DE706940C - Roehrenboden fuer Stahlwerkskonverter - Google Patents

Roehrenboden fuer Stahlwerkskonverter

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DE706940C
DE706940C DET52400D DET0052400D DE706940C DE 706940 C DE706940 C DE 706940C DE T52400 D DET52400 D DE T52400D DE T0052400 D DET0052400 D DE T0052400D DE 706940 C DE706940 C DE 706940C
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DE
Germany
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converter
steel works
green
tubular bottom
floors
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Expired
Application number
DET52400D
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English (en)
Inventor
Dr Eduard Herzog
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Thyssen AG
Original Assignee
August Thyssen Huette AG
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Publication date
Application filed by August Thyssen Huette AG filed Critical August Thyssen Huette AG
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Priority to FR872021D priority patent/FR872021A/fr
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Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C5/00Manufacture of carbon-steel, e.g. plain mild steel, medium carbon steel or cast steel or stainless steel
    • C21C5/28Manufacture of steel in the converter
    • C21C5/42Constructional features of converters
    • C21C5/46Details or accessories
    • C21C5/48Bottoms or tuyéres of converters

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Consolidation Of Soil By Introduction Of Solidifying Substances Into Soil (AREA)

Description

  • Röhrenboden für Stahlwerkskonverter Bemühungen aus älterer Zeit, bei der Thomasstahl,erzeugung den sog. Nadelboden da- durch zu verbessern, daß man die ausgei" sparten Düsenlöcher miteisernen Rohren auslkleidete, hatten zunächst zu Mißerfolgen geführt, die darauf zutückzuführen waren, daß man Rohre mit zu großer Wandstärke verwandt hatte. Bessere Ergebnisse erhielt man beim Einsetzen gezogener Stahlrohre von höchstens c>,5 mm Wandstärke. jedoch haben auch die so hergestellten Röhrenböden. keine oder doch keine nennenswerte überlegenheit gegenüber dem normalen Nadelboden aufzuweisen gehabt, so daß der Röhrenhoden als Mittel zum Zweck einer Haltbarkeitssteige#-rung sich bis jetzt nirgends im Dauerbetrieb hat einführen können.
  • An allen Stellen, andenen man bisher Versuche mit Röhrenböden gemacht hat, hatman diese Böden vor dem Einsetzen in den Konverter in denselben Bodenbrennöfengebraxmt, die für die üblichen Nadelböden zur Verweiidung kommen.
  • Der Erfindung liegt nun die Erkenntnis zugrunde, daßder Röhrenboden die Möglichkeit gibt, den Boden ungebrannt in den Konverter einzusetzen, da die Röhren das Zusammenlaufen der Düsenlöcher beim Warmwerd#en des ungebrannten Bodens, das beim Fehlen der eisern-en Rohrhüllen bei der Erhitzung im Konverter zwangsläufig eintreten müßte, verhindern. Man spart auf diese Weise nicht nur die Brennkosten, sondern erzielt vor allein wesentlich höhere Bodenhaltbarkeiten. Die Ursache für diesen letzteren Erfolg ist darin zu sehen, daß ein schon im gebrannten Zustand eingesetztes Konverterfutter dem beim Stahlfrischen sich einstellenden hohen Temperaturgefälle zwischen Konverterinnenwand und Gefäßwand bzw. Bodenplatte und vor allem den sich im Betrieb dauernd abspielenden Temperaturwechseln nicht in demselben Maße standhält wie ein grünes Futter, das zu-Z, nächst nur an der Innentläche eine g-brannte, feste Kruste bildet und erst während der Konverterreise bzw. Bodenreise allmählich nachbrennt.
