DE69925952T2 - Sanfte Weiterreichung in einem Mobilfunkkommunikationssystem - Google Patents

Sanfte Weiterreichung in einem Mobilfunkkommunikationssystem Download PDF

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Description

  • Die Erfindung betrifft ein zellulares Mobilfunk-Kommunikationssystem, in dem eine Basisstation und eine Mobilstation miteinander verbunden sind, und insbesondere ein Mobilfunk-Kommunikationssystem, in dem eine weiche Hand-Over-Steuerung hinsichtlich eines Vorwärtsverbindungs-(Forward-Link)-Übertragungssignals durchgeführt wird, wenn eine Mobilstation sich zwischen Zellen bewegt. (Hand-Over = Hand-Off = Übergabe).
  • In einem zellularen CDMA-(Code Division Multiplex Access)-System mit direkter Spreizung wird zur Maximierung der Kommunikationskapazität für Reverse-Link-(Reverse-Link)-Übertragungssignale üblicherweise eine Sendeleistungssteuerung der Mobilstationen durchgeführt, um ein Ferne-Nähe-Problem zu vermeiden. Zu diesem Zweck sendet eine Basisstation in einem Abwärtskanal Sendeleistungs-Steuersignale an die Mobilstation. Auf der anderen Seite besitzen eine Basisstation und eine Mobilstation in einem zellularen CDMA-System mit direkter Spreizung jeweils mehrere Demodulatoren, so daß die eine Trennung von Mehrwege-Komponenten und eine weiche Hand-Over-Verarbeitung vornehmen können.
  • Die weiche Hand-Over-Verarbeitung wird durchgeführt, weil, wie in 5 der anliegenden Zeichnungen dargestellt, bei der Bewegung einer Mobilstation 303 von einer Zelle 101 zu einer anderen Zelle 102 und bei der Ankunft an einer Position in einer Überlappungsregion 104 zwischen den beiden Zellen 101 und 102 eine Qualitätsverschlechterung des Signals eintritt, das die Mobilstation 103 von einer Basisstation 105a der Zelle 101 empfängt. Auf diese Weise werden von der Basisstation 105a und einer weiteren Basisstation 105b der Zelle 102 im wesentlichen gleiche Signale zu der Mobilstation 103 gesendet, so daß die Mobilstation 103 als weiche Hand-Over-Verarbeitung die Signale aus den beiden Basisstationen 105a und 105b modulieren und zusammensetzen kann, um ein Signal mit besserer Signalqualität zu gewinnen. Bei der Reverse-Link wird ein von der Mobilstation 103 gesendetes Signal von den Basisstationen 105a und 105b demoduliert und zusammengesetzt, um die Signalqualität zu verbessern.
  • In diesem Fall werden die Sendeleistungs-Steuersignale aus den Basisstationen 105a und 105b von den Basisstationen 105a bzw. 105b jeweils unabhängig erzeugt. Wenn nämlich ein Sendeleistungs-Steuersignal nur von der Basisstation 105a zu der Mobilstation 103 gesendet wird und die Mobilstation 103 eine Sendeleistungssteuerung durchführt, wie sie oben beschrieben wurde, so daß die Basisstation 105a das Signal mit einem optimalen Pegel empfangen kann und dann mit der gesteuerten Sendeleistung sendet, besteht die Ge fahr, daß das von der Mobilstation 103 gesendete Signal ein unerwartetes Signal sein kann und eine erhebliche Störung für die andere Basisstation 105b darstellt. Die Mobilstation 103 demoduliert dann die Sendeleistungs-Steuersignale aus beiden Basisstationen 105a und 105b unabhängig voneinander und setzt die demodulierten Sendeleistungs-Steuersignale zusammen. Die Mobilstation 103 erhöht ihre Sendeleistung nur dann, wenn z.B. die Sendeleistungs-Steuersignale aus beiden Basisstationen 105a und 105b "AUFWÄRTS" bedeuten, hingegen erniedrigt die Mobilstation 103 die Sendeleistung, wenn das Sendeleistungs-Steuersignal aus wenigstens einem der Basisstationen 105a oder 105b "ABWÄRTS" bedeutet. Die Mobilstation 103 sendet an die Basisstationen 105a und 105b ein Reverse-Link-Signal mit der geeigneten Sendeleistung, indem sie die Sendeleistungs-Steuersignale aus den Basisstationen 105a und 105b auf diese Weise unabhängig voneinander empfängt und demoduliert.
