DE708319C - Elektrischer Stromunterbrecher, insbesondere Gasschalter - Google Patents

Elektrischer Stromunterbrecher, insbesondere Gasschalter

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DE708319C
DE708319C DEL99126D DEL0099126D DE708319C DE 708319 C DE708319 C DE 708319C DE L99126 D DEL99126 D DE L99126D DE L0099126 D DEL0099126 D DE L0099126D DE 708319 C DE708319 C DE 708319C
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Germany
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circuit breaker
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electric circuit
hydrogen atoms
electrical circuit
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Expired
Application number
DEL99126D
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Vitaly Grosse
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AEG AG
Original Assignee
AEG AG
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/70Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid
    • H01H33/76Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid wherein arc-extinguishing gas is evolved from stationary parts; Selection of material therefor

Landscapes

  • Arc-Extinguishing Devices That Are Switches (AREA)

Description

  • Elektrischer Stromunterbrecher, insbesondere Gasschalter Es sind !elektrische Stromunterbrecher; insbesondere Gasschalter bekanntgeworden, bei denen der Lichtbogen zwischen Wandungenentsteht, welche aus Stoffen bestehen, die unter dem Einfluß; der Lichtbogenwärme Gase und Dämpfe ,abgeben, welche den Lichtbogen zum Erlöschen bringen. Bei den bekannten Stromunterbrechern dieser Art bestehen die gasabgebenden Wandungen entweder aus anorganischen Stoffen, welche nicht restlos vergasen, oder aus organischen Stoffen, die im wesentlichen ,aus Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff aufgebaut sind. Demzufolge bestehen auch die Löschgase und Dämpfe bei den bekannten Unterbrechern. naturgemäß; aus diesen Elementen bzw. ihren Verbindungen. Es sind mit diesen Stoffen bereits gute Ergebnisse erzielt worden. Es zeigt sich jedoch eine gewisse Beschränkung infolge der verhältnismäßig ziemlich niedrigen Durchschlagsfestigkeit und geringen Kühlwirkung dieser Gasgemische.
  • Die Erfindung besteht in der Verwendung von festen, hoch halogenisierten organischen Verbindungen, insbesondere von festen halogenisierten Paraffinen als gasabgebende Wandungen. Die zahlreichen, im folgenden !angegebenen Verbindungen stellen feste Stoffe dar, weiche wasserunlöslich sind und bei Temperaturen über ioo° in gasförmige Spaltprodukte zerfallen. Diese Spaltprodukte enthalten frei und gebunden Halogene. Zahlreiche .gasförmige Halogenverbindungen weisen wesentlich höhere Durchschlagsfestigkeit auf als die der bisher verwendeten Gase. Auch die Kühlwirkung der erfindungsgemäßen Stoffe ist wesentlich höher als bei den bekannten Löschgemischen. Experimentelle Untersuchungen an einem :gasförmigen Körper CF2Cly zeigen, daß seine Durchschlagsfestigkeit etwa zweimal so hoch ist wie die von Stickstoff, Kohlensäure usw. Auch die Fähigkeit zur Lichtbogenlöschung beträgt bei diesem Stoff ein Vielfaches der mit den üj@-lichen Löschmitteln erreichten Werte.
  • Unter den stark halogenisierten organisc Verbindungen sind besonders günstig dis' Derivate des Äthan CHb und des Propan C3H3, da bei ihnen der Kohlenstoffgehalt ein Minimum unter den Kohlenwasserstoffez ist. Es kommen vor allem diejenigen organischen Stoffe in Betracht, bei denen alle Wassers toi -iatome durch Halogene b ersetzt sind, und zwar sowohl solche, bei denen jeweils ein Halogen auftritt, da derartige Stoffe technisch günstig hergestellt werden können, als auch solche, bei denen im Atom verschiedene Halogene auftreten. Als Beispiele für die erste Gruppe möge dienen: Hexachloräthan C.C1g; Hexabromäthan C,Br"; Oktachlorpropan C.; C13 und als Beispiele für die zweite Gruppe, die zahlreicher ist und infolgedessen an die