DE720451C - Freiflugkolbenmaschine mit mehrstufigem Verdichter - Google Patents

Freiflugkolbenmaschine mit mehrstufigem Verdichter

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DE720451C
DE720451C DEJ47239D DEJ0047239D DE720451C DE 720451 C DE720451 C DE 720451C DE J47239 D DEJ47239 D DE J47239D DE J0047239 D DEJ0047239 D DE J0047239D DE 720451 C DE720451 C DE 720451C
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DE
Germany
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machine
stages
piston
compressor
pressure
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DEJ47239D
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English (en)
Inventor
Hermann Jaenicke
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FORSCHUNGSANSTALT PROF JUNKERS
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FORSCHUNGSANSTALT PROF JUNKERS
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B71/00Free-piston engines; Engines without rotary main shaft
    • F02B71/04Adaptations of such engines for special use; Combinations of such engines with apparatus driven thereby

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Compressors, Vaccum Pumps And Other Relevant Systems (AREA)

Description

  • Freiflugkolbenmaschine mit mehrstufigem Verdichter Bei Freiflugkolbenmaschinen mit gegenläufigen Massen ist es bekannt, diese Massen zwecks Sicherung der genauen Gegenläufigkeit durch ein Kupplungsgetriebe, z. B. aus Zahnstangen und dazwischengeschalteten Zahnrädern bestehend, zwangsläufig miteinander zu verbinden. Um das Kupplungsgetriebe so leicht wie möglich halten zu können, soll dasselbe von Krafteinwirkungen sowie auch von der Übertragung mechanischer Arbeit von der einen Maschinenseite zur anderen nach Möglichkeit entlastet sein. Bei mehrstufigen Freiflugkolbenverdichtern hat man deshalb vorgeschlagen, beide Maschinenseiten spiegelbildlich gleich auszubilden, also beispielsweise bei einem dreistufigen Verdichter auf jeder Maschinenseite eine erste, zweite und dritte Stufe, mithin insgesamt sechs Stufen anzuordnen. Eine solche Maschine wird dadurch naturgemäß außerordentlich lang, also raumversperrend und vielteilig. Auch die zur Beschaffung der notwendigen Motorspülluft dienende Spülpumpe muß dann zweiteilig, je ein Teil auf jeder Maschinenseite, ausgeführt werden, damit ihr Leistungsbedarf nicht einseitig abgenommen wird. Verzichtet man auf den spiegelbildlich seitengleichen Aufbau der Maschine, indem beispielsweise die Spülpumpe einseitig angeordnet wird oder indem man auf den beiden Maschinenseiten eine ungleiche Zahl von Verdichterstufen vorsieht, so muß das Kupplungsgetriebe auf dem Arbeitshub und auf dem Rückhub einen mehr oder weniger großen Arbeitsbetrag von der einen Maschinenseite zur anderen übertragen, es muß demzufolge kräftiger und schwerer ausgeführt werden als bei vollkommen symmetrisch gebauten Maschinen. Dadurch wird aber das Gewicht der frei schwingenden Massen in unerwünschter Weise erhöht, die Herstellung der Maschine verteuert und auch infolge der erhöhten Reibungsverluste im Kupplungsgetriebe der Wirkungsgrad der Maschine herabgesetzt.
  • Die Erfindung soll die Aufgabe lösen, bei Freiflugkolbenverdichtern mit drei oder mehr Stufen und gegenläufigen Massen, aber mit nicht spiegelbildlich gleicher Ausgestaltung und Anordnung der auf beiden Maschinenseiten (also außer dem Motorarbeitsraum) vorzusehenden Hubräume das Kupplungsgetriebe von der Beanspruchung durch eins ei itige Überschußkräfte und von der Übertragung nennenswerter Arbeitsbeträge von einer Maschinenseite auf die andere zu entlasten und damit die Vorteile der völlig symmetrisch gebauten Maschine zu erzielen, ohne deren Nachteile in Kauf nehmen zu müssen. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß in der Weise gelöst, daß die in den einzelnen Hubräumen herrschenden Druckverhältnisse oder die Volumenverhältnisse oder beide anders gewählt werden als beim üblichen Mehrstufenverdichter, bei dem die je Arbeitsspiel (Hin- und Rückhub) verfügbare Nutzarbeit auf die einzelnen Stufen gleichmäßig verteilt wird. Sonach ändern sich auch gegenüber dem üblichen Mehrstufenverdichter die in den einzelnen Hubräumen aufgenommenen bzw. abgegebenen Arbeitsbeträge. Die Bemessung der Druck- bzw. Volumenverhältnisse in den genannten Hubräumen soll so erfolgen, daß die auf den beiden Maschinenseiten auf diese Räume entfallenden Arbeitssummen und Kolbenkräfte sowohl auf dem Arbeitshub wie auf dem Rückhub einander möglichst gleich werden.
