DE706609C - Pressgiessmaschine zum Verarbeiten von Magnesium und seinen Legierungen - Google Patents

Pressgiessmaschine zum Verarbeiten von Magnesium und seinen Legierungen

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DE706609C
DE706609C DEW98104D DEW0098104D DE706609C DE 706609 C DE706609 C DE 706609C DE W98104 D DEW98104 D DE W98104D DE W0098104 D DEW0098104 D DE W0098104D DE 706609 C DE706609 C DE 706609C
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    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
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    • B22D17/20Accessories: Details
    • B22D17/30Accessories for supplying molten metal, e.g. in rations
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B22D17/00Pressure die casting or injection die casting, i.e. casting in which the metal is forced into a mould under high pressure
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

  • Preßgießmasthine zum Verarbeiten von Magnesium und seinen Legierungen Bei der Verarbeitung von . leicht oxydierbaren Metallren, wie Magnesium- und dessen Legierungen, auf Preßgießmaschinen mit außerhalb des Schmelztiegels angeordneter Druddkammer vergeben sich dieSachteile, daß das im, üblicher Weise. mittels eines Handschöpflöffels aus dem Schmelztiegel entnommene Metall auf dem Wege zur Druckkammer leicht oxydieren kann und daß die . auf der Oberfläche des .geschmolzenen Metalls befindliche Schutzdecke im Schmelztiegel vor dem Eintauchen des Handschöpflöffels teilweise beseitigt werden muß, wodurch das im Schmelztiegel befindliche Metall gleichfalls der Oxydation ,ausgesetzt wird. Weitere Nachteile bestehen in der Gefahr, daß. mit dem Handschöpflöffel schädliche Bestandteile der Schutzdecke mit dem Metall in die Druckkammer gelangen und daß das Metall oder die am Schöpflöffel haftenden Metallreste während der Arbeit in Brand geraten können. Alle diese Nachteile haben- zur Folge, daß die Güte des Metalls und ,der aus, diesem hergestellten Gußstücke durch die Vermengung mit Oxyden und Nitriden verschlechtert wird. Auch nötigen diese Nachteile zu kostspieligen Unterbrechungen während der Arbeit, ferner entstehen durch die fortgesetzte Oxydation erhebliche Metallve2luste. In Brand geratenes Magnesium gefährdet unter Umständen .außerdem die Gesundheit und das Leben der Arbeiter.
  • Zum Verarbeiten von Magnesium in S.pritzgießmaschinen mit im Schmelztiegel -eingehängter DTuckkammer sind- bereits: Vorrichtungen vorgeschlagen worden, bei welchen die Druckkammer allseitig von dem schmnelzflüssigen Magnesium umgeben ist; das geschmolzene Magnesium wird dabei innerhalb der Schmelze in die an einer Stelle geöffnete, aber verschließbare Druckkammer eingelassen und- sodann -mittels eines geeigneten Druckmittels .aus der Druckkammer in die außerhalb - des Schmelztiegels angeordnete -Gieß= form gepreßt, wobei eine Berührung der Schmelze mit Luft vermieden wird. Es hat sich ,aber gezeigt; daß infolge- der durch das Spritzgießverfahren bedingten groß,ep Dünnflüssgkeit des Mggnesiums ein vollständig luftdichter Abschluß des- Gießmetalls nach außen hierbei nicht, immer erzielt werden kann.
  • Es sind ,auch Preßgießmaschinen mit außerhalb des Schmelztiegels liegender Druckkammer bekannt, -wobei das flüssige Metall unter - dem hydrostatischen Druck der Schmelze der Druckkammer zufließt. Bei dieser Anordnung besteht aber die Schwierigkeit, den zwischen den beiden beweglichen Kolben der Druckkammer verbleibenden Metallrest zu entfernen, da er so lange flüssig bleiben muß, bis er in den Schmelztiegel zurückgedrängt werden kann. Außerdem macht die Benutzung einer derartigen Vorrichtwng für das Verspritzen von Magnesium auch insofern Schwierigkeiten, als das Metall infolge seiner großen D@ünnflüssigl@eit leicht durch den Spalt zwischen dem Kolben und dem Zylinder der Druckkammer eintreten kann.
