DE714303C - Vorrichtung und Verfahren zum Presshaerten von Glasplatten - Google Patents

Vorrichtung und Verfahren zum Presshaerten von Glasplatten

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Publication number
DE714303C
DE714303C DEZ25853D DEZ0025853D DE714303C DE 714303 C DE714303 C DE 714303C DE Z25853 D DEZ25853 D DE Z25853D DE Z0025853 D DEZ0025853 D DE Z0025853D DE 714303 C DE714303 C DE 714303C
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DE
Germany
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plates
glass
cooling
press hardening
glass plate
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Expired
Application number
DEZ25853D
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English (en)
Inventor
Arthur Bruchhold
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CURT ZIEGER GmbH
Original Assignee
CURT ZIEGER GmbH
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B27/00Tempering or quenching glass products
    • C03B27/004Tempering or quenching glass products by bringing the hot glass product in contact with a solid cooling surface, e.g. sand grains

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

  • Vorrichtung und Verfahren zum Preßhärten von Glasplatten Die Erfindung betrifft eine .Verbesserung an Härtevorrichtungen für Glasplatten, wie sie zu dem allgemein bekannten Preßhärteverfahren --verwendet werden, bei dem die bis zur Erweichung erhitzten Glasplatten zwischen zwei waagerecht gelagerte, wassergekühlte. glatte Kühlplatten gebracht und zwischen ihnen bis zur völligen Abkühlung abgeschreckt werden. Derartige Vorrichtungen arbeiten. bei Platten von mehr als S mm Stärke einwandfrei. Bei dünneren Platten wird jedoch für den Fall der Zertrümmerung ein einwandfrei krümeliger Bruch nicht gewährleistet; vielmehr entsteht oft ein faseriger Bruch, der lnierwünsdit ist. Der Grund hegt nach. den neuesten Erkenntnissen offenbar darin, daß bei stärkeren Platten, -die in verhältnismäßig heißem Zustand aus dein Ofen nvischen die Kühlplatten gebracht werden können, die Spannungen nach der Tiefe der Glasplatte zu entstehen. während bei dünnen Platten wegen ihres Abkühlens auf dem Weg vom Ofen zur Kühlvorrichtung und auch wegen ihrer geringen Stärke ausreichende Spannungen nach der Tiefe zu nicht erzeugt werden können. Durch die Erfindung sollen auch bei dünnen Glasplatten die erforderlichen Spannungen in den Glasplatten erzeugt werden. um einen krümeligen Bruch zu ge-%vährleisten. und zwar, da dies nach der Tiefe nicht geht, in der Glasebene. Es werden, wie das beim Härten nach dem genannten Verfahren geschieht. die Glasplatten in ihrer ganzen Ausdehnung gleichmäßig gehärtet. aber es werden in der Oberfläche der Glasplatten ganz geringe Zusatzspannungen hervorgerufen, die beim Bruch der Platte mit Sicherheit nur Teile einer Größe einfallen lassen, die beim sog. krümeligen Bruch entstehen. Versuche haben ergeben, daß das mit Kühlplatten erreichbar ist, in deren Oberflächen .:i Abständen. die der Größe der Bruchstücke beim krümeligen Bruch etwa entsprechenden. in beiden senkrecht zueinander stehenden Richtungen schmale flache Kanäle eingefräst sind. wobei die Kanäle so schmal und so hach sein dürfen, daß an den ihnen entsprechenden Stellen in der Glasplatte keine ungehärteten Streifen verbleiben. Die bekannten, etwa erbsengroßen Bruchstücke erhält man z. B. mit 1:infräsungen von höchstens ; nun "1'icfc# und ,; 111111 Breit(,. die in Abständen voll 4 zu .l nun ;iucor<hict sind. Mit derartigen Kühlplatten erzielt nian eine llärtung des Glases. die durchgehund gleicliniä(.'iig ist, bei der gewisscrmal.@cn btrukturcll nur die späteren Bruch;-renzen ini Glase i oi-;#(#zeiclitiet sind.