  • Die näheren Einzelheiten der Erfindung, Maßnahmen zu ihrem weiteren Ausbau undein Beispiel der praktischen Ausgestaltung sollen im folgenden unter Zuhilfenahme der Zeichnung erläutert werden.
  • Die Abb. i bis 3 zeigen Druckvoluinendiagramme einer Verdichterstufe und sollen die Möglichkeiten der Änderung der Arbeitsaufnahme dieser Verdichterstufe beim Arbeitshub bzw. der Arbeitsabgabe beim Rückhub veranschaulichen.
  • Abb. 4. zeigt das Schema einer Freiflugkolbenmaschine nach der Erfindung.
  • In dem Diagramm nach Abb. i stellt die Linie B-C die Verdichtung des angesaugten Gases vom Druck p1 auf den Druck p2, die Linie C-E das Ausschieben des verdichteten Gases dar; die hierbei an die Verdichterstufe abgegebene Arbeit wird durch die zwischen diesen Linien und der Linie p = o liegende Fläche A B C E F A dargestellt. Die im Totraumvolumen vT enthaltene Gasmenge ist dabei ebenfalls auf den Druck p. verdichtet, in ihr ist ein Teil der während des Arbeitshubes an die Verdichterstufe abgegebenen Arbeit aufgespeichert, welche nach Kolbenumkehr auf dem Rückhub nunmehr an das frei schwingende Massensystem und weiter an die Motorladung des Energieerzeugers zum Zwecke ihrer Verdichtung abgegeben wird. Es findet demnach auf dem Rückhub eine arbeitabgehende Expansion vom Druck p= auf den Druck p1 nach Linie E- G und danach bei dem Ansaugdruck pt ein Ansaugen einer treuen Gasmenge nach Linie G-B statt; die während des Rückhubes an den #_erdichterkolben abgegebene Arbeit ist durch die Fläche E F A B G E gekennzeichnet. Die mit dem aus der Verdichterstufe ausgeschobenen Gas nach außen abgeführt, Arbeit wird durch die Differenzfläche B C F_ G B dargestellt. Die Größe der während des Arbeitshubes bzw. des Rückhubes geleisteten Arbeiten, also die Größe der Flächen A B C E F A bzw. E F A B G E, ist eine Funktion des Druckverhältnisses und des Volumenverhältnisses Vergrößert man beispielsweise das Volumenverhältnis indem man gemäß Abb. 2 den Zusatztotraum v'T hinzuschaltet, so erhält man ein neues Diagramm B C E G' B. Das ursprüngliche Diagramm B C E G B nach Abb. i ist in Abb. 2 gestrichelt eingezeichnet. Man ersieht daraus, daß die während des Arbeitshubes an die Verdichterstufe abgegebene Arbeit um die Diagrammfläche B C C' B kleiner geworden, dagegen die gespeicherte und auf dem Rückhub wieder abgegebene Arbeit um die Fläche E G G' E gewachsen ist: die nach außen abgeführte Arbeit B C' E G' B ist demnach gegenüber der DiagrammflächeB C E G B der Abb. i um diese Flächen verkleinert.
  • Im Diagramm nach Abb.3 ist gegenüber dem gestrichelt gezeichneten ursprünglichen Diagramm B C E G B der Abb. i das Druckverhältnis erhöht worden auf während das Voluinetiverhältnis das gleiche geblieben ist. Hierdurch ist die Arbeitsleistung auf dem Arbeitshub um die Fläche C C" E" E C größer geworden, und auch die Expansionsarbeit im ersten Teil des Rückhubes ist um die Fläche E" E G G" E" angewachsen.
