DE710156C - Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen des Laufes von Schusswaffen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen des Laufes von Schusswaffen

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Publication number
DE710156C
DE710156C DEE52463D DEE0052463D DE710156C DE 710156 C DE710156 C DE 710156C DE E52463 D DEE52463 D DE E52463D DE E0052463 D DEE0052463 D DE E0052463D DE 710156 C DE710156 C DE 710156C
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DE
Germany
Prior art keywords
barrel
cleaning
driven
turntable
compressed air
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Expired
Application number
DEE52463D
Other languages
English (en)
Inventor
Rudolf Orban
Adolf Ritzmann
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ERMA B GEIPEL GmbH
Original Assignee
ERMA B GEIPEL GmbH
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE710156C publication Critical patent/DE710156C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A29/00Cleaning or lubricating arrangements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Cleaning In General (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen des Laufes von Schußwaffen Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Reinige des Laufes von Schußwaffen. Abgesehen von dem bisher üblichen Verfahren unter Verwendung eines Putzstockes oder einer Ptitzkette, das verhältnismäßig viel Zeit in Anspruch nimmt und auch die Gefahr einer Beschädigung insbesondere der Laufmündung einschließt und im allgemeinen nur für Einzelreinigungen in Betracht kommt, war es bekannt, die Reinigung von Läufen mit Hilfe von Reinigungsflüssigkeiten, wie Seifenwasser, vorzunehmen, die mehrmals durch den Lauf gepumpt wurden. Demgegenüber hat das Verfahren nach der Erfindung den Vorteil, daß keine umständlichen Abdichtungsarbeiten vorgenommen> werden müssen und sich die Vorrichtung erheblich einfacher handhaben läßt. Es hat ferner den Vorteil, daß auch festsitzende Verunreinigungen mechanisch entfernt werden und keine Flüssigkeitsreste im Lauf und im Schloß bleiben, die nachträglich noch besonders entfernt werden müssen. Es ist weiter bekannt, Rohrleitungen dadurch von Ablagerungen zu befreien, daß ein Reinigungskörper mittels Druckluft durch die Rohrleitung gepreßt wird. Bei diesem Verfahren liegen jedoch andere Bedingungen zugrunde, und der Reinigungskörper muß infolgedessen mit Messern und Schabern versehen sein, um die Ablagerungen zu lockern. Ein derartiges Verfahren und eine solche Vorrichtung eignet sich für Läufe von Schußwaffen nicht, weil die Innenwandungen der Bohrung beschädigt werden würde. Andererseits würde ein einfacher Pfropfen zum Reinigen von Rohrleitungen ungeeignet sein, da dieser keinesfalls die festsetzenden Ablagerungen mitnehmen könnte. Man hatte im übrigen bisher nicht erkannt, daß ein mittels Luft unter verhältnismäßig hohem Druck durch den Lauf einer Schußwaffe getriebener Pfropfen eine nicht nur dem bisher üblichen Reinigen mittels Putzstock oder -kette oder Bürste gleichwertige, sondern eine überlegene Wirkung hat. Das Verfahren und die Vorrichteng nach der Erfindung ermöglicht eine schnelle und zeitsparende Massenreinigung von Läufen unter `-ermeidung jeder Möglichkeit einer Beschädigung der l.aufhohrurig.-Erfindungsgemäß hestelit das @erfahrekdarin, daß ein Reinigungspfropfen initH,i1fel eines auf die Laufmündung aufsetzbaren, an eine Druckleitung angeschlossenen Mundstiickes durch den Lauf der Schußwafte gepreßt wird. Vorteilhaft besteht das Mundstück aus zwei Teilen, und zwar einem Aufsatzstück und einem Zuführungsteil, der mit dein Anschluß für die Druckluftleitung und einem Riickschlagventil versehen ist, welches sich beim Aufsetzen des Zuführungsteiles auf das Aufsatzstück selbsttätig öffnet.
  • Zur Reinigung großer iVTengeii von Schulawafen dient vorteilhaft ein Drehtisch finit zwei übereinander an einer Säule drehbar angeordneten und miteinander verbundenen Platten, von denen die untere am Umfang Rohrstutzen trägt, die heim Aufsetzen der Waffe in die Sclilo13hü,lse .eingesetzt werden und von denen die obere finit Rasten zuni Einlegen des Laufes versehen ist. 1a kann also hierbei eine gröllere Anzahl von Gewehren fortlaufend in den karussellartigen Drehtisch eingesetzt find nach denn Durchtreiben des Reinigungspfropfens wieder herausgenommen werden.
  • Um die Arbeit weiter zu erleichtern und zu beschleunigen, ist an der Säule über der oberen Platte des Drehtisches das finit einem l,',olira.nsatz versehene, an die Druckluftleitun angeschlossene und mit einem Rückschlagventil ausgerüstete Zuführungsteil lotrecht verschiebbar geführt, dessen Rohransatz in das Aufsatzstück auf der Laufmündung eingeführt wird, wodurch das Rückschlagventil sich selbsttätig öffnet.
  • Der Drehtisch kann mit einer Iilinl:vorrichtung verbunden sein, die mittels eine Fußhebels den Tisch ein je eine Waffenauflage fortschaltet und sodann selbsttätig sperrt.
  • Unterhalb der Rohrstutzen am Umfang der unteren Tischplatte kann ein feststehendes Mundstück mit angeschlossener, zu einem Behälter geführter Rohrleitung zum Auffangen der durch den Lauf getriebenen Reinigungspfropfen angeordnet sein.
  • Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung nach der Erfindung dargestellt. -Fig. i ist eine Seitenansicht; Fig.2 eine uni 9o= gedrehte .lnsielit zti I# ig. 1, Fig. 3 ein Grundril3 zu Fig. i ; Fig..i zeigt das Aufsatzstück im L:ingsschnitt; Fig. 5 ist ein Längsschnitt durch das Zuführungsteil. An einer Säule 1 mit dein Fuß z ist der karussellartige Drehtisch drehbar gelagert, der aus, einer unteren Platte 3 und einer oberen Platte 4 besteht. Beide Platten sind @hirch Stäbe 3 miteinander verbunden. An der
    teren Platte sind am Umfang Rohrstutzen t@
    estigt, die heim Einsetzen beispielsweise
    eines Gewehres 7 in dessen Schloßhülse eingreifen. An der oberen Tischplatte d. sind Rasten S entsprechend den Rohrstutzen 6 angeordnet, in «-elche der Lauf der Waffe 7 eingelegt wird. Auf die Laufmündung des Gewehres ist das Aufsatzstuck 9 gesetzt, das am Umfang des Laufes dicht abschließt. Oüerhali> der Tischplatte 4 sind an der Säule Arine 1o befestigt, in deren freien Enden eine Stange i i geführt ist, die durch einen an Yler Säule 1 mittels eines Bolzens r2 gelagerten. finit einem Gegengewicht versehenen Hebel 13 lotrecht verschiebbar geführt ist. Am unteren Ende der Stange 11 ist das Zuführungsteil 1.4 angesetzt, in welches die Druckluftleitung 1.5 mündet und gegen den Druck einer Feder 16 der Rohransatz 17 verschiebbar eingesetzt ist. Beiin Niederdrücken des Hebels 13 dringt der Rohransatz 17 in das Mundstück t) ein, wobei sich ein in dein Zuführungsteil i.f befindliches ILugelrückschlagventil 15 öffnet, so dall die Druckluft in den Rohransatz 17 einstriiinen und den Pfropfen in den Gewehrlauf und durch diesen in den betreffenden Rohrstutzen 6 treiben kann.
  • Unterhalb der unteren Tischplatte 3 ist ein Mundstück 1S angeordnet, das sich in einer Rohrleitung ief fortsetzt, durch welche die durcliäetriebenen Reinigungspfropfen in einen Saininelhehälter 2o geleitet werden, aus welchem sie wieder zur erneuten Benutzung entnommen werden können.
  • Hier befindet sich ferner eine zum \-orschul> dienende Klinkvorrichtung 21, die inittels eines Fußhebels 22 bedient wird und den Drehtisch tun einen Rohrstutzen 6 weiterdreht und sodann wieder sperrt.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i Verfahren zum Reinigen des Laufes von Schußwaffen mittels eines unter .1iiwendung von Druckluft durch den Lauf getriebenen Reinigungsmittels, dadurch gekennzeichnet, daß ein Reinigungspfropfen mittels Druckluft, die aus einem auf den Lauf aufsetzbaren, an eilte Druckleitung (15) angeschlossenen MundstÜcl: in die Laufbohrung (9, 1-) austritt, durch den Lauf der Waffe (6) getrieben wird.
  2. Vorrichtung zum Peinigen des Laufes von Schußwaften unter Anwendung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Zuführungsteil (14) des Mundstückes mit einem Rückschlagventil (17°) versehen ist, das beim Aufsetzen des Zuführungsteiles (i4) auf das Aufsatzstücle (9) selbsttätig geöffnet wird.
  3. 3. Vorrichtung zum Reinigen des Laufes von Schußwaffen unter Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Drehtisch mit zwei übereinander an einer Säule (1) drehbar angeordneten, miteinander verbundenen Platten (3, q.), von denen die untere (3) am Umfang Rohrstutzen (6) trägt, die in die Schloßhülse der Waffen (7) eingesetzt werden, und die obere (4) mit Rasten (8) zum Einlegen des Laufes versehen ist.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß an der Säule (1) über .der oberen Platte (4.) des Drehtisches ein mit einem Rohransatz (17) versehenes, an die Druckluftleitung (15) angeschlossenes und mit einem Rückschlagventil (17a) ausgerüstetes Zuführungsteil (14) verschiebbar geführt ist, dessen unterer Rohransatz (17) in das Aufsatzstück (9) auf der Laufmündung eingeführt und verschoben wird, wodurch sich das Rückschlagventil (17a) selbsttätig öffnet und der zuvor in das Aufsatzstück (9) eingelegte Pfropfen in den Lauf getrieben wird.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehtisch mit einer Klinkvorrichtung (21) verbunden ist, die mittels eines Fußhebels (22) den Tisch um je eine Waffenauflage (Rohrstutzen 6) fortschaltet und selbsttätig sperrt.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Rohrstutzen (6) am Umfang der unteren Tischplatte (3) ein feststehendes Mundstück (18) mit angeschlossener, zu einem Behälter (20) geführter Rohrleitung (19) zum Auffangen der durch den Lauf getriebenen Reinigungspfropfen angeordnet ist.
DEE52463D 1939-04-23 1939-04-23 Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen des Laufes von Schusswaffen Expired DE710156C (de)

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DEE52463D DE710156C (de) 1939-04-23 1939-04-23 Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen des Laufes von Schusswaffen

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DE710156C true DE710156C (de) 1941-09-05

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ID=7081588

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DEE52463D Expired DE710156C (de) 1939-04-23 1939-04-23 Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen des Laufes von Schusswaffen

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DE (1) DE710156C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE750319C (de) * 1940-04-10 1945-01-05 Vorrichtung zum Entfernen von im Lauf von Feuerwaffen festgekeilten Hindernissen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE750319C (de) * 1940-04-10 1945-01-05 Vorrichtung zum Entfernen von im Lauf von Feuerwaffen festgekeilten Hindernissen

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