  • Gegenstand der Erfindung ist eine Preßgießmäschine mit ebenfalls außerhalb des Schmelztiegels liegender Druckkammer, der aber das Metall durch geschlossene und von der Außenluft fernhaltende Räume mittels einer einstellbar-en Abmeßvorrichtung zugeleitet wird.- Infolgedessen tritt das Metall in verhältnismäßig zähflüssigem Zustand in die Druckkammer ein, so daß die obengenannten Schwierigkeiten vermiedenwerden.
  • Gegenstand der Erfindung ist eine Preßgießmaschine mit außerhalb des Schmelztiegels liegender Druckkammer, bei welcher ..infolge der Zähflüssigkeit des Metalls diese Nachteile vermieden und zugleich den weiter oben geschilderten Schwierigkeiten bei der Verarbeitung von Magnesitun und dessen Legierungen in vollem Maße Rechnung getragen wird. Sie eignet sich für Preßgießmaschinen mit senkrecht, waagerecht und schräg liegender D_-rucklmmmer. Gemäß der Erfindung gehen die Bemessung und Förderung der zu verpressenden Metallmenge aus dem Schm@lztiegel in die außerhalb des letzteren liegende Druckkammer innerhalb geschlossener, die Außenluft fernhaltender Räume vor sich, die teilweise über und teilweise unter dem Metallspiegel liegen. Die zu verpressende Gießmetallmenge wird unter dem Metallspiegel abgemessen tuid mittels eines von außen betätigten Kolbens über den Metallspiegel gehoben, und zwar so weit, bis das Gießmetall in die waagerecht oder schräg liegende Beschickungsrinne läuft. Hat die in die Beschickungsrinne verdrängte Metallmenge ein vorgeschriebenes Maß erreicht, so hört die Bewegung des Meßkolbens auf und der in der Beschickungsrinne gleitende Beschickungskolben schiebt dä.s vor ihm lagernde Metall in die an die Beschickungsrinne anschließende Druckkammer. Sowohl der Meß- wie auch der Beschickungskolben werden außerhalb des Schmelztiegels betätigt, zweckmäßig mit kraftschlüssigen Zylindern bzw. Kolben, wobei Druckwasser oder Druckluft zur Verwendung gelängen können. Aber auch mit anderen mechanischen Mitteln können die beiden Kolben angetrieben werden. Dia' diese Kolben zu ganz bestimmten Zeitpunkten ihre Arbeit verrichten müssen, .geschieht ihre Steuerung zweckmäßig in Verbindung mit der Gesamtsteuerung der Preßgießmaschine. Bei handbetätigten Maschinen kann aber auch die '.Betätigung der Meß- und Beschickungskolben ebenfalls von Hand :erfolgen. Der den Meßkolben umschließende Zylinder besitzt eine seitliche Öffnung, durch die das flüssige Metall in den Zylinder einströmen kann, wenn der Meßkolben so weit nach unten gezogen wird, daß die Öffnung freigelegt ist. Während der Meßzylinder mit seinem unteren Teil stets in das flüssige Metall eintaucht, liegt die mit ihm ein Stück bildende Beschickungsrinne stets über dem Metallspiegel. Zweckmäßig werden der Zylinder und die Beschickungsrinne mit' einem den Schmelztiegel verschließenden Oberteil verbunden; dabei können sie aus ;einem oder aus mehreren Stücken bestehen.
