DE710583C - Dielektrische Fluessigkeiten - Google Patents

Dielektrische Fluessigkeiten

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DE710583C
DE710583C DEP74264D DEP0074264D DE710583C DE 710583 C DE710583 C DE 710583C DE P74264 D DEP74264 D DE P74264D DE P0074264 D DEP0074264 D DE P0074264D DE 710583 C DE710583 C DE 710583C
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DE
Germany
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dielectric
ethylbenzene
liquid
chlorinated
fraction
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Expired
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DEP74264D
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English (en)
Inventor
Olivier Wilfred Cass
Arthur Andrew Levine
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EIDP Inc
Original Assignee
EI Du Pont de Nemours and Co
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Publication date
Application filed by EI Du Pont de Nemours and Co filed Critical EI Du Pont de Nemours and Co
Application granted granted Critical
Publication of DE710583C publication Critical patent/DE710583C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B3/00Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties
    • H01B3/18Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • Organic Insulating Materials (AREA)

Description

  • Dielektrische Flüssigkeiten Die Erfindung bezieht sich auf Isolierflüssigkeiten, die insbesondere für die Verwendung in elektrischen Apparaten geeignet sind, beispielsweise Transformatoren, Schaltern, elektrischen Durchführungen, Kabeln, Sicherungen u. dgl.
  • Es ist bereits bekannt, Mineralöle, die Paraffin- oder Naphthalinkohlenwasserstoffe oder eine Mischung derselben enthalten, als dielektrische Flüssigkeit zu verwenden. Derartige Öle besitzen den Nachteil, daß sie Feuergefährlich sind und besonders unter Einwirkung elektrischer Funken, wie sie beispielsweise bei Kurzschlüssen auftreten, zur Bildung von Gasen neigen. Solche Gase haben unter Luftzutritt eine explosive Verbrennung. Zudem sind diese bekannten dielektrischen Flüssigkeiten nicht beständig, da sie sich leicht zersetzen, zur Bildung von Säuren neigen und schließlich Schlamm absetzen, so daß sie öfters erneuert oder aufgefrischt werden müssen.
  • Man hat bereits versucht, die obigen Nachteile durch Verwendung neuer Stoffe auszuschalten. Bei der Bildung neuer dielektrischer Flüssigkeiten. müssen jedoch auch ihre elektrischen Eigenschaften berücksichtigt werden wie z. B. die Leistungsfaktoren und die elektrische Konstante. Der Leistungsfaktor kennzeichnet den Betrag der Leistung, der in Wärme aufgebracht werden muß, wenn sich der elektrische Apparat, beispielsweise der Transförmator, in dem die Flüssigkeit als Isoliermittel dient, in Betrieb befindet. Die dielektrische Flüssigkeit soll auch die sich bildende Wärme abführen und gleichermaßen als Kühlmittel dienen. Vor allem ist es jedoch erforderlich, daß der Ohmsche Widerstand verhältnismäßig hoch ist, während der vorher erwähnte Leistungsfaktor in einem niedrigen für die Betriebsverhältnisse zulässigen Bereiche liegt. ' .
  • In dieser Hinsicht wurde bereits vorgeschlagen, anstatt der bisher verwandten Mineralöle halogenierte, vor allem chlorierte Produkte zu benutzen. Es wurde bereits chloriertes Toluol,. chloriertes Diphenyl und chloriertes Naphthalin sowie gewöhnliches Trichlorbenzol verwendet. Wenn auch durch Anwendung dieser Stoffe viele Nachteile beseitigt werden, die sich aus der Anwendung von gewöhnlichen Mineralölen ergeben, so besitzen sie doch unter Voraussetzung gleicher Versuchsbedingungen einen hohen Leistungsfaktor, der bei chloriertem Naphthalin sogar noch 1a % beträgt. Der Leistungsfaktor der übrigen erwähnten Stoffe beträgt sogar ein Vielfaches dieses Wertes. Außer den schlechten elektrischen Eigenschaften sind auch teilweise die Herstellungskosten solcher Stoffe zu hoch.