  • Man sieht hieraus, daß es möglich ist, durch Wahl der Druck- und Volumenverhältnisse die von einer Verdichterstufe beim Arbeitshub aufgenommenen und beim Rückhub abgegebenen -Arbeitsbeträge und damit auch die Differenz beider in weiten Grenzen zu verändern. Von dieser Möglichkeit tvird erfindungsgemäß Gebrauch gemacht, um auch bei nicht beiderseits spiegelbildlich gleich gestalteten Freiflugkolbenverdichtern sowohl beim Arbeitshub als beim Rückhub je möglichst gleich große Arbeitsbeträge auf beiden Maschinenseiten zur Wirkung zu bringen und so das -den Gleichlauf der Flugmasse erzwingende Kupplungsgetriebe von Arbeitsübertragung zu entlasten, abgesehen vielleicht vom Antrieb von Hilfsaggregaten, wie Brennstoff-oder Kühlwasserpumpen, deren Arbeitsbedarf verhältnismäßig sehr gering ist.
  • Würde man beispielsweise bei einem dreistufigen Freiflugkolbenverdichter drei un-I;leich auf beide Maschinenseiten verteilte Verdichterräume vorsehen und, wie es sonst im Verdichterbau allgemein üblich ist, den Gesamtarbeitsbedarf auf diese Stufen gleichmäßig verteilen, also in allen Stufen.gleiche Druck- und Volumenverhältnisse vorsehen, so würden auf der einen Seite 2/3, auf der anderen Seite 1/3 der G_ esamtarbeit aufgenommen, während % der Gesamtarbeit durch das Kupplungsgetriebe von der einen Seite auf die andere übertragen werden müßte. Wählt man dagegen erfindungsgemäß die Druckverhältnisse in den beiden Stufen, die gemeinsam auf der einen Maschinenseite angeordnet sind, kleiner als das Druckverhältnis der anderen Stufe, die allein auf der anderen Maschinenseite liegt, so kann man die verfügbare Arbeit gleichmäßig auf beide Maschinenseiten verteilen. Man erzielt so bei einfachem Aufbau der Maschine (mit einer Mindestzahl von Hubräumen) ein entlastetes, also leichtes Getriebe und eine Erhöhung der Gesamtwirtschaftlichkeit durch Wegfall der Übertragungsverluste. An Stelle oder neben der Änderung des Druckverhältnisses kann auch das Volumenverhältnis der einzelnen Stufen (und zwar im gleichen Sinne wie für das Druckverhältnis. angegeben) verändert werden. Allerdings bedingt diese Maßnahme eine Verkleinerung der Ansaugestrecke G-B (Abb. i) auf die Größe G'B (Abb. a) und damit der je Rückhub vom Kolben angesaugten Gasmenge dieser Stufe. Diese Verringerung der Ansaugestrecke kann man jedoch leicht durch eine entsprechende Vergrößerung des Kolbendurchmessers ausgleichen, eine Maßnahme, die wiederum in anderer Hinsicht von Vorteil werden kann. Denn es ist für die Getriebeentlastung nicht allein wichtig, die von einer Maschinenseite auf die andere zu übertragende Arbeit auf ein Minimum zu reduzieren, sondern es soll auch die Differenz der Kolbenkräfte beider Seiten in allen Kolbenstellungen möglichst gering sein, Erfahrungsgemäß wird diese Differenz am Ende des Arbeitshubes am größten. Da nun die Kolbenkraft gleich dem Produkt spezifischer Druck (p1 bzw. p2) mal Kolbenfläche ist, so ist es zweckmäßig, die Kolbenfläche der Stufen auf der Maschinenseite mit geringer Stufenzahl möglichst groß zu wählen.
