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Dreh-Trennumschalter Gegenstand der Erfindung ist ein Trennumschalter
für Hochspannungsanlagen, der sich gegenüber bekannten Trennumschaltern insbesondere
dädurch vorteilhaft unterscheidet, daß er eine Schalternullstellung bei gegenüber
bekannten Anordnungen wesentlich kleineren Abmessungen gestattet. Im wesentlichen
bezieht sich die Erfindung auf Dreh-Trennumschalter von derjenigen Art, bei welchen
wahlweise eine Schaltverbindung des mittleren Kontaktstutzers (Mittelstutzers) mit
dem einen oder anderen der beiden äußeren Kontaktstutzer (Seitenstutzer) mittels
auf jedem der Stutzer angeordneter, durch Verschwenken zum schaltungsschließenden
Eingriff miteinander kommender Schaltarme hergestellt werden kann. Die Erfindung
besteht darin, daß die Schaltarme mit einem selbsttätigen Antrieb versehen sind,
welcher derart ausgebildet ist, daß während des Herstellens und Lösens der Schaltverbindung
zwischen dem Mittelstutzer und einem jeden der beiden Seitenstutzer der Schaltarm
des an dem Schaltvorgang jeweils unbeteiligten Seitenstutzers in seiner Ausschaltstellung
ruhend verbleibt.
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An Hand . der Zeichnung sollen die Erfindung und ihre weitere Ausbildung
in Gegenüberstellung mit dem Stande der Technik erläutert werden.
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In den Fig. i und 2 ist ein Trennumschalter einfachster Bauart im
Aufriß und Grundriß gezeigt. Der Schalter besitzt drei Kontakcstützer, und zwar
einen Mittelstutzer i und zwei Seitenstützen 2 und 3. Auf dem Mittelstutzer ist
ein kontakttragender Schaltarm q. und auf den beiden Seitenstutzern je ein Kontakt
5 bzw. 6 angebracht. Der Schaltarm d. kann durch einen nicht gezeichneten Umkehrantrieb._nach
links und rechts so weit v erschwenkt
werden, daß sein Kontaktarm
nii i dem einen oder anderen der beiden Seitenstützerkontakte 5 und 6 in schaltungsschließenden
Eingriff kommt. In seiner Aus-5 schaltmittelstellung wird der Schaltarm .i durch
entsprechende Ausbildung seines Getriebes, gewöhnlich-mittels Rasten, festgehalten,
so daß der Trennschalter eine-gegen unbeabsichtigte Bewegung gesicherte Mittelstellung
besitzt.
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Der gegenseitige Abstand der drei KontaktstÜtzer ist mit a bezeichnet
und muß je nach der Größe der Betriebsspannung einen bestimmten vorgeschriebenen
Mindestwert besitzen. Somit ist auch die Gesamtlänge des Schalters durch den Mindestabstand
a bestimmt. Die Länge der für den Schalter in seiner Längsrichtung zur Verfügung
zu stellenden Fläche ist jedoch ungefähr doppelt so groß, denn beiderseits der Seitenstutzer
5 und 6 muß zur Vermeidung von Überschlägen auf irgendwelche in der Nähe befindliche
leitende Teile ebenfalls ein Abstand a eingehalten werden, welcher in der Zeichnung
mit a' bezeichnet ist. Die Gesamtlänge der vom Schalter benötigten Fläche beträgt
also 4a.
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Die Breite der für den Schalter zur Verfügung zu stellenden Fläche
ist durch die Länge des Schaltarmes 4. bestimmt. Da ferner auch in der Breitrichtung
nach beiden Seiten hin ein Sicherheitsabstand von der Größe a vorgesehen werden
muß, welcher, in der Zeichnung mit a" angedeutet ist, so beträgt die Breite der
erforderlichen Fläche etwa 3 ü.
