DE717355C - Verfahren zum Herstellen von Hohlkoerpern aus Stahlguss - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von Hohlkoerpern aus StahlgussInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
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- B22C9/00—Moulds or cores; Moulding processes
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Description
- Verfahren zum Herstellen von Hohlkörpern aus Stahlguß Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Hohlkörpern aus Stahlguß, die in der Mitte eine weite und an den Enden eine enge Durchgangsöffnung besitzen, beispielsweise von Stützwalzen für Grobblechwalzwerke. Die Arbeitswalzen dieser Walzwerke bestehen aus Hartguß und müssen beim Walzen durch die genannten Stützwalzen ;gegen Bruch gesichert sein, so daß die Stützwalzen den vollen Arbeitsdruck aufzunehmen haben.
- Es ist bekannt, die Stützwalzen als :einen vollen Block zu gießen, der später hohlge- bohrt wird. -- Bei diesem Verfahren ergeben sich Nachteile, -«=eil beim Erstarren des massiven Stahlblockes infolge der schlechten `Värmeableitung durch die Formmasse Seigerungserscheinungen auftreten, die sich über den ganzen Querschnitt des Blockes erstrecken. Zur Behebung dieses Nachteils ist bereits vorgeschlagen worden, die Stützwalzen als Hohlkörper zu gießen, und zwar mit Wandstärken, die für die Haltbarkeit der Walzen ausreichen. Dies bedingt, daß die Stützwalzen bei dem verhältnismäßig großen Außendurchmesser im Ballen einen großen Kerndurchrnesser erhalten und in den Zapfen natürlich einen sehr kleinen Kerndurchmesser aufweisen. Um günstige metallurgische Gefüge zu erhalten, wird bei der Herstellung; der Walzen angestrebt, die 'Wandstärken der hohlgegossenen Walzen so gering. zu halten, daß sie den Betriebsanforderungen noch genügen.
- Ein Liegendgießen solcher Walzen kommt aus zahlreichen metallurgischen und formtechnischen Gründen nicht in Frage. Es müßten z. B. zum Halten des Kernes so viele KernstÜtzen. verwendet werden, daß die Wandung der Walzen geschwächt würde. Überdies ist hei den in Frage kommenden Wandstärken bis zu 400 mm und mehr ein Abstützen durch Kernstützen kaum noch möglich.
- Bei stehendem Gießen muß nach bekanntem Verfahren der Kern durch eine starke Achse oder durch ein Rohr gehalten werden, damit die seitlichen Schubkräfte und vor allem der Auftrieb des Kernes aufgefangen werden können.
- Die infolge der großen Wandstärke der zti enden Walzen große glühende Masse des Gießgutes bringt die Gefahr mit sich, daß die Kerne «'eich werden und so. stark sintern, daß sie sich später nur sehr schwer herausputzen lassen. Diese Schwierigkeit des Herausputzen.s wird dadurch noch vergrößert, daß die Walzen sehr lang sind, wobei die Bohrungen in den Zapfen verhältnismäßig eng gehalten werden müssen, während die Bohrungen im Ballen um :ein Mehrfaches größer im Durchmesser sind.
- Die Erfindung hat den Zweck, alle diese Schwierigkeiten zu belieben. Sie besteht darin, daß der Kern der Stützwalzenfo-rin um ein Rohr geformt wird, dessen. Wandung :entsprechend der Form der Bohrung des zu gießenden Hohlkörpers an beiden Seiten verengt ausgestaltet ist. Das Rohr des Kernes besteht vorteilhaft aus einem gut wärmeleitenden Stoff, der durch ein Kühlmittel gekühlt «-erden kann.
- Es ist bekannt gewesen, zur Herstellung z-oni Muffenrohren Kerne zu verwenden, die um ein Rohr herum aufgetragen waren. Das Rohr -neigte eine Aufweitung am lrhtftenende. Nach dem Guß sollte das Rohr nach Entfernung der Kernmasse aus der Form herausgezogen und wieder verwendet werden, während im Gegensatz hierzu das Kernrohr der Erfindung nach dem Guß zerstört werden. muß, weil es sich infolge der Verengungen an beiden Enden nicht herausziehen läßt.
