DE714064C - Fleischereigeraet zum Abteilen und Abbinden von Wuersten - Google Patents

Fleischereigeraet zum Abteilen und Abbinden von Wuersten

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DE714064C
DE714064C DEG98540D DEG0098540D DE714064C DE 714064 C DE714064 C DE 714064C DE G98540 D DEG98540 D DE G98540D DE G0098540 D DEG0098540 D DE G0098540D DE 714064 C DE714064 C DE 714064C
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Germany
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sausages
knife
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tying
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DEG98540D
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English (en)
Inventor
Paul Guenther
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A22BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
    • A22CPROCESSING MEAT, POULTRY, OR FISH
    • A22C11/00Sausage making ; Apparatus for handling or conveying sausage products during manufacture
    • A22C11/10Apparatus for twisting or linking sausages

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Processing Of Meat And Fish (AREA)

Description

  • Fleischereigerät zum Abteilen und Abbinden von Würsten Das Abteilen der Därme und Würstchen, wie Wiener Würstchen und Bockwürste, geschieht in -den Fleischereien allgemein mittels eines Fleischermessers, das mit seiner Spitze in stehender, leicht nach hinten geneigter Rückenlage in die hölzerne Tischplatte des Arbeitstisches gestoßen wird: Diese Aufstellungsweise hat verschiedene Übelstände zur Folge, insbesondere zersdh'litzt das Messer die Tischplatte, und es wenden die Einstoßlöcher zu Herden gesundheitsschädlicher Bakterien.
  • Um die Beschädigung der Tischpfatte zu vermeiden, wurde bereits vorgeschlagen, zum Einstößen des Messers eine kleine Holzscheibe zu verwenden, die in eine eiserne, auf dem Tisch stehende Grundplatte eingelassen ist, und das nach hinten geneigte Fleischermesser mittels eines von dem hinteren Teil der Grundplatte zum oberen Messerende hochgehenden Stützarmes standfestzumachen. Bei diesem Vorschlag bleibt aber der alte Zustand bestehen, daß Darmwasser und Fleischteilchen in die Einstoßschlitze des Holzes eindringen, in Fäulnis übergehen und die Einstoßschlitze zu gesurndheitschädlichen Bakterienherden werden. Ferner werden Handverletzungen, wie sie beim Einstoßen des Messers infolge Abgleiten-s der Hand vom Messergriff häufig vorkommen, nicht verhindert. Es behindert auch der zum oberen Messerende hochgehende Stützarm das Hantieren auf dem Arbeitstisch, wenn das Gerät außer Benutzung ist.
  • Die 'Erfindung vermeidet die erwähnten Übelstände und bietet auch ein Mittel, Würste auf dem Tisch liegend unter alleinigem Gebrauch der beiden Hände und mit großer Fadenersparnis abzubinden. Sie bringt das unhygienische Festhalten des einen Fadenendes mit den Zähnen in Fortfall, das trotz des jährzehntealten Rufes nach Abhilfe mangels einer brauchbaren Einrichtung in Anwendung geblieben ist.
  • Die Erfindung ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht. Abb. r zeigt ein gemäß der Erfindung eingerichtetes Gerät in Seitenansicht, Abb. 2 im Grundriß.
  • Das Abteilen der Därme und Würstchen erfolgt mittels eines in leicht nach hinten geneigter Rückenlage stehenden Messers in. Als Halter des Messers dient eine runde Grundplatte a aus Eisen von etwa 30 cm Durchmesser hinreichender Schwere mit einem als Einsteckscheide c für das untere Messerernde eingerichteten Messerhalter b. Der Messerhalter b hat eine der Messerstellung entsprechende leichte Neigung nach hinten; in seiner von vorn nach hinten gehenden Mittellinie liegt das schmale Einsatzloch für das Messer. Nahe dem oberen Rande des Messerhalters t> befindet sich eine Klemmschraub., (1 mit einem Flügelkopf: die das Messer frei stehend in der Halterscheide c feststellt. Seitliche Öffnungen e ermöglichet, ein Durchspülen der Halterscheide c inW fließendem Wasser zwecks Reinigung.
  • Die Grundplatte ist in ihrem vorderen "I'@il bogenförmig ausgespart, um wechselnd in die Aussparung o eine Schale s für niedergehendes Darmwasser oder für die Zeit des `@'ürstclienal)teilens eine andere Schale für abzulegende Wurstmasseklümpchen zu stellen, die an den Abteilstellen nach dein DurchscIineiden der gefüllten Därme beim Zusammendrehen der Würstchenenden frei werden. Eine leichte Einsenkung z, der Grundplatte dient dazu, beim Abteilen der Würstchen am Messer leerunterlaufenden Saft der Wurstmasse aufzufangen.
