AT99636B - Betriebsverfahren für insbesondere mit flüssigen Brennstoffen beheizte Kupolöfen. - Google Patents

Betriebsverfahren für insbesondere mit flüssigen Brennstoffen beheizte Kupolöfen.

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AT99636B
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Austria
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furnace
melting
melted
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takes place
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Inventor
Ludwig Josef Rochlitz
Original Assignee
Ludwig Josef Rochlitz
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  • Furnace Charging Or Discharging (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Betriebsverfahren für insbesondere mit flüssigen Brennstoffen beheizte   Kupolofen.   



   Das Schmelzen der Metalle kann bekanntlich auf drei verschiedene Arten vorgenommen werden, u. zw. durch Tiegelofen-, Flammofen- oder Kupolofenbetrieb. 



   Gegenüber den beiden ersteren weist der letztere folgende grosse Vorteile auf : 
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2.   Ununterbrochenheit,  
3. Aufgabe, Verflüssigung und Entnahme der   Ofencharge   finden in   Bruchteilen   statt und
4. Aufgabe, Verflüssigung und Eutnahme der Ofencharge können in   verschiedenen     Qualitäten   erfolgen. 



   Diese vorteilhafte Betriebsweise unter Verwendung insbesonders flüssiger Brennstoffe durch führen zu können, ist aer Zweck der vorliegenden Erfindung. 



   Eine die oben erwähnten wichtigen Merkmale aufweisende   Schmelzung   lässt sich mit festen Brennstoffen leicht und   dnfach   bewerkstelligen, denn dabei ist das Schmelzgut durch und durch mit dem Brennstoff, z. B. Koks, versetzt. Die einzelnen Koksschichten verhindern nicht nur, dass 
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   Ganz anders verhält sich aber eine Schmelzung mit flüssigen Brennstoffen, daher eine solche auf ganz eigenartige Weise bewerkstelligt werden muss. 



   Nach der vorliegenden Erfindung geschieht dies dadurch, dass das Schmelzgut im Ofenschacht auf verschiedene Arten am selbständigen (willkürlichen) Vorbewegen gehindert wird und dieses Vorbewegen nur nach Massgabe des fortschreitenden und fortgeschrittenen Schmelzprozesses veranlasst wird. Infolgedessen bleibt der Herd vor zu frühem Eintritt (Einbruch) ungenügend vorgewärmten Materials bewahrt und ist es auch   möglich,   die Schmelzung partienweise vorzunehmen, 
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   Die Arbeitsweise ist folgende :
Die Chargen werden innerhalb der   Beschickungsmulde   in aus   ähnlichem   oder demselben Material wie das Schmelzgut bestehende, die Vorbewegung desselben beeinflussende, daher eigens geschaffene und geformte Staffel (Behälter) od.   dg'.   gebracht und diese gleiten jeweils ab, so dass also die unterste Partie des Schmelzgutes auf den Herd gelangt. Sobald die unterste Partie und nachher auch die Staffel geschmolzen ist, gelangt   zwangläufig   die nächste Partie auf den Herd, während oben wieder eine weitere Charge eingesetzt wird.

   Die unterste Staffel   könnte   auch im unteren Teil des Schachtes von einem Anhaltesteine aufgehalten und weiters auf gewisse Arten zum Schmelzherd gebracht werden, was ein genaueres partienweiseg Schmelzen   ermöglichen   würde ; aber zu diesem Zwecke müsste der Ofen entsprechend eingerichtet sein. 

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   Ein anderes   Ausführungsbeispiel   zeigt Fig. 2 im Längsschnitt, u. zw. nebst den in   Fig. l   dargestellten   Einrichtungen   die   Beschickungsvorrichtung b)'.   Der Ofenschacht hat eine Schräge von etwa   25 ,   da das Vorrücken des Schmelzgutes durch Vorschub mittels Spindel oder Hebelvorrichtung od. dgl. erfolgt. 



   Die Arbeitsweise ist folgende : 
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 Material wie das Schmelzgut bestehende, aneinander zu reihende Staffel (. \bteiJe) od. dgl. gebracht und diese jeweils vorgeschoben, so dass also die unterste Partie des Schmelzgutes auf den Herd gelangt, während oben wieder eine weitere   charge angefügt   wird. Sobald die unterste Partie nebst Staffel geschmolzen ist, gelangt durch neuerliches Vorschieben die   nächste   Partie auf den Herd. Die unterste Staffel kann auch nur bis in den unteren Teil des Schachtes vorgeschoben werden und weiters durch Abstürzen zum Schmelzherd gelangen, was ein genaueres partienweises Schmelzen ermöglicht, zu welchem Zwecke der Ofen aber entsprechend eingerichtet sein muss. 



   Ein anderes   Ausfuhrungsbeispiel   ist in Fig. 3 dargestellt, welche einen Längsschnitt des Ofens veranschaulicht, dessen Schacht eine Schräge von etwa   450 besitzt,   da das Vorrücken des   Schmelzgutes   durch Herablassen mittels Spindel oder   Hängevorrichtlng od. dgl. geschieht.   



   Die. \rbeitsweise ist folgende : 
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 Material wie das   Schmelzgut   bestehende, miteinander   zu verankernde   oder zu verbindende Staffel (Gebinde) od. dgl. gebracht und diese jeweils herabgelassen, so dass also die unterste Partie des Schmelzgutes auf den Herd gelangt, während oben wieder eine weitere Charge angegliedert wird. 