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Da der Wert a bei Hochspannungstrennschaltern beträchtlich groß ist,
so wird bei größeren Hochspannungen, insbesondere bei Spannungen von ioo kV aufwärts,
für Trennumschalter gewöhnlich statt der in Fig. i und 2 gezeigter. Bauart die in
Fig. 3 bis 5 gezeigte Bauart verwendet. Diese Figuren zeigen den Schalter in drei
verschiedenen Betriebsstellungen. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist auf dem
Mittelstutzer statt eines einfachen Schaltarmes ein Doppelschaltarm 7, S vorgesehen,
dessen beide Arme 7 und 8 rechtwinklig zueinander stehen und an ihren Enden je einen
Schaltkontakt tragen. Außerdem ist auf jedem der beiden Seitenstutzer ein einfacher
kontakttragender Schaltarm 9 bzw. io angebracht. Auch hier ist zur Bewegung des
Mittelschaltarmes ein Umkehrantrieb vorgesehen, welcher jedoch derart die beiden
Seitenschaltarme zwangsläufig mitbewegt, daß beim Bewegen des Mittelschaltarmes
in eine seiner beiden Einschaltstellungen zwangsläufig auch die beiden Seitenschaltarme
schaltungssinngemäß mitbewegt werden, und zwar gleichzeitig in umgekehrtem Schaltungssinn.
Die Fig. 3 zeigt den Schalter in einer seiner beiden Einschaltstellungen, bei welcher
der :arm 7 des Mittelschaltarmes mit dem Seitenschaltarm 9 in schaltungschließendem
Eingriff steht. Soll der Schalter aus dieser Einschah-@tellung in seine andere Einschaltstellung
gebracht werden, so bewegen sich die Schaltarme unter dem Einfluß des Getriebes
in der in Fig.3und4 durch Kreispfeile angedeuteten Drehrichtung. Fig. q. zeigt die
Mittelstellung des Schalters und Fig. 5 die zweite Einschaltstellung des Schalters.
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Der Flächenbedarf dieses Schalters ist ebenfalls in der Zeichnung
angedeutet. Wie ersichtlich, ist die Länge des Flächenbedarfes in der Längsrichtung
die gleiche wie bei Fig. i und 2. Die Breite des Flächenbedarfes ist jedoch statt
3a nur noch etwa 2'/_a, da die Länge der Schaltarme im vorliegenden Falle nur etwa
a/2 ist.
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Dieser Vorteil wird jedoch durch einen Nachteil erkauft, denn der
Schalter kann in seiner Mittelstellung nicht mehr an Spannung gelegt werden. Wie
aus Fig.4 ersichtlich, ist bei der Mittelstellung des Schalters der gegenseitige
Abstand der spannungführenden Schalterteile, welcher in der Zeichnung mit b angedeutet
ist, wesentlich geringer als der erforderliche Mindestabstand a. Der Trennumschalter
hat also keine spannunäführende Ausschaltstellung mehr. Wollte man auf die spannungführende
Ausschaltstellung nicht verzichten, so müßte man den Wert b auf a vergrößern, was
jedoch eine Vergröße rung der Gesamtlänge des Flächenbedarf: vo:i etwa 4.a auf etwa
51/2a bedingen würde. Der gesamte Flächenbedarf des Schalters würde dann noch größer
als der des Schalters nach Fig. i und 2 sein.
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Alle diese Nachteile werden dureli den in Fig. 6 bis 8 ge7 eigten
Trennumschalter nach der Erfindung vermieden. Die in den Fig. 6 bis8gezeigten Schaltanordnungen
entsprechen denen in Fig. 3 bis 5. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, tragen die
beiden Seitenstutzer wiederum je einen einfachen Schaltarm bzw. io, doch ist auf
dem Mittelstutzer nur ein einarmiger Schaltarm i i vorgesehen. Auch hier haben die
Schaltarme des Trennumschalters nach der Erfindung ebenfalls die vorteilhafte kleine
Länge von etwa alt. Auch hier erfolgt ferner die Betätigung des Schalters
dadurch, aaß ein am Mittelschaltarm angebrachter Umkehrantrieb zwangsläufig auch
die Seitenschaltarme mitbewegt. Diese zwangsläufige Mitbewegung erfolgt jedoch infolge
der besonderen Ausbildung des Getriebes nicht derart, daß sich jederzeit beide Seitenschaltarme
gleichzeitig bewegen, sondern derart, daß während des Herstellens und Lösens der
Schaltverbindung zwischen dem 'littelstützer und einem jeden der beiden Seitenstutzer
der Schaltarm des an dein Schaltvorgang
jeweils unbeteiligten Seitenstützers
in seiner Ausschaltstellung ruhend verbleibt.
