AT144597B - Verfahren zum Verschließen von Gas enthaltenden Gefäßen. - Google Patents

Verfahren zum Verschließen von Gas enthaltenden Gefäßen.

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AT144597B
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J9/00Apparatus or processes specially adapted for the manufacture, installation, removal, maintenance of electric discharge tubes, discharge lamps, or parts thereof; Recovery of material from discharge tubes or lamps
    • H01J9/40Closing vessels

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Details Of Reciprocating Pumps (AREA)
  • Circuit Arrangement For Electric Light Sources In General (AREA)
  • Infusion, Injection, And Reservoir Apparatuses (AREA)
  • Closing Of Containers (AREA)

Description


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  Verfahren zum Verschliessen von Gas enthaltenden Gefässen. 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verschliessen von Gas enthaltenden Gefässen (Glühlampen usw.), welche aus Glas, Quarzglas oder ähnlichen glasartigen Stoffen bestehen bzw. mit einem aus solchem Stoffe bestehenden Pumprohr oder Füllrohr versehen sind. 



   Das Verfahren kann vorzugsweise in solchen Fällen angewendet werden, wenn der Druck des Gases im Gefäss im Laufe des Abschmelzverfahrens grösser ist als der Druck der äusseren Atmosphäre oder mit andern Worten, wenn das Gefäss beim Abschmelzen unter   innerem Überdruck   steht. In diesem Falle kann das erfindungsgemässe Verfahren einfach mit nur geringer Abänderung des bisher benutzten Verfahrens durchgeführt werden. 



   Das übliche Verfahren zum Abschmelzen von Glühlampen veranschaulicht Fig. 1. Auf der Figur bedeutet 1 den Glaskolben, 2 das Lampengestell und 3 das Pumprohr, welches mit dem Inneren des Kolbens in Verbindung steht. Das Pumprohr wird luftdicht in die Bohrung des Gummistopfens gesteckt. Das Entlüften der Lampe und die Einleitung des Füllgases erfolgen durch diese Bohrung. Das Verschliessen des mit Gas gefüllten Kolbens erfolgt in bekannter Weise derart, dass der mit   5   bezeichnete Teil des Pumprohres mittels der Gasflammen 6 und 6'über die Erweichungstemperatur des Glases erhitzt wird. Ist der Druck im Kolben geringer als der Atmosphärendruck, so fällt die erweichte Wand des Glasrohres zusammen und schliesst das Pumprohr luftdicht ab.

   Im Laufe des weiteren Erhitzens teilt sich das nunmehr gezogene Rohr infolge der Oberflächenspannung des Glases in zwei Teile, womit die zweite Phase des Abschmelzens,   die "Trennung" beendet   ist. 



   Dieses Verfahren kann nur dann durchgeführt werden, wenn in der Lampe im Zeitpunkte des Abschmelzens ein geringerer Druck herrscht als ausserhalb derselben. Bei den üblichen automatischen Fabrikationsverfahren werden die Lampen gleich nach ihrem Entlüften mit Gas gefüllt, und da die Temperatur des Kolbens während dieses Vorganges sowie während des Abschmelzens trotz Kühlung weit über Zimmertemperatur ist, wobei der Innendruck geringer sein muss als der Atmosphärendruck, und der Gasdruck im Innern der Lampe nach dem Abschmelzen durch Abkühlung noch geringer wird, können mit dem beschriebenen Verfahren nur Lampen hergestellt werden, deren Gasfüllung bei Zimmertemperatur einen Druck von 600 mm Quecksilbersäule nicht übersteigt. 



   Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass auch solche Kolben in ähnlicher Weise verschlossen werden können, die während des Abschmelzens einen inneren Überdruck aufweisen, wenn die die erste Phase des Vorganges bildende Abschliessung des Rohres nicht der Oberflächenspannung des erweichten Glases bzw. dem äusseren Luftdruck überlassen, sondern das erweichte Pumprohr mit einem entsprechenden Werkzeug zusammengedrückt wird. Wenn die Erhitzung des Glasrohres entsprechend geführt wird, kann ein Zustand erreicht bzw. ein Moment gefunden werden, wo das Glas noch nicht so weich ist, dass der innere Überdruck das Rohr während der kurzen Dauer der Operation ausblasen würde, es aber schon so plastisch wird, dass es mittels eines entsprechenden Werkzeuges zusammendrückbar ist, und das Rohr dadurch geschlossen werden kann. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren wird im folgenden an Hand der Fig. 2-16 beschrieben. 



   Von diesen Figuren veranschaulicht Fig. 2 die zur Ausführung der Verfahren geeignete Einrichtung von oben gesehen, während Fig. 3 dieselbe Einrichtung in Seitenansicht zeigt. Fig. 4 und 5 veranschaulichen den Gang des Verfahrens. Fig. 6 und 7 zeigen das abgeschlossene Pumprohr in Vorder-und Seitenansicht. Fig. 8 und 9 das Pumprohr nach der Trennung, Fig. 10 und 11 zeigen zwei Ausführungsformen 

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 des zum   Zusammendrücken   verwendeten Werkzeuges, Fig. 12 und 13 das zusammengedrückte noch ungeteilte Pumprohr in zwei Ansichten, Fig. 14 und 15 dasselbe Pumprohr nach der Trennung und endlich Fig. 16 dasselbe Pumprohr, wenn die nach dem Zusammendrücken erfolgende Trennung nicht an der Stelle des Zusammendrückens, sondern weiter unten erfolgt. 



