DE720475C - Dreh-Trennumschalter - Google Patents

Dreh-Trennumschalter

Info

Publication number
DE720475C
DE720475C DES140533D DES0140533D DE720475C DE 720475 C DE720475 C DE 720475C DE S140533 D DES140533 D DE S140533D DE S0140533 D DES0140533 D DE S0140533D DE 720475 C DE720475 C DE 720475C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
switch
arm
switching
arms
isolating switch
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES140533D
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Gerhard Spillmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES140533D priority Critical patent/DE720475C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE720475C publication Critical patent/DE720475C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02BBOARDS, SUBSTATIONS OR SWITCHING ARRANGEMENTS FOR THE SUPPLY OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02B5/00Non-enclosed substations; Substations with enclosed and non-enclosed equipment
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H31/00Air-break switches for high tension without arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H31/26Air-break switches for high tension without arc-extinguishing or arc-preventing means with movable contact that remains electrically connected to one line in open position of switch
    • H01H31/28Air-break switches for high tension without arc-extinguishing or arc-preventing means with movable contact that remains electrically connected to one line in open position of switch with angularly-movable contact

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Rotary Switch, Piano Key Switch, And Lever Switch (AREA)

Description

  • Dreh-Trennumschalter Gegenstand der Erfindung ist ein Trennumschalter für Hochspannungsanlagen, der sich gegenüber bekannten Trennumschaltern insbesondere dädurch vorteilhaft unterscheidet, daß er eine Schalternullstellung bei gegenüber bekannten Anordnungen wesentlich kleineren Abmessungen gestattet. Im wesentlichen bezieht sich die Erfindung auf Dreh-Trennumschalter von derjenigen Art, bei welchen wahlweise eine Schaltverbindung des mittleren Kontaktstutzers (Mittelstutzers) mit dem einen oder anderen der beiden äußeren Kontaktstutzer (Seitenstutzer) mittels auf jedem der Stutzer angeordneter, durch Verschwenken zum schaltungsschließenden Eingriff miteinander kommender Schaltarme hergestellt werden kann. Die Erfindung besteht darin, daß die Schaltarme mit einem selbsttätigen Antrieb versehen sind, welcher derart ausgebildet ist, daß während des Herstellens und Lösens der Schaltverbindung zwischen dem Mittelstutzer und einem jeden der beiden Seitenstutzer der Schaltarm des an dem Schaltvorgang jeweils unbeteiligten Seitenstutzers in seiner Ausschaltstellung ruhend verbleibt.
  • An Hand . der Zeichnung sollen die Erfindung und ihre weitere Ausbildung in Gegenüberstellung mit dem Stande der Technik erläutert werden.
  • In den Fig. i und 2 ist ein Trennumschalter einfachster Bauart im Aufriß und Grundriß gezeigt. Der Schalter besitzt drei Kontakcstützer, und zwar einen Mittelstutzer i und zwei Seitenstützen 2 und 3. Auf dem Mittelstutzer ist ein kontakttragender Schaltarm q. und auf den beiden Seitenstutzern je ein Kontakt 5 bzw. 6 angebracht. Der Schaltarm d. kann durch einen nicht gezeichneten Umkehrantrieb._nach links und rechts so weit v erschwenkt werden, daß sein Kontaktarm nii i dem einen oder anderen der beiden Seitenstützerkontakte 5 und 6 in schaltungsschließenden Eingriff kommt. In seiner Aus-5 schaltmittelstellung wird der Schaltarm .i durch entsprechende Ausbildung seines Getriebes, gewöhnlich-mittels Rasten, festgehalten, so daß der Trennschalter eine-gegen unbeabsichtigte Bewegung gesicherte Mittelstellung besitzt.
  • Der gegenseitige Abstand der drei KontaktstÜtzer ist mit a bezeichnet und muß je nach der Größe der Betriebsspannung einen bestimmten vorgeschriebenen Mindestwert besitzen. Somit ist auch die Gesamtlänge des Schalters durch den Mindestabstand a bestimmt. Die Länge der für den Schalter in seiner Längsrichtung zur Verfügung zu stellenden Fläche ist jedoch ungefähr doppelt so groß, denn beiderseits der Seitenstutzer 5 und 6 muß zur Vermeidung von Überschlägen auf irgendwelche in der Nähe befindliche leitende Teile ebenfalls ein Abstand a eingehalten werden, welcher in der Zeichnung mit a' bezeichnet ist. Die Gesamtlänge der vom Schalter benötigten Fläche beträgt also 4a.