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Fig. 6 zeigt den Schalter wiederum in seiner linken Einschaltstellung:
Wie sich die einzelnen Schaltarme bei der Umschaltung des Schalters aus seiner linken
Einschaltstellung in die rechte Einschaltstellung bewegen, ist auch hier in der
Zeichnung durch Kreispfeile angedeutet. Wie ersichtlich, bewegen sich zunächst nur
die beiden Schaltarme g und i i, während der Schaltarm io in Ruhe bleibt. Nach einer
Schwenkung um go° ist die Mittelstellung gemäß Fig. 7 erreicht. Nunmehr verbleibt
der Schaltarm g in Ruhe, während sich die Schaltarme io und ii gegeneinander bewegen.
In Fig. @ ist die rechte Einschaltstellung erreicht. Der am Mittelschaltarm angebrachte
Umkehrantrieb ist also, wie noch an einigen Ausführungsbeispielen gezeigt wird,
so ausgebildet, daß beim Bewegen des Mittelschaltarmes auf der einen oder anderen
Seite seiner in Fig.7 gezeigten Ausschaltinittelstellung jeweils nur der ein- bzw.
auszuschaltende Seitenschaltarm schaltungssinngemäß mitbewegt wird, während der
jeweils andere Seitenschaltarm in seiner Ausschaltstellung ruhend belassen wird.
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Die Vorteile des Trennumschalters nach der Erfindung sind aus der
Zeichnung ohne weiteres ersichtlich. Der Flächenbedarf des Schalters ist gleich
dem des in Fig. 3 bis 5 gezeigten Schalters, also ebenfalls kleiner als der des
in Fig. i und 2 gezeigten Schalters. Während aber die Flächenersparnis des Schalters
nach Fig. 3 bis 5 durch den Fortfall der spannungführenden Ausschaltstellung erkauft
werden mußte; kann der Schalter nach der Erfindung in gleicher Weise wie der eine
große Fläche beanspruchende Schalter nach Fig. i und 2 auch in seiner Mittelstellung
an Spannung gelegt werden, denn in der Mittelstellung entspricht der gegenseitige
Abstand der spannungführenden Schalterteile dem erforderlichen Mittelwert a. Der
Schalter nach der Erfindung kann also eine Ausschaltstellung erhalten: Für die praktische
Ausbildung des Trennumschalters nach der Erfindung gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Die einfachste Lösung besteht darin, daß jeder der einzelnen Schaltarme mit einem
Einzelantrieb versehenwird und daß diese Einzelantriebe in der richtigen Reihen-
und Zeitfolge betätigt werden. Gegebenenfalls können auch nur zwei Antriebe vorgesehen
werden, von denen der eine den Mittelschaltarm und den einen der beiden Seitenschaltarme
bewegt, während der andere Antrieb den Mittelschaltarm und den anderen Seitenschaltarm
bewegt, wobei diese beiden Antriebe wechselweise nacheinander betätigt werden. Eine
besonders einfache und vorteilhafte Anordnung ergibt sich jedoch. `renn gemäß der
weiteren Ausbildung der Erfindung an dem Mittelschaltarm ein Umkehrantrieb vorgesehen
wird, welcher nicht nur den Mittelschaltarm durch Verschwenken im einen oder anderen
Drehsinn in die eine oder andere seiner beiden Einschaltstellungen bringt, sondern
gleichzeitig ein Getriebe betätigt, welches die Schaltarme der Seitenstützer über
je eine zweier wechselweise lösbarer Kupplungen o. dgl. in der durch die Erfindung
angegebenen Weise zwangsläufig mitbewegt. Als Getriebe mit wechselweise lösbaren
Kupplungen wird vorteilhaft ein Maltesergetriebe oder ein ähnliches Getriebe vorgesehen.
Einige Ausführungsbeispiele hierfür sind in den Fig. g bis 2i dargestellt.
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Die Fig. g bis i r zeigen ein Ausführungsbeispiel in dei drei Schaltstellungen
gemäß Fig. 6 bis B. Ein Seitenriß zu dem mittleren Teil der Fig. io, dem Mittelstützerschaltarin
und dem an diesem angebrachten Getriebe ist in Fig. 12 gezeigt, während Einzelteile
-des Getriebes in den Fig. 13 und 14 dargestellt sind.
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Zur Erläuterung sei zunächst auf die Fig. 13 und 14 verwiesen. In
Fig. 13 ist ein Malteserkreuz i2 gezeigt, welches nur zwei Flügel besitzt.
' Das Malteserkreuz liegt mit der Rundung seines einen Flügels an der teilweise
ausgesparten Vcrriegclungsscheibe 13 an. -In die Gabel des Kreuzes 12 greift ein
Mitnehmerstift 14 ein, welcher auf einer unter den Teilen r2 und 13 liegenden
Scheibe 15 befestigt ist. Die Scheiben 13 und 15 sind fest miteinander verbunden.
