-
Flüssigkeitsfilter Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Flüssigkeitsfilter,
deren körnige Filtermasse durch Spülung mit Wasser und Luft gereinigt wird.
-
Während das Spülwasser sich durch richtige Bemessung der Austrittsquerschnitte
im Fikermassetragboden verhältnismäßig leicht gleichmäßig über den Filterbettquerschnitt
verteilen läßt, ist die gleichmäßige Verteilung der Spülluft wesentlich schwieriger.
Meistens werden hierfür besondere, mit entsprechend bemessenen Bohrungen versehene
Verteilungsrohre venvendet, die von einem Hauptrohr aus gespeist werden. Diese Rohrnetze
werden oft oberhalb des Tragbodens angeordnet, so daß also die Spülluft nicht durch
die Austrittsquerschnitte dieses Bodens hindurchtritt, sondern unmittelbar in den
körnigen Filterstoff eingefiihrt wird. Die Anordnung hat verschiedene Nachteile.
Wendet man für die eigentliche Filtermasse sog. Stütz oder Unterbauschichten an,
d. h. Kies mit nach unten zunehmender Korngröße, so ergeben sich leicht Verlagerungen,
weil durch die Luft besonders die obere feine Unterbauschicht hochgerissen und mit
der eigentlichen Filterschicht vermischt wird. Verzichtet man auf die Unterbauschichten,
so müssen die Löcher in den Luftverteilungsrohren sehr eng ausgeführt werden, damit
die eigentliche Iiiltermasse, die meist von sehr geringer Korngröße ist, nicht eindringen
kann.
-
Bei einer weiteren bekannten Bauart von Filterzwischenböden wird
die Luft durch ein Netz von zusammenhängenden, nach unten offenen Kanälen unter
dem Filterzwischen boden verteilt. Ihrer Wirkung nach entspricht diese Anordnung
der vorher beschriebenen, da die Spülluft aus den Luftverteilungskanälen unmittelbar
in die Filterschicht bzw. die Unterbauschicht eingeblasen wird.
-
Damit sind aber die schon beschriebenen Nachteile verbunden.
-
Diese Nachteile werden vermieden, wenn man die Luftverteilungsrohre
unterhalb des Filtennassetragbodens anordnet. Es ist aber
dann bei
den bekannten Bauarten praktisch unmöglich, die Luft auf die Filtertläche gleichmäßig
zu verteilen. Die aus den özinungen der Luftrohre austretende Spülluft steigt zunächst
mehr oder weniger senkrecht hoch und wandert dann an der ebenen Boden-Fläche nach
irgendeiner Austrittsöffnung, wobei geringste Unterschiede im Neigungswinkel des
Bodens, Unebenheiten, Wasserströmungen usw. die Austrittsstelle weitgehend verschieben
können, abgesehen davon, daß infolge irgendwelcher Undichtigkeiten im Tragboden
die Luft sogar bevorzugt an Stellen entweicht, wo sie nicht gebraucht wird oder
störend wirken kann.
-
Es sind wohl Filtermassetragböden bekanntgeworden, bei denen man
das Wandern der durch ein Rohrnetz gleichmäßig verteilten Luft unterhalb des Tragbodens
durch rinnenartige Einbuchtungen in der Querrichtung vermieden hat; doch gewährleistet
dies noch keine 1 Lösung der gestellten Aufgabe, da keine Einrichtungen vorhanden
sind, die auch eine gleichmäßige Verteilung der Luft in der Längsrichtung, der Einbuchtungen
gewährleisten. Die geringsten Unterschiede im Widerstand der Filterfüllung oder
eine Neigung des Bodens in der Längsrichtung der Einbuchtungen um nur wenige Millimeter
be wirkt, daß die Luft ungleichmäßig verteilt austritt; denn sie geht in jedem Falle
den Weg des geringsten Widerstandes.