  • Die Größe der Kolbenkräfte am Arbeitshabende kann weiterhin in gewissen Grenzen durch Beeinflussung des Druckes p2 geregelt werden, indem man die nur für einen unendlich- großen Aufnehmer gültige waagerechte Ausschublinie 'C-E (Abb. i) durch entsprechende Größenbemessungen des Aufnehmers, in welchen das Gas aasgeschoben wird, mehr oder weniger steil- etwa nach Linie C-1( ansteigen läßt, so daß ein höherer Enddruck P2" erreicht wird.
  • Manchmal ist -es: sogar erwünscht, die Kolbenfläche einer Stufe noch mehr zu vergrößern, als es durch die Vergrößerung des Volumenverhältnisses erreichbar ist. Hierdurch würde allerdings das nutzbare Hubvolumen der betr. Stufe, da der für alle Stufen gleich große Kolbenhub festliegt, zu groß werden, die Arbeitsaufnahme würde zu hoch -ansteigen und die gleichmäßige Arbeitsverteilung beider Maschinenseiten wiederum gestört werden. Um dies zu vermeiden, wird empfohlen, aus einer oder mehreren Stufen zu Beginn des Arbeitshubes einen Teil des angesaugten Gasvolumens in an sich bekannter Weise wieder auszuschieben, so daß also z. B. in Abb. i der den Verdichtungsbeginn bezeichnende Punkt B auf der Linie B-G nach links verschoben würde.
  • Wird ein solches Wiederausschieben bei einer Niederdruckstufe eines Luftverdichters vorgesehen, so kann in ebenfalls bekannter Weise die wieder aasgeschobene Luftmenge als Zusatz zu der von einer Spülluftpumpe geförderten Spülluft verwendet werden. Die Spülluftpumpe kann dabei durch die Rückseite eines oder mehrerer Verdichterkolben gebildet werden. Es ist natürlich auch möglich, für die Spülluftbeschaffung eine besondere Kolbenpumpe vorzusehen, die dann so anzuordnen ist, daß ihr Arbeitsbedarf zum Ausgleich der Summen der sich für beide Maschinenseiten ergebenden Arbeitsbeträge mit herangezogen werden kann.
  • Haben einzelne Verdichterstufen einen größeren Durchmesser als- der Motor, so entsteht auf der Verdichterkolbenrückseite eine Differenzfläche gleich der Verdichterkolbenfläche, vermindert um die Motorkolbenfläche. Man kann nun diese Differenzfläche ebenfalls als wirksame Kolbenfläche ausnutzen, etwa als Spülpumpenkolben, als Kolben einer Verdichterstufe oder eines arbeitaufnehmenden und nach Kolbenumkehr wieder abgebenden Energiespeichers. Immer sind selbstverständlich die Druck- und Volumenverhältnisse auch dieser Hubräume so zu wählen, daß die hier wirksamen Arbeitsbeträge zusammen mit denen der übrigen Verdichterstufen beim Arbeitshub und beim Rückhub für beide Maschinenseiten gleiche Arbeitssummen ergeben. Ebenso sind Energiespeicher, welche, ohne Arbeit nach außen abzuführen, Arbeit auf dem. Arbeitshub aufspeichern und diese auf dem Rückhub wieder abgeben, hinsichtlich ihrer Druck- und Volumenverhältnisse sinngemäß im Hinblick auf einen gesamten Energieausgleich beider Maschinenseiten zu bemessen.
  • Die Erfindung läßt- sich bei allen Freiflugkolbenmaschinen mit mehrstufigen Energieabnehmern und nicht spiegelbildlich gleicher Anordnung der Stufen auf beiden Seiten. anwenden, beispielsweise bei einem dreistufigen Verdichter mit zwei Stufen auf einer Seite und einer Stufe auf der anderen Maschinenseite; aber auch bei Verdichtern mit gerider Stufenzahl mit mehr als drei Stufen ist die Erfindung mit Vorteil anwendbar, da es ja bei der Freiflugkolbenmaschine auf den Ausgleich der je Hub auf beiden Seiten wirksamen Arbeitsbeträge ankommt, also nicht auf gleiche Flächen der beim Hin- und Rückhub umschriebenen Diagramme (Nutzarbeitsfläche) jeder Stufe, sondern auf gleiche Stimmen derjenigen Diagrammflächen beider Maschinenseiten, die jeweils zwischen der Linie veränderlichen Druckes und der Linie p = o liegen; diese Diagrammflächen können aber bei gleicher Verteilung der @TUtzarbeitsflächen sehr verschieden groß sein, so daß auch hier ein Ausgleich gemäß der Erfindung erhebliche Vorteile bietet.
