DE710762C - Maschinennaehgarn - Google Patents
MaschinennaehgarnInfo
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- DE710762C DE710762C DEP77935D DEP0077935D DE710762C DE 710762 C DE710762 C DE 710762C DE P77935 D DEP77935 D DE P77935D DE P0077935 D DEP0077935 D DE P0077935D DE 710762 C DE710762 C DE 710762C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01F—CHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
- D01F6/00—Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof
- D01F6/58—Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof from homopolycondensation products
- D01F6/60—Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof from homopolycondensation products from polyamides
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Description
- Maschinennähgarn Als Maschinennähgarne sind bisher nur Seiden-, Baumwolf- und Leinengarne in Gebrauch. Trotz der großen Ausdehnung der Kunstseidenherstellung und der vielen Versuche, Kunstseide zur Herstellung von Maschinennähgarn zu verwenden, ist es bisher noch nicht möglich gewesen, Kunstseide als solches Garn brauchbar zu machen.
- Es ist zwar bekannt, Kunstseide zur Herstellung von Stickereigarnen zu verwenden, und zwar für Buntstickereien auf Kissen, Decken, Blusen, Kleidern u. dgl.
- Polyamide, die z. B. durch Polymerisation aus Monoaminom@onocarbonsäuren oder aus geeigneten aliphatischen Diaminen und dibasischen Carbonsäuren sich herstellen lassen, sind zur Erzeugung von Fäden bereits bekanntgeworden. Die Fäden lassen sich aus der Schmelze verspinnen. Nach dem Spinnen zeigen sie eine Dehnbarkeit von 40o bis 5oo%. Die bleibende Dehnung kann annähernd 2o% betragen. Sie kann aber zwischen io und 2oo% liegen, je nachdem wie man den Streckvorgang leitet. Die Superpolyamide sind, wie das Röntgenbild zeigt, kristallin. Sie haben .also einen verhältnismäßig festen Schmelzpunkt. So beträgt der Schmelzpunkt des Polyhexamethylenadipinsäureamids etwa 165° C.
- Gegen die Verwendung. der Superpolyamide zur Herstellung von Maschinennähgarn bestanden erhebliche Bedenken. Gewisse Polyamide schmelzen bereits bei 22o° C. Die Nadel einer Hochl.eistungsnähmaschine ;nimmt aber Temperaturen von 40o bis 425° C an, so, daß mit einem Abschmelzen des dünnen Nähfadens zu rechnen war. Es bestand demnach bisher ein erhebliches Vorurteil ,gegen die Verwendung eines Werkstoffes mit scharfem Schmelzpunkt zur Herstellung von _Maschinen# nähgarn. Derartige Bedenken waren bei Verwendung von Baumwollgarnen z. B. nicht vorhanden; diese wurden zwar durch die Hitze etwas angesengt und dadurch in ihrer Festigkeit beeinträchtigt, ihre grundsätzliche Verwendbarkeit zum Maschinennähen wurde aber dadurch nicht in Frage gestellt.
- Nichtsdestoweniger hat sich nach der Erfindung gezeigt, daß man ein sehr wertvolles Maschinennähgarn aus einem Zwirn erhalten kann, der Fäden aus scharf schmelzenden kristallinen Stoffen, wie synthetischen Linearpiolymeren, insbesondere Polyamiden, wie Polyhexam:ethylenadipinsäure.amid, enthält oder aus diesen besteht. Das Maschinennähgarn nach der Erfindung kann zum Zusammennähen von Flächengebilden aus verschiedenen Rohstoffen verwendet werden. So kann man damit Leder, Pelze, Gewebe u. dgl. nähen. Durch seine Dehnbarkeit ist es nicht nötig, mit einem Garnüberschuß zu nähen, sondern man kann die Nähte dicht machen und fest anziehen, während es bei Verwendung von weniger dehnbaren Garnen inotwendig ist, mit einem gewissen Spiel die Naht herzustellen.
