DE704259C - Viertakt-Dieselmaschine mit seitengesteuerten Ventilen und einem taschenfoermigen Brennraum - Google Patents
Viertakt-Dieselmaschine mit seitengesteuerten Ventilen und einem taschenfoermigen BrennraumInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02B—INTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
- F02B3/00—Engines characterised by air compression and subsequent fuel addition
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02B—INTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
- F02B2720/00—Engines with liquid fuel
- F02B2720/22—Four stroke engines
- F02B2720/226—Four stroke engines with measures for improving combustion
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Description
Die Erfindung betrifft eine Viertakt-Dieselmaschine mit seitengesteuerten Ventilen und
einem taschenförmigen Brennraum, der sich über den Hubraum annähernd bis zur Zylinderachse
erstreckt und oberhalb der beiden Ventile als Doppelwirbelkammer ausgebildet ist. Diese letztere Kammerform ergibt sich
in bekannter Weise dadurch, daß der die beiden Ventiltaschen umfassende Teil der Brennte)
raumwandung zwischen den Ventilen einwärts gezogen ist, so daß die während des Verdichtungshubes in den Brennraum verdrängte
Luftladung oberhalb der Ventile zwei gegenläufige Kreisströmungen ausführt. Der all-J5,
gemeine Vorteil solcher Luftströmungen für die Brennstoffzumischung und -verteilung insbesondere
bei Diesehnaschinen mit unmittelbarer Einspritzung vereinigt sich hier mit der bedeutenden Vereinfachung der Steuerung
durch Anwendung der stehenden, seitlich des Zylinders angeordneten Ventile.
Bei bekannten Maschinen dieser Art ist
die Brennstoffeinspritzung von der Seite her mittels Einspritzdüsen üblich, durch die der
Brennstoff in Form geschlossener Langstrahlen über die Ventilteller hinweg eingeführt
wird, und zwar entweder von der Hubraumseite oder der Ventilseite des Brennraumes
her. Eine solche Einspritzung ist jedoch bei der gegebenen Brennraumform
nicht vorteUhaft, weil einerseits die geringe Raumhöhe das Anstreifen des Strahles an
Wänden und Ventiltellern ermöglicht, andererseits die breite Raumausladung über den
Ventilen eine allseitige Durchsetzung der Luft mit Brennstoff erschwert.
Erfindungsgemäß werden diese Nachteile dadurch vermieden, daß der Brennstoff mittels
einer im Zylinderkopf angeordneten Einspritzdüse in Form eines zusammenhängenden,
ebenen Schleierstrahles in den Brennraum eingeführt wird. Ein derartiger Schleierstrahl .
von ganz geringer Dicke, der aus einer sehr schmalen, ringspaltförmigen Düsenmündung
austritt und sich in radialer Richtung annähernd unter Wahrung des kreisförmigen
Umfanges ausbreitet, ergibt, wie die unmittelbare Beobachtung gezeigt hat, eine äußerst
gleichmäßige Aufteilung der Flüssigkeit in kleinste Tröpfchen, und wenn erfindungs-
gemäß diese feinen Tröpfchen gegen Ende des Verdichtungshubes sowohl den in den
Wirbeltaschen über den Ventilen kreisenden Luftströmen als auch der Luft in dem den
S Hubraum überragenden Brennraumteil zugemischt werden, so wird eine so gut wie vollkommene Gleichmäßigkeit der Verteilung
des Brennstoffes auf die gesamte Brennraumluft gewährleistet.
ίο Die Einspritzdüse, die eine der bekannten
Bauarten von Schirm- oder Pilzdiisen aufweisen kann, wird zu diesem Zwecke derart
im Zylinderkopf angeordnet, daß ihre ringspaltförmige Mündung etwa in der halben
Höhe des Brennraumes und, im Grundriß gesehen, etwa in der Mitte der drei Brennraumabschnitte
— zwei Ventilkammern und Übergang zum Hubraum — liegt. Auf diese Weise wird eine restlose Aufnahme und Verwirbelung
der Brennstofftröpfchen durch die Luft ohne unmittelbaren Aufprall auf Brennraumwände
gesichert.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in zwei Abbildungen
dargestellt, und zwar ist Abb. 1 ein Längsschnitt durch den oberen Zylinderteil und
den Kopf einer Viertakt-Dieselmaschine, wobei der Brennraum längs der Linie B-B der
Abb. 2 geschnitten ist. Abb. 2 ist ein Querschnitt durch den Brennraum allein längs
Linie A-A der Abb. 1.
Es bedeuten α den Zylinder, b den Arbeitskolben, c den Zylinderkopf der Maschine,
in welchem der Brennraum e und die Einspritzdüse d angeordnet sind. / und g sind
die seitengesteuerten Ventile, deren Lage am Brennraumboden aus Abb. 2 ersichtlich ist.