   Auf Fig. 2 und 3 bedeutet 3 das Pumprohr, welches mittels der Gasbrenner 6 erhitzt wird. 7 und 7' ist das zweiteilige, eventuell heizbare Werkzeug, welches das entsprechend erhitzte Pumprohr in Richtung der Pfeile 8 und 8'zusammendrückt, wie in Fig. 4 und 5 veranschaulicht ist. Es hat sich als zweckmässig erwiesen, während des Zusammendrückens das Pumprohr nicht weiter zu erhitzen und auch sogar die
Umgebung'der Quetschstelle durch Luftstrom zu kühlen. Das Werkzeug kann derart ausgebildet sein, dass es das Pumprohr nicht nur zusammendrückt, wobei ein luftdichtes Abschliessen des Gefässes bewerkstelligt wird, sondern es auch, wie in Fig. 6 und 7 abgebildet, mittels der Schneiden 9 und 9' (s. Fig. 4 und 5) wie mit einer Schere gleichzeitig in zwei Teile trennt. Endlich wird der verschlossene und abgetrennte Kolben durch Abheben von der Pumpe entfernt (siehe Fig. 8).

   Ein solcherart verschlossenes Pumprohr weist, wie in Fig. 8 ersichtlich, eine Kante 10 auf. Wenn erwünscht, kann diese Kante abgerundet werden, indem an dieser Stelle das Glas wieder auf Erweichungstemperatur erhitzt wird. Dadurch gewinnt das Rohr die in Fig. 9 mit 10'bezeichnete Gestalt. 



   Es können auch Werkzeuge anderer Gestalt verwendet werden. So haben sich die in Fig. 10 und 11 in Querschnitt gezeichneten Werkzeuge als brauchbar erwiesen. 



   Das Werkzeug kann auch so ausgebildet werden, dass es das Rohr in mehr als zwei Richtungen zusammendrückt. 



   Vorstehend ist eine beispielsweise Ausführungsform des Verfahrens beschrieben, bei welcher das Verschliessen und die Trennung in einem gemeinsamen Arbeitsgang durchgeführt werden. Es kann aber auch so gearbeitet werden, dass das erhitzte Rohr mit einem entsprechenden Werkzeug nur zusammengedrückt und verschlossen wird, wie dies Fig. 12 und 13 in der Vorder-und Seitenansicht zeigen. Das Trennen kann in diesem Falle nachträglich, z. B. durch Absprengen in kaltem Zustande erfolgen. Das Pumprohr einer solcherweise verfertigten Lampe zeigen die Fig. 14 und 15 in zwei Ansichten. Das Rohrende kann auch hier nachträglich erwärmt werden. 



   Das Abtrennen kann   natürlich   auch fortfallen oder unterhalb der zusammengedrückten Stelle erfolgen, wie in Fig. 16 abgebildet ist. Auch in diesem Falle kann das Rohrende durch Wiedererhitzen abgerundet oder verschmolzen werden. 



   Bisher wurde diejenige Ausführungsform des Verfahrens beschrieben, bei welcher das Zusammendrücken des Pumprohres ein luftdichtes Versperren desselben bewerkstelligt.   Erfindungsgemäss   kann aber das Verfahren auch so ausgeführt werden, dass das Rohr nicht bis zum vollständigen luftdichten Abschliessen, sondern nur so weit zusammengedrückt wird, dass eine enge Öffnung zurückbleibt. Dann kann das Rohr an dieser Stelle oder unterhalb derselben wieder erhitzt und dadurch völlig verschlossen und abgetrennt werden. 



   Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Gefässe sind daran zu erkennen, dass die Zuschmelzstelle von zwei oder mehr Seiten abgeilacht ist und sich im Innern des Pumprohres eine scharfe, durch die Oberflächenspannung des Glases nicht abgerundete Kante befindet (s. Fig. 14 und 15). Diese Kante endet meistens in den zwei Spitzen 12 und 12'. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Verschliessen von Gefässen, welche Gas enthalten und aus Glas oder glasähnlichen Stoffen bestehen bzw. mit aus solchem Material bestehenden Pump-oder Füllrohr versehen sind (Glüh-   lampen usw. ), wobei das Abschliessen des Gefässes durch Erhitzen dieses Rohres erfolgt, dadurch gekenn-   zeichnet, dass das Rohr so weit erhitzt wird, dass es plastisch, aber infolge des inneren Gasdruckes nicht ausgeblasen wird, worauf es mittels eines Werkzeuges zusammengedrückt wird.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug erhitzt wird.
    3. Ausführungsform des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Pump-oder Füllrohr an der Quetschstelle oder an einer vom Gefäss entfernteren Stelle in zwei Teile getrennt wird.
    4. Ausführungsform des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschliessen und das Abtrennen in einem Arbeitsgang erfolgen.
    5. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch Anwendung einer Schere oder eines andern Schneidewerkzeuges.
    6. Ausführungsform des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtrennstelle des Pumprohres wieder erhitzt wird.
    7. Elektrische Glühlampe mit einem inneren Gasdruck von mehr als 600 mm Quecksilbersäule bei Zimmertemperatur, dadurch gekennzeichnet, dass sich im Innern des Pumprohres an der Abschlussstelle eine durch die Oberflächenspannung des Glases nicht abgerundete Kante befindet.
AT144597D 1932-06-30 1932-06-30 Verfahren zum Verschließen von Gas enthaltenden Gefäßen. AT144597B (de)

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