  • Die Breite der für den Schalter zur Verfügung zu stellenden Fläche ist durch die Länge des Schaltarmes 4. bestimmt. Da ferner auch in der Breitrichtung nach beiden Seiten hin ein Sicherheitsabstand von der Größe a vorgesehen werden muß, welcher, in der Zeichnung mit a" angedeutet ist, so beträgt die Breite der erforderlichen Fläche etwa 3 ü.
  • Da der Wert a bei Hochspannungstrennschaltern beträchtlich groß ist, so wird bei größeren Hochspannungen, insbesondere bei Spannungen von ioo kV aufwärts, für Trennumschalter gewöhnlich statt der in Fig. i und 2 gezeigter. Bauart die in Fig. 3 bis 5 gezeigte Bauart verwendet. Diese Figuren zeigen den Schalter in drei verschiedenen Betriebsstellungen. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist auf dem Mittelstutzer statt eines einfachen Schaltarmes ein Doppelschaltarm 7, S vorgesehen, dessen beide Arme 7 und 8 rechtwinklig zueinander stehen und an ihren Enden je einen Schaltkontakt tragen. Außerdem ist auf jedem der beiden Seitenstutzer ein einfacher kontakttragender Schaltarm 9 bzw. io angebracht. Auch hier ist zur Bewegung des Mittelschaltarmes ein Umkehrantrieb vorgesehen, welcher jedoch derart die beiden Seitenschaltarme zwangsläufig mitbewegt, daß beim Bewegen des Mittelschaltarmes in eine seiner beiden Einschaltstellungen zwangsläufig auch die beiden Seitenschaltarme schaltungssinngemäß mitbewegt werden, und zwar gleichzeitig in umgekehrtem Schaltungssinn. Die Fig. 3 zeigt den Schalter in einer seiner beiden Einschaltstellungen, bei welcher der :arm 7 des Mittelschaltarmes mit dem Seitenschaltarm 9 in schaltungschließendem Eingriff steht. Soll der Schalter aus dieser Einschah-@tellung in seine andere Einschaltstellung gebracht werden, so bewegen sich die Schaltarme unter dem Einfluß des Getriebes in der in Fig.3und4 durch Kreispfeile angedeuteten Drehrichtung. Fig. q. zeigt die Mittelstellung des Schalters und Fig. 5 die zweite Einschaltstellung des Schalters.
  • Der Flächenbedarf dieses Schalters ist ebenfalls in der Zeichnung angedeutet. Wie ersichtlich, ist die Länge des Flächenbedarfes in der Längsrichtung die gleiche wie bei Fig. i und 2. Die Breite des Flächenbedarfes ist jedoch statt 3a nur noch etwa 2'/_a, da die Länge der Schaltarme im vorliegenden Falle nur etwa a/2 ist.
  • Dieser Vorteil wird jedoch durch einen Nachteil erkauft, denn der Schalter kann in seiner Mittelstellung nicht mehr an Spannung gelegt werden. Wie aus Fig.4 ersichtlich, ist bei der Mittelstellung des Schalters der gegenseitige Abstand der spannungführenden Schalterteile, welcher in der Zeichnung mit b angedeutet ist, wesentlich geringer als der erforderliche Mindestabstand a. Der Trennumschalter hat also keine spannunäführende Ausschaltstellung mehr. Wollte man auf die spannungführende Ausschaltstellung nicht verzichten, so müßte man den Wert b auf a vergrößern, was jedoch eine Vergröße rung der Gesamtlänge des Flächenbedarf: vo:i etwa 4.a auf etwa 51/2a bedingen würde. Der gesamte Flächenbedarf des Schalters würde dann noch größer als der des Schalters nach Fig. i und 2 sein.
