DE712246C - Verfahren zum Einschmelzen spitzenloser Zwerggluehlampen unter Verwendung eines teller- bzw. kelchartig erweiterten Pumprohres - Google Patents

Verfahren zum Einschmelzen spitzenloser Zwerggluehlampen unter Verwendung eines teller- bzw. kelchartig erweiterten Pumprohres

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DE712246C
DE712246C DESCH114037D DESC114037D DE712246C DE 712246 C DE712246 C DE 712246C DE SCH114037 D DESCH114037 D DE SCH114037D DE SC114037 D DESC114037 D DE SC114037D DE 712246 C DE712246 C DE 712246C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01KELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
    • H01K3/00Apparatus or processes adapted to the manufacture, installing, removal, or maintenance of incandescent lamps or parts thereof
    • H01K3/20Sealing-in wires directly into the envelope

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Vessels And Coating Films For Discharge Lamps (AREA)

Description

  • Verfahren zum Einschmelzen spitzenloser Zwergglühlampen unter Verwendung eines teller- bzw. kelchartig erweiterten Pumprohres Es sind Verfahren zum Einschmelzen spitzenloser Zwergglühlampen bekannt, bei denen das Entlüftungsrohr vor Beginn des eigentlichen Schmelzvorganges in den Hals des Lampenballons eingeschoben wird, wobei das Entlüftungsrohr im Außendurchmesser um so viel kleiner als der Innendurchmesser des Ballonhalses ist, daß die Stromzuleitungsdrähte (Elektroden) für den eigentlichen Leuchtkörper zwischen beiden Röhren Platz haben.
  • Ein weiteres Verfahren beruht darauf, daß das Entlüftungsrohr, dessen Durchmesser gleich oder annähernd gleich demjenigen des Ballonhalses ist oder das 'zur Erreichung eines entsprechenden Durchmessers kelchartig erweitert ist, stumpf mit dem Ballonhals verschmolzen wird, -,vobei die Zuleitungsdrähte quer durch die Wand der Schmelzstelle geführt werden.
  • Weiterhin ist ein Verfahren bekannt, bei dem das Entlüftungsrohr ebenfalls in den Ballonhals eingeschoben wird, jedoch erfolgt das Einschieben in den Glashals während des Verschmelzvorganges mit demselben. Es sind fernerhin Verfahren bekannt, bei denen die Verschmelzung zw ischen Ballonhals und Pumprohr auf irgendeine beliebige Weise vorgenommen wird und bei denen durch besondere Maßnahmen, beispielsweise Einfügen eines dünnwandigen Metallröhrchens oder durch das Hindundherbewegen eines Stiftes aus schwer schmelzendem Material o. dgl., dafür gesorgt wird, daß beim eigentlichen Schmelzvorgang die Schmelzstelle nicht zusammenfallen kann und daß somit stets eine genügend weite Öffnung zum Entlüften des Lampenkolbens aufrechterhalten bleibt.
  • Die Erfindung betrifft nun ein Einschmelzverfahren, bei dem das Entlüftungsrohr prinzipiell im Durchmesser wesentlich kleiner ist als der Innendurchmesser des Glockenhalses, so daß eine direkte Verschmelzung zwischen Entlüftungsrohr (Pumprohr) und Ballonhals nicht ohne weiteres möglich wäre. Es wird daher ein teller- bzw. kelchartig erweitertes Pumprohr benützt, dessen tellerartige Erweiterung erfindungsgemäß als Träger der zweimal scharf abgewinkelten Stromzuführungsdrähte dient und vor dem eigentlichen Einschmelzvorgang in den Glockenhals eingeschoben wird, und zwar so weit, daß der Halsrand des Lampenballons einige Milliineter über den Tellerrand in Richtung des Entlüftungsrohres übergreift. Beim Einschmelzvorgang schrumpft nun dieser überstehende Teil des Ballonhalses zusamm°,i bzw. legt sich unter dem Einfluß der scharf eingestellten Gebläseflammen kragenartig gegen die konkave Seite der kelch- bzw. tellerartigen Erweiterung des Pumprohres unter gleichzeitigem luftdichtem Einbetten der Stromzuführungsdrähte.
  • Durch diesen Schmelzvorgang wird erreicht, daß der zylindrische Teil des Pumprohres nicht auf die hohe Temperatur des Ballonhalsrandes gebracht wird, wodurch ein Zusammensacken des Entlüftungsrohres am oberen Ende von vornherein vermieden wird'.