-
Diese Nachteile werden durch die erfindungsgemäße Einrichtung beseitigt
und ein störungsfreies Spülen mit Wasser und Luft gewährleistet. Im Gegensatz zu
den bisherigen Ausführungen ist die Unterfläche des Tragbodens nicht als ebene Fläche
ausgeführt oder mit durchlaufenden rinnenartigen Einbuchtungen versehen, sondern
mit voneinander getrennten kassettenartigen Einbuchtungen, an deren Scheitelpunkten
jeweils die zugehörige Filterdüse angeschlossen ist. Unterhalb des Filtermassetragbodens
befindet sich nun das Rohrnetz zum Verteilen der zuzuführenden Spülluft. Das Wasser
für die Spülung wird ebenfalls unterhalb des Filtermassetragbodens eingeführt, und
zwar durch eine oder mehrere Leitungen oder öffnungen. Die Luftzuführungs- und -verteilungsrohre,
die zweckmäßig und in an sich bekannter Weise derart mit Austrittsöffnungen versehen
sind, daß über die gesamte Rohrlänge gleichmäßiger Luftaustritt stattfindet, werden
so ausgeführt, daß die austretende Luft sich auf die einzelnen Einbuchtungen oder
durch Rippen gebildeten Wassettell verteilt. Die Öffnungen der Rohre können sich
oben befinden, falls die Rohre unter einer Reihe von Einbuehtungen entlang geführt
sind. Die Öffnungen können aber auch seitlich angeordnet sein, falls die Rohre sich
unter den Rippen befinden, welche die Einbuchtungen voneinander trennen. Durch die
seitlichen öffnungen steigen dann gleichmäßig an beiden Seiten des Rohres die Luftblasen
hoch und verteilen sich auf die zu beiden Seiten des Rohres liegenden Einbuchtungen
Diese seitlichen öffnungen können schräg nach unten geneigt oder waagerecht oder
auch gar schräg nach oben geneigt angebracht werden. Die in die Einbuchtungen oder
Kassetten auf diese Weise strömende Luft rvird nun unmittelbar zusammen mit dem
Wasser oder getrennt von diesem je nach der Art, wie gespült werden soll, durch
die Filtermasse hindurchgetrieben.
-
Die Rückspülung, die auf diese Weise herbeigeführt wird, ist außerordentlich
gleichmäßig über den gesamten Filterboden verteilt. Iiie Durchtrittsöffnungen wird
man im allgemeinen an der höchsten Steile der z. B. trichterförmigen Vertiefungen
anbringen, un zu verhindern, daß sich irgendwelche Luftkammern bilden. Es ist aber
nicht unbedingt notwendig, so zu verfahren, da die Luft auf alle Fälle durch die
öffnungen hindurchgetrieben wird.
-
An Hand der Abb. I und 2 soll der Erfindungsgegenstand erläutert
werden.
-
Die Abb. 2 und 4 zeigen die untere Ansicht je eines erfindungsgemäß
ausgeführten Filtermassetragbodens von unten, während die Abb. 1 und 3 die dazugehörigen
Tragböden im Querschnitt zeigen. In dem Tragboden 1 sitzen die Filterdüsen 2, welche
durch Öffnungen mit dem Raum unterhalb des Tragbodens verbunden sind. Die untere
Fläche dieses Bodens ist mit kassettenartigen Einbuelltungen 4 versehen, an deren
höchstem Punkt 3 die Filterdüsen angeschlossen sind. Die Luftverteilungsrohre 5,
die oben (Abb. 3, linke Hälfte) oder seitlich (Abb. 1 und 3, rechte Hälfte mit Luftaustrittsöffnungen
6 versehen sind, sind entweder so verlegt, daß sie unterhalb der Rippen, die durch
die liassettenartigen Einbuchtungen in dem Boden entstanden sind (vgl. die Abb.
1 und 2) ode unmittelbar unterhalb der Linbuclltttnge (vgl. Abb. 3, linke Hälfte)
liegen, so daß in letzterem Fall eine Austrittsöffnung nach oben zwecksmäßig ist.
Beide Verteilungsarten nnen auch in einem Filter vereinigt sein. wie aus Abt. 3
hervorgeht, in welchem die Rohre diagonal zu den Einbuchtungen geführt sind, so
daß die Rohre sich sowohl unterhalb der Einbuchtungen als auch unterhalb der Trennlinien
befinden. Die Einbuchtungen 4 fangen die aus den Luftverteilungsrohren 5 durch die
Öffnungen 6 austretende Luft auf und führen sie nach den Durchtrittsöffnungen bzw.
-
Siebköpfen 2 und von da durch die Filtermassc hindurch. Die Abb. t
und 2 zeigen
einen z. B. durch Drücken aus einer Blechplatte hergestellten
kassettierten Boden. Die Abb. 3 und 4 stellen einen aus Beton oder einem ähnlichen
Baustoff angefertigten Boden dar. Die Erfindung beschränkt sich natürlich nicht
auf die in den Abbildungen dargestellten Ausführungen, sondern es- können, wie schon
weiter oben ausgeführt worden ist, die Austrittsöffnungen für die Luft, die in den
Luftzuführungsrohren sich befinden, auch seitlich, waagerecht oder schräg nach oben
geneigt oder in irgendeiner sonstigen für die Luftzuführung geeigneten Form und
Größe angebracht werden. Die Einbuchtungen 4 können auch eine andere, z. B. längliche,
runde oder auch eine sechseckige Form aufweisen. Forderung für diese Aufteilung
ist nur, daß das Auffangen der Luft durch die einzelnen Einbuchtungen oder Kassetten
erreicht wird. Durch die erfindungsgemäße Einrichtung wird die Aufgabe der Verteilung
von Luft und Wasser in beabsichtigterWeise bei Wasser- und Luftspülung mit einfachsten
Mitteln gelöst. Im allgemeinen wird eine gleichmäßige Verteilung der Spülmittel
über die ganze Filterfläche erwünscht sein; es