DE71431C - Verfahren zur elektrolytischen Herstellung von fein vertheiltem Blei zur Verwendung als Füllmasse für Sammlerelektroden - Google Patents

Verfahren zur elektrolytischen Herstellung von fein vertheiltem Blei zur Verwendung als Füllmasse für Sammlerelektroden

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DE71431C
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Firma Berliner accumulatoren-Werke, vorm. E. correns & ClE, actien-gesellschaft, in Charlottenburg, Salzufer 23
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21Y Elektrische Apparate,// (^
Füllmasse für Sammlerelektroden.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. October 1892 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur elektrolytischen Herstellung von fein vertheiltem Blei, welches als Füllmasse für Sammlerelektroden in die als Träger der wirksamen Masse dienenden Gittergerüste eingestrichen wird.
Zur Herstellung des fein vertheilten Bleies verfährt man in folgender Weise:
Feinpulverförmige Oxydverbindungen des Bleies, die bei ihrer elektrolytischen Umsetzung neben metallischem Blei keine Säure ergeben, werden mit verdünnter Schwefelsäure oder mit schwefelsauren Salzen oder überhaupt nur mit Wasser oder einem geeigneten Bindemittel (Gelatine, Leim oder dergleichen) angemengt und bis zu einer gewissen Stärke auf Platten aufgestrichen. Diese Platten haben eine waffelartige, mit konischen Rippen versehene Oberfläche (Fig. 1). Damit die eingestrichene Füllmasse nach der elektrolytischen Behandlung leicht entfernt werden kann, giebt man den Rippen eine entsprechende Neigung (Fig. 2).
Die mit dem oben erwähnten Gemenge bestrichenen Platten werden dann in ein elektrolytisches Bad von verdünnter Schwefelsäure oder von schwefelsauren Salzen der alkalischen Erden eingetaucht und denselben eine die Zuführung des elektrischen Stromes vermittelnde Platte gegenübergestellt.
An die letztgenannte Platte wird nun der positive Pol einer Stromquelle angeschlossen, deren negativer Pol mit der das genannte Gemenge tragenden Platte verbunden ist (Fig. 3).
Man hält dann den Strom so lange geschlossen, bis alle Bleiverbindungen zu metallischem, äufserst fein vertheiltem Blei reducirt sind, was je nach der Dicke der umzuwandelnden Schicht in kürzerer oder längerer Frist erfolgt sein wird.
Dann wird die reducirte Masse aus den waffelartigen Vertiefungen herausgenommen und gemahlen.
Das auf diese Weise erhaltene Bleipulver hat gegenüber dem galvanisch niedergeschlagenen Blei den Vorzug, dafs es nicht niedergeschlagen und somit nicht krystallinisch wird, sondern sich aus den oben bezeichneten äufserst lockeren Bleiverbindungen lediglich durch Fortnahme des Sauerstoffes, demgemäfs also in äufserst fein vertheilter Form bildet, ohne dafs gleichzeitig irgendwie chemisch wirkende Stoffe, wie Säuren u. dergl., auftreten. Diese äufserst fein vertheilte und von chemisch wirksamen Stoffen absolut befreite Form des Bleies bedingt seine besonders grofse Wirksamkeit bei der Verwendung als Füllmasse von Sammlerelektroden.
Um die bei der Formirung auftretenden Gröfsenveränderungen nach aufsen hin unschädlich zu machen, setzt man der Masse in einem Rührwerk geeignete Stoffe, wie Kalk, Kalksalze oder dergleichen, zu, welche später entweder durch die elektrolytische Flüssigkeit unmittelbar oder vermittelst des Stromes aufgelöst werden.
Die auf die beschriebene Weise erzeugte Masse wird dann in die als Träger dienenden
Gitter eingeprefst und zunächst der Wirkung des negativen Stromes ausgesetzt, um ein festes Gefüge zu erhalten.
Die negativen Elektroden sind dann bereits gebrauchsfertig, während die positiven Platten einfach der Wirkung des positiven Stromes ausgesetzt werden, um ebenfalls gebrauchsfertig zu sein.
Zur elektrolytischen Behandlung werden die mit dem erwähnten Gemenge bedeckten Platten entweder einzeln in genügender Gröfse in flachen Kästen untergebracht oder sie werden über einander bezw. auch neben einander in gröfserer Anzahl in das Bad gebracht.
Um einen Dauerbetrieb einzurichten, verfährt man zweckmäfsig in folgender Weise:
Man führt die waffelartige Platte als dünnes fortlaufendes Band aus, welches durch Querrippen eine genügende Festigkeit erhält (Fig. 4). Dieses Band wird durch einen als Bad dienenden flachen Kasten A von beträchtlicher Länge hindurchgeführt, wobei die Rollen c ein sicheres Eintauchen in die Flüssigkeit veranlassen. Zwischen den Rollen c ist die zur Zuführung des positiven Stromes dienende Platte C angeordnet.
An der Eintrittsstelle des fortlaufenden Bandes B ist ein Polster d vorgesehen, über welchem die Masse auf das Band B aufgebracht wird. Eine Rolle e drückt dann das Gemenge gegen die Platte, so dafs dasselbe in festgestrichenem Zustande durch das Bad hindurchgeführt wird. Das Band B wird so langsam fortbewegt, dafs ein genügend starker Strom das aufgestrichene Gemenge völlig reducirt hat, wenn es an der Austrittsstelle anlangt; dort wird es in leicht verständlicher Weise frei von dem Bande herabfallen, um gemahlen zu werden.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Ein Verfahren zur Herstellung von fein vertheiltem Blei zur Verwendung als Füllmasse von Sammlerelektroden, dadurch gekennzeichnet, dafs feinpulverförmige Oxydverbindungen des Bleies, die bei ihrer elektrolytischen Umsetzung neben metallischem Blei keine Säure ergeben, mit verdünnter Schwefelsäure oder mit schwefelsauren Salzen oder mit Wasser und einem geeigneten Bindemittel (Gelatine, Leim oder dergleichen) angemengt sind, zuerst auf waffelartige Platten gestrichen und in einem elektrolytischen Bade der Einwirkung des Stromes so lange ausgesetzt werden, bis alle Bleiverbindungen reducirt sind, und dafs dann die reducirte Masse gemahlen wird, worauf man das erhaltene Bleipulver in feuchtem Zustande in die als Träger der wirksamen Masse dienenden Gitter einstreicht.
  2. 2. Zur Ausführung des zu 1. gekennzeichneten Verfahrens eine Vorrichtung, bestehend aus einem als elektrolytisches Bad dienenden flachen Kasten (A) von beträchtlicher Länge, durch welchen das als waffelartige Platte dienende fortlaufende Band (B) auf Rollen hindurchgeführt wird, wobei die Masse an der Eintrittsstelle auf das Band (B) aufgebracht und durch eine Rolle (e) festgedrückt wird, während sie an der Austrittsstelle frei von der Platte herabfällt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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