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Mechanische Rostfeuerung, insbesondere für Lokomotiven Das Hauptpatent
bezieht sich auf eine mechanische Rostfeuerung; insbesondere für Lokomotiven, mit
einer dem Hauptteil des Rostes (Hauptrost) vorgeschalteten, mit einer Mischeinrichtung
ausgerüsteten Zündzone. Das Kennzeichen der Erfindung des Hauptpatents besteht darin,
daß als Mischeinrichtung eine den Brennstoff fördernde und wieder in die Ausgangslage
zurückkehrende Brennstoffzuführvorrichtung dient, die derart angerdnet bzw. ausgebildet
ist, daß vargezündeter Brennstoff, der beim Rückgang der Zuführvorrichtung in die
Ausgangslage an der Oberfläche der nach dem Hauptrost hin ansteigenden Zündzone
liegt, längs der Zündzonenoberfläche nach,der Zuführstelle für den frischen Brennstoff
zurückgeführt wird, während beim Fördergang der vorgezündete, Brennstoff zusammen
mit frischem Brennstoff dicht über der Zündrostfläche in Richtung nach dem Hauptrost
gefördert wird. Die vorliegende Erfindung will verhindern, d aß falsche Luft in
die Zündzone gelangt. Dies wird in erster Linie dadurch erreicht, daß die Zündzone
gegen Luftzutritt über die Brennstoffzuführstelle durch ein einstellbares Absperrglied.
z. B. durch einen als Plattenschieber ausgebildeten Luftschieber, verschließbar
ist, das mit dem Kohlenschieber derart gekuppelt ist, daß das Öffnen des Luftschiebers
erst gegen Ende des Förderhubes und das Schließen kurz nach Beginn des Rückhubes
des Kohlenschiebers erfolgt.
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An sich ist es bekannt, bei Beschickungsvor richtungen Einrichtungen,
wie z. B. Zellenschleusen oder Schieber, vorzusehen, um einen ungewollten Luftzutritt
zu verhindern.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
an einer Lokomotivfeuerung im mittleren Längsschnitt dargestellt.
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der Feuerbüchse i einer Lokomotive ist ein mechanisch bewegter Rost angeordnet.
der aus einem Zündrost 2, einem Haupt'-brennrost ; und einem Nachbrennrost .4 besteht.
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Unterhalb einer als Band ausgebildeten' Fördervorrichtung 8 für den
Brennstoff ist an deren Ende, das der ein Feuerloch 9 enthaltenden Stirnwand io
der Feuerbüchse i zugewandt ist, ein Raum i i freigelassen, der sich über die ganze
Breite der Feuerbüchse i erstreckt. Der Fußboden 12 des Führerstandes 13 liegt über
dem Förderband 8, dem der Brennstoff (Kohle) aus einem hinter dem Führerstand 13
angeordneten-Behälter 1:4 zurutscht. Der Raum i i ist nach unten durch einen sich
über die ganze Breite der Feuerhüchse erstrechenden, als Plattenschieber ausgebildeten
Luftschieber 15 verschließbar. Der Plattenschieber 15 ist mit einem unter ihm angeordneten
Kohlenschieber 16 über ein Getriebe so gekuppelt, daß der Luftschieber i 5 sich
nur während eines kleinen Bruchteils des Kohlenschieberhubes öffnen kann.
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Der Kohlenschieber 16 steht mittels einer Stange 17 und eines- doppelarmigen
Hebels i8 mit einer im Fahrzeugrahmen drehbaren Welle i9 in zwangläufiger Verbindung.
An dem doppelarmigen Hebel t8 sitzt fest ein Bolzen 2o, der in ein Langloch 21 eingreift.
Dieses ist unter Zwischenschaltung eines Federtopfes 22 gelenkig mit einem Hebel
23 verbunden, der fest auf einer Welle 24 sitzt. Auf der Welle 24 ist ferner fest
ein Hebel 25 gelagert, der über Lenker 26 mit zwei Stangen 27 verbunden ist,
die ungefähr parallel zur
Ptahn des Kohlenschiebers 16 verschiebbar gelagert
sind. Die freien Enden der Stangen 27 sind geschlitzt, und durch die
Schlitze ist der plattefförinige Luftschieber 15 gesteckt, der den Boden des Sammelraumes
i i abscltlieFen und damit den Luftzutritt über die hrennstoffzufiihrstellen in
die Zündzone verhindern kann.
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Der gemeinsame Antrieb der beiden Schieber 1,5 und i6 erfolgt durch
eine kleine Dampfmaschine 28. Die hin und hei- gehende ljewegung des Kolbens der
Dampfmaschine !8 wird durch eine Kolbenstange 29 über eine t')ldäinpftuig 3o auf
einen Kreuzkopf 31 übertragen. Der Kreuzkopf 31 steht mittels eines Lenkers 32 mit
dem freien Ende eines auf der Welle i9 befestigten Hebels 33 in Verbindung, so daß
die Welle i9 durch die Dampfmaschine 28 in hin und her schwingende Bewegung gesetzt
wird. Bewegt sich der Kolben der Dampfmaschine 28 in der Zeichnung nach rechts,
so wird die Welle i9 durch den Lenker 32 und den Hebel 33 auch nach rechts gedreht.
Der Hebel 18 dreht sich .dann gleichfalls nach re chts. und infolgedessen bewegt
sich der Kohlenschieber 16 in Pfeilrichtung nach aufwärts. Der Luftschieber 15 bleibt
dabei so lange in Ruhestellung, d. h. geschlossen, bis der Bolzen 2o an dem rechten
Ende des Langloches 21 zur Anlage kommt. Darauf wird der Hebel 23 nach rechts
gedreht, der nunmehr den Luftschieber 15 über den Hebel 25, die Lenker 26 und die
Stangen 27 nach rechts schiebt und damit öffnet. Die inzwischen von der Fördervorrichtung
8 zum Sammelraum i i geschaffte Kohle fällt jetzt auf den Rücken des Kohlenschiebers
16, der allmählich seiner vordersten Stellung zustrebt. Feim Rückwärtsgang des Kolbens
der Dampfmaschine 28 geht auch der Kohlenschieber 16 zurück, während zunächst der
Luftschieber 15 geöffnet bleibt, bis der Bolzen 2o das linke Ende des Langloches
21 erreicht. Dann schließt sich der Luftschieber 15, während sich der Kohlenschieber
16 in seine hintere Endlage bewegt. Hierbei ist die auf seinem Rücken liegende Kohle
vor seine vordere Stirnfläche gefallen. Diese Kohlenmenge wird beim nächsten Hub
des Kohlenschiebers 16 in die Zündzone der Feuerbüchse i geschoben.