  • Gemäß der Erfindung besteht die dielektrische -Flüssigkeit aus chloriertem Äthyl= benzol. -Sie kann aus@firicT@lorät@benzol Tetrachloräth-ylbenzol#öder PentchlYoräthylenzolöder e_inemGemisch dieser Stöff`e"-bestehen e"`-bestehen bzw.=#aus einemisch vön Prak= liönen, die durch Destillation von chloriertem Äthylbenzol gewonnen sind, das einen Chlorgehalt von 3,5 bis 5,o Atomen pro Molekül Äthylbenzol aufweist. Die aus chloriertem Äthylbenzol bestehende Flüssigkeit kann einen Chlorgehalt von q.,o bis 4,8 Atomen pro Molekül Äthylbenzol enthalten. Der Erstarrungspunkt der Flüssigkeit kann erfindungsgemäß durch Beimischung einer Isolierflüssigkeit erniedrigt werden, und diese Flüssigkeit kann ein cyclisch im Kern chlorierter Wasserstoff sein. Es kann für diesen Zweck Trichlorbenzoloder Tetrachlorisopropylbenzol Verwendung finden. Der Erstarrungspunkt kann auch durch den Zusatz von chloriertem Äthylbenzol mit einem Siedepunkt zwischen a6o und 27o° C erniedrigt werden.
  • Die erfindungsgemäße dielektrische Flüssigkeit hat zunächst den Vorteil der Beständigkeit und eines sehr geringen Leistungsfaktors, der unter Voraussetzung normaler Versuchsbedingungen unter 3 °% und häufig sogar unter i0/0 liegt.
  • Einzelne Eigenschaften des Dielektrikums richten sich nach dem besonderen Verwendungszweck, so z. B. die Viscosität bei niedrigen Temperaturen, die Höhe des Siedepunktes und die Niedrigkeit des Erstar rungspunktes. Dieser kennzeichnet die Temperatur, bei welcher feste Kristalle sich aus der Flüssigkeit auszuscheiden beginnen. Der Erstarrungspunkt kann über der niedrigsten Betriebstemperatur des elektrischen Apparates liegen, wenn dieselbe unter Voraussetzung keiner oder geringer Betriebsunterbrechungen höher als die Außentemperatur ist. Zumeist ist es erforderlich, daß ein vollständiges Erstarren bei keiner Temperatur eintritt. Ferner ist die chemische Stabilität von Bedeutung und das Verhalten der Flüssigkeit gegenüber Metallen, mit denen es in Berührung kommt und die nicht angegriffen werden sollen. Allen diesen Erfordernissen wird die dielektrische Flüssigkeit der Erfindung gerecht oder kann entsprechend angepaßt werden. Zudem kann dieselbe leicht aus Stoffen hergestellt werden, die im Handel in jeder gewünschten Menge erhältlich sind.
  • Die erfindungsgemäße Flüssigkeit stellt man her, indem beispielsweise Benzol, welches vorher äthyliert worden ist, chloriert. Vorzugsweise wird Äthylbenzol chloriert, bis q.,o bis 4,8 Atome Chlor pro Molekül Äthylbenzol. Das auf diese Weise hergestellte Produkt ist im wesentlichen eine Mischung von Tetrachloräthylbenzol und Pentachloräthylbenzol und kann unmittelbar als dielektrische Flüssigkeit verwendet werden.
  • Es gibt drei isomere Tetrachloräthylbenzole und vier isomere Trichloräthylbenzole. Die gemäß der Erfindung hergestellten Stoffe enthalten wahrscheinlich alle Isomere derä Tetra- und Trichloräthylbenzole in ver-1 schiedenen Mengen, bestehen jedoch hauptsächlich aus einer Mischung aller drei Isomere von Tetrachloräthylbenzole mit Pentachloräthylbenzol, von dem es nur eine Form; gibt. Andere Produkte, wie beispielsweise! Trichloräthylbenzol, sind nur in ganz kleinen i Mengen vorhanden.