  • Alle diese Nachteile werden dureli den in Fig. 6 bis 8 ge7 eigten Trennumschalter nach der Erfindung vermieden. Die in den Fig. 6 bis8gezeigten Schaltanordnungen entsprechen denen in Fig. 3 bis 5. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, tragen die beiden Seitenstutzer wiederum je einen einfachen Schaltarm bzw. io, doch ist auf dem Mittelstutzer nur ein einarmiger Schaltarm i i vorgesehen. Auch hier haben die Schaltarme des Trennumschalters nach der Erfindung ebenfalls die vorteilhafte kleine Länge von etwa alt. Auch hier erfolgt ferner die Betätigung des Schalters dadurch, aaß ein am Mittelschaltarm angebrachter Umkehrantrieb zwangsläufig auch die Seitenschaltarme mitbewegt. Diese zwangsläufige Mitbewegung erfolgt jedoch infolge der besonderen Ausbildung des Getriebes nicht derart, daß sich jederzeit beide Seitenschaltarme gleichzeitig bewegen, sondern derart, daß während des Herstellens und Lösens der Schaltverbindung zwischen dem 'littelstützer und einem jeden der beiden Seitenstutzer der Schaltarm des an dein Schaltvorgang jeweils unbeteiligten Seitenstützers in seiner Ausschaltstellung ruhend verbleibt.
  • Fig. 6 zeigt den Schalter wiederum in seiner linken Einschaltstellung: Wie sich die einzelnen Schaltarme bei der Umschaltung des Schalters aus seiner linken Einschaltstellung in die rechte Einschaltstellung bewegen, ist auch hier in der Zeichnung durch Kreispfeile angedeutet. Wie ersichtlich, bewegen sich zunächst nur die beiden Schaltarme g und i i, während der Schaltarm io in Ruhe bleibt. Nach einer Schwenkung um go° ist die Mittelstellung gemäß Fig. 7 erreicht. Nunmehr verbleibt der Schaltarm g in Ruhe, während sich die Schaltarme io und ii gegeneinander bewegen. In Fig. @ ist die rechte Einschaltstellung erreicht. Der am Mittelschaltarm angebrachte Umkehrantrieb ist also, wie noch an einigen Ausführungsbeispielen gezeigt wird, so ausgebildet, daß beim Bewegen des Mittelschaltarmes auf der einen oder anderen Seite seiner in Fig.7 gezeigten Ausschaltinittelstellung jeweils nur der ein- bzw. auszuschaltende Seitenschaltarm schaltungssinngemäß mitbewegt wird, während der jeweils andere Seitenschaltarm in seiner Ausschaltstellung ruhend belassen wird.
  • Die Vorteile des Trennumschalters nach der Erfindung sind aus der Zeichnung ohne weiteres ersichtlich. Der Flächenbedarf des Schalters ist gleich dem des in Fig. 3 bis 5 gezeigten Schalters, also ebenfalls kleiner als der des in Fig. i und 2 gezeigten Schalters. Während aber die Flächenersparnis des Schalters nach Fig. 3 bis 5 durch den Fortfall der spannungführenden Ausschaltstellung erkauft werden mußte; kann der Schalter nach der Erfindung in gleicher Weise wie der eine große Fläche beanspruchende Schalter nach Fig. i und 2 auch in seiner Mittelstellung an Spannung gelegt werden, denn in der Mittelstellung entspricht der gegenseitige Abstand der spannungführenden Schalterteile dem erforderlichen Mittelwert a. Der Schalter nach der Erfindung kann also eine Ausschaltstellung erhalten: Für die praktische Ausbildung des Trennumschalters nach der Erfindung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die einfachste Lösung besteht darin, daß jeder der einzelnen Schaltarme mit einem Einzelantrieb versehenwird und daß diese Einzelantriebe in der richtigen Reihen- und Zeitfolge betätigt werden. Gegebenenfalls können auch nur zwei Antriebe vorgesehen werden, von denen der eine den Mittelschaltarm und den einen der beiden Seitenschaltarme bewegt, während der andere Antrieb den Mittelschaltarm und den anderen Seitenschaltarm bewegt, wobei diese beiden Antriebe wechselweise nacheinander betätigt werden. Eine besonders einfache und vorteilhafte Anordnung ergibt sich jedoch. `renn gemäß der weiteren Ausbildung der Erfindung an dem Mittelschaltarm ein Umkehrantrieb vorgesehen wird, welcher nicht nur den Mittelschaltarm durch Verschwenken im einen oder anderen Drehsinn in die eine oder andere seiner beiden Einschaltstellungen bringt, sondern gleichzeitig ein Getriebe betätigt, welches die Schaltarme der Seitenstützer über je eine zweier wechselweise lösbarer Kupplungen o. dgl. in der durch die Erfindung angegebenen Weise zwangsläufig mitbewegt. Als Getriebe mit wechselweise lösbaren Kupplungen wird vorteilhaft ein Maltesergetriebe oder ein ähnliches Getriebe vorgesehen. Einige Ausführungsbeispiele hierfür sind in den Fig. g bis 2i dargestellt.