  • Der .auf diese Weise gebildete Innenraum über dem Metallspiegel kann mit indifferenten Gasen oder Dämpfen gefüllt oderauch durch teilweises Absaugen der Luft luftverdünnt und somit sauerstoff- und stickstoffarm gemacht werden. Die Verbindungsflächen zwischen dem Schmelztiegel und dem abschließenden Oberteil liegen im Gegensatz zu bekannten Ausführungsformen stumpf, ohne Verwendung irgendwelcher Dichtungsmittel aufeinander. Zweckmäßig wird der Tiegel mit einem den Oberteil umgebenden Rand versehen unter Be61assung eines Zwischenraumes, der zur Füllung mit gasebildenden Stoffen, z. B. Carnallit, dient. Bei Vorhandensein eines luftverdünnten Raumes im riegelinnern reißt die durch den Carnallitvorrat und die Verbindungsflächeneindringende Außenluft Carnallitdämpfe mit in das riegelinnere, wodurch die hier vorhandene verdünnte Luft sich mit den Dämpfen anreichert und infolgedessen die Oxydation des Metalls verhindert. Da die Dampfabgabe des Camallits oder ähnlicher Stoffe nicht anhaltend ist, muß die Füllung zeitweise erneuert lverden. Zu diesem Zwecke werden besondere, das Carnallit enthäItende, dicht passende Einsatzbehälter in den Raum zwischen Tiegelrand und Oberteil eingesetzt. Der Schmelztiegel und der Oberteil werden gleichmäßig beheizt, so daß auch das Carnallit die, zur Verdampfung erforderliche Wärme erhält.
  • Von wesentlicher Bedeutung für den Erfindungszweck ist derjenige Teil der Be-. schickungsrinne, der oberhalb des Metallspiegels aus dem Schmelztiegel herausragt. Er stellt die Verbindung zwischen dem Schmelztiegel und der iri der Preßgießmaschine untergebrachten Druckkammer dar: Diese Verbindung ist so gestaltet, daß -trotz des nahen Anbaues der Schmelzeinrichtung an die Preßgießmaschine keine schädliche Wärmeabgabe an die Maschine stattfindet, die Länge der Beschickungsrinne jedoch möglichst gering ist." Die Betriebstemperatur der Beschickungsrinne liegt zweckmäßig nahe am Schmelzpunkt der zu vierpressenden Magnesiumlegierung. Die Beschickungsrinne wird zweckmäßig flachrund,oder rechteckig ausgeführt, damit die Höhe der Druckkammer. .
  • nicht unnötig vergrößert zu werden braucht.
  • Die Einmündung der - Beschickungsrinne in die DThckkammer wird zweckmäßig unmittelbar an das obere offene Ende der Druckkammer ,gelegt. Nach erfolgter Füllung der Druckkammer mit Metall überdeckt der zum Pressen. herabeilende Preßkolben zuerst die Mündungsöffnung der Beschickungsrinne, -um darauffolgend in bekannter Weise den Preß-Vorgang auszuführen.
  • Ein weiteres Erfindungsmerkmal ist eine Schutzhülse, die den Preßkolben umgibt und den Raum zwischen der Druckkammer und dem Preßkolben stets gegen die Außenluft>_ abgeschlossen hält, ausgenommen in der Zeit, während welcher der Anguß- oder Preßnestaus der DTuckkammer ,ausgestoßen wird. Die Schutzhülse ist zweckmäßig parallel zu dem Preßkolben verschiebbar: Die Verschiebung kann durch Hand oder gesteuerten oder ungestetuerten kraftschlüssigen Zylinder unter Verwendung von I)xuckwasser oder .Druckluft erfolgen. Der, gegen die Außenluft ab-, geschlossene Innenrauen der Schutzhülse kann mit dem Innenraum des Schmelztiegels durch ein Röhrensystem in Verbindung stehen, so daß auch der Innenraum der Schutzhülse luftverdünnt und mit salerstoff- und stickstoffarmem Gas gefüllt ist. Die Schutzhülse kann- aber auch feststehend, mit verschließbarem Öffnungen zum Herausstoßen des Preßrestes,ausgeführt und mit einer vom Schmelztiegel unabhängigen Luftabsaug- , und Be_ gastungsvorrichtung versehen werden.
