DE69C - Selbstthätiger Verschlufskopf an Dainpfreinigern für Siederöhren - Google Patents
Selbstthätiger Verschlufskopf an Dainpfreinigern für SiederöhrenInfo
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- Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)
Description
1877.
Klasse 13.
A. DÜLKEN und E. GLASER in DÜSSELDORF. Selbstthätiger Verschlusskopf an Dampfreinigern für Siederöhren.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. August 1877 a^·
Mit dieser »Siederohr-Dampfspritze«, mit doppelt wirkendem und selbstthätigem Verschlufskopf,
vermag man die Siederohre von Dampfkesseln schnell, gut und beinahe mühelos zu reinigen.
Die Anordnung dieser Spritze ist sehr einfach; sie besteht aus dem ca. 3 m langen Gummischlauch
a, der mit dem schmiedeisernen Rohre b, welches den Holzgriff c trägt, verbunden ist.
Das Rohr b führt zu dem eigentlichen Verschlufskopfe aus Messing. Letzterer ist zweitheilig lind
besteht aus dem hohlen Schafte d und der Hülse e. ,
Es ist aus der Zeichnung Fig. 1 leicht ersichtlich, dafs der Dampf aus dem hohlen Schaft d
durch die angebrachten 4 Löcher in die Hülse e treten und dann nach vorn ausströmen kann;
ferner auch aus Fig. 2, dafs dies nicht mehr möglich ist, wenn die Hülse
< π mm in der Richtung der Axe nach vorn geschoben wird, da alsdann die Löcher des Schaftes gedeckt sind.
Hat man den Schlauch mit einem am Kessel befindlichen Hahn in Verbindung gebracht, letzteren
geöffnet lind drückt nun mittels des Handgriffes c die Spitze leise in das Rohr, so wird
zunächst der Kegel der Hülse das letztere nach aufsen völlig abschliefsen. Drückt man weiter,
so schiebt sich dadurch der Schaft 11 mm weit in die Hülse hinein, die 4 Löcher sind geöffnet und
es strömt der Dampf hindurch und in das Rohr, welches dadurch gereinigt wird. Ein Rücktreten
des Rufses ist nicht möglich, da das Rohr durch den Kegel der Hülse völlig geschlossen ist.
Will man ein zweites Rohr putzen, so mufs man die Spritze aus dem ersten Rohr herausziehen
und in das zweite stecken. Zieht man nun die ganze Spritze zurück, so drückt der in
der Hülse befindliche Dampf nach vorn und hinten, kann jedoch seine Wirkung, weil die
Spritze fest in der Hand gehalten wird nur nach vorn ausüben. Der Dampf wird die Hülse mit
einem Ueberdruck, der sich aus den beiden Kreisflächen mit den Durchmessern 18 mm und
7 mm ergiebt, nach vorn schieben und hierdurch seinen Zuflufs absperren, und zwar wird dies geschehen
sein, sobald man die Spritze nur 11 mm zurückgezogen hat, also so zu sagen sofort.
Man hat bei der Reinigung weiter nichts zu thun, als die Spritze in langsamem Tempo nach
einander in sämmtliche Rohre zu stecken, leise anzudrücken, zurück zu ziehen u. s. w. und erreicht
dabei:
r. dafs weder Rufs zurückgeworfen wird, ohne dafs der Verschlufskegel, welcher nur wenig
gröfser als das Siederohr ist, den freien Blick gegen die Rohrwand hemmt;
2. dafs beim Wechseln der Rohre kein Dampf gegen die volle Rohrwand schiefsen und zurückprallen
kann, da derselbe früher abgesperrt wird, als die Spitze der Spritze aus dem Siederohr gezogen
ist.
Dem Schub der Hülse nach vorn kommt noch die lebendige Kraft des bis zum völligen Abschlufs
durchströmenden Dampfes zu Hülfe.
Wird nun ein Arbeiter diese Spritze, die noch unter Dampfdruck steht, einmal aufrecht halten,
so wird die Hülse durch ihr eigenes Gewicht niedersinken, die vier Löcher sich öffnen, es wird
Dampf ausströmen, dadurch die Hülse wieder vorschnellen, abschliefsen, durch ihr eigenes Gewicht
wieder zurücksinken u. s. w., so dafs eine tanzende oder hüpfende Bewegung der Hülse
stattfinden würde, wodurch leicht ein Unfall herbeigeführt werden könnte. Um dies nun zu vermeiden,
ist zwischen den Schaft d und die Hülse e, eine Spiralfeder eingeschaltet, die nur so stark
zu sein braucht, um in dem angedeuteten Falle die Hülse e oben zu halten und den Dampfabschlufs
zu sichern, während sie auf die Bewegung der Hülse keinen Einflufs auszuüben
braucht.
Es geschehen die .zwei nöthigen Operationen, das Abschliefsen des Siederohres nach aufsen
und Abschlufs des Dampfes beim Wechseln der Rohre durch die beiden neuen und eigenthümlichen
Vorrichtungen, so, dafs:
1. das Siederohr durch einen Kegel abgeschlossen wird und
2. der Dampf durch Verschieben zweier, ineinander geschliffener cylindrischer
Hülsen in ihrer Längenaxe sowohl abgeschlossen, als auch sein Ausritt ermöglicht
wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE69T | 1877-08-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE69C true DE69C (de) |
Family
ID=70917857
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE000000000069DA Expired - Lifetime DE69C (de) | 1877-08-03 | 1877-08-03 | Selbstthätiger Verschlufskopf an Dainpfreinigern für Siederöhren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE69C (de) |
-
1877
- 1877-08-03 DE DE000000000069DA patent/DE69C/de not_active Expired - Lifetime
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