DE719960C - Verfahren zur Herstellung von gitteraehnlichen Elektroden fuer elektrische Entladungsgefaesse - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von gitteraehnlichen Elektroden fuer elektrische EntladungsgefaesseInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von gitterähnlichen Elektroden für elektrische Entladungsgefäße Gitterförmige Elektroden, die als Kathode oder Gitter bei elektrischen Entladungsgefäßen dienen sollen, werden häufig aus sehr dünnen Drähten hergestellt. Diese dünnen Drähte müssen !entweder miteinander oder mit Stützdrähten oder mit einem Stützkörper mechanisch und elektrisch verbunden werden. Die Befestigung der Drähte erfolgt entweder durch Löten, Schweißen, Sintern oder Einklemmen. Die Herstellung dieser Verbinidungen bereitet besonders immer dann Schwierigkeiten, wenn die Drähte gegen Änderungen ihrer Form oder ihrer Kristallisation sehr empfindlich sind.
- Ferner ist es bekannt, durch Zwischenstreuen von Carbonylmetallpulver und durch Sintern zwei Metalle zu verbinden, die sich nicht oder nur unvollkommen verschweißen lassen.
- Bei der Herstellung von gitterähnlichen Elektroden für elektrische Entladungsgefäße insbesondere aus Drähten von o, 5 mim Durchmesser und weniger .durch Versintern der Drähte mit den Querteilen mittels eines Metalls werden erfindungsgemäß die Drähte des Gitters an ihren Kreuzungsstellen mit einer Metallpaste überzogen, die ein oder mehrere gasbindende Metalle, wie beispielsweise Zirkonium, Titan, Tontal und Niob, enthält, und alsdann wird der Überzug der Gitterdrähte festgesintert. Vorzugsweise erfolgt das Sintern m einem nicht angreifenden Gas oder Vakuum, und zwar im Glühofen und/oder mittels Hochfrequenzsträmen.
- Hierdurch ergeben sich beider Herstellung von Gittern oder ähnlichen Elektroden folgende Vorteile: Im Gegensatz zum Kerbverfahren und zum Schweißverfahren wird beim Sinterverfahren die Kristallstruktur .des Gitterdrahtes nicht geändert, seine mechanischen Eigenschaften. bleiben daher unverändert. Außerdem tritt keine mechanische Verformung des Gittergebildes ein. Ferner besteht beim Sinterverfahren im Gegensatz zum Schweißverfahren nicht die Gefahr, daß sich die Oberfläche der Metallteile mechanisch verändert. Dies ist für das Verhalten des Gitters in der Röhre wesentlich. Darüber hinaus wird im Gegensatz zum Kerb- und Schweißverfahren eine großflächige Verbindung zwischen den Gitberdr ähten erhalten, wodurch ein guter Wärmeübergang und ein sicherer elektrischer Kontakt gewährleistet ist. Die Verwendung der gasbindenden Metalle zum Versintern der Einzelteile läßt gleichzeitig einen mechanischen Halt und eine Gasbindung erreichen.
- Zur Herstellung einer derartigen gitterähnlichen Elektrode wird beispielsweise ein dünnes Drahtgeflecht, gestützt von einigen waagerecht ausgespannten Drähten, waagerecht gehaltert. Auf die Knotenstellen wird dann ein wenig Metall in Form einer Aufschlemmung aufgetragen und das so hergestellte Gebilde in einem nicht angreifenden oder reduzierenden Gas oder im Vakuum festgesintert. Als Gasatmosphäre wird beispielsweise Wasserstoff, Stickstoff, Argon oder ein Gemisch dieser Gase benutzt. Das Glühen erfogt vorzugsweise in einem Glühofen oder mit Hochfrequenz. Eine nach diesem Verfahren hergestellte Elektrode ist mechanisch und elektrisch einwandfrei und sieht .außerordentlich sauber aus. Außerdem tritt beim Auftragen der Metallpaste kein Verschieben der Drähte ein. Die Erfindung bietet also besondere Vorteile bei Elektroden aus sehr empfindlichen Drähten, d. h. bei Drähten mit einem Durchmesser von o,5 mm oder weniger.
- In den Abbildungen sind schematisch Ausführungsbeispiele nach der Erfindung dargestellt. Bei dem Ausführungsbeispiel in der Abb. i sind die Drähte i mit den Drähten 2 an den Kreuzungsstellen -durch aufgesintertes Metall 3 verbunden. Nach Abb.2 sind die Drähte 5 mit den Streben q. durch aufgesintertes Metall 6 verbunden.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von gitterähnlichen Elektroden für elektrische Entladungsgefäße, insbesondere aus Drähten von 0,5 mm Durchmesser und weniger, durch Versintern der Drähte zeit den Querteilen mittels eines Metalls, dadurch gekennzeichnet, daß die Drähte des Gitters an ihren Kreuzungsstellen mit einer Metallpaste überzogen werden, die ein oder mehrere gasbindende Metalle, wie beispielsweise Zirkonium, Titan, Tantal und Niob, enthält, und daß alsdann der Überzug der Gitterdrähte festgesintert wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Sintern in einem nicht angreifenden Gas oder einem Vakuum, und zwar im Glühofen oder mittels Hochfrequenzsträmenerfolgt.
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| DE719960C true DE719960C (de) | 1942-04-20 |
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1938
- 1938-09-03 DE DEA87982D patent/DE719960C/de not_active Expired
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