  • Die Preßgießmaschine nach der Erfindung beseitigt, wie ersichtlich; die nachteiligen Fol- ` gen der bisher bekannten Arbeitsweisen zum Verarbeiten von Magnesium 'und seinen Legierungen in Preßgießmaschinen, indem die Beförderung des flüssigen Magnesiums bzw. der Magnesiumlegierung aus dem Schmelztiegel in die Druckkammer so vor sich geht, da.ß - die geförderte Metallmenge mit der Außenluft nicht in Berührung 'kommt - imd daß eine Verschlechterung des Metalls und Verluste durch -Oxyd- und Nitridbildung vermieden werden.. Gemäß- der Erfindung tritt eine weitere neue Wirkung zutage, indem die zu vierpressende Metallmenge in stets gleichbleibenden, jeweils bestimmten Größen durch die mechanisch - arbeitende Meßvärrichtung unabhängig vom Bedienungsmann in die Druckkammer gefördert wird. Dieser Vorteil gegenüber dem bisherigen Handverfahren beseitigt die bis jetzt unvermeidliche Metallverschwendung durch die verschieden großen Preßreste und den völligen Verlust des am Schöpflöffel .anhaftenden Metalls.. Eine weitere Metallverschwendung bei der bisherig-en Entnahme des Preßgutes aus dem Schmelzkesses von Hand entsteht durch das Aufschlagen des Schöpflöffels .auf den Schmelz-Ofen, zum Zwecke, die an dem Schöpflöffel haftenden 'Metallreste loszuschlagen, - damit sie wieder in den Schmelztiegel zurückfallen. Diese Metallreste sind sehr stark mit Verünreinigungendurchsetzt und vermindern. die Güte der Schmelze erheblich, sofern dieselben in den Schmelztiegel. fallen. Diejenigen Metallreste jedoch, die beim Aufschlagen des Schöpflöffels in die Umgebung des Schmelzofens abspritzen, -können als verloren angesehen werden. -Weitere Merkmale und Vorteile der neuen Maschine gehen aus der nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen hervor, welche die Erfindung .an einem Ausführungsbeispiel veranschaulichen.
  • Abb. i ist ein schematischer Längsschnitt durch den Schmelzofen und durch die Beschickungseinrichtung sowie durch dieDruckkammer und den Preßkolben mit der Schutzhülse. .
  • Abb. z ist ein Querschnitt durch den Schmelzofen, durch die Mitte des Meßkolhens gehend. -Abb. 3 -ist in größerem Maßstabe ein Querschnitt durch die Hubbegnenzungsvorrichtung für den Meßkolben.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel ,ist .in -den zin bekannter ForKn ausgebildeten Schmelz-' Ofen i der eiserne Schmelztiegel z herausnehmbar eingesetzt. In den Schmelztiegel z ragt der Meßzylinder 3 so weit hinein, daß die Einlaßöffnung q.. unter den Metallspiegel 5 zu liegen kommt. Der Metallspiegel s wird durch bekannte, nicht näher dargestellte Einrichtungen auf gleichbleibender- Höhe ' gehalten. Die Einlaßöffnung q. liegt zweckmäßig etwa in der Mitte der Schmelze, wo bekanntlich das Metall am reinsten ist. -Der Meßzylinder 3 bildet mit der $eschickungsrinne 6 gewöhnlich ein Stück; die Teile können aber auch aus mehreren Stücken zusammengesetzt sein. Meßzylinder und Beschickungsrinne sind von einer die Tiegelöffnung abschließenden Haube 7 -überdeckt. Durch die Haube 7 wird der Außenluft der Zutritt zum Gießmetall verwehrt. Die Heizgase, die - den Schmelztiegel umspülen, werden über die Haube 7 hinweggeführt, um. eine -möglichst gleichmäßige Erwärmung sowohl des Tiegellnhälts wie auch. der über dem Metallspiegel liegenden Bauteile zu erreichen.
  • Der Schmelzofen i wird mit einem Obertei18 in bekannter Weise abgedeckt; ihm fällt die Aufgabe zu, die Heizgase in der gewünschten Richtung zu führen und die Wärmeabstrahlung nach außen herabzusetzen.