  • Der Siedepunkt dieser Mischung liegt ungefähr zwischen 26o und 3o5° C. Beim Abkühlen schlagen gewöhnlich feste Kristalle nieder, und zwar ungefähr* im Temperaturbereich von 5° bis ro° C. Sind q.,o Atome Chlor pro Molekül Äthylbenzol vorhanden, so liegt der Erstarrungspunkt unterhalb -o° C, und sind q.;8 Atome Chlor vorhanden, so liegt der Erstarrungspunkt bei ungefähr 35° C. Durch die Temperatur, bei welcher bei längerem Abkühlen Kristalle sich niederschlagen, wird der Erstarrungspunkt bestimmt.
  • Die dielektrische Konstante dieser Mischung derTetrachloräthylbenzolisomeren und Pentachloräthylbenzol beträgt bei Raumtemperatur ungefähr 4,8. Diese Konstante wird etwas kleiner, wenn die Temperatur steigt. Man fand, daß der Leistungsfaktor einer solchen Mischung sehr gering ist und bei 8o° C und nach einer Prüfdauer von drei Tagen nicht 21/, übersteigt. Die dielektrische Stärke liegt gewöhnlich im Bereich von 4o bis 45 Kilovolt, ist also größer als die dielektrische Stärke der gewöhnlichen Transformatoröle. Solche Öle haben gewöhnlich dielektrische Stärken im Bereich von 3o bis 35 Kilovolt.
    _ Tafel I '
    Temperatur, Temperatur,
    Dichtigkeit bei welcher bei bei welcher die
    Fraktion Siedebereich Kristalle bei
    bei 30° C längerem Abkühlen
    der Erwärmung
    Kristalle erscheinen verschwinden
    -26o bis 27o' C 1,4o bis 1,45 unter o ° C unter o ° C
    (500 - 5Z8° F)
    2 270 - 285' C 1,45 - 1,50 unter o ° C =o ° C
    (518 - 545.0 F)
    3 285 - 305 0 C 11,50 - 1,55 2o bis 25' C 3o bis 40' C
    (545 - 5810 F) '
    Durch geeignete Regulierung des vorhandenen Chlorgehaltes von 4,o bis 4,8 Atomen pro Molekül Äthylbenzol können die relativen Mengen einer jeden Fraktion in ver-
    Tafel I1
    Anzahl der vorhandenen Chloratome pro Molekül Äthylbenzol
    Fraktion
    4.04 4,11 4.32 4.45 4.6
    Vorfraktion ............. 9,90/0, 3,4% 2,4% nichts nichts
    r. Siedepunkt
    26o bis 27o ° C....... 35,0% 25,i 0% 3,8 0/0 4,90 /o 1,7 %
    2. Siedepunkt
    27o bis 285' C ....... 35,6% 39,8% 34,2% 34,3% 9,4%
    3. Siedepunkt
    285 bis 305' C ....... I9,5 % 30,i % 57,9% 6o,80/0 ' 88,90/,
    Rückstand .............. nichts r,6 0/0 Z,7 % nichts nichts
    Gesamt ................ 1,00,00/0 100,00/0 100,00/0 100,0010 ioo,o 0/0
    Jede einzelne dieser Fraktionen ist vollkommen als dielektrische Flüssigkeit geeignet, und jede Fraktion-kann als Dielektrikum in einem besonderen elektrischen Apparat benutzt werden, für den ihre Eigenschaften sie besonders geeignet machen. Vorzugsweise werden die Fraktion 2 oder die Fraktion 3 oder Mischungen der Fraktion 2 und der Fraktion 3 benutzt. Die Fraktion 2 besteht in der Hauptsache aus drei Isomeren Tetrachloräthylbenzol, vermischt mit einem kleineren Betrag Pentachlozäthylbenzol, wäh-Die durch die Chlorierung hergestellte Mischung mit einem Chlorgehalt von 4,o bis 4,8 Atomen Chlor pro Molekül Äthylbenzol kann auch durch fraktionelle Destillation in verschiedene