  • Mit anderen Worten: Beim gebrannten Boden führen die Temperaturdifferenzen bzw. Temperaturwechsel zu Spannungsrissen, was beim grünen Futter weitgehend vermieden wird. Versuche, auch beim üblichen Nadelboden mit 'grünem Futter zu arbeiten, mißlangen jedoch, da die Düsenlöcher entweder bei dünnerem Teer zusammenliefen oder doch bei dickerem Teer sich verengten. Man verwendet daher bis heute nur gebrannte Nadelböden, und in Anlehnung daran hat man bisher auch nur gebrannte Röhrenböden verwandt. Zwar hat man in den ersten Jahren nach der Erfindung des Thomasverfahrens Konverterböden mit auswechselbaren Düsen vorgeschlagen, bei'denen die zu verwendenden Düsen aus einer plastischen Masse von totgebranntem Dolomit oder Magnesit und gekochtem Teer ,geformt und in un-ebranntem Zustand, mit einem schwachen r,]2chmantel um-2ben, ein--esetzt wurden, wobei die Windlöcher zum Schutz gegen Deformation mit stählernen Bolzen ausgefüllt werden mußten. Vor dem Blasen mußten aber diese Bolzen s#elbstverständlich -wieder herausgenommen w,-rden, und es mußt-en sich alsdann grundsätzlichdieselben Schwieri-keiten einstellen, die weit-er oben für die Verwendun- von grünen Nadelböden dargelegt sind.
  • Nur bei Magnesitdüsenböden neuzeitlicher bekannter Ausführung ist bisher auch die erfol-reiche Amvendung grüner Böden b-ekanntgeworden. Solchen Böden gegenüber haben aber grüne Röhrenböden beträchtliche Vorteile. Einmal kann man hierbei auf die teueren Magnesitdüsensteine verzichten; sodann lassen sich Röhrenböden auch einfacher und billiger herstellen, da sie zum Unterschied von den Magnesitdüsenböden auch mit der bekannten Nadelbodenstampfinaschine ge- stampft werden können.
  • Den im vorstchcndz#ii als # iiichtg"1)i-.-tiiiit« oder grün« bezeichneten Böden sind diejenigen Böden gleichzustellen, bei denen für Böden aus vergossener Teerdolomitmischung die Teeröle zwar durch eine vorsichtige Erwärmung zum größten Teil abdestilliert werden, jedoch ohne es zu einer Entzündung der entweichenden Teeröle kommen zu lassen, so daß auch eine Verkokung des Teerpeches nicht eintreten kann. Auch bei den so behandelten Böden findet das eigentliche Brennen, nämlich die Pechverkokung, die den Bindekoks für die sich berührenden Dolomitteilchen liefert, erst im Laufe der Konverterreise mit fortschreitender Abnutzung des Konverterbodens statt. Es ergeben sich daher auch bezüglich der Unempfindlichkeit gegenüber T#emperaturwechsel bzw. gegenüber hohem Temperaturgefälle dieselben Vorteile wie beim nichtd-estillierten grünen Boden. Der einzige Vorteil des destillierten gegenüber dem nichtdestillierten grünen Boden besteht darin, daß nach dem Einbaueri des Bodens in den Konverter die Zeitdauer bis zur Bildung einer ausreichend starken Kruste, die für die Aufnahme des ersten Einsatzes nötig ist, verkürzt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Röhrenboden für Stahlwerkskonverter, dadurch gekennzeichnet, daß dieser im ungebrannten Zustande in den Konverter eingebaut ist.
DET52400D 1939-06-20 1939-06-20 Roehrenboden fuer Stahlwerkskonverter Expired DE706940C (de)

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DET52400D DE706940C (de) 1939-06-20 1939-06-20 Roehrenboden fuer Stahlwerkskonverter
FR872021D FR872021A (fr) 1939-06-20 1941-05-08 Boîte pour l'affinage au vent dans la production de l'acier

Applications Claiming Priority (1)

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DET52400D DE706940C (de) 1939-06-20 1939-06-20 Roehrenboden fuer Stahlwerkskonverter

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DE706940C true DE706940C (de) 1941-06-09

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ID=7563917

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DET52400D Expired DE706940C (de) 1939-06-20 1939-06-20 Roehrenboden fuer Stahlwerkskonverter

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DE (1) DE706940C (de)
FR (1) FR872021A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1166801B (de) * 1956-08-03 1964-04-02 Cockerill Ougree Sa Verfahren zur Herstellung von basischen Konverterboeden

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1166801B (de) * 1956-08-03 1964-04-02 Cockerill Ougree Sa Verfahren zur Herstellung von basischen Konverterboeden

Also Published As

Publication number Publication date
FR872021A (fr) 1942-05-26

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