Werden die Scheiben 13 und 15 im Linkssinne gedreht, so nimmt der Mitnehmerstift
1q. das Kreuz i2 so lange mit, bis der andere Flügel des Kreuzes mit seiner Rundung
an dem Rand der Scheibe 13 anliegt. Werden dagegen die Scheiben 13
lind 15
aus der in der Zeichnung dargestellten Lage im Rechtssinn gedreht, so tritt der
Stift 1q. aus der Gabel des Kreuzes heraus, ohne das Kreuz mitzunehmen. Auch eine
willkürliche oder unbeabsichtigte Drehung des Kreuzes ist dabei infolge der an sich
bekannten Sperrwirkung zwischen dem Kreuz und der Scheibe 13 nicht möglich.
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Die Fig. 1q. zeigt eine ähnliche Anordnung mit einem Malteserkreuz
16, einer Verriegelungsscheibe 17 und einem Mitnehmerstift 18, während die
den Stift tragende Scheibe wiederum mit 15 bezeichnet ist.
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Denkt man sich nun die Teile i2 bis 1q. der Fig. 13 so auf die Teile
der Fig. 14 gelegt, daß sich die Mittelpunkte der Scheiben 13, IS und 17
decken, dann ergibt sich die in Fig. io im Grundriß und in Fig. i2 im Seitenriß
gezeigte Anordnung (die Teile 1ä bis 18 haben hier die gleichen Bezugszeichen).
Wie aus
den Fig. io und 12 ersichtlich, sind die Stifte i-. und
18 gemeinsam auf der Scheibe i 5 be festigt.
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Dieses Getriebe ist nun, wie Fig. io zeigt, mit der Achse des Mittelschaltarmes
ii (vgl Fig. 6 bis 8) lest verbunden. Ferner sind die beiden Kreuze 12 und 16 mittels
der Steuerstangen ig und 2o derart mit den Seiten schaltarmen verbunden, daß diese
sich zwangsläufig bei einer Bewegung des einen oder anderen Kreuzes mitbewegen.
Schließlich ist an der Scheibe 15 noch ein Umkehrantrieb zur Bewegung der Scheibe
i 5 sowie auch des Mittelschaltarmes i i angebracht, welcher in der Zeichnung lediglich
andeutungsweise "durch die beiden Druckkolben 21 und wiedergegeben ist.
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Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende: Soll beispielsweise,
ausgehend von der Ausschaltstellung nach Fig. io, die Schaltstellung nach Fig. 9
(entsprechend der Fig.6) hergestellt werden, so muß der Mittelschaltarm i i mittels
des Umkehrantriebes 21, 22 nach links verschwenkt werden. Gleichzeitig bewegt sich
dann die Scheibe 15 linksherum und mit ihr die beiden Mitnehmerstifte 14 und 18.
Der Stift 14 nimmt das Kreuz 12 finit und bringt es in die in Fig. 9 gezeigte Stellung.
Das Kreuz 12 zieht den Seitenschaltarm 9 in die Einschaltstellung, so daß er hier
mit dem Mittelschaltarm zum Eingriff kommt. Der Stift 18 dagegen läuft bei der Bewegung
der Scheibe 15 frei, so daß das Kreuz 16 und mit diesem der Seitenschaltarm io in
Ruhe verbleiben. -Soll jetzt der Schalter beispielsweise aus der Stellung der Fig.
9 in die der Fig. i i gebracht werden, so wickelt sich der eben beschriebene Vorgang
zunächst in umgekehrter Reihenfolge ab, bis die Mittelstellung nach Fig. io wieder
erreicht ist. Bei der weiteren Bewegung des Mittelschaltarmes i i und der Scheibe
15 im Rechtssinne nimmt jetzt der Stift i8 das Kreuz 16 mit, welches seinerseits
den Seitenschaltarm io betätigt, während der Stift 14 das Kreuz 12 und mit diesem
den Seitenschaltarm 9 in der in Fig. io gezeigten Ruhestellung läßt.