Fraktionen gespalten werden. Im der nachfolgenden Tafel sind Fraktionen mit Siedepunkten innerhalb ganz bestimmter Bereiche angegeben: hältnismäßig großen Grenzen geändert werden. Die relativen Mengen einer jeden Fraktion sind in der nachfolgenden Tafel dargestellt rend die Fraktion 3 in der Hauptsache aus Pentachloräthylbenzol besteht, vermischt mit einer kleineren Menge Tetrachloräthylbenzol. Man kann auch eine Unterfraktion von der Fraktion des' Siedebereiches 26o bis 27o° C machen. Diese besteht in der Hauptsache aus einer Mischung von Tetrachloräthylbenzolen. In ähnlicher Weise kann man eine Fraktion abtrennen, die einen Siedepunkt im Bereich von 298 bis 3o3° C hat und praktisch aus reinem Pentachloräthylbenzol besteht. Pentachloräthylbenzol in wesentlich reiner Form kann von der Fraktion mit Siedepunkten in dem Bereich von 285 bis 305° C abgetrennt werden, und zwar durch Abkühlen und Ausfiltrieren der Kristallkörper. Reines Pentachloräthylbenzol ist nämlich bei gewöhnlichen Temperaturen ein fester Körper.
  • Alle die erwähnten Mischungen sind im wesentlichen nicht entzündbar. Dies gilt für alle Mischungen, die durch Chlorierung von Äthylbenzol hergestellt werden, bis 3,5 bis 5,o Atome Chlor pro Molekül Äthylbenzol vorhanden sind. Ein besonderes Produkt mit q.,o bis 4,8 Atomen Chlor pro Molekül Äthylbenzol und mit einem Siedepunkt im Bereich von 26o bis 3o5° C ist gleichfalls im wesentlichen nicht entzündbar, sogar bei verhältnismäßig hohen Temperaturen. Dies ist auch bei allen drei obenerwähnten Fraktionen oder einer der angegebenen Mischungen im wesentlichen der Fall.
  • Es wurde der Flammpunkt für die Fraktion mit dem Siedebereich 270 bis 285° C, Fraktion 2 der Tafel I, festgestellt, der bei
    Tafel III
    Überschlagspannung (0,25q. cm Luftspalt) ..................... q.o bis 45 Kilovolt
    Dielektrische Konstante bei 25' C ........................... 4,8
    Leistungsfaktor bei 25 ° C ................................... o,z o%
    Leistungsfaktor bei 8o' C ................................... unter 3 0/ .
    0
    Es wurde gefunden, daß die Fraktion mit einem Siedepunkt innerhalb des Bereiches von 26o bis a70° C, Fraktion r der Tafel I, sehr brauchbar ist, um den Erstarrungspunkt oder die Viscosität der Mischungen einschließlich der .einen oder der beiden übrigen Fraktionen zu erniedrigen. Durch Vermischung verschiedener Mengen dieser Fraktion mit anderen Fraktionen erhält man Produkte mit Vicositäten und Erstarrungspunkten, die in irgendeinem gewünschten Bereich liegen.
  • Wie oben beschrieben, kann die erfindungsgemäße dielektrische Flüssigkeit auch durch Chlorierung von Äthylbenzol bis auf einen Gehalt von 3,5 bis 4,0 Chloratomen für jedes Molekül Äthylbenzol entstanden sein. Diese Flüssigkeit hat Siedepunkte im Bereich von a35 bis 285° C und besteht aus den Tetrachloräthylbenzolisomeren zusammen mit größeren oder kleineren Mengen anderer Stoffe, beispielsweise Trichloräthylbenzol.