  • In c'lem Meßzylinder 3 gleitet ein Kolben 9, der durch Stangen i o und i i mit dem Antriebsmittel, z. B. dem Kraftzylinder 12, unter Zwischenschaltung der Lasche 13 in Verbindung steht. Die nach oben. verlängerten Teile der Stangen i o und i i sind als Anschlagsäule 14, 15 ausgebildet. Mittels der Muttern 16 kann der Hub des Kolbens 17 im Zylinder 12 entsprechend der zu vierpressenden Metallmenge begrenzt werden.
  • In der Beschickungsrinne 6, die zweckmäßig rechteckigen Querschnitt (Abb. 2) hat, befindet sich der Beschickungskolben 18. Er `vird in Richtung seiner Achse von einem Kraftzylinder 19 über den Hebel el2o angetrieben. Dem Beschickungskolben fällt die Aufgabe zu, das von deal Meßkolben in die Beschickungsrinne geschobene Gießmetall vor sich her in die Druckkammer 2 i zu drücken. Der aus dem Schmelztiegel herausragende Teil der 6 bildet ein Mundstück 22 und ist in entsprechende Aussparungen in der DTUckkammer 2 1 dicht @eingepaßt: Der Schmelztiegel 2 ist mit einer Randleiste 23. versehen, die mit dem oberen Teil der Beschickungsrinne 6 und der Abschlußhaube 7 einen Hohlraum 24 bildet. In diesem Hohlraue 24 sind in .an sich bekannter Weise eiserne Einsätze 25, die das Carnallit 26 oder einen anderen gasbildenden Stoff enthalten, untergebracht. Bei Erhitzung des Carnallits entweichen ihm Dämpfe, die infolge des im Tiegelinnern 27 herrschenden, durch eine Vakuumpumpe hervorgerufenen Unterdruckes zwischen den Trennfugen in das Innere gelangen und durch ihre schützende Wirkung das Gießmetall vor der Oxydation bewahren. Die Außenluft kann in ihrer natürlichen Zusammensetzung unmöglich auf die Metalloberfläche treffen, weil die Eintrittsmöglichkeiten sehr begrenzt sind und die Luft zuerst die Heizgase im 'Ofenraum 28 durchqueren und anschließend den Carnallitraum 24 durchströmen maß, um dann endlich in das Tiegelinnere 27 zu gelangen.
  • In den Raum 27 können aber auch von außen her mit geringem Überdruck indifferente Gase oder Dämpfe geleitet werden.
  • Um den Preßkolben 29 des Preßzylinders 3o ist eine axial verschiebbare 'Schutzhülse 3 i angebracht. Mit dem Arm 32 ist diese Schutzhülse .an den Kraftzylinder 33 angeschlossen. Sie hat die Aufgabe, nach dem Ausstoßen des Preßrestes aus der Druckkammer 2 1 diese und die Beschickungsrinne 6 sofort wieder gegen die Außenluft abzuschließen, indem sie sich sö weit abwärts bewegt, daß sie auf die Druckkammer aufstößt. Die derart verschlossene Druckkammer kann luftverdünnt gemacht und mit indifferenten. Gasen gefüllt werden. Sie kann auch mit dem Innenraum 27 durch ein Rohrsystem in Verbindung gebracht werden. Mit diesen Maßnahmen soll der Angriff der Luft auf das Gießmetall ferngehalten und eine schädliche Oxydation vermieden werden.