  • Zum Abbinden von Würsten weist das Gerät gemäß der Erfindung vorn am :Vlesserlialter b der Grundplatte einen Haken h. auf, all dem die zum Abbinden dienenden Bindfaden befestigt werden, und hinten einen Haken oder eine Öse zt, zum Festlegen des Gerätes an einer zur hinterliegenden Werkstattwand o. dgl. führenden Kette. Diese Kette hält das Gerät an der ihm auf dem "fisch gegebenen Standstelle selbst bei stärkstem Zug des Bindfadens. Der Abstand des Gerätes von zier vorderer, Tischkante richtet sich nach .der Länge der jeweils verwendeten Bindfäden und nach der Körpergröße und Armlänge des Fleischers.
  • Die Arbeits- und Gebrauchsweise des Gerätes- beim Abbinden voll Würsten ist folgende: Zum Abbinden der Schlauienenden der geraden Würste werden kurze Fäden von etwa 38 cm Länge, zum Abbinden der N ichtschlau@fenenden der geraden Würste sowie von Kranzwürsten werden lange Fäden` von etwa ; o cm Länge verwendet. Zweckmäßig werden eine Anzahl Fäden von doppelter Länge in ihrer Mitte an den Haken lt angeschlungen: so daß die einzelnen am Haken befestigten Gebrauchsfäden die Länge von 38 1)zw. ;oem haben. Die abzubindenden Würste liegen beim Abbinden auf dem Arbeitstisch, und zwar hält der Fleischer mit der einen Hand das abzubindende Wurstende, bei Kranzwürsten deren beide aneinandergehaltenen Wurstenden, fest, während er mit der andern Hand den an seinem hinteren Ende vom Haken h gehaltenen Faden betätigt, die Fadenschlinge mit doppeltem Knoten umlegt und den Faden darauf kräftig anzieht.
  • Das Abbinden der Schlaufenenden der geraden Würste erfolgt mittels der 38 cm langet, Fäden in der Mitte des Fadens, wälireild die \ ichtschlaufenenden der geraden Würste und die Kranzwürste mit einer :großen Ersparnis an Bindfadeil mittels der '7(),cin langen Fäden in der Weise abgebunden werden, daß nächst dem Bindehaken -h die erste Wurst und- darauf nach dem freien Fadenende liiii vorgehend weitere acht bis neun Würste in geringem Abstand voneinander abgebunden werden, im ganzen also neun bis zehn eitlen Räucherspieß ausfüllende Würste. Beien Abbinden von zehn Würsten mittels eines 70 cm langen Fadens entfällt auf die einzelne Bindung ein Fadenstück von mir 7 Cm.
  • Das Gerät gemäß der Erfindung gestattet rt:ben der eingangs erwähnten zweckmäßigen Art des Abteilens von Würsten ein schnelleres Wurstbinden bei aufrechter Körperhaltung unter alleiniger Benutzung der beiden Hände und bei Verwendung langer Fäden für die Nichtschlaufenenden eine große Fadenersparnis. Der Erfindungsgegenstand gestattet es ferner, den Faden so kräftig anzuziehen und dadurch so feste Knoten zu erzeugen, daß ein Herausgleiten von Würsteil nach ihrem Aufhängen am Räucherspieß nicht eintritt.
  • Das Gerät läßt sich infolge der Zugänglichkeit a11 seiner Flächen hygienisch saugerhalten und behindert während seines Nichtgebrauches nicht das Hantieren auf dem Arbeitstisch, da es nach Herausnahme des Messers sehr niedrig ist.
  • Gegenstand der Erfindung ist nur das Fleischerei.gerät nach der Kennzeichnung des Patentanspruches als Ganzes, nicht seine Einzeleinrichtungen an sich.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Fleischereigerät zum Abteilen und Abbinden von Würsten mit einem auf einer Grundplatte in stehender Lage angeordneten Messer, gekennzeichnet durch einen Hornartig mit leichter Neigung nach hinten aus der Grundplatte vorstehenden Messerhalter (b) mit einer Einsteckscheide (c), in die das untere Ende des im übrigen frei stehenden Schneidmessers eingesetzt und mittels einer Klemmschraube (d) festgespannt wird, sowie durch einen vorderen Haken (h) all der Grundplatte als Halter für zum Abbinden von Würsten dienende Bindfäden und einen hinteren Haken bzw. eine Öse (zc,) zum Festlegen des Gerätes an einer zur hinterliegenden Werkstattwand o. dgl. führen-den Feststellkette.
DEG98540D 1938-08-28 1938-08-28 Fleischereigeraet zum Abteilen und Abbinden von Wuersten Expired DE714064C (de)

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DE714064C true DE714064C (de) 1941-11-20

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