DE72052C - Apparat zum Reinigen und Klären von Abwässern - Google Patents

Apparat zum Reinigen und Klären von Abwässern

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DE72052C
DE72052C DENDAT72052D DE72052DA DE72052C DE 72052 C DE72052 C DE 72052C DE NDAT72052 D DENDAT72052 D DE NDAT72052D DE 72052D A DE72052D A DE 72052DA DE 72052 C DE72052 C DE 72052C
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waste water
purifying
water
downpipe
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DENDAT72052D
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Firma DURAND ET CJ5 in Paris, 95 Bd. Beaumarchais
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/52Treatment of water, waste water, or sewage by flocculation or precipitation of suspended impurities
    • C02F1/5281Installations for water purification using chemical agents

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 85: Wasserleitung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. März 1892 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Apparat zum Reinigen und Klären von Abwässern, bei welchem das zu reinigende Wasser und die Reinigungsflüssigkeiten (Kalkmilch und Sodalösung bezw. Lösung eines anderen Reagenses) behufs Vermischung in geeigneten Ver-, hältnissen in die jeweilig oben stehende Kammer eines zweikammerigen Kippgefäfses gleichzeitig eingeleitet und durch selbsttätiges Umkippen desselben absatzweise in eine in die Setz- und Klärgefäfse mündende Leitung ausgegossen werden.
Die Vorrichtung ist in den Fig. 1 und 2 in zwei unter rechtem Winkel zu einander genommenen lothrechten Schnitten durch die Mitte veranschaulicht in Verbindung mit einem Setz- und Klärgefäfs A, in welches das Flüssigkeitsgemisch durch ein Fallrohr am Boden eingeleitet wird, und welches durch den Einbau von schrägen Wänden B zu einem vielfach gebrochenen, nach oben an Querschnittsweite zunehmenden Kanal ausgebildet und mit einem zum Schlammsammeln kegelförmig vertieften Boden C (mit Abzugshahn C1) versehen ist, während das Wasser oben durch eine seitliche Oeffnung G in Filter E und aus diesem in ein Sammelgefäfs E1 tritt.
Oberhalb der Ueberlaufskante des Gefäfses A ist in dessen Mittelebene um eine Achse L drehbar ein zweikammeriges Kippgefäfs K und unterhalb desselben ein trichter- oder schüsseiförmiges Auffanggefäfs H angeordnet, von dessen bis etwas unterhalb der Ueberlaufkante des Gefäfses A reichender Mitte ein verhältnifsmäfsig enges Fallrohr J bis nahe an den Boden von. A herabgeht.
Die Zuführung der Flüssigkeiten — zu reinigendes Wasser, Kalkmilch und Sodalösung — erfolgt gleichzeitig, und zwar im dargestellten Beispiel in der Art, dafs das Abwasser durch eine Leitung W, welche durch einen im Sammelgefäfs E1 angeordneten Schwimmer g geregelt wird, zunächst in eine Hohlkugel W1 gelangt und sich hier auf drei Röhren vertheilt: ein nach dem Kippgefäfs führendes Fallrohry, ein nach dem zur Bereitung der Sodalösung dienenden Gefäfs O führendes Rohr \l und ein in den Kalkmilchbereiter S führendes Rohr %. Die Röhren y \ und ^1 sind mit Regulirhähnen versehen. Die Sodalösung gelangt aus O nach H durch ein Fallrohr Q, dessen Ausflufs durch einen mit einem Sammelgefäfs E1 angeordneten Schwimmer g' gesperrt werden kann, in das Kippgefäfs und eben dahin tritt die Kalkmilch aus S durch ein Ueberlaufrohr U. Sobald nun die jeweilig oben stehende Kammer des Kippgefäfses genügend schwer geworden ist, kippt dasselbe um, indem es seinen Inhalt in das Auffanggefäfs H ausgiefst und gleichzeitig seine leere Kammer unter die 'Röhren'y % und ^1 einstellt; sobald diese Kammer wieder gefüllt ist, wiederholt sich das Spiel. In dieser Weise werden die drei Flüssigkeiten beständig in bestimmten Verhältnissen mit einander vermischt und das Gemisch absatzweise in gleichmäfsiger Menge in das Gefäfs H befördert, wodurch aus diesem eine - gleiche Menge in das Fallrohr J, aus diesem
in das Setz- und Klärgefäfs, aus diesem in die Filter und durch diese in das Sammelgefäfs gefördert wird. Sobald letzteres genügend gefüllt ist, stellen die Schwimmer G und g1 die Zuflüsse ab. Während des Verweilens im Kippgefäfs und darauf während der langsamen Beförderung durch das enge Fallrohr J vollziehen sich die Bildung unlöslicher Kalksalze und andere chemische Reinigungsvorgänge schon in der Hauptsache. Das Absetzen der ausgeschiedenen Stoffe findet dann unter Niederreifsen grofser Mengen mechanischer Verunreinigungen vom Austritt des Wassers aus dem Fallrohr an statt.
Dadurch, dafs man die Bewegung der Achse L des Kippgefäfses wie mittelst Hebels M auf einen Tourenzähler N überträgt, kann man in jedem Augenblick die bis dahin zu- und abgeflossene Flüssigkeitsmenge bezw. den Verbrauch an Kalkmilch und Sodalösung feststellen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Apparat zum Reinigen und Klären von Abwässern, bei welchem die Mischung des zu reinigenden Wassers mit den zur Reinigung dienenden Flüssigkeiten mittelst eines zweikammerigen Kippgefäfses (K) bewirkt wird, welchem das zu reinigende Wasser und die Reinigungsflüssigkeiten in geeigneten Verhältnissen gleichzeitig zugeführt werden, und welches dieselben in ein darunter befindliches trichterförmiges Gefäfs (H) mit Fallrohr (J) absatzweise ausgiefst, aus dem sie den Absatzbezw. Klä'rgefäfsen zugeführt werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT72052D Apparat zum Reinigen und Klären von Abwässern Expired - Lifetime DE72052C (de)

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