DE700773C - Mittel zum Schutz von Vieh gegen Insekten - Google Patents

Mittel zum Schutz von Vieh gegen Insekten

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DE700773C
DE700773C DE1937K0148927 DEK0148927D DE700773C DE 700773 C DE700773 C DE 700773C DE 1937K0148927 DE1937K0148927 DE 1937K0148927 DE K0148927 D DEK0148927 D DE K0148927D DE 700773 C DE700773 C DE 700773C
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against insects
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livestock against
insects
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DE1937K0148927
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Dr Phil Karl Kohlhardt
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PHIL KARL KOHLHARDT DR
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PHIL KARL KOHLHARDT DR
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N61/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing substances of unknown or undetermined composition, e.g. substances characterised only by the mode of action
    • A01N61/02Mineral oils; Tar oils; Tar; Distillates, extracts or conversion products thereof

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Description

  • Mittel zum Schutz von Vieh gegen Insekten Bekanntlich leidet Herdenvieh in der warmen Jahreszeit unter Insekten. Eine besondere Plage für das Vieh bildet die Dasselfliege, welche auf dem Fell des Tieres ihre Eier ablegt, deren spätere Entwicklung unter dem Fell zu Geschwüren Veranlassung bildet. Bei starkem Befall leidet nicht nur die Freßlust des Tieres, sondern seine Haut wird auch erheblich .entwertet.
  • Besonders groß ist die Dasselfliegenplage in den nördlichen Ländern, wo die Renntiere stark darunter leiden.
  • Ausgedehnte Versuche haben nun ergeben, daß man Vieh und insbesondere die in Herden lebenden halbwilden Renntiere vor dem Befall bzw. der Eiablage der Insekten und insbesondere der Dasselfliege erfolgreich schützen kann, wenn man ihr Fell mit einem Mittel behandelt, welches im folgenden beschrieben ist: Das Mittel enthält Braunkohlenteeranteile, welche mindestens 2 4/o gebundenen Schwefel aufweisen und zwischen ioo und 300° übergehen. Teer aus Braunkohlen des oberhessischen Vorkommens ist ein besonders geeigneter Grundstoff. Dem Mittel kann außerdem ein an sich bekannter Emulgator, z. B. Seife, beigemischt sein, der eine milchartige Zerteilung in Wasser fördert.
  • Die Verwendung kann in verschiedener Weise, z. B. durch Aufstreichen oder Aufsprühen des Mittels auf das Fell des Tieres, erfolgen, am einfachsten jedoch, indem man die Tiere durch einen Graben oder Tümpel treibt, der eine wäßrige Emulsion des Mittels enthält.
  • Besonders wirksam sind diejenigen Teeranteile, welche beim Laugen der Fraktion erhalten werden. Beim Laugen gehen nicht allein die sauren Öle in Lösung, sondern auch weitere Bestandteile, welche aus terpenartigen Kohlenwasserstoffen, Aldehyden, Betonen und organischen Schwefelverbindungen bestehen. Auf diesen Bestandteilen scheint die Wirksamkeit in erster Linie zu beruhen. Durch -Neutralisieren nach dem Laugen werden die betreffenden Stoffe in angereicherter Form in den sauren ölen erhalten.
  • Zum Schutz gegen pflanzenschädigende Insekten hat man bereits Teeröl, z. B. Braunkohlenteeröl in Mischung mit Ricinusöl, Naphthalin und Pyrethrin, gegebenenfalls auch mit Phenol oder Cresol verwendet. Auch Creosotöl hat man bereits in Mischung mit Ricinusöl für denselben Zweck in Vorschlag gebracht. Hieraus «-ar jedoch nicht zu entnehmen, daß Braunkohlenteerfraktionen von einem erheblichen Gehalt an gebundenem Schwefel bereits ausreichend sind, um ohne Mitverwendung des kostspieligen Ricinusöls und gegebenenfalls auch Pyrethrins einen ausreichenden Schutz des Viehs gegen Insekten und insbesondere gegen den Befall der Dasselfliege zu erzielen.
  • l'on der altbekannten Cresol-Seifen-Lösung, die bekanntlich aus einer Mischung von Cresol und Kaliseife besteht, unterscheidet sich das erfindungsgemäße Mittel durch einen Ursprung und seine dadurch bedingte Wohlfeilheit, des ferneren durch seinen Gehalt an Organischen Schwefelverbindungen und anderen organischen Verbindungen, welche auf Insekten abschreckend einwirken.
  • Bei mehrmaliger Behandlung einer großen Aniahl von Renntieren während zweier Sommer zeigte sich, daß die Häute der geschlachteten Tiere völlig frei von Beschädigungen durch Dasselfliegenmaden waren.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE : i. Mittel zum Schutz von- Vieh gegen Insekten, insbesondere gegen die Dassel-Iliege, dadurch gekennzeichnet, daß es zwischen ioo bis 300° übergellende, mindestens gebundenen Schwefel aufweisende Anteile des Braunkohlenteers, gegebenenfalls zusammen mit einem emulgierenden Mittel, enthält.
  2. 2. Mittel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß es das aus diesen Anteilen durch Laugen und Neutralisieren gewonnene Erzeugnis enthält.
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