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Ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung und insbesondere des
erfindungsgemäß verwendeten Umkehrantriebs ist in den Fig. 15 bis 17 gezeigt. Die
Schaltstellungen dieser Figuren entsprechen denen in Fig. 9 bis i i. Demnach sind
wiederum 9 und io die beiden Seitenschaltarrne und i i der Mittelschaltarm. Eine
Steuerscheibe 23 wird in ähnlicher Weise wie in Fig. 9 bis i i die Scheibe 15 von
einem durch die beiden Druckzvlinder 2i und 22 angedeuteten Umkehrantrieb wechselweise
in dem einen oder anderen Drehsinn bewegt. Die Steuerscheibe 23 hat die aus der
Zeichnung ersichtliche Sichelform. An den Spitzen der Sichel befindet sich je ein
Mitnehmerstift 24. bzw. 25. Diese beiden Stifte greifen in Schlitze der schwenkbaren
Steuergabel 26 bzw. 27 ein. Durch Verschwenken der Steuergabeln 26 und 27 wird mittels
der Steuerstangen ig und 2o (vgl. die gleichbezeichneten Stangen in Fig. io) der
eine oder andere der beiden Seitenschaltarme 9 und io in der bei Fig. io erläuterten
Weise betätigt.
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Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende: Soll der Schalter aus
der in Fig. 16 gezeigten Mittelausschaltstellung in die linke Ausschaltstellung
gemäß Fig.15 gebracht werden, so wird die Steuerscheibe 23 im Linkssinne gedreht.
Der Mitnehmerstift 25 verschwenkt dann die Steuergabel 27 nach rechts und
bringt mittels der Steuerstange ig den linken Seitenschaltarm 9 in die Einschaltstellung.
Gleichzeitig gelangt beim Drehen der Steuerscheibe 23 der mit dieser starr gekuppelte
Mittelschaltarm i i in die linke Einschaltstellung. Die Steuergabel 26 bleibt während
des beschriebenen Vorganges in ihrer Ruhestellung, denn ihr Mitnehmerstift 24 ist
aus ihrem Schlitz herausgeglitten. Somit bleibt auch der rechte Seitenschaltarm
io in seiner Ruhestellung. Ein willkürliches oder unbeabsichtigtes Bewegen des Seitenschaltarmes
io ist nicht möglich, da dies durch einen an der Steuergabel 26 befestigten Verriegelungsstift
28 verhindert wird, welcher bei der Bewegung der Steuerscheibe 23 an dem Rand dieser
Scheibe anliegt und hierdurch die Steuergabel 26 an einer Verschwendung im Einschaltsinn
hindert. In gleicher Weise ist die Schaltgabel27 mit einem Nrerriegelungsstift 29
versehen.
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Schließlich ist noch ein Anschlagstift 30 vorgesehen, welcher in den
Endstellungen der Steuerscheibe 23 an deren Aussparung anliegt und somit den Weg
der Steuerscheibe begrenzt.
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Soll der Tiennumschalter nun beispielsweise aus der in Fig. 15 gezeigten
Stellung in die andere Einschaltstellung nach Fig. 17 gebracht werden. so spielt
sich zunächst der soeben geschilderte Vorgang in umgekehrter Reihenfolge ab, bis
der Schalter wieder seine in Fig.16 gezeigte Mittelausschaltstellung einnimmt. Beien
Weiterdrehen der Steuerscheibe 23 verbleibt nunmehr die Steuergabel 27 in ihrer
Ruhestellung, während die Steuergabel 26 durch den Stift 24 mitgenommen wird und
über die Stange 2o den rechter. Seitenschaltarm io bewegt.
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Die vorstehend beschriebeneWirkungsweise der Anordnung nach Fig. 15
bis 17 zeigt, daß hier ein dem Maltesergetriebe ähnliches Getriebe vorgesehen ist,
wobei die Schlitze der Steuergabeln 26 und 27 den Schlitzen der
Kreuze
12 und 16 (in Fig. 9 und i i) entsprechen. Die in die Schlitze eingreifenden Mitnehmerstifte
entsprechen einander- ebenfalls, und den Verriegelungsscheiben 13 uni 17 in Fig.
9 bis ir°entsprechen die Verriegelungsstifte 28 und 29 in Fig. 15 bis 17.
