
von
Schaltern gemäß der Erfindung, und zwar sind Fi.g. i ein senkrechter Schnitt durch
einen Pol eines gemäß der Erfindung ausgebildeten Schalters, Fig. 2 und 3 Schnitte
senkrecht zur Drehachse durch den gleichen Pol nach den Linien A-B und C-D in Fig.
i und Fig. q. bis 6 Schnitte durch andere Ausführungsformen der Erfindung.
-
In allen Figuren bezeichnen die gleichen Bezugszeichen gleiche Teile.
-
Jeder Pol des Schalters ruht auf einer Grundplatte PI, die
auf eim.em Tragisolator IS liegt. Ein widerstandsfähiges Isolierrohr TI,
das durch einen äußeren Isolator IF_ geschützt ist, enthält die Teile des Schalters,
rler bis zu dem Spiegel NI mit Öl gefüllt ist. Die festen Kontakttulpen
-T UI und T US sind auf Isolierplatten DI und DS angeordnet,
deren Abstand durch abstandhalte.nd@e Isolierrohre TEI, TE II und TES gesichert
ist. Die obere Platte PS, die auf dem widerstandsfähigen Isolierrohr TI ruht,
vervollständigt den Aufbau. Oberhalb des Schalters befindet sich ein Dom D0 zur
Trennung von Öl und Gas. Die Tulpen TUI und TUS sind mit den Platten PI und
PS elektrisch verbunden, mit denen die Klemmen BI und BS in Verbindung
stehen. Die hohle Isolierwelle AI trägt bewegliche Kontakte C IIl
und C117S, die auf den Armen BRI und BRS befestigt sind. Diese sind untereinander
durch das im Innern der Isolierwelle AI angeordnete Metallrohr Tlll verbunden.
Die WelfeAI dreht sich um Zapfen TOI und TOS in den Zapfenlagern CI
und CS. Der Zapfen TOI geht durch die Stopfbuchse PEhindurchund dient als
Antriebswelle. In den Fig. 2 und 6 ist der bewegliche KOntaktCIIIS in der Einschaltstellung
in vollen Linien und bei CJIS' in der Ausschaltstellung .gestrichelt dargestellt.
Die Platten DZ und DS besitzen eine mittlere Öffnung zum Hindurchtreten der Welle
AI. Die obere Platte DS ist außerdem unterhalb des Weges des oberen beweglichen
Kontaktes CIIS mit einer Öffnung OL' versehen. Sie kann im übrigen je nach Wunsch
Öffnungen TR aufweisen, die ungefähr senkrecht über der Tulpe des unteren festen
Kontaktes TUI angeordnet sind.
-
Die Platten DI und DS und das Abstandsrohr TEilI, das den Abstand
der Platten DZ und DS aufrechterhält, bilden eine Einspritzkammer CH, die
die Tulpe des unteren festen Kontaktes T UI und den unteren beweglichen Tontakt
C7171 enthält.
-
Zwischen der Platte DI und #der Grundplatte PI ist ein toter
mit Öl gefüllter kaum vorhanden, der nur Isolationszwecken dient. Dieser Raum steht
einerseits mit #dem Innern der hohlen Isolierwelle AL durch ein Loch
01
in dieser Welle und andererseits mit dem Raum in Verbindung, der zwischen
dem äußeren Isolator IE und dein widerstandsfähigen Isolierrohr TI vorhanden
ist. Diese Verbindung wird hergestellt durch Löcher 0I' in dem Rohr TI und
in dem abstandhaltenden Isolierrohr TEL Den Öffnungen 0I und 01'
entsprechende
Öffnungen OS und OS' befinden sich im oberen Teil der isolierenden Hohhvelle
AI bzw. des widerstandsfähigen Isolierrohres TI sowie in dem abstandhaltenden
Isolierrohr TES.
-
Der oberhalb der oberen Platte DS befindliche Raum ist mit der Atmosphäre
verbunden. Die obere feste Kontakttulpe TL'S und der obere bewegliche Kontakt C111S
sind in diesem Raum angeordnet und bis zu dem Spiegel NI mit Öl beleckt.
-
Wahlweise verwendete isolierende 'Messer CI sind senkrecht und radial
angeordnet. Sie «erden oberhalb des beweglichen Kontaktes CUS, und zwar oberhalb
der Öffnung 0U der oberen PlatteDS durch das obere abstandhaltende Rohr TES und
ein mittleres Isolierrohr TIC festgehalten.