  • Die Fig. g bis i r zeigen ein Ausführungsbeispiel in dei drei Schaltstellungen gemäß Fig. 6 bis B. Ein Seitenriß zu dem mittleren Teil der Fig. io, dem Mittelstützerschaltarin und dem an diesem angebrachten Getriebe ist in Fig. 12 gezeigt, während Einzelteile -des Getriebes in den Fig. 13 und 14 dargestellt sind.
  • Zur Erläuterung sei zunächst auf die Fig. 13 und 14 verwiesen. In Fig. 13 ist ein Malteserkreuz i2 gezeigt, welches nur zwei Flügel besitzt. ' Das Malteserkreuz liegt mit der Rundung seines einen Flügels an der teilweise ausgesparten Vcrriegclungsscheibe 13 an. -In die Gabel des Kreuzes 12 greift ein Mitnehmerstift 14 ein, welcher auf einer unter den Teilen r2 und 13 liegenden Scheibe 15 befestigt ist. Die Scheiben 13 und 15 sind fest miteinander verbunden. Werden die Scheiben 13 und 15 im Linkssinne gedreht, so nimmt der Mitnehmerstift 1q. das Kreuz i2 so lange mit, bis der andere Flügel des Kreuzes mit seiner Rundung an dem Rand der Scheibe 13 anliegt. Werden dagegen die Scheiben 13 lind 15 aus der in der Zeichnung dargestellten Lage im Rechtssinn gedreht, so tritt der Stift 1q. aus der Gabel des Kreuzes heraus, ohne das Kreuz mitzunehmen. Auch eine willkürliche oder unbeabsichtigte Drehung des Kreuzes ist dabei infolge der an sich bekannten Sperrwirkung zwischen dem Kreuz und der Scheibe 13 nicht möglich.
  • Die Fig. 1q. zeigt eine ähnliche Anordnung mit einem Malteserkreuz 16, einer Verriegelungsscheibe 17 und einem Mitnehmerstift 18, während die den Stift tragende Scheibe wiederum mit 15 bezeichnet ist.
  • Denkt man sich nun die Teile i2 bis 1q. der Fig. 13 so auf die Teile der Fig. 14 gelegt, daß sich die Mittelpunkte der Scheiben 13, IS und 17 decken, dann ergibt sich die in Fig. io im Grundriß und in Fig. i2 im Seitenriß gezeigte Anordnung (die Teile 1ä bis 18 haben hier die gleichen Bezugszeichen). Wie aus den Fig. io und 12 ersichtlich, sind die Stifte i-. und 18 gemeinsam auf der Scheibe i 5 be festigt.
  • Dieses Getriebe ist nun, wie Fig. io zeigt, mit der Achse des Mittelschaltarmes ii (vgl Fig. 6 bis 8) lest verbunden. Ferner sind die beiden Kreuze 12 und 16 mittels der Steuerstangen ig und 2o derart mit den Seiten schaltarmen verbunden, daß diese sich zwangsläufig bei einer Bewegung des einen oder anderen Kreuzes mitbewegen. Schließlich ist an der Scheibe 15 noch ein Umkehrantrieb zur Bewegung der Scheibe i 5 sowie auch des Mittelschaltarmes i i angebracht, welcher in der Zeichnung lediglich andeutungsweise "durch die beiden Druckkolben 21 und wiedergegeben ist.
  • Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende: Soll beispielsweise, ausgehend von der Ausschaltstellung nach Fig. io, die Schaltstellung nach Fig. 9 (entsprechend der Fig.6) hergestellt werden, so muß der Mittelschaltarm i i mittels des Umkehrantriebes 21, 22 nach links verschwenkt werden. Gleichzeitig bewegt sich dann die Scheibe 15 linksherum und mit ihr die beiden Mitnehmerstifte 14 und 18. Der Stift 14 nimmt das Kreuz 12 finit und bringt es in die in Fig. 9 gezeigte Stellung. Das Kreuz 12 zieht den Seitenschaltarm 9 in die Einschaltstellung, so daß er hier mit dem Mittelschaltarm zum Eingriff kommt. Der Stift 18 dagegen läuft bei der Bewegung der Scheibe 15 frei, so daß das Kreuz 16 und mit diesem der Seitenschaltarm io in Ruhe verbleiben. -Soll jetzt der Schalter beispielsweise aus der Stellung der Fig. 9 in die der Fig. i i gebracht werden, so wickelt sich der eben beschriebene Vorgang zunächst in umgekehrter Reihenfolge ab, bis die Mittelstellung nach Fig. io wieder erreicht ist. Bei der weiteren Bewegung des Mittelschaltarmes i i und der Scheibe 15 im Rechtssinne nimmt jetzt der Stift i8 das Kreuz 16 mit, welches seinerseits den Seitenschaltarm io betätigt, während der Stift 14 das Kreuz 12 und mit diesem den Seitenschaltarm 9 in der in Fig. io gezeigten Ruhestellung läßt.
  • Ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung und insbesondere des erfindungsgemäß verwendeten Umkehrantriebs ist in den Fig. 15 bis 17 gezeigt. Die Schaltstellungen dieser Figuren entsprechen denen in Fig. 9 bis i i. Demnach sind wiederum 9 und io die beiden Seitenschaltarrne und i i der Mittelschaltarm. Eine Steuerscheibe 23 wird in ähnlicher Weise wie in Fig. 9 bis i i die Scheibe 15 von einem durch die beiden Druckzvlinder 2i und 22 angedeuteten Umkehrantrieb wechselweise in dem einen oder anderen Drehsinn bewegt. Die Steuerscheibe 23 hat die aus der Zeichnung ersichtliche Sichelform. An den Spitzen der Sichel befindet sich je ein Mitnehmerstift 24. bzw. 25. Diese beiden Stifte greifen in Schlitze der schwenkbaren Steuergabel 26 bzw. 27 ein. Durch Verschwenken der Steuergabeln 26 und 27 wird mittels der Steuerstangen ig und 2o (vgl. die gleichbezeichneten Stangen in Fig. io) der eine oder andere der beiden Seitenschaltarme 9 und io in der bei Fig. io erläuterten Weise betätigt.
  • Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende: Soll der Schalter aus der in Fig. 16 gezeigten Mittelausschaltstellung in die linke Ausschaltstellung gemäß Fig.15 gebracht werden, so wird die Steuerscheibe 23 im Linkssinne gedreht. Der Mitnehmerstift 25 verschwenkt dann die Steuergabel 27 nach rechts und bringt mittels der Steuerstange ig den linken Seitenschaltarm 9 in die Einschaltstellung. Gleichzeitig gelangt beim Drehen der Steuerscheibe 23 der mit dieser starr gekuppelte Mittelschaltarm i i in die linke Einschaltstellung. Die Steuergabel 26 bleibt während des beschriebenen Vorganges in ihrer Ruhestellung, denn ihr Mitnehmerstift 24 ist aus ihrem Schlitz herausgeglitten. Somit bleibt auch der rechte Seitenschaltarm io in seiner Ruhestellung. Ein willkürliches oder unbeabsichtigtes Bewegen des Seitenschaltarmes io ist nicht möglich, da dies durch einen an der Steuergabel 26 befestigten Verriegelungsstift 28 verhindert wird, welcher bei der Bewegung der Steuerscheibe 23 an dem Rand dieser Scheibe anliegt und hierdurch die Steuergabel 26 an einer Verschwendung im Einschaltsinn hindert. In gleicher Weise ist die Schaltgabel27 mit einem Nrerriegelungsstift 29 versehen.