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Der Umkeh-antrieb des Trennumschalters nach der .Erfindung wird zweckmäßig
mit einem Gehäuse versehen, wofür in den Fig.18 bis 21 zwei Ausführungsbeispiele
gezeigt sind. Das in Fig. 18 im Aufriß und in Fig. i9 im Grundriß dargestellte Gehäuse
besteht aus einem runden Mittelteil 31 und zwei keilförmigen Seitenteilen 32 und
33 und dient zur Aufnahme der Getriebeteile des in Fig. 9 bis i i oder 15 bis 17
gezeigten Umkehrantriebes. Es umschließt bei Fig. 9 bis i i die Teile 12 bis 18
und bei. Fig. 15 bis 17 die Teile 23 bis 29. Gegebenenfalls können außer
diesen Getriebeteilen des Umkehrantriebes auch seine Antriebsmittel 21, 22 in das
Gehäuse aufgenommen werden. Der Teil 31 des Gehäuses befindet sich unter dem Mittelstützer
i. Die Getriebeteile werden derart in dem Gehäuse angeordnet, daß sich die Kreuze
ia und 16 der Fig. 9 bis i i bzw. die Steuergabeln 26 und 27 der Fig. 15 bis 17
in den Seitenteilen 32 und 33 des Gehäuses befinden, so daß die in Fig. 18 und i9
mit den Bezugszeichen 34. und 35: versehenen Achszapfen den Drehzapfen der Kreuze
12 und 16 bzw. den Drehzapfen der Steuergabeln 26 und 27 entsprechen. Auf diesen
Zapfen ist je ein Hebel 36 bzw. 37 angebracht, welche mittels ihrer Zapfen 38 und
39 die in den Fig. 9 bis i i und 15 bis 17 gezeigten Steuerstangen 19 und 2o zur
Bewegung der Seitenschaltarme betätigen können. Statt der Hebel 36 und 37 können
auch beliebige andere Getriebemittel, z. B. Zahnräder, zur Bewegung der Seitenschaltarme
vorgesehen werden.
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Eine besonders raumsparende Anordnung der Getriebeteile des Umkehrantriebes
nach der Erfindung und seines Gehäuses ist in Fig. 2o und 2r gezeigt. Wie in Fig.
9 bis ii erläutert, besteht das an dem Mittelstutzer angebrachte Umkehrgetriebe
aus zwei gleichartigen Getriebeteilen, von denen der eine zum Antrieb des Seitenschaltarmes
io und der andere zum Antrieb des Seitenschaltarmes 9 bestimmt ist. Gemäß der weiteren
Ausbildung der Erfindung können diese beiden gleichartigen Getriebehälften auch
so übereinander angeordnet werden, daß das Malteserkreuz 12 über dem Kreuz 16 liegt.
Das Getriebe ist dann zwar etwas höher, nimmt aber in der Breitrichtung des Trennumschalters
wesentlich weniger Platz ein. Das Gehäuse für ein solches Getriebe kann dann die
in Fig. 20 und 21 gezeigte Form haben, bei welcher statt der beiden in Fig. 18 und
i9 gezeigten keilförmigen Seitenteile 32 und 33 nur noch ein einziger Seitenteil
40 erforderlich ist.
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In gleicher Weise kann auch für das Ausführungsbeispiel nach Fig.
15 bis 17 ein Gehäuse gemäß Fig.2o- und 21 verwendet werden, wenn die beiden gleichartigen
Hälften des Getriebes so übereinandergelegt werden, daß die Drehpunkte der beiden
Steuergabeln 26 und 27 aufeinanderliegen.
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Die Erfindung ist nicht an die in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
gebunden, sondern kann in mannigfacher Weise abgewandelt werden. Beispielsweise
kann der Dreh-Trennumschalter nach der Erfindung auch derart ausgeführt werden,
daß sich die Schaltarme nicht parallel zur Grundplatte des Schalters, sondern in
der von den Stützerachsen gebildeten, zur Grundplatte des Schalters senkrechten
Ebene drehend bewegen, denn auch in diesem Falle wird der Vorteil erreicht, daß
die Schalterabmessungen trotz der Möglichkeit einer spannungführenden Nullstellung
des Schalters in derjenigen Ebene, in der sich die Schaltarme bewegen, gegenüber
bekannten Anordnungen erheblich kleiner werden. Insbesondere aber können auch beliebig
anders ausgebildete Antriebe verwendet werden, die in gleicher Weise wie die in
der Zeichnung dargestellten Antriebe während des Herstellens und Lösens der Schaltverbindung
zwischen dem Mittelstützer und einem jeden der beiden Seitenstützer den Schaltarm
des am Schaltvorgang jeweils unbeteiligten Seitenstützers in seiner Ausschaltstellung
belassen.