  Sobald die unterste Partie nebst Staffel geschmolzen ist, gelangt durch neuerliches Herablassen die nächste Partie auf den Herd. Die unterste Staffel kann auch nur bis in den unteren Teil 
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 ein genaueres partienweises Schmelzen ermöglicht, zu welchem Zwecke der Ofen aber entsprechend eingerichtet sein muss. Bei den bisher beschriebenen Betriebsverfahren ist es   nötig,   dass das   Schmelzgut in   so- 
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 bewerkstelligt werden kann. so erfordert das Beschicken des Ofens doch   immerhin   e ; ne gewisse Sorgfalt und sind hiezu zum Teil auch besondere   Vorrichtungen   nötig. 



   Bei den im folgenden beschriebenen Betriebsverfahren findet das Aufgeben des   Schmelzgutes   in ganz gewöhnlicher Weise statt. Das Vorrücken des Schmelzgutes wird dafür durch Bewegen des Ofenschachtes herbeigeführt. Die auf diesem Prinzip beruhenden Öfen sind daher   um Zapfen,   Rollen od. dgl. beweglich und vorzugsweise von kleineren   Abmessungen   und zerlegbar, um im Innern Ausbesserungen und Auswechslungen vornehmen zu können. 
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 Zapfen verursacht, daher er in   normaler Stellung   eine Schräge von etwa   250 aufweist.

   Der Herd   ist doppelseitig ausgebildet ; es kann somit abwechselnd je eine Seite zur Schmelzung benutzt werden, was den Vorteil hat, dass die hauptsächlich nach oben wirkende. \bhitze im Schacht bald der einen und bald der andern Gewölbehälfte zustatten kommt.   Der Herd kann   weiters schmäler gebaut und mit sogenannten Herdsteinen versehen sein, was seinen Raum bzw. sein Feuerungsvermögen verringert für die zur   Schmelzung   gelangenden   Teilehargen,   sowie ein übermässiges Eindringen von   Schmelzgut   während des Schwenkens verhindert.

   Die Brenner können, falls deren Anordnung am Ofen keine offene oder ausschwenkbare ist, immer beide gleichzeitig arbeiten, wobei dann der jeweils oben befindliche vorzugsweise der   Überhitzung seiner   Herdseite, sowie der Vorwärmung des Schmelzgutes in Schachte dient. 



   Die Arbeitsweise ist folgende : 
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   Die Arbeitsweise ist folgende :
Die Chargen werden nacheinander in das oberste Fach des an die Gichtbühne gelehnten Ofenschachtes gebracht und durch öfteres Schwenken desselben an die gegenüberliegende Gichtbühne und wieder zurück unter fortgesetzter Aufgabe neuer Chargen   durch alle Fächer   befördert, so dass also die unterste Partie des Schmelzgutes schliesslich in den Herd gelangt, während oben abermals eine weitere Charge eingebracht wird.

   Sobald das im Herd befindliche Gut geschmolzen ist, kann es durch die   Abstichöffnung   entnommen werden, während durch neuerliches Schwenken des 
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 Räderwerkes und Rollen verursacht, daher er eine Neigung von   250 aufweist.   Ansonsten hat der Ofen behufs Erfüllung der gleichen Zwecke dieselbe Form wie jener des vorvorherigen   Ausführungs-   beispieles. 



   Die Arbeitsweise ist dieselbe wie bei dem Ofen des vorvorherigen Ausführungsbeispieles, nur wird der Ofen statt geschwenkt gewendet. 



   Das Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 7 gleicht dem in Fig.   o   dargestellten, nur besitzt es   RoHen ?'.   Das Vorrücken des Schmelzgutes wird ebenfalls durch Hin-und Herdrehen des Ofens, u. zw. um   1800 mittels Räderwerkes und Rollen verursacht,   daher er eine Neigung von 350 aufweist. 



   Die Arbeitsweise ist dieselbe wie bei dem Ofen gemäss Fig. 5, nur wird der Ofen statt geschwenkt gewendet. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Betriebsverfahren für insbesondere mit flüssigen Brennstoffen   beheizte Kupolöfen, dadurch   gekennzeichnet, dass das Schmelzgut im Ofenschacht am selbständigen Vorbewegen gehindert ist und letzteres nur in dem Masse veranlasst wird, in welchem das Schmelzen des Gutes stattfindet.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmelzgut partienweise in die Schmelzzone gebracht wird.
    3. Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der in Schmelzung befindlichen und der nächst gelegenen Partie ein Zwischenraum gelassen wird.
    4. Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch J, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorbewegen des Schmelzgutes durch Schub erfolgt.
    5. Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorbewegen des Schmelzgutes durch Herablassen geschieht.
    6. Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufgeben des Schmelzgutes in Staffeln od. dgl. erfolgt, die aus demselben oder ähnlichem Material wie das Sehmelzgut bestehen und mitverschmelzen.
    7. Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorrücken des Schmelzgutes durch schwingendes Bewegen des Ofens geschieht.
    8. Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorrücken des Schmelzgutes durch drehendes Bewegen des Ofens erfolgt.
    9. Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch 1, 2,3, 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorrücken des Sehmelzgutes innerhalb von Quer-oder Zwischenwandungen geschieht.
AT99636D 1921-04-11 1921-04-11 Betriebsverfahren für insbesondere mit flüssigen Brennstoffen beheizte Kupolöfen. AT99636B (de)

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