DE702172C - ringen Mengen organischer Basen - Google Patents

ringen Mengen organischer Basen

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DE702172C
DE702172C DE1934D0068833 DED0068833D DE702172C DE 702172 C DE702172 C DE 702172C DE 1934D0068833 DE1934D0068833 DE 1934D0068833 DE D0068833 D DED0068833 D DE D0068833D DE 702172 C DE702172 C DE 702172C
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Germany
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chlorinated rubber
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wrestling
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Expired
Application number
DE1934D0068833
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Inventor
Dr Andreas Nielsen
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Evonik Operations GmbH
Original Assignee
TH Goldschmidt AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08CTREATMENT OR CHEMICAL MODIFICATION OF RUBBERS
    • C08C19/00Chemical modification of rubber
    • C08C19/30Addition of a reagent which reacts with a hetero atom or a group containing hetero atoms of the macromolecule
    • C08C19/32Addition of a reagent which reacts with a hetero atom or a group containing hetero atoms of the macromolecule reacting with halogens or halogen-containing groups
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08CTREATMENT OR CHEMICAL MODIFICATION OF RUBBERS
    • C08C19/00Chemical modification of rubber
    • C08C19/12Incorporating halogen atoms into the molecule
    • C08C19/14Incorporating halogen atoms into the molecule by reaction with halogens

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Description

  • Verfahren zur Behandlung von Chlorkautschuk mit geringen Mengen organischer Basen Chlorkautschuklösungen haben sich als Anstrich-, Binde- oder Imprägnierungsmittel sehr brauchbar erwiesen; nur weisen sie den Übelstand auf, daß Zler Chlorkautschuk löslich bleibt und,infolgedessen die mit ihm überzogenen oder von ihm durchdrungenen Körper und Stoffe gegen bestimmte Lösungsmittel, wie z. B. Benzol, nicht widerstandsfähig sind.
  • Die vorliegende Erfindung löst die Aufgabe, den Chlorkautschuk derart zu behandeln, daß er praktisch in allen Lösungsmitteln unlöslich ist.
  • Es wurde gefunden, daß Chlorkautschuk unter der Einwirkung organischer Basen mit einer Dissoziationskonstanten 4n der Größenordnung ro-5 und höher in einen Zustand übergeht, der mit demZustand des mitSchwefel oder Schwefelverbindungen, Rhodanverbindungen, Nitroverbindungen oder Peroxyden vulkanisierten Kautschuks zu vergleichen ist.
  • Basen, die diese Wirkung auf den Chlorkautschuk ausüben, sind beispielsweise Methylamin, Dimethylamin, Tnimethylamin, die Äthylamine, Propylamine, Butylamine, ihre höheren Homologen, die heterocyclischen Amine, wie Piperidin, Pentamethylendiamin, Tetramethylendiamin, Trimethylendiamin und viele andere, die das gleiche Verhalten zeigen und im Bereich der obengenannten Dissoziationskonstanten liegen.
  • Fügt man eine derartige Base beispielsweise zu einer Lösung von Chlorkautschuk, so tritt nach kurzer Zeit eine Gelbildung ein. Unter Umständen scheidet sich das Lösungsmittel infolge Synärese .ganz oder zum Teil aus dem Chlorkautschuk aus, .diesen als in dem Lösungsmittel unlöslichen Quellkörper zurücklassend. Das Unlöslichwerden des Chlorkautschuks kann durch Erhöhung der Temperatur beschleunigt werden. Die Base kann dem Chlorkautschuk-in Lösung zugefügt oder durch Kneten mit dem trockenen oder gequollenen Chlorkautschuk vereinigt oder schließlich als Dampf eingeführt werden. Durch die Behandlung mit der Base erhält der Chlorkautschuk eine sehr gute Haftfähigkeit sowie hohe Elastizität bei völliger Unlöslichkeit in allen Lösungsmitteln. Er eignet sich deshalb in diesem Zustand vorzüglich als Klebstoff, Lack undBindemittel für plastische Massen. In dieser Form kann er beispielsweise als Bindemittel beider Herstellung von Preßkork, Isolierkörpern u. dgl. verwendet werden. Wenn der trockene Chlorkautschuk mit der Base und Füllstoffen gemischt wird, entstehen Massen, die durch Heißverpressen verformt werden können. Als Klebmittel für Papier, Holz, Leder und Stoffe, als Überzugsmittel für Wachstuch und als Imprägnierungsmittel von Geweben zur Erzeugung wasserdichter Stoffe, als Lack für beliebige Unterlagen kann der Chlorkautschuk erfindungsgemäß derart verwendet werden, daß einer Toluollösung von Chlorkautschuk die betreffende vulkanisierend wirkende Base zugesetzt und der so hergestellte Lack sofort, bevor die Gelbildung eintritt, aufgetragen wird.
  • Diese Erscheinung ist auf die organischen Basen mit der angegebenen Dissoziationskonstante von io-5 und mehr beschränkt. Die organischen Basen mit niedrigeren Dissoziationskonstanten haben, wie festgestellt wurde, nicht die gleichen Wirkungen. Anorganische Basen, die überdies im Chlorkautschuk nicht löslich sind, sind für die Herbeiführung der Vulkanisationswirkungen nicht brauchbar. Man hat bei diesen nur eine Veränderung in der Viscosität von Chlorkautschuklösungen beobachtet, die aber nicht zur Bildung unlöslicher Stoffe führt.
  • Das Verfahren soll im folgenden an einigen Beispielen beschrieben werden: Beispiel i ioo g einer 2oo/oigen Lösung von Chlorkautschuk in Toluol werden mit 1,5 g Trirnethplendiamin versetzt. Es entsteht nach 2 bis 3 Stunden eine Gallerte, die zunächst alles Toluol gebunden enthält. Man streicht die Flüssigkeit, ehe die Gelbildung eintritt, auf den zu lackierenden Gegenstand und läßt eintrocknen. Es entsteht ein in allen Lösungsmitteln unlöslicher Lackfilm. Beispiel 2 ioo g Chlorkautschuk werden mit 2o g Naphthalin und 5 g Tetramethylendiamin verknetet. Es entsteht eine Mischung, die durch kurzes Verformen in der Hitze unlösliche Preßkörper ergibt.
  • Beispiel 3 Ein mit Chlorkautschuk imprägniertes oder überstrichenes Gewebe wird in einer Atmosphäre mit Methylamin aufgehängt. Der im oder auf dem Gewebe befindliche Überzug ist in kurzer Zeit in allen. Lösungsmitteln unlöslich.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Behandlung von Chlorkautschcik mit geringen Mengen organischer Basen, dadurch gekennzeichnet, daß man organische Basen mit einer Dissoziationskonstanten in der Größenordnung io-5 und höher zur Einwirkung bringt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2459742A (en) * 1944-09-20 1949-01-18 Firestone Tire & Rubber Co Metal bonded by means of chlorinated rubber adhesives containing a polyalkylene polyamine

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2459742A (en) * 1944-09-20 1949-01-18 Firestone Tire & Rubber Co Metal bonded by means of chlorinated rubber adhesives containing a polyalkylene polyamine

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