  • Schließlich ist noch ein Anschlagstift 30 vorgesehen, welcher in den Endstellungen der Steuerscheibe 23 an deren Aussparung anliegt und somit den Weg der Steuerscheibe begrenzt.
  • Soll der Tiennumschalter nun beispielsweise aus der in Fig. 15 gezeigten Stellung in die andere Einschaltstellung nach Fig. 17 gebracht werden. so spielt sich zunächst der soeben geschilderte Vorgang in umgekehrter Reihenfolge ab, bis der Schalter wieder seine in Fig.16 gezeigte Mittelausschaltstellung einnimmt. Beien Weiterdrehen der Steuerscheibe 23 verbleibt nunmehr die Steuergabel 27 in ihrer Ruhestellung, während die Steuergabel 26 durch den Stift 24 mitgenommen wird und über die Stange 2o den rechter. Seitenschaltarm io bewegt.
  • Die vorstehend beschriebeneWirkungsweise der Anordnung nach Fig. 15 bis 17 zeigt, daß hier ein dem Maltesergetriebe ähnliches Getriebe vorgesehen ist, wobei die Schlitze der Steuergabeln 26 und 27 den Schlitzen der Kreuze 12 und 16 (in Fig. 9 und i i) entsprechen. Die in die Schlitze eingreifenden Mitnehmerstifte entsprechen einander- ebenfalls, und den Verriegelungsscheiben 13 uni 17 in Fig. 9 bis ir°entsprechen die Verriegelungsstifte 28 und 29 in Fig. 15 bis 17.
  • Der Umkeh-antrieb des Trennumschalters nach der .Erfindung wird zweckmäßig mit einem Gehäuse versehen, wofür in den Fig.18 bis 21 zwei Ausführungsbeispiele gezeigt sind. Das in Fig. 18 im Aufriß und in Fig. i9 im Grundriß dargestellte Gehäuse besteht aus einem runden Mittelteil 31 und zwei keilförmigen Seitenteilen 32 und 33 und dient zur Aufnahme der Getriebeteile des in Fig. 9 bis i i oder 15 bis 17 gezeigten Umkehrantriebes. Es umschließt bei Fig. 9 bis i i die Teile 12 bis 18 und bei. Fig. 15 bis 17 die Teile 23 bis 29. Gegebenenfalls können außer diesen Getriebeteilen des Umkehrantriebes auch seine Antriebsmittel 21, 22 in das Gehäuse aufgenommen werden. Der Teil 31 des Gehäuses befindet sich unter dem Mittelstützer i. Die Getriebeteile werden derart in dem Gehäuse angeordnet, daß sich die Kreuze ia und 16 der Fig. 9 bis i i bzw. die Steuergabeln 26 und 27 der Fig. 15 bis 17 in den Seitenteilen 32 und 33 des Gehäuses befinden, so daß die in Fig. 18 und i9 mit den Bezugszeichen 34. und 35: versehenen Achszapfen den Drehzapfen der Kreuze 12 und 16 bzw. den Drehzapfen der Steuergabeln 26 und 27 entsprechen. Auf diesen Zapfen ist je ein Hebel 36 bzw. 37 angebracht, welche mittels ihrer Zapfen 38 und 39 die in den Fig. 9 bis i i und 15 bis 17 gezeigten Steuerstangen 19 und 2o zur Bewegung der Seitenschaltarme betätigen können. Statt der Hebel 36 und 37 können auch beliebige andere Getriebemittel, z. B. Zahnräder, zur Bewegung der Seitenschaltarme vorgesehen werden.