  • Die Platten nach der 1?rfindtuig ,"statten die zusätzliche \Ia(.jnahme. durch die eingefrästen Kan:ile Luft abzusau,-en oder durchzublasen und dadurch die Gleichnliil:igkeit der Abschreckung und liühlung noch weiter zti steigern, als das bei den üblichen `latten Platten möglich ist. Bei diesen kann die Hitze nur durch die Kühlplatten hindurch abfließen.
  • Es sind zwar Vorrichtungen bekannt, bei denen die Kühlplatten mit erhabenen, über die Oberfläche der Plattenoberfläche vorspringenden, wasserdurchflossenen Stempeln versehen sind. 'Mit diesen Vorrichtungen ist jedoch beabsichtigt, in den Glasplatten etwa kreisförmig gehärtete Stellen zu erzeugen. den übrigen Teil der Platte jedoch ungehärtet oder mindestens weniger gehärtet zu belassen. Bei Platten, die nach diesen Verfahren gehärtet sind. muß man daher damit rechnen, daß aus den ungehärteten Plattenteilen spitze Glassplitter entstehen.
  • Weiter ist es auch schon bekannt, das Kühlmittel an den zu härtenden Glasplatten durch Absaugen entlang zu führen, und zwar in den Einfräsungen von Platten, die gegen die beiden Glasplattenflächen gedrückt sind. Jedoch handelt es sich hier ebenfalls um ein Verfahren zum Härten nur einzelner Teile der Glasplatte, nämlich der Teile, die im Bereich der Einfräsungen dem Kühlmittel zugänglich sind. Die Platten sind keine kühlmitteldurchströmten Kühlplatten, sondern im Gegenteil Wärmeschutzplatten, die die von ihnen abgedeckten Teile vor Abkühlung bewahren sollen.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung nach der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen Abb. t und :2 die Anlage in An- und Aufsich t, AM. 3 einen Ausschnitt der Kühlplatten finit dazwischenlic-ender Glasplatte im Querschnitt, Abb.l cincn Ausschnitt aus der Aufsicht auf eine der Kühlplatten.
  • Die untere Kühlplatte i und der Bügel ruhen auf dein Unterbau 3. Die an dein Hebel .1 angehängte obere 'Kiilillläche 5 lä1:@t sich auf und nieder bewegen. Das Gewicht dient zur hcgelun@ des Druckes. Durch die Düse 7 kann die @ oii dem glühenden Glas entweichende Hitze abgesaugt %%-erden. Die Fläche der Kühlplatten sind durch die senkrecht zueinander stehenden :flachen Einfräsungen in. kleine Quadrate y unterteilt. hie Kühlplatten enthalten Hohlräume to, die vom Kühlwasser durchflossen werden. Abweichend votn dargestellten Ausführungsbeispiel können die Platten auch so zueinander angeordnet sein, daß die sich kreuzenden Kanäle nicht übereinander. sondern versetzt zueinander liegen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Preßhärten von Glasplatten mittels wassergekühlter Metallplatten, gekennzeichnet durch die Anordnung sich kreuzender Kanäle auf den Kühlflächen der Platten, deren Abstände durch die Größe der beim krümeligen Bruch entstehenden Bruchstücke bestimmt ist und deren Breite und Tiefe so gering ist, daß eine völlig gleichmäl:)ige Härtung der gesamten Glasplatte bewirkt wird, im Bereich der Kanäle lediglich geringe Zusatzspannmigen in der Glasplattenoberfläche entstehen, die beim Bruch einen Zerfall der Glasplatte an 'diesen Stellen begünstigen. a. Verfahren zum Preßliärten von Glasplatten mittels der Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Kanäle der Kühlplatten Luft abgesaugt wird.
DEZ25853D 1940-04-03 1940-04-03 Vorrichtung und Verfahren zum Presshaerten von Glasplatten Expired DE714303C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0277074A1 (de) * 1987-01-29 1988-08-03 Saint-Gobain Vitrage International Durch Kontakt gehärtete Glasvolumen mit verstärkten Rändern

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0277074A1 (de) * 1987-01-29 1988-08-03 Saint-Gobain Vitrage International Durch Kontakt gehärtete Glasvolumen mit verstärkten Rändern
FR2610316A1 (fr) * 1987-01-29 1988-08-05 Saint Gobain Vitrage Volumes de verre trempes par contact avec contraintes de bord renforcees

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