jeweiligen praktischen Erfordernisse anpassungsfähiger ; Trichlortribromäthan C2 Cl., 13r.; lind Monofluorpentabromätlhan C2 Br;, F. Ferner kommen halogenisierte ungesättigte Kohlenwasserstofte in Betracht, wie z. B. Derivate des Äthylen C2 H, Natürlich kann es zweckmäßig sein, Mischungen derartiger Stoffe sowohl untereinander als auch mit anderen j Stoffen herzustellen. Da bei den Stoffen gemäß der Erfindung in der Regel geringe Mengen von Kohlenstoff als Ruß frei werden können, ist es zweckmäßig, Stoffe beizumischen, aus welchen in der Wärme Sauerstoff frei wird. Die chemische Stabilität der halogenisierten Paraffine kommt hierbei vorteilhaft zur Geltung, da die Stoffe völlig untrennbar sind, also ohne Gefahr unerwünschter Reaktionen mit leicht Sauerstoff abgebenden Körpern gemischt werden können. Besonders vorteilhaft ist es, Sauerstoffträger in das Paraffinmolekül selbst einzubauen, indem neben den Halogenen sauerstoffhaltige Radikale auftreten. Insbesondere sind Stickstoff-Sauerstoff-Radikale wie etwa die Nitrogruppe N02 vorteilhaft. Als Beispiel derartiger Verbindungen diene Triifitrotribromäthan C.Br3 (N O2)3, welches mehr Sauerstoff enthält, als zur Bindung des Kohlenstoffes nötig ist.
  • Die beschriebenen Verbindungen werden in der Regel als Kristalle bzw. Kristallpulver bei der Herstellung erhalten. Zum Aufbau massiver Körper können sie entweder mit geringen Mengen organischer Lösungsmittel (wie Benzol, Chloroform, Äther u. a.) angefeuchtet und @yprpreßt oder sie können mittels Kittstoffen
    mmengehalten werden. Als Kittstoffe
    men vor allem Kunstharze und ver-
    ;eandte Stoffe, z. B. Harnstoffharze, Glyptalharze, Polyakrylate, vulkanisierbare Harze in Betracht.
  • Die Erfindung ist insbesondere anwendbar bei elektrischen Gasschaltern. Daneben kommen aber auch noch andere Stromunterbrecher, wie Sicherungen, überspannungsableiter, Stromrichter, in Betracht. Die Form der gasabgebenden Wände, zwischen denen der Lichtbogen gezogen wird, spielt dabei keine Rolle. Vorzugsweise wird man bei elektrischen Gasschaltern rohrförmige Schaltkammern mit einem koaxial angeordneten Isolierfü,llstück verwenden.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Elektrischer Stromunterbrecher, bei dem der Lichtbogen zwischen Wandungen entsteht, welche aus Stoffen bestehen, die unter dem Einfluß der Lichtbogenwärme Gase und Dämpfe abgeben, welche den Lichtbogen zum Erlöschen bringen, insbesondere Gasschalter, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandungen aus hoch halogenisierten festen, organischen Verbindungen, insbesondere aus festen halogenisierten Paraffinen bestehen bzw. diese enthalten.
  2. 2. Elektrischer Stromunterbrecher nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Derivate des Äthan bzw. des Propan verwendet werden.
  3. 3. Elektrischer Stromunterbrecher nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß alle Wasserstoffatome der organischen Verbindung durch Halogene ersetzt sind. q..
  4. Elektrischer Stromunterbrecher nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, dafä die Wasserstoffatome durch Atome eines Halogen ersetzt sind (z. B. C2 C16; C2 Brs; C3 C18).
  5. 5. Elektrischer Stromunterbrecher nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wasserstoffatome durch Atome verschiedener Halogene ersetzt sind (z. B. C12C13Br3; C2Br5F).
  6. 6. Elektrischer Stromunterbrecher nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wasserstoffatome außer durch Halogene durch sauerstoffhaltige Radikale, insbesondere die Nitrogruppe NO, ersetzt sind (z. B. C2Br3 (N02)3).
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1053615B (de) * 1951-05-25 1959-03-26 Concordia Maschinen Und Elek Z Lichtbogen-Loeschkammer fuer elektrische Schalter
FR2869449A1 (fr) * 2004-04-21 2005-10-28 Areva T & D Sa Appareillage electrique de coupure en moyenne ou haute tension.

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