-
Die Fig. 4. und 5 zeigen in einem senkrechten Teilschnitt und einem
Schnitt senkrecht zur Drehachse eine andere Ausführungsform des Schalters, der isolierende
Messer Cl mit Öffnungen besitzt, in denen sich der obere bewegliche Kontakt CJIS
bewegt.
-
Fig.6 zeigt schließlich in einem Schnitt senkrecht zur Drehachse eine
den Fig. i, 2 und 3 ähnliche Ausführung, bei der mehrere isolierende Messer durch
metallische Messer CH ersetzt sind, die untereinander durch 'Widerstände R in Verbindung
stehen. Das der oberen Tulpe T US am nächsten liegende metallische Messer
ist ebenfalls durch einen derartigen Widerstand mit der Tulpe verbunden.
-
Gegebenenfalls kann man auch nur ein einziges metallisches Messer
vorsehen.
-
Der Schalter gemäß Fig. i bis 3 arbeitet folgendermaßen Bei der Öffnung
des Schalters dreht der nicht dargestellte Ausschaltmechanismus die Isolierwelle
AI im Pfeilsinne. Diese Welle nimmt die Arme BRI und BRS mit, auf denen die
beweglichen Kontakte CMI und CHS befestigt sind. Wenn diese die festen Kontakttulpen
T UI und T US verlassen, so entstehen zwei Lichtbögen. Infolge der
Ölverdampfung, die durch den Lichtbogen zwischen dem unteren festen und dein unteren
beweglichen Kontakt T UI und C1177 hervorgerufen wird, wird ein Teil des in der
Einspritzkammer CH
enthaltenen Öles durch die Öffnung 0U der Platte DS hindurch
aus dieser Kammer herausgeworfen.
Dieses Öl trifft auf den Lichtbogen
zwischen dem oberen festen und dem oberen beweglichen Kontrakt T U S und
CJVIS und erleichtert .die Löschung der beiden Lichtbögen beim nächsten Durchgang
des Stromes durch den Wert Null.
-
Die isolierenden Messer CI, deren Verwendung ,beliebig ist, «begünstigen
die Löschung des Lichtbogens, indem sie den oberen Lichtbogen verlängern und kühlen.
Die ebenfalls wahlweise zur Anwendung kommenden Öffnungen TR ermöglichen eine Entfernung
der an der unteren Unterbrechungsstelle entstehenden Gase und vermeiden, daß diese
durch die Öffnung 0U hindurchströmen und dadurch die Unterbrechung schwieriger gestalten.
-
Die Arbeitsweise der in den Fig. q. und 5 dargestellten Vorrichtung
entspricht denjenigen der oben beschriebenen Vorrichtung nach den Fig. i bis 3.
-
Bei oder Ausführungsform nach Fig. 6 wird der obere Lichtbogen durch
die :metallischen Messer C117 in mehrere Teilstücke aufgeteilt. Diese Lichtbogenteilstücke,
die durch die Widerstände R nebengeschlossen sind, kommen beim Durchgang .des Stromes
durch den Nullwert leicht zum Erlöschen, so daß sich diese Widerstände in den verbleibenden
Lichtbogen einschalten, dessen Löschung auf diese Weise erleichtert wird. Der Strom
des verbleibenden Lichtbogens wird nämlich verringert und der Wert von cos p verbessert.
-
Es ist selbstverständlich möglich, die Erfindung in weiteren Ausführungsformen
zu verwirklichen, die sich in ähnlicher Weise zusammensetzen wie die oben beschriebenen.
-
So kann beispielsweise die Richtung der Schalterachse gegenüber der
Senkrechten eine Abänderung erfahren. Fernerhin bann die Neigung der isolierenden
oder metallischen Messer von der dargestellten verschieden .sein. Schließlich können
die Formen und die Abmessungen der plattenförmigen Zwi,schenwände, d er .in der
oberen Zwischenwand vorgesehenen Öffnung (die aufgeteilt wenden kann), der Tulpen,
,der Isolierwelle, der beweglichen Kontakte usw. sowie ihre gegenseitige Zuordnung
verändert werden, wenn nur die Kombination dieser verschiedenen Elemente in (der
vorstehend beschriebenen Weist, arbeitet.