  • Abb.4 veranschaulicht an dem Beispiel eines dreistufigen Freiflugkolbenverdichters die wesentlichen Erfindungsmerkmale.
  • In dem Motorzylinder i bewegen sich die beiden Motorkolben 2, 3 gegenläufig, wobei der Kolben 2 die Spülschlitze q. und Kolben 3 die Auspuffschlitze 5 steuert. Der Motorkolben 2 ist mittels seiner Verlängerung 6 mit dem Verdichterkolben 8 der ersten Verdichterstufe (Arbeitsraum 9) und mit dem Kolben ? i der dritten Stufe (Arbeitsraum 22) starr verbunden; der Motorkolben 3 ist über seine Verlängerung 7 mit dem Kolben io der zweiten Stufe (Arbeitsraum i i) fest verbunden. Die beiden so gebildeten Flugmassen 2, 6, 8, 21 und 3, 7, io sind mittels zweier Zahnstangenpaare 12, 12' und mit diesen im Eingriff stehenden, am Gehäuse des Motorzylinders gelagerten Zwischenzahnrädern 13 zu genau gegenläufiger Bewegung miteinander gekuppelt. Die erste Verdichterstufe 9 saugt das zu fördernde Gas durch die Saugventile 1.4 an und fördert es über die Druckventile 15 in den Aufnehmer 16, von dort tritt es durch die Saugventile 17 in die zweite Stufe i i, wird von dieser über die Druckventile 18 in den Aufnehmer i9 gefördert und von dort über das Saugventil2o der dritten Stufe22 zugeführt, um schließlich über das Druckventil 23 in die Verbrauchsleitung einzutreten.
  • Das Druck- und Volumenverhältnis der zweiten Verdichterstufe i i ist in diesem Falle größer gewählt als bei den beiden anderen Stufen, um die Arbeitsbeträge beider Seiten auf dem Arbeitshub und auf dem Rückhub einander anzugleichen. Um auch die Kolbenkräfte, insbesondere am Ende des Arbeitshubes, auf beiden Seiten möglichst gleich groß zu bekommen, muß der Durchmesser des Kolbens lo der zweiten Stufe verhältnismäßig sehr groß gewählt werden; damit nun diese Stufe wiederum infolge des so entstandenen großen Arbeitsvolumens nicht eine zu große Arbeitsaufnahme aufweist, wird ein Teil des angesaugten Gases wieder ausgeschoben. Zu diesem Zwecke sind im Zylindermantel dieser zweiten Stufe Druckventile 24 vorgesehen, über welche zu Beginn des Arbeitshubes ein Teil des durch die Ventile 17 angesaugten Gases in den Aufnehmer 16 zurückgeschoben -wird, so lange, bis der Kolben io die Ventile 2d. überschritten hat. Auch bei der ersten Verdichterstufe sind solche Ausschubventile 25 vorgesehen; die durch diese Ventile 25 wieder ausgeschobene Luft dient als Zusatz zu der von der Spülpumpe geförderten Spülluft und «wird durch eine Leitung 26 nach dem als Spülluftaufnehmer dienenden Motorgehäuse 33 gefördert. Als Spülpumpe dient beispielsweise der der Maschinenmitte zugekehrte, an die Rückseite des Kolbens 8 angrenzende und durch eine Wand 29 abgeschlossene Raum 3o des Zylinders der ersten Verdichterstufe, der mit Saugventilen 27 und Druckventilen 28 versehen ist. Diese Spülpumpe saugt Luft beim Arbeitshub an und fördert sie beine Rückhub in den Spülluftaufnehmer 33. Dem auf diese Spülpumpe entfallenden Arbeitsbetrag kann zur Entlastung des Kupplungsgetriebes ein entsprechender, vom Kolben io der zweiten Stufe bei seinem Rückhub zu leistender Arbeitsbetrag gegenübergestellt werden. Zu dem Zweck wird beispielsweise der der Maschinenmitte zugekehrte Raum 32 der zweiten Stufe durch eine Wand 31 abgeschlossen und so als Puffer ausgebildet, in dem beim Rückhub eine Verdichtung stattfindet. EinteilweiserAusgleichfindet auch schon dann statt, wenn dieser Raum 32 mit der Atmosphäre in Verbindung steht, da dann beim Rückhub der Gegendruck der Atmosphäre zu überwinden ist. Die Druck- und Volumenverhältnisse in den drei Verdichterstufen 9, 11, 22 und in den rückseitigen Hubräumen 30, 32 sind also so gewählt, daß sowohl beim Arbeitshub als' auch beim Rückhub die zur Wirkung kommenden Arbeitsbeträge beider Seiten einander angenähert gleich sind .und das Kupplungsgetriebe demzufolge in weitgehendem Maße entlastet ist.