  • Durch das Schrumpfen bzw. Anfließen des Ballonhalsrandes an die tellerförmige Erwciterung des Pumprohres findet eine innige Vermischung der beiden Glasteile: Pumprohr, Ballonhals statt, indem der anschrumpfende Ballonhalsrand im Verhältnis zum kelchförmig ausgebildeten Entlüftungsrohr eine relative Bewegung ausführt.
  • Durch dieses Ineinanderfließen der beiden Glasteile wird dasselbe bezweckt wie beim Verblasen von zwei Glasstücken mit dein Mund, freihändig vor einer Gebläseflamme: es findet eine gewisse Durchmischung der beiden Gläser an der Berührungs- bzw. Schmelzstelle statt, wodurch spätere Glasspannungen, die zu Bruch führen können, nach 'Möglich-]zeit vermieden werden.
  • Durch die erfindungsgemäße scharfe- Abwinklung der Stroinzuführungsdrähte ist deren Höhenlage infolge Aufsitzen auf dem Teller des Pumprohres genau festgelegt, so daß auch der auf die Stromzuführungsdrähte. die beispielsweise vorher mit einer Glasperle untereinander verbunden sind, aufmontierte Leuchtkröper in bezug auf Höhenlage eindeutig festliegt.
  • Durch das Anschrumpfen des Ballonhalses, was teilweise über die Stromzuleitungsdrähte hinweg erfolgt, schmilzt auch ein Teil des Halses an die Stromzuleitungsdrähte selbst an. Infolge Kapillarwirkung zwischen dem schmelzflüssigen Glas und den Stromzuleitungsdrähten findet in gewissem Sinne ein Herabfließen des Glases an den Zuleitungsdrähten statt, wodurch eine Art hosenförmige Dichtungsstelle erzielt wird, die andererseits wieder eine besonders lange Dichtungsstrecke zwischen Glas und Stron izuleitungsdrähten zur Folge hat.
  • Während des gesamten Einschinelzvorganges ist das Entlüftungsrohr in bekannter Weise in einem Halter so tief gelagert, daß durch die abkühlende Wirkung des Halters eine nennenswerte Verformung des Pumprohres nur in allernächster Zähe der Einschinelzstelle selbst auftreten kann. Da diese Stelle iedoch von vornherein stark aufgeweitet ist (Kelch bzw. Teller'). ist ein Zusammenfallen während des Schmelzvorganges ausgeschlossen, es bedarf keiner zusätzlichen Mittel, das Entliiftungsrolir auf seine ganze Länge, auch an der Verschrnelzstelle, vollkommen offen zu halten.
  • In der Zeichnung sind in den Abbildungen i bis 3 die verschiedenen Verschinelz_vorgänge dargestellt.
  • Gemäß Abb. i wird ein entsprechend vorgeschnittenes Glasrohr d., das am oberen Ende eine kelch- oder tellerförmige Erweiterung 8 trägt, in einem Halter 5 eingesetzt, der durch entsprechende Hilfsmittel in Umdrehung versetzt werden kann. Das Entlüftungsrohr .I wird b°ispielsweise durch ein Klemmstück oder eine Feder 7 unter entsprechender Re ibung ini Halter 5 festgehalten.
  • Auf die tellerförmige Erweiterung 8 des Entlüftungsrohres lassen sich nun die zweimal scharf abgewinkelten Stromzuleitungsdrällte (,Elektroden) 3 einwandfrei aufsetzen. Diese Elektroden sind in bekannter Weise, bzispielsweise durch eine angeschmolzene Perle, fest miteinander verbunden und tragen am obren Ende den entsprechenden Leuchtkörper, während die freien Enden in seitlichen Ausfräsungen oder Bohrungen i i des Halters 5 der seitlichen Lage nach. jedoch in vertikaler Richtung beweglich, fixiert sind. Der Lampenballon i, der in bekannter Weise in einen entsprechenden Halter 2 eingesetzt wird, wird nunmehr mit diesem Halter 2 so über die Elektroden 3 mit dem Leuchtkörper gesenkt, daß der Rand des Ballonhalses einige Millimeter über den Rand des Tellers 8 hinausragt. Der Rand des Kelches oder Tellers 8 befindet sich in einer derartigen Höhe über dein oberen Rand des Halter 5, daß der zylinderförmige Teil des Entlüftungsrohres 4. infolge Abkühlung durch den Halter 5 nicht zum Erweichen kommt, selbst wenn der Tellerrand auf Schmelztemperatur gebracht ist.