Der Brennraumquerschnitt nach Abb. 2 läßt die bekannte Aufteilung in zwei als eine
Doppelwirbelkammer ausgebildete Ventiltaschen C1 und c, und einen den Hubraum
bis etwa zur Zylindermitte überragenden Verbindungsraum eA erkennen, dessen geschweifte
obere Wandfläche aus Abb. 1 hervorgeht. Die Einspritzdüse d ragt von oben in den
Brennraum e hinein, und zwar so, daß ihre den kreisförmigen, ebenen Schleierstrahl h
aussendende Düsenmündung in halber Höhe des Brennraumes und etwa in der georoetrisehen
Raummitte liegt. Die größte radiale Erstreckung, d'e der Schleierstrahl η erreichen
kann, ist im Grundriß in Abb. 2 dargestellt. Die Gemischbildung in dieser Maschine
vollzieht sich nun folgendermaßen: Während
des Verdichtungshubes wird ein großer Teil der Ladeluft durch den Verbindungsraum e5
hindurch in die seitlichen, durch einen Wandvorsprung abgeteilten Ventiltaschen eL und e..
mit einer Geschwindigkeit übergeschoben, die um die Mitte des Kolbenhubes sehr große
Werte annimmt, aber gegen Hübende, wann die. Einspritzung beginnt, rasch abfällt und
bei'" Kolbentotlage bereits praktisch verschwindet. Die beiden in den Ventiltaschem et
und e.i stark angefachten gegenläufigen Kreisströmungen
der Luft dauern jedoch selbst dann noch fast unvermindert fort, wenn die Luft in dem Raum e3 schon annähernd zur
Ruhe gekommen ist. Beginnt nun in diesem Zustande die Einspritzung, so wird etwa die
Hälfte des äußerst fein zerstäubten Brennstoffes aus dem dünnen Schleier Λ in die Luftwirbel
der Taschen ^1 und e% hineingerissen
und dort durch Verwehen gleichmäßig verteilt, während der andere, dem Raumteil e%
zugespritzte Abschnitt des Brennstoffschleiers sich innerhalb dieses Raumes im wesentlichen
unbehindert von Luftströmungen ausbreiten kann und der Brennstoff infolge der dem
Schleierumfang angepaßten kreisbogenförmigen Wandung den Luftinhalt vollkommen durchsetzt. Die Verbrennung kann
sich somit in dem mit völlig gleichartigem Gemisch angefüllten Gesamtraum e auch stetig
und allseitig fortpflanzen, was die bekannten Vorteile für den Brennstoffverbrauch und den
stoßfreien Gang der Maschine ergibt. Ferner "wird das Anlassen der kalten Maschine erleichtert,
weil der Brennstoff in die heißeste, von den kalten Wänden am weitesten entfernte
Luftschicht unmittelbar eingestäubt wird und sich trotz der dann nur schwachen Wirbelung in den Taschen C1 und ev auf eine verhältnismäßig
große Luftmasse verteilen kann.
Claims (1)
- Patentanspruch:Viertakt-Dieselmaschine mit seitengesteuerten Ventilen und einem taschcnförmigen Brennraum, der sich über den Hubraum annähernd bis zur Zylinderachse erstreckt und oberhalb der beiden Ventile als Doppelwirbelkammer ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Brennstoff mittels einer im Zylinderkopf ic) angeordneten Einspritzdüse (d), deren «05 ringspaltförmige Mündung etwa in der halben Höhe des Brennraumes (e) und in der Mitte der drei Abschnitte (ev,eite^) des Brennraumes liegt, in Form eines zusammenhängenden, ebenen Schleierstrahles (Λ) eingeführt wird, so daß er sowohl den in den Wirbeltaschen (elt e2) über den Ventilen (j,g) kreisenden Luftströmen als auch der Luft in dem den Hubraum überragenden Brennraumteil (eA) gleichmäßig zugemischt wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH161334D DE704259C (de) | 1940-01-14 | 1940-01-14 | Viertakt-Dieselmaschine mit seitengesteuerten Ventilen und einem taschenfoermigen Brennraum |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH161334D DE704259C (de) | 1940-01-14 | 1940-01-14 | Viertakt-Dieselmaschine mit seitengesteuerten Ventilen und einem taschenfoermigen Brennraum |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE704259C true DE704259C (de) | 1941-03-26 |
Family
ID=7183430
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH161334D Expired DE704259C (de) | 1940-01-14 | 1940-01-14 | Viertakt-Dieselmaschine mit seitengesteuerten Ventilen und einem taschenfoermigen Brennraum |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE704259C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE945879C (de) * | 1950-04-07 | 1956-07-19 | Modag Motorenfabrik Darmstadt | Zweitaktbrennkraftmaschine mit Gleichstromspuelung |
| DE969835C (de) * | 1952-02-03 | 1958-07-24 | Modag Motorenfabrik Darmstadt | Luftverdichtende Zweitaktbrennkraftmaschine mit Brennstoffeinspritzung |
-
1940
- 1940-01-14 DE DEH161334D patent/DE704259C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE945879C (de) * | 1950-04-07 | 1956-07-19 | Modag Motorenfabrik Darmstadt | Zweitaktbrennkraftmaschine mit Gleichstromspuelung |
| DE969835C (de) * | 1952-02-03 | 1958-07-24 | Modag Motorenfabrik Darmstadt | Luftverdichtende Zweitaktbrennkraftmaschine mit Brennstoffeinspritzung |
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