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Betriebsverfahren für insbesondere mit flüssigen Brennstoffen beheizte Kupolofen.
Das Schmelzen der Metalle kann bekanntlich auf drei verschiedene Arten vorgenommen werden, u. zw. durch Tiegelofen-, Flammofen- oder Kupolofenbetrieb.
Gegenüber den beiden ersteren weist der letztere folgende grosse Vorteile auf :
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2. Ununterbrochenheit,
3. Aufgabe, Verflüssigung und Entnahme der Ofencharge finden in Bruchteilen statt und
4. Aufgabe, Verflüssigung und Eutnahme der Ofencharge können in verschiedenen Qualitäten erfolgen.
Diese vorteilhafte Betriebsweise unter Verwendung insbesonders flüssiger Brennstoffe durch führen zu können, ist aer Zweck der vorliegenden Erfindung.
Eine die oben erwähnten wichtigen Merkmale aufweisende Schmelzung lässt sich mit festen Brennstoffen leicht und dnfach bewerkstelligen, denn dabei ist das Schmelzgut durch und durch mit dem Brennstoff, z. B. Koks, versetzt. Die einzelnen Koksschichten verhindern nicht nur, dass
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Ganz anders verhält sich aber eine Schmelzung mit flüssigen Brennstoffen, daher eine solche auf ganz eigenartige Weise bewerkstelligt werden muss.
Nach der vorliegenden Erfindung geschieht dies dadurch, dass das Schmelzgut im Ofenschacht auf verschiedene Arten am selbständigen (willkürlichen) Vorbewegen gehindert wird und dieses Vorbewegen nur nach Massgabe des fortschreitenden und fortgeschrittenen Schmelzprozesses veranlasst wird. Infolgedessen bleibt der Herd vor zu frühem Eintritt (Einbruch) ungenügend vorgewärmten Materials bewahrt und ist es auch möglich, die Schmelzung partienweise vorzunehmen,
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Die Arbeitsweise ist folgende :
Die Chargen werden innerhalb der Beschickungsmulde in aus ähnlichem oder demselben Material wie das Schmelzgut bestehende, die Vorbewegung desselben beeinflussende, daher eigens geschaffene und geformte Staffel (Behälter) od. dg'. gebracht und diese gleiten jeweils ab, so dass also die unterste Partie des Schmelzgutes auf den Herd gelangt. Sobald die unterste Partie und nachher auch die Staffel geschmolzen ist, gelangt zwangläufig die nächste Partie auf den Herd, während oben wieder eine weitere Charge eingesetzt wird.
Die unterste Staffel könnte auch im unteren Teil des Schachtes von einem Anhaltesteine aufgehalten und weiters auf gewisse Arten zum Schmelzherd gebracht werden, was ein genaueres partienweiseg Schmelzen ermöglichen würde ; aber zu diesem Zwecke müsste der Ofen entsprechend eingerichtet sein.
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Ein anderes Ausführungsbeispiel zeigt Fig. 2 im Längsschnitt, u. zw. nebst den in Fig. l dargestellten Einrichtungen die Beschickungsvorrichtung b)'. Der Ofenschacht hat eine Schräge von etwa 25 , da das Vorrücken des Schmelzgutes durch Vorschub mittels Spindel oder Hebelvorrichtung od. dgl. erfolgt.
Die Arbeitsweise ist folgende :
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Material wie das Schmelzgut bestehende, aneinander zu reihende Staffel (. \bteiJe) od. dgl. gebracht und diese jeweils vorgeschoben, so dass also die unterste Partie des Schmelzgutes auf den Herd gelangt, während oben wieder eine weitere charge angefügt wird. Sobald die unterste Partie nebst Staffel geschmolzen ist, gelangt durch neuerliches Vorschieben die nächste Partie auf den Herd. Die unterste Staffel kann auch nur bis in den unteren Teil des Schachtes vorgeschoben werden und weiters durch Abstürzen zum Schmelzherd gelangen, was ein genaueres partienweises Schmelzen ermöglicht, zu welchem Zwecke der Ofen aber entsprechend eingerichtet sein muss.
Ein anderes Ausfuhrungsbeispiel ist in Fig. 3 dargestellt, welche einen Längsschnitt des Ofens veranschaulicht, dessen Schacht eine Schräge von etwa 450 besitzt, da das Vorrücken des Schmelzgutes durch Herablassen mittels Spindel oder Hängevorrichtlng od. dgl. geschieht.