  • Wird nun diese Anordnung so zwischen zwei oder mehrere Flammen 9, io gebracht, daß diese Flammen zwischen Halsrand des Ballons und Rand des Tellers 8 auf den Hals einwirken, so wird nach kurzer Zeit der Halsrand Erweichungstemperatur annehmen und infolge Kohäsion sowie unter dem Einfluß der steifen Flammen 9 und io sich umbiegen bzw. einschrumpfen, wie dies in Abb. 2 bei 13 angedeutet ist. In unmittelbarer Nähe der Elektroden 3 wird der Ballonrand sich nicht sofort an den Teller 8 anlegen, sondern auch mit den Elektroden i -eine Verschmelzung ergeben. Durch Kapillarwirkung wird das schmelzflüssige Glas an den Elektroden 3 etwas nach unten gezogen, während gleichzeitig der Ballonrand sich weiter an den Teller 8 anlegt und mit diesem schließlich homogen verschmilzt. Die Verschmelzstelle zwischen Teller 8 und Ballonrand ergibt eine geringfügige, ringförmige Verdickung des Glases, während in der nächsten Umgebung der durchgehenden Elektroden ein hosenförmiges Anfließen der Glasmasse stattfindet, wie in Abb. 3 mit 14 angedeutet. Durch dieses Anfließen wird eine besonders lange Dichtungsstrecke an den Elektroden erzielt, unter Vermeidung einer unerwünschten Glasanhäufung an den übrigen Teilen der Verschmelzung, die nicht den Elektroden unmittelbar benachbart sind.
  • Dadurch, daß das Entlüftungsrohr q. wie auch die Elektroden 3 während des Verschmelzvorganges nur außerordentlich wenig aus dem abkühlenden Halters hervorschauen, wird ein Zusammenfließen des Entlüftungsrohres ¢ sowie jede Beschädigung durch Wegbrennen oder auch nur starke Oxydation der Elektroden vermieden.
  • Xach erfolgtem Einschmelzen, wodurch Ballon, Pumprohr und Stromzuführungsdrähte gemäß Abb.3 luftdicht miteinander verbunden wurden, und anschließendem Abkühlen unter die Erweichungstemperatur des Glases wird der Lampenballon einschließlich Pumprohr durch bekannte, in den Abbildungen nicht dargestellte Mittel so weit angehoben, daß die G bläseflammen g und io nunmehr unterhalb der eigentlichen Einschmelzstelle lediglich auf das Pumprohr einwirken können. Um ein Verbrennen der jetzt frei liegenden Stromzuführungsdrähte durch die Einwirkung der Flammen zu vermeiden, werden diese Flammen gleichzeitig durch Gemischdrosselung so geschwächt, daß sie nur noch imstande sind, das verhältnismäßig dünne Pumprohr gerade so weit zu erweichen, daß dasselbe durch weiteres Anheben des Lampenballons und nach Abstellen der Flammen g und io zu einer Kapillare ausgezogen werden kann. Diese Kapillare ist vorteilhaft für das spätere Abschmelzen des Pumprohres nach erfolgter Entlüftung.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Einschmelzen spitzenloser Zwergglühlampen unter Verwendung eines teller- bzw. kelchartig erweiterten Pumprohres, dadurch gekennzeichnet, daß die tellerartige Erweiterung als Träger der zweimal scharf abgewinkelten Stromzuführungsdrähte dient und vor dem. eigentlichen Einschmelzvorgang einige Millimeter in den Glockenhals eingeschoben wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Ballonhals durch die Einwirkung der Gebläsefiammen von unten her mit der entsprechenden tEller-oder kelchförmigen Erweiterung des Pumprohres unter gleichzeitigem luftdichtem Einbetten der Stromzuführungsdrähte durch Schmelzen verbunden wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Pumprohr zwecks Erzielung einer Abschmelzkapillare nach dem erfolgten eigentlichen Einschmelzen ausgezogen wird, wozu Lampenballon einschließlich Pumprohr im Verhältnis zu den Gebläseflammen etwas angehoben und gleichzeitig die Gebläseflammen durch Gemischdrosselung weniger heiß eingestellt werden.
DESCH114037D 1937-10-16 1937-10-16 Verfahren zum Einschmelzen spitzenloser Zwerggluehlampen unter Verwendung eines teller- bzw. kelchartig erweiterten Pumprohres Expired DE712246C (de)

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