  • Wenn aber 3,5 Chloratome vorhanden sind, besteht das Produkt aus den verschiedenen Trichloräthylbenzolisomeren, wobei das Verhältnis zueinander abnimmt, wenn der Chlorgehalt zunimmt. Während dieses 158° C liegt. Diese Fraktion hat keinen Entzündungspunkt bis zu 25o° C.
  • Die Fraktion 3 der Tafel I, Fraktion mit einem .Siedepunkt im Bereich von 285 bis 3o5° C hat einen Flammpunkt bei über 20o° C und keinen Entzündungspunkt in Anlagen mit einer Temperatur oberhalb 275° C. Die Mischungen der Fraktionen 2 und 3 haben einen Flammpunkt zwischen 1581) C und über aoo° C und keinen Entzündungspunkt bis zu ihren Siedepunkten. Wenn die durch Trennung hergestellten gasförmigen Produkte dem Zerstörungseinfluß eines elektrischen Lichtbogens ausgesetzt werden, und zwar unter Vermischung von Luft, sind sie in allen Fällen überhaupt nicht explosiv. Die Dichtigkeiten aller Fraktionen einschließlich aller der besonderen Fraktionen und Mischungen, wie sie oben beschrieben wurden, fallen in den Dichtungsbereich von r,q.o bis 1,55. Diese Werte sind bei 30°C festgestellt worden.
  • Die elektrischen Eigenschaften aller Fraktionen können annähernd wie folgt bestimmt werden: Produkt allein wegen seiner weniger guten elektrischen Eigenschaften für die dielektrische Benutzung nicht besonders geeignet ist, kann es trotzdem in Vermischung mit anderen Stoffen verwendet werden. So liegt seine Hauptverwendung in der Benutzung als Verdünnungsmittel, um den Erstarrungspunkt und die Viscosität der verschiedenen dielektrischen Mischungen zu erniedrigen. Wie man ein Verdünnungsmittel hinzuzufügen hat, um eine ganz bestimmte Viscosität und Erstarrungspunkt zu erhalten, wird noch nachfolgend auseinandergesetzt. Die Mischung jedoch; die durch Chlorierung hergestellt wird, bis 3,5 bis 4,0 Chloratome pro Molekül Äthylbenzol vorhanden sind, kann auch allein unter besonderen Umständen und -in elektrischen Anlagen Verwendung finden, wo eine hohe dielektrische Stärke und ein niedriger Leistungsfaktor nicht so wesentlich sind.
  • Die _Dichtigkeit der Chloräthylbenzolmischungen mit einem Chlorgehalt in den erwähnten Verhgltnissen liegt im allgemeinen in dem Bereich von 435 bis r,q.o bei 30° C. Der Flammpunkt liegt- gewöhnlich oberhalb 1401 C. Wenn mehr als 4,5 Atome Chlor pro Molekül Äthylbenzol vorhanden sind, so ist das aus der Chlorierung entstehende Produkt im wesentlichen ein fester Körper. Wie vorhergehend erwähnt, befaßt sich die Erfindung auch mit der Verwendung von chlorierten Produkten bis zu 5,o Chloratomen pro Molekül Äthylbenzol in dielektrischen Mischungen. Wenn 5,o Chloratome vorhanden sind, so ist dieses Produkt ein Pentachloräthylbenzol, und dieses Produkt ist das am meisten stabile Chlorprodukt, welches man erhalten kann. Ein weiteres Hinzufügen von Chlor verursacht eine Substitution in der Äthylseitenkette.