Die. \rbeitsweise ist folgende :
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Material wie das Schmelzgut bestehende, miteinander zu verankernde oder zu verbindende Staffel (Gebinde) od. dgl. gebracht und diese jeweils herabgelassen, so dass also die unterste Partie des Schmelzgutes auf den Herd gelangt, während oben wieder eine weitere Charge angegliedert wird.
Sobald die unterste Partie nebst Staffel geschmolzen ist, gelangt durch neuerliches Herablassen die nächste Partie auf den Herd. Die unterste Staffel kann auch nur bis in den unteren Teil
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ein genaueres partienweises Schmelzen ermöglicht, zu welchem Zwecke der Ofen aber entsprechend eingerichtet sein muss. Bei den bisher beschriebenen Betriebsverfahren ist es nötig, dass das Schmelzgut in so-
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bewerkstelligt werden kann. so erfordert das Beschicken des Ofens doch immerhin e ; ne gewisse Sorgfalt und sind hiezu zum Teil auch besondere Vorrichtungen nötig.
Bei den im folgenden beschriebenen Betriebsverfahren findet das Aufgeben des Schmelzgutes in ganz gewöhnlicher Weise statt. Das Vorrücken des Schmelzgutes wird dafür durch Bewegen des Ofenschachtes herbeigeführt. Die auf diesem Prinzip beruhenden Öfen sind daher um Zapfen, Rollen od. dgl. beweglich und vorzugsweise von kleineren Abmessungen und zerlegbar, um im Innern Ausbesserungen und Auswechslungen vornehmen zu können.
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Zapfen verursacht, daher er in normaler Stellung eine Schräge von etwa 250 aufweist.
Der Herd ist doppelseitig ausgebildet ; es kann somit abwechselnd je eine Seite zur Schmelzung benutzt werden, was den Vorteil hat, dass die hauptsächlich nach oben wirkende. \bhitze im Schacht bald der einen und bald der andern Gewölbehälfte zustatten kommt. Der Herd kann weiters schmäler gebaut und mit sogenannten Herdsteinen versehen sein, was seinen Raum bzw. sein Feuerungsvermögen verringert für die zur Schmelzung gelangenden Teilehargen, sowie ein übermässiges Eindringen von Schmelzgut während des Schwenkens verhindert.
Die Brenner können, falls deren Anordnung am Ofen keine offene oder ausschwenkbare ist, immer beide gleichzeitig arbeiten, wobei dann der jeweils oben befindliche vorzugsweise der Überhitzung seiner Herdseite, sowie der Vorwärmung des Schmelzgutes in Schachte dient.
Die Arbeitsweise ist folgende :
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Die Arbeitsweise ist folgende :
Die Chargen werden nacheinander in das oberste Fach des an die Gichtbühne gelehnten Ofenschachtes gebracht und durch öfteres Schwenken desselben an die gegenüberliegende Gichtbühne und wieder zurück unter fortgesetzter Aufgabe neuer Chargen durch alle Fächer befördert, so dass also die unterste Partie des Schmelzgutes schliesslich in den Herd gelangt, während oben abermals eine weitere Charge eingebracht wird.
Sobald das im Herd befindliche Gut geschmolzen ist, kann es durch die Abstichöffnung entnommen werden, während durch neuerliches Schwenken des
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Räderwerkes und Rollen verursacht, daher er eine Neigung von 250 aufweist. Ansonsten hat der Ofen behufs Erfüllung der gleichen Zwecke dieselbe Form wie jener des vorvorherigen Ausführungs- beispieles.
Die Arbeitsweise ist dieselbe wie bei dem Ofen des vorvorherigen Ausführungsbeispieles, nur wird der Ofen statt geschwenkt gewendet.
Das Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 7 gleicht dem in Fig. o dargestellten, nur besitzt es RoHen ?'. Das Vorrücken des Schmelzgutes wird ebenfalls durch Hin-und Herdrehen des Ofens, u. zw. um 1800 mittels Räderwerkes und Rollen verursacht, daher er eine Neigung von 350 aufweist.
Die Arbeitsweise ist dieselbe wie bei dem Ofen gemäss Fig. 5, nur wird der Ofen statt geschwenkt gewendet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Betriebsverfahren für insbesondere mit flüssigen Brennstoffen beheizte Kupolöfen, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmelzgut im Ofenschacht am selbständigen Vorbewegen gehindert ist und letzteres nur in dem Masse veranlasst wird, in welchem das Schmelzen des Gutes stattfindet.