- Auf der Zeichnung ist beispielsweise eine Ausgestaltung und Anordnung des Kernes zur .lusübung des Verfahrens nach der Erfindung dargestellt.
- Gemäß der Zeichnung ist um ein Rohr i eine Kernformmasse a geformt. Das Rohr i ist entsprechend den Bohrungen des zu gießenden Hohlkörpers 3 ausgestaltet und besteht aus einem gut wärmeleitem.den Stoff, beispielsweise aus Eisen. Nach dem Gießen tvird die Formmasse 2 des Kernes herausgeputzt und das Rohr i durch Zerstörung herausgeholt. Das Rohr i wird länger gehalten als der zu gießende Körper 3, damit es aus der Form des Hohlkörpers herausragt, so daß es hier gegen seitliches Verschieben und gegen den Auftrieb gesichert werden kann.
- Durch Einführen von Kühlmitteln. beispIelsweise Kohlensäure, -Wasser oder Luft, an jeder gewünschten Stelle des Kernrohres i läßt sich der Kern 2 in seiner ganzen Länge derart abkühlen, daß die Formmasse durch die Hitze des umgebenden Gießgutes nicht mehr so sehr beeinflußt wird, daß ein Sintern oder eine Formänderung eintritt.
- buich die Abkühlung des Kernes von innen her Iäßt sich bei geeigneter Wahl der Kornwandstärke erreichen, daß der gegossene Körper innen ebenso schnell abkühlt wie an der Außenwand infolge der Kühlwirkung durch die Formaußenwand. Hierdurch erhält man an der Innen- und Außenwand des Gttßstükkes, z. B. der Walze, einen Werkstoff von gleich guten Eigenschaften, weil die Seigeru ragen in die Mitte des Walzenquerschnittes verlegt werden. Für Stützwerke ist ein möglichst guter Werkstoff an der Innenwand wesentlich, weil die Biegungskräfte beim Walzen gerade die Innenwand immer auf Zug beanspruchen.
- Die Wandstärke der auf das Rohr i aufgebrachten Kernmasse z ist unter Berücksichtigung der Art des eingebrachten Kühlmittels so dick zu wählen, daß das Innenrohr i durch die Wärmewirkung des herumgegossenen Gießgutes nicht so hoch erhitzt wird, daß dieses Rohr die beim Gießen auftretenden Drücke und Schubkräfte nicht mehr aushält. Sie so-11 jedoch so dünn sein, daß eine Wärmeabfuhr aus der Innenwand des gegossenen. Körpers noch weitgehend möglich ist.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen von Hohlkörpern aus Stahlguß, die in der Mitte eine große und an den Enden eine kleine Durchgangsöffnung besitzen, beispielsweise von, Stützwalzen für Grobhlechwalzwerke, dadurch gekennzeichnet, daß der Bern der Stahlgußform um ein Rohr geformt wird, dessen Wandung entsprechend der Form der Bohrung des zu gießenden Hohlkörpers an beiden Enden verengt ausgestaltet ist.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß für das Röhr des Kernes ein gut wärmeleitender t%lerkstoff vervendet wird, der gekühlt sein kann.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB187792D DE717355C (de) | 1939-06-24 | 1939-06-24 | Verfahren zum Herstellen von Hohlkoerpern aus Stahlguss |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE717355C true DE717355C (de) | 1942-02-12 |
Family
ID=7010538
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| DEB187792D Expired DE717355C (de) | 1939-06-24 | 1939-06-24 | Verfahren zum Herstellen von Hohlkoerpern aus Stahlguss |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE717355C (de) |
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1939
- 1939-06-24 DE DEB187792D patent/DE717355C/de not_active Expired
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