  • Eine besonders raumsparende Anordnung der Getriebeteile des Umkehrantriebes nach der Erfindung und seines Gehäuses ist in Fig. 2o und 2r gezeigt. Wie in Fig. 9 bis ii erläutert, besteht das an dem Mittelstutzer angebrachte Umkehrgetriebe aus zwei gleichartigen Getriebeteilen, von denen der eine zum Antrieb des Seitenschaltarmes io und der andere zum Antrieb des Seitenschaltarmes 9 bestimmt ist. Gemäß der weiteren Ausbildung der Erfindung können diese beiden gleichartigen Getriebehälften auch so übereinander angeordnet werden, daß das Malteserkreuz 12 über dem Kreuz 16 liegt. Das Getriebe ist dann zwar etwas höher, nimmt aber in der Breitrichtung des Trennumschalters wesentlich weniger Platz ein. Das Gehäuse für ein solches Getriebe kann dann die in Fig. 20 und 21 gezeigte Form haben, bei welcher statt der beiden in Fig. 18 und i9 gezeigten keilförmigen Seitenteile 32 und 33 nur noch ein einziger Seitenteil 40 erforderlich ist.
  • In gleicher Weise kann auch für das Ausführungsbeispiel nach Fig. 15 bis 17 ein Gehäuse gemäß Fig.2o- und 21 verwendet werden, wenn die beiden gleichartigen Hälften des Getriebes so übereinandergelegt werden, daß die Drehpunkte der beiden Steuergabeln 26 und 27 aufeinanderliegen.
  • Die Erfindung ist nicht an die in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele gebunden, sondern kann in mannigfacher Weise abgewandelt werden. Beispielsweise kann der Dreh-Trennumschalter nach der Erfindung auch derart ausgeführt werden, daß sich die Schaltarme nicht parallel zur Grundplatte des Schalters, sondern in der von den Stützerachsen gebildeten, zur Grundplatte des Schalters senkrechten Ebene drehend bewegen, denn auch in diesem Falle wird der Vorteil erreicht, daß die Schalterabmessungen trotz der Möglichkeit einer spannungführenden Nullstellung des Schalters in derjenigen Ebene, in der sich die Schaltarme bewegen, gegenüber bekannten Anordnungen erheblich kleiner werden. Insbesondere aber können auch beliebig anders ausgebildete Antriebe verwendet werden, die in gleicher Weise wie die in der Zeichnung dargestellten Antriebe während des Herstellens und Lösens der Schaltverbindung zwischen dem Mittelstützer und einem jeden der beiden Seitenstützer den Schaltarm des am Schaltvorgang jeweils unbeteiligten Seitenstützers in seiner Ausschaltstellung belassen.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE; i. Dreh-Trennumschalter für Hochspannungsanlagen, bei welchem wahlweise eine Schaltverbindung des mittleren Kontaktstutzers (Mittelstutzers) mit dem einen oder anderen der beiden äußeren Kontaktstutzer (Seitenstutzer) mittels auf jedem der Stutzer angeordneter, durch Verschwenken zum schaltungsschließenden Eingriff miteinander kommender Schaltarme hergestellt werden kann, gekennzeichnet durch eine solche Ausbildung eines Antriebes der Schaltarme, daß während des Herstellens und Lösens der Schaltverbindung zwischen dem Mittelstutzer und einem jeden der beiden Seitenstutzer der Schaltarm des an dem Schaltvorgang geweils unbeteiligten Seitenstutzer s in seiner Ausschaltstellung ruhend verbleibt.
  2. 2. Dreh-Trennumschalter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der mit einem Schaltarm versehene Mittelstutzer mit einem Umkehrantrieb ausgestattet ist, durch welchen sein Schaltarm aus einer Ausschaltmittelstellung durch Verschwenken im einen oder anderen Drehsinn in die eine oder andere seiner beiden Einschaltstellungen gebracht werden kann, und daß der Umkehrantrieb gleichzeitig ein Getriebe betätigt, welches die mit Schaltarmen versehenen Seitenstutzer derart über je eine zweier wechselweise lösbarer Kupplungen o. dgl. zwangsläufig mitbewegt, daß beim Bewegen des Mittelschaltarmes auf der einen oder anderen Seite seiner Ausschaltmittelstellung jeweils nur der ein- bzw. auszuschaltende Seitenschaltarm schaltungssinngemäß mitbewegt wird, während der jeweils andere Seitenschaltarm in seiner Ausschaltstellung ruhend belassen bleibt.
  3. 3. Dreh-Trennumschalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Getriebe mit Sperrmitteln versehen ist, durch welche jeder der beiden Seitenstützerschaltarnie gegen unbeabsichtigte schaltungswidrige Bewegung gesichert ist.