  • Die Arbeitsweise der Einrichtung in Verbindung mit Preßgießmaschinen mit senkrecht, waagerecht oder schräg liegender Druckkammer ist folgende: Die in die Preßgießmaschine eingespannte Form, deren -eine Hälfte 34 in Abb. i ersichtlich ist, ist geschlossen und in gießfertige Stellung gebracht. Die Schutzhülse 3 i ist durch den Kraftzylinder 33 so weit abwärts bewegt, daß sie auf der Druckkammer 2 i luftdicht aufsitzt. DeY Innenraum ist luftverdünnt gemacht und mit indifferentem Gas gefüllt, das auch in die Beschickungsrinne 6 einströmt. Der Meßzylinder 3 ist mit Metall gefüllt. Der Kolben 9 wird mittels des Kraftzylinders 12 hochgehoben, bis die Anschlagmuttern 16 .am festen Anschlag 37 als Hubbegrenzung für den Kolben 17 anliegen. Der Kolben 9 überdeckt bei seinem Hochgang zunächst die Öffnung 4 und schiebt dann bei seiner Weiterbewegung das vor ihm liegende Metall in die Beschickungsrinne 6. Die vor dem Kolben 9 liegende Metallmenge kann dxa,rch die Veränderung und genaue Einstellung der Muttern 16 immer so bemessen werden, als sie zur Bildung des Preßgußstückes mit dem dazugehörigen Anguß und Preßrest notwendig ist. Sofort nach Beendigung der Bewegung des Meßkolbens 9 schiebt der Beschickungskolben 18 das vor ihm lagernde Metall in die DTUckkammer 2 i .
  • Nun folgt das Pressen des Metalls durch Herabeilen des Kolbens 29 in bekannter Weise. Während dieses Vorganges geht der Müßkolben 9 wieder in seine Tieflage und gibt die Eimläßöffnung 4 frei, so daß der Meßzylinder 3 sich wieder füllt. Auch der , Beschickungskolben 18 geht sofort nach Beendigung des Preßvorganges wieder in seine Ausgangsstellung zurück. Während des Pressens hält er die Mündung 22 verschlossen, damit die Beschickungsrinne 6 rdin von Metallresten bleibt. Mit dem Zurückziehen des Preßkolbens 29 geht die Schutzhülse 31 nach oben und gibt die- DTuckkammeröffnung 35 frei, so daß der Preßrest in bekannter Weise aus der DTu:ckkammer 2 i ausgestoßen werden kann. Die Schutzhülse 3 i eilt dann sofort wieder abwärts in Betriebsstellung. Nach Beendigung der bekannten Arbeiten mit der Form wird diese wieder in Gießstellung gebracht, und die Arbeit wiederhölt sich dann in der geschilderten # Weise.

Claims (2)

  1. hATENTANSPR.ÜCHE: i. Preßgießmaschirne mit -.außerhalb- des S chmelztlegels ,angeordneter Druckkammer und einem-gegen-Luftzutritt abgeschlosse= nen -Schmelztiegel. zum Verarbeiten von Magnesium und seinen Legierungen, gekennzeichnet -durch einen als einstellbare Abmeßvorrichtung ausgebildeten, -im Schmelztiegel (2) liegenden- Färderer (3, ), der das Metall. in den Beschickungskanal (6) fördert, von, wo es durch den Kolben (18) in. die Druckkammer (2-1) überführt ,wird.
  2. 2. Preßgießmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der -Preßkolben (29) der Maschine von einer ,beweglichen Abschlußhülse (31) umgeben ist, welche die Öffnung der Druckkammer während des Arbeitsvorganges gegen Luftzutritt abschließt und nur zum Zwecke des Ausstoßens des Preßrestes freigibt. 3. -Preßgleßmaschine nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwi--schen dem Schmelztiegel (2) und dem Heizgasraum (28) ein Zwischenraum.(24) vorgesehen ist, der zur Aufnahme neutrale Gase entwickelnder Stoffe dient. q. Preßgeßmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, däß die Gas entwickelnden Stoffe in .auswechselbaren Behältern (26) untergebracht -sind. 5. Preßgießmaschine nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenraum der den Preßkolben umgebenden Schutzhülse (3i), beispielsweise durch Anschluß an das Innere des Schm.elztiegels, unter Unterdruck gehalten ist.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1121775B (de) * 1952-08-28 1962-01-11 Renault Druckkammer fuer eine durch Kolbendruck betaetigte Pressgiessmaschine fuer Metalle

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1121775B (de) * 1952-08-28 1962-01-11 Renault Druckkammer fuer eine durch Kolbendruck betaetigte Pressgiessmaschine fuer Metalle

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