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Freiflugkolbenmaschine mit einem Verdichter mit drei oder mehr Stufen und mit gegenläufigen, zur Aufrechterhaltung des Gleichtaktes mittels eines Getriebes miteinander gekuppelten Massen, dadurch gekennzeichnet, daß bei nicht spiegelbildlicher Verteilung der Verdichterräume des Verdichters auf die beiden Maschinenseiten zur Entlastung des Kupplungsgetriebes die die # Arbeitsaufnahme und -abgabe sämtlicher Verdichterräume, einschließlich der Hilfsverdichter, wie Energiespeicher (Puffer) und SpüR.uftverdichter, bestimmenden Druck- und Volumenverhältnisse so bemessen sind, daß die auf den beiden Maschinenseiten auf diese Räume entfallenden Arbeitssummen und Kolbenkräfte sowohl auf dem Arbeitshub wie auf dem Rückhub einander möglichst gleich werden.
  2. 2. Freiflugkolbenmaschine nach Anspruch i, bei der auf der einen Maschinenseite eine andere Anzahl von Verdichterstufen angeordnet ist als auf der anderen Maschinenseite, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckverhältnisse der Stufen auf der Maschinenseite mit geringerer Stufenzahl höher sind als die Druckverhältnisse der Stufen auf der anderen Maschinenseite.
  3. 3. Freiflugkolbenmaschine nach Anspruch i oder 2, bei der auf der einen Maschinenseite eine andere Anzahl von Verdichterstufen angeordnet ist als auf der anderen Maschinenseite, dadurch gekennzeichnet, daß die Volumenverhältnisse der Stufen auf der Maschinenseite mit geringerer Stufenzahl höher sind als die Volumenverhältnisse der Stufen auf der anderen Maschinenseite. .. Freiflugkolbenmaschine nach einem der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer oder mehreren Verdichterstufen (i i) an sich bekannte Auslaßglieder (2q., 25) vorgesehen sind, durch welche zu Beginn des Verdichtungshubes ein Teil des beim vorhergehenden Hub angesaugten Mittels aus dem Arbeitsraum der betreffenden .Stufe wieder ausgeschoben werden kann. 5. Freiflugkolbenmaschine nach Anspruch .4, dadurch gekennzeichnet, daß der Raum (26) hinter den Auslaßgliedern (25) einer Niederdruckstufe (9) mit den Spülöffnungen (q.) des Motorzylinders verbunden ist, so daß die wieder ausgeschobene Luftmenge einen Zusatz zu der aus einer Spülluftpumpe, z. B. gebildet von dem an die Rückseite des Kolbens (8) der ersten Stufe ;ängrenzenden Raum (30), geförderten Spülluft darstellt. 6. Freiflugkolbenmaschine nach einem der Ansprüche i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zwecke des Ausgleiches der auf beiden Maschinenseiten wirksamen Kolbenkräfte der Aufnehmer einer Stufe oder die Aufnehmer mehrerer Verdichterstufen, in welche das in den betreffenden Stufen verdichtete Gas ausgeschoben wird, in ihrer Größe so bemessen sind, daß sich eine ansteigendeAusschubdrucklinie (C-K) und ein entsprechend erhöhter _&usschubenddruck (p2') ergibt (Abb. i).
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