  4. 4. Dreh-Trennumschalter nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Getriebe mit wechselweise lösbaren Kupplungen Maltesergetriebe oder ähnliche Getriebe vorgesehen sind.
  5. 5. Dreh-Trennumschalter nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Getriebe achsparallel zu den Stutzern übereinander angeordnet sind und vorzugsweise eine flache Bauform haben.
  6. 6. Dreh-Trennumschalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Getriebe mit Rasten oder ähnlichen Sperrmitteln versehen ist, durch «-elche bei der Ausschaltstellung des Mittelschaltarmes dieser sowie auch die beiden dann ebenfalls in der Ausschaltstellung befindlichen Seitenschaltarme gegen unl>ealisiclitigt:, Bewegung gesichert sind. Dreli-Trennumschalter nach _1iispruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß an den 1,laltesergetrieben oder an älinlici: durch Drehung wirkenden Getrieben in ihrem Drehpunkt Hebelarme, Zahnräder o. dgl. zur zwangsläufigen Mitbewegung der Seitenschaltarme angebracht sind. B. Dreh-Trennuinschalter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Getriebe mit den Hebelarmen o. dgl. durch im Drehpunkt angebrachte Achszapfen verbunde,i und derart in einem zweckmäßig geneinsamen Gehäuse angeordne@-sind, daß die außerhalb des Gehäuses angeordneten Hebelarme o. dgl. an den durch die Gehäuse-,vandung hindurchgeführten Enden der Achszapfen befestigt sind.
DES140533D 1940-03-21 1940-03-21 Dreh-Trennumschalter Expired DE720475C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES140533D DE720475C (de) 1940-03-21 1940-03-21 Dreh-Trennumschalter

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES140533D DE720475C (de) 1940-03-21 1940-03-21 Dreh-Trennumschalter

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE720475C true DE720475C (de) 1942-05-07

Family

ID=7541369

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES140533D Expired DE720475C (de) 1940-03-21 1940-03-21 Dreh-Trennumschalter

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE720475C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102010022036A1 (de) Trennschalter
EP3796354A2 (de) Anordnung von trennklemmen mit kopplungseinrichtung, trennklemme mit kopplungseinrichtung, und trennklemme mit schaltzustandsanzeige
DE1935225B2 (de) Elektrischer schnappschalter
DE2653035B2 (de) Schaltvorrichtung für ein Kraftfahrzeugwechselgetriebe
DE720475C (de) Dreh-Trennumschalter
DE3103497C2 (de) Begrenzerschaltvorrichtung für eine elektrisch angetriebene Stellvorrichtung
DE634207C (de) Nockenwalzenschalter, insbesondere fuer Rundfunkgeraete
DE2923019C2 (de) Hochspannungsschalter
DE596420C (de) Hemmwerk fuer Objektivverschluesse
DE2754212C2 (de) Sprungschaltwerk für elektrische Federkontakte
DE8219272U1 (de) Elektromagnetisches Relais mit mechanischer Anzeigevorrichtung für die Ankerstellung
DE1615937B2 (de) Elektrischer schnappschalter
DE828117C (de) Elektrische Umschaltvorrichtung
DE3133796C2 (de) Anordnung zum Freischalten und Erden der Anschlüsse einer Hochspannungs-Hochleistungssicherung eines elektrischen Lastschaltfeldes
DE2655776C2 (de) Stellvorrichtung für eine Doppelkreuzungsweiche von Spiel- und Modellbahnen
DE3425700C2 (de) Elektrische Schaltvorrichtung
DE593387C (de) Kreuzschalter mit Kipphebelantrieb
DE69503973T2 (de) Gangwähleinrichtung für ein Getriebe
DE3339208C2 (de) Steuerschaltgerät
DE1480056C (de) Lenkstockschalter fur Kraftfahrzeuge
DE503185C (de) Schaltuhr
DE649867C (de) Schuetzenkastensteuerung
DE2804831C2 (de) Elektrischer Schnappschalter
DE428771C (de) Rechenmaschine mit Antriebzahnstangen
DE2260476C3 (de) Totgangbehafteter Installationsschalter mit drei Schaltstellungen