- Beim Nähen von dichten, schweren Geweben erreicht die Nadel, die oft mit Geschwindigkeiten von 2ooo bis q.ooo Hin- und Rückgängen in der Minute sich bewegt, Dunkelrothitze. Bei dieser Hitze werden Nähte aus Seiden- und Baumwollnähgarn in ihrer Festigkeit bereits erheblich beeinträchtigt. Seidennähgarn kann unter diesen Verhältnissen praktisch nicht mehr verwendet werden. Die Festigkeit von Baumwollnähgarn wird um 5oa;ö vermindert. Demgegenüber kann man mit dem Polyamidg ,arnnach der Erfindung starke, ungeschwächte Nähte herstellen, obgleich der Schmelzpunkt der Polyamide weit unterhalb der Nadeltemperatur liegt. Im vorliegenden Fall ist der scharfe Schmelzpunkt der Polyamidfäden ein nicht unwesentlicher Vorteil. Stoffe, wie Baumwolle, zersetzen sich,langsam und allmählich, ohne zu schmelzen; ihre Festigkeit wird wesentlich beeinträchtigt, ohne daß man dies leicht erkennen kann. Die Festigkeit von Polyamidgarn wird aber praktisch nicht beeinträchtigt. Werden Arbeitsverhältnisse erreicht, denen das Polyamidgarn nicht mehr gewachsen ist, so schmilzt es einfach ab und gibt so zti erkennen, daß man die Maschine wieder neu einstellen muß. Die Herstellung minderwertiger Nähte mit Polyamidgarn wird dadurch ausgeschlossen.
- Nach der Erfindung besteht das Verfahren zur Herstellung des beschriebenen Maschinennähgarns darin, daß das Garn nach seiner Verzwirnun,g zwecks Formfestmachens mit einem heißen, nicht lösenden Quellmittel für das Polymer behandelt wird. Die künstlichen Polyamidfäden zeigen die einzigartige Eigenschaft, in dem Zustand oder der Gestalt formfest zu werden, in der sie gesättigtem Dampf oder heißem Wasser bei , einer Temperatur zweckmäßig über ä5° C ausgesetzt @verdeii. Es können an Stelle von heißem Wasser auch heiße Alkohole, z. B. Methanol, Äthanol. u. dgL heißes Anilin oder andere nicht lösende Quellmittel zur Behandlung der Polyamide verwendet werden. Auf diese Weise macht man mit Erfolg den Drall des hergestellten -Nähgarns formfest, so daß es sich nicht wieder zurückdrehen kann. -Man erreicht dadurch ein Garn, das eine Knoten- und Schleifenbildung praktisch nicht mehr zeigt.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Maschinennähgarn, bestehend aus einem Zwirn, der Fäden aus scharf schmelzenden kristallinen Stoffen, wie synthetischen Linearpolymeren, insbesondere Polyamiden, wie Polyhexainethylenadipinsäureamid, enthält oder aus diesen besteht.
- 2. Verfahren zur Herstellung eines Maschinennähgarns ,nach Anspruch i. dadurch gekennzeichnet, daß das Garn nach seiner Verzwirnung zwecks Formfestmachens mit einem heißen, nicht lösenden Quellmittel für das Polymer behandelt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das gezwirnte Gebilde einer Behandlung mit heißem Wasser unterworfen wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP77935D DE710762C (de) | 1938-09-21 | 1938-09-21 | Maschinennaehgarn |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP77935D DE710762C (de) | 1938-09-21 | 1938-09-21 | Maschinennaehgarn |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE710762C true DE710762C (de) | 1941-09-20 |
Family
ID=7393278
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP77935D Expired DE710762C (de) | 1938-09-21 | 1938-09-21 | Maschinennaehgarn |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE710762C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1087499B (de) * | 1957-03-27 | 1960-08-18 | Du Pont | Naehgarn und genaehtes Textilgut |
-
1938
- 1938-09-21 DE DEP77935D patent/DE710762C/de not_active Expired
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE1087499B (de) * | 1957-03-27 | 1960-08-18 | Du Pont | Naehgarn und genaehtes Textilgut |
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