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Flüssigkeitswirbelbremse Die Erfindung betrifft eine Flüssigkeitswirbelbremse
zum Abbremsen der Leistung von Kraftmaschinen bei beliebigen, insbesondere bei hohen
Drehzahlen. Blekanntlich haben derartige Wirbelbremsen, bei denen die Wirbei durch
taschenartige Schaufelung erzeugt werden, bei zahlreichen Vorteilen den Nachteil,
daß nur ein verhältnismäßig kleiner Leistungsbereich abgebremst werden kann. Die
Bremse ist also schlecht regelbar. Insbesondere bei hohen Drehzahlen ist die Leistungsaufnahme
der Bremse außerordentlich groß, so daß nur verhältnismäßig hohe Leistungen abgebremst
werden können, kleinere Leistungen dagegen nicht.
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Es ist bekannt, den abbremsbaren Leistungsbereich bei derartigen
Bremsen dadurch zu erhöhen, daß mehrene Schaufelungen verwendet werden, so daß mehrere
voneinander mehr oder weniger unabhängige Bremsenientstehen. Ferner ist es bekannt,
einer elektrischen Bremse eine als zweite Bremse wirkende hydraulisdhe Kupplung
vorzuschalten.
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Es liegt nahe, die gleiche Maßnahme auch bei Flüssigkeitswirbelbremsen
zu ergreifen.
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Hierdurch wird der abbremsbare Leistungsbereich besonders günstig
gestaltet. Es kann dabei auch von der weiteren an sich bekannten Regelungsmöglichkeit
durch Einschaltung von Verstellschiebern zwischen dem Ständer und Läufer der eigentlichen
Bremse Gebrauch gemacht werden. Die Erfindung geht von einer derartigen Einrichtung
zum Abbremsen der Leistung von Kraftmaschinen unter Verwendung mehrerer Bremsen,
von denen eine unter Vorschaltung einer als zweite Bremse wirkenden hydraulischen
Kupplung angetrieben wird, aus.
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Die durch die Erfindung erzielte besonders günstige Regelungsmöglichkeit
wird dadurch erreicht, daß der getriebene und mit dem umlaufenden Teil der zweiten
Bremse starr verbundene Teil der hydraulischen Kupplung mit einer Festhaltevorrichtung
versehen ist, bei deren Einrüeken die zweite Bremse außer Wirkung gesetzt wird.
Solange diese Festhaltevorrichtung außer Tätigkeit ist, laufen beide Schaufelungen
um, jedoch nicht mit der gleichen Relativgeschwindigkeit zwischen dem treibenden
und dem getriebenen Teil.
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Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, einen breiteren Leistungsbereich
abzubremsen. Wird dagegen die Festhaltevorrichtung eingerückt, dann arbeitet die
zweite Bremse überhaupt nicht mehr, und die gesamte Leistung wird allein von der
ersten Bremse vernichtet. Dadurch, daß die eine oder die andere Schaufelung ganz
oder teilweise durch Schieber o. dgl. abgedeckt wfrd kann die abbremsbare Leistung
dieser Schaufelung herabgesetzt und die Bremsleistung geregelt werden.
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Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens ist in der Zeichnung
schematisch dargestellt.
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Die abzubremsende Kraftmaschine ist durch die Weile a mit der Bremse
verbunden. Auf dieser Welle ist die Scheibe derartig angebracht, daß sie stets gemeinsam
mit der Welle umläuft. In der Scheibe befinden sich die taschenförmigen Aussparungen
c; ihnen gegen-: über befinden sich die gleichfalls taschenförmigen Aussparungend
in einem Körper e, der mittels der Kugellager / auf der Welle a drehbar gelagert
ist. An seinem anderen Ende trägt dieser Körper gleichfalls taschenförmige Aussparungeng,
die den Aussparungenau in der Scheibe gegenüberstehen. Diese Scheibe i bildet zusammen
mit dem Mantels und der Scheibe 1 das Gehäuse für die Bremse e das in den festen
Lagern 1,1 und lt schwingbar gelagert ist. An diesem Gehäuse ist eine Festhaltevorrichtung
0 angeordnet, die durch einen Handgriff 0. dgl. von außen betätigt werden kann.
In der gezeichneten Stellung gibt sie den Läufer e frei, so daß er sich ungehindert
drehen kann. Wird sie eingerückt, dann hält sie diesen Teil fest, der dadurch mit
dem Gehäuse starr verbunden wird, so daß die Schaufelung g-it vollständig ausgeschaltet
wird.
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In der Ebene der Schaufelungg und lt ist ein ringförmiger Raump vorgesehen,
der zur Aufnahme einer bekannten Regeivorrichtung dienen kann, beispielsweise eines
kreis- oder segmentförmigen Schiebers, der die Taschen g von den Taschen lot mehr
oder weniger abtrennt und dadurch die Bremsleistung herabsetzt. Die Einrichtung
arbeitet in der Weise, daß durch die Leistung der Kraftmaschine die Wellea und mit
ihr die Scheibe b gedreht werden. Dadurch entstehen in der Schaufelung c-d Wirbel,
so daß der Körper e. der an sich nicht angetrieben wird, in der Drehrichtung mitgenommen
wird. Die Drehzahl des Körpers e ist bei der Mitnahme selbstverständlich geringer
als die der Scheibe b. Dementsprechend drehen sich auch die taschenförmigen Aussparungen
g verhältnismäßig langsamer. Trotzdem wird aber durch die Schaufelung g-k immer
noch eine verhältnismäßig große Leistung abgebremst, insbesondere dann, wenn der
Durchmesser der Schaufelung g-It verhältnismäßig größer ist als derjenige der Schaufelung
c-d. denn die Schaufelung h steht praktisch still, da das Gehäuse in bekannter Weise
auf eine Waage o. dgl. wirkt. Durch den erwähnten Schieber kann die Schaufelung
g-h teilweise abgedeckt und die Bremsleistung dadurch entsprechend vermindert werden.
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Wird die Festhaltevorrichtung o eingerückt, dann arbeitet nur noch
die Schaufelung c~d allein, wodurch eine weitere Leistungsverminderung gegenüber
der Tätigkeit beider Bremsteile erreicht wird, so daß beispielsweise die Leistung
auch bei relativ hohen Geschwindigkeiten abgebremst werden kann.
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Auch hierbei ist eine weitere Regelung durch Schieber o. dgl. möglich.
Die Bremskraft wird in diesem Falle über die Festhaltevorrichtung auf das Gehäuse
und von dort auf eine Waage 0. dgl. übertragen.
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Weitere Ausführungsmöglichkeiten solcher Bremsen bestehen beispielsweise
darin, daß mehr als zwei Schaufelungen in der angegebenen Weise miteinander verbunden
und abwechselnd gemeinsam oder paarweise eingeschalter werden können.