  • Reines Pentachloräthylbenzal ist ein fester Körper mit einem Schmelzpunkt bei 58° C und einem Siedepunkt bei ungefähr 3o5° C. Es wurde dieses Produkt in Vermischung mit geeigneten Verdünnungsmitteln verwendet. Hierdurch wird der Erstarrungspunkt der daraus entstehenden dielektrischen Flüssigkeit erniedrigt. - Man kann es auch allein verwenden, wenn die Eigenschaft des festen Körpers in Kondensatoren und für die Isolierung verschiedener .anderer elektrischer Apparate nicht schädlich ist. Seine elektrischen Eigenschaften sind im wesentlichen identisch mit denen, wie sie für die verschiedenen Fraktionen oder Mischungen davon in der Tafel III angegeben sind.
  • Wenn erwünscht, kann der Erstarrungspunkt einer der dielektrischen Flüssigkeiten, die, wie erläutert, hergestellt sind, durch das Hinzufügen eines geeigneten und an sich bekannten -Verdünnungsmittels erniedrigt werden, welches bereits für ähnliche Zwecke in bereits bekannten dielektrischeh Flüssigkeiten Verwendung findet. Es kann hierfür beispielsweise ein anderer cyclischer chlorierter Kohlenwasserstoff, z. B. Trichlorbenzol und Tetrachlorisopropylbenzol, benutzt werden. Von besonderem Wert zum Herunterdrücken des Erstarrungspunktes sind cyclische chlorierte Kohlenwasserstoffe mit niedrigem Schmelzpunkt. Das Hinzufügen eines solchen Lösungsmittels ist häufig erwünscht, um die Viscosität zu vermindern,, ohne daß dabei die elektrischen Eigenschaften in einem solchen Maße beeinflußt werden, daß die Flüssigkeit für die dielektrische Verwendung nicht geeignet ist. Es ist auch möglich, die Flammpunkte der neuen dielektrischen Zusammensetzungen zu vermindern, indem geeignete Verdünnungsmittel hinzugefügt werden. Häufig werden solche Verdünnungsmittel hinzugefügt, um die Kosten des endgültigen dielektrischen Mittels zu ermäßigen.
  • Es ist ersichtlich, daß die verschiedenen erwähnten Zusammensetzungen in ihren Anteilen geändert werden können.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. D2elektrische Flüssigkeit, beispielsweise zur Isolierung elektrischer Leitungen in Apparaten, bestehend aus chloriertem Äthylbenzol.
  2. 2. Dielektrische Flüssigkeit nach Anspruch i, bestehend aus Trichloräthylbenzol, Tetrachloräthylbenzol oder Pentachloräthylbenzol oder einem Gemisch dieser Stoffe.
  3. 3. Dielektrische Flüssigkeit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit aus einem Gemisch von Fraktionen besteht, die durch Destillation von chloriertem Äthylbenzol gewonnen sind, das einen Chlorgehalt von 3,5 bis 5,o Atomen pro Molekül Äthylbenzol aufweist. q..
  4. Dielektrische Flüssigkeit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit aus chloriertem Äthylbenzol besteht, das einen Chlorgehalt von 4,0 bis 4,8 Atomen pro Molekül Äthylbenzol enthält.
  5. 5. Dielektrische Flüssigkeit nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine Beimischung einer Isolierflüssigkeit mit niedrigem Erstarrungspunkt.
  6. 6. Dielektrische Flüssigkeit nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch den Zusatz eines cyclischen, im Kern chlorierten Kohlenwasserstoffs.
  7. 7. Dielektrische Flüssigkeit nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch den Zusatz von Trichlorbenzol oder Tetrachlorisopropylbenzol. B. Dielektrische Flüssigkeit nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch den Zusatz von chloriertem Äthylbenzol mit einem Siedepunkt zwischen 26o und 27o° C.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0041220A1 (de) * 1980-06-02 1981-12-09 Occidental Electrochemicals Corporation Elektrische Einrichtung mit einer halogenierten Isolierflüssigkeit

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0041220A1 (de) * 1980-06-02 1981-12-09 Occidental Electrochemicals Corporation Elektrische Einrichtung mit einer halogenierten Isolierflüssigkeit

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