  • Wie oben beschrieben wurde, ist für ein zellulares CDMA-System mit direkter Spreizung die Sendeleistungssteuerung einer Mobilstation ein wesentliches und erforderliches Verfahren. Weiterhin müssen Interferenzen in dem zellularen System soweit wie möglich unterdrückt werden, um die Kommunikationskapazität des Gesamtsystems zu maximieren. Zu diesem Zweck wird in dem zellularen System eine weiche Hand-Over-Verarbeitung durchgeführt. Bei diesem weichen Hand-Over muß die Mobilstation 103 eine Sendeleistungssteuerung durch das Demodulieren und Zusammensetzen unterschiedlicher Sendeleistungs-Steuersignale aus den beiden Basisstationen 105a und 105b durchführen.
  • Wenn nun der Schwellwert der Kommunikationsqualität, mit dem das weiche Hand-Over gestartet werden soll, auf ein niedriges Niveau gesetzt wird, wächst die Zahl der Mobilstationen, die ein weiches Hand-Over durchführen müssen, bei dem eine Kommunikationsressource für mehrere Kanäle benutzt wird. Dies führt zu dem Problem, daß die Kommunikationskapazität des Gesamtsystems abnimmt.
  • Wenn hingegen der Schwellwert der Kommunikationsqualität, mit dem das Hand-Over gestartet werden soll, auf ein höheres Niveau gesetzt wird, kann die Häufigkeit des weichen Hand-Overs anscheinend verringert werden, da die Wahrscheinlichkeit kleiner wird, daß die Mobilstation 103 sich in einer Region befindet, in der das Hand-Over durchgeführt werden muß. Somit kann die Kommunikationskapazität des Gesamtsystems erhöht werden. Es wächst jedoch die Gefahr, daß ein Kommunikationssignal zu der benachbarten Basisstation 105b gestört werden kann, und dies führt zu dem Problem, daß nicht nur die Kapazität des Gesamtsystems aufgrund der Interferenz herabgesetzt wird, sondern auch die Stabilität des Gesamtsystems beeinträchtigt wird.
  • Falls die Kommunikationskapazität der Basisstation 105b des Hand-Over-Ziels ihren Grenzwert erreicht hat, wenn die Mobilstation 103 sich in der Region befindet, in der das Hand-Over durchgeführt werden soll, finden keine weichen Hand-Ovens statt, sondern ein hartes Hand-Over, durch das der Frequenzkanal geändert wird. Wenn in diesem Fall in einer Reverse-Link ein Kommunikationssignal von der Mobilstation 103 in einem Frequenzkanal gesendet wird, der vor dem harten Hand-Over benutzt wurde, führt dies zu einer erheblichen unerwarteten Störung der Kommunikationssignale, die gerade von der Basisstation 105b bearbeitet werden. Damit tritt das Problem auf, daß die Kommunikation anderer Mobilstationen gestört wird.
  • Die Literaturstelle Ling, F. et al: "Behaviour and Performance of Power Controlled IS-95 Reverse-Link under Soft Hand-Over", IEEE Vehicular Technology Conference, US, New York, IEEE, Conf. 47, 1997, Seiten 924–928, beschreibt ein mobiles Kommunikationssystem, in dem weiches Hand-Over für Übertragungen von dem Mobilgerät zu den Basisstationen vorgesehen ist.
  • EP 0 671 819 A beschreibt ein zellulares Mobilfunksystem mit wenigstens zwei Basisstationen und wenigstens einer mobilen Einheit, die so ausgebildet ist, daß sie mit den Basisstationen über ein Funkmedium kommuniziert, wobei jede Basisstation Mittel zum Detektieren der Leistung der empfangenen Signale sowie Mittel zur Erzeugung eines Leistungssteuer-Signalisierungsbits für die Steuerung der Amplitude eines Leistungssignals, Mittel zum Senden des Leistungssignals zu der mobilen Einheit aufweist; die mobile Einheit enthält Mittel zum Empfangen der Leistungssteuerbits und Mittel zur Überwachung der Leistungssteuerbits für die Identifizierung der Basisstation, die eine größere Anzahl von Steuerbits über einen Senderahmen sendet, welche anzeigen, daß die Basisstation das höhere durchschnittliche Leistungssignal über den Senderahmen empfangen hat; die mobile Einheit kann dann den nächsten Informationsrahmen an diejenige Basisstation richten, die das höhere durchschnittliche Leistungssignal empfangen hat.
  • Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Mobilfunk-Kommunikationssystem zur Verfügung zu stellen, das maximale Kapazität des Gesamtsystems gewährleistet, während ein weiches Hand-Over durchgeführt wird, und die Sendeleistung der mobilen Station in geeigneter Weise steuert, um die Sicherheit des Gesamtsystems zu gewährleisten.
  • Um dieses Ziel zu erreichen, ist gemäß vorliegender Erfindung ein Mobilfunk-Kommunikationssystem vorgesehen, das aufweist:
    wenigstens zwei benachbarte Basisstationen,
    eine Mobilstation, die zwischen von den Basisstationen gebildeten und mit ihnen verbindbaren Zellen bewegbar ist,
    mit Mitteln zur Durchführung einer Sendeleistungssteuerung in der Weise, daß zumindest im Hinblick auf ein Steuersignal eine weiche Hand-Off-Steuerung durchgeführt wird, bei der die Mobilstation und die Basisstation simultan miteinander verbunden sind,
    und dadurch gekennzeichnet ist,
    daß im Hinblick auf von den Basisstationen gesendete Informationssignale eine harte Hand-Off-Steuerung durchgeführt wird.
  • Da jede der Basisstationen zumindest für ein Forward-Link-Steuersignal eine weiche Hand-Over-Steuerung vornimmt, um die Basisstationen gleichzeitig mit der Mobilstation zu verbinden, während für die zu der Mobilstation gesendeten Informationssignale eine harte Hand-Over-Steuerung durchgeführt wird, wenn in dem Mobilfunk-Kommunikationssystem eine Hand-Over-Verarbeitung durchgeführt werden soll, wird die Kommunikationskapazität des Gesamtsystems im Vergleich zu dem alternativen System vergrößert, bei dem die Basisstation sowohl für das Forward-Link-Steuersignal als auch für das Informationssignal, das die Sprache usw. repräsentiert und nicht das Forward-Link-Steuersignal ist, eine weiche Hand-Over-Steuerung vornimmt. Da in dem Mobilfunk-Kommunikationssystem ferner zumindest ein Forward-Link-Steuersignal zu der Mobilstation gesendet wird, kann die Stabilität des Gesamtsystems aufrechterhalten werden. Da bei dem Mobilfunk-Kommunikationssystem die Basisstation des Hand-Over-Ziels selbst dann, wenn die Kommunikationskapazität des Gesamtsystems voll genutzt wird, zur Durchführung der weichen Hand-Over-Verarbeitung lediglich ein Forward-Link-Steuersignal zu der Mobilstation sendet, um eine mögliche Interferenz in den anderen Verbindungen zu minimieren, wird verhindert, daß das Hand-Over-Ziel ein Abwärtsverbindungssignal mit unerwarteter Sendeleistung empfängt, so daß die Sicherheit des Systems erhöht werden kann.
  • Im folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen, in denen gleiche Teile oder Elemente durchgehend mit gleichen Bezugszeichen versehen sind, beispielhaft erläutert.
  • 1A zeigt eine schematische Ansicht, die ein Forward-Link-Signal veranschaulicht, das von einer ersten Basisstation zu einer Mobilstation gesendet wird, wenn die Mobilstation sich in einer ersten Region befindet,
  • 1B zeigt eine ähnliche Ansicht, veranschaulicht jedoch Forward-Link-Signale, die von der ersten Basisstation und von einer zweiten Basisstation zu der Mobilstation gesendet werden, wenn die Mobilstation sich in einer Überlappungsregion befindet,
  • 1C zeigt eine ähnliche Ansicht, veranschaulicht jedoch ein Forward-Link-Signal, das von der zweiten Basisstation zu der Mobilstation gesendet wird, wenn die Mobilstation sich in einer zweiten Region befindet,
  • 2 zeigt ein Diagramm, das die Empfangsleistungen der ersten und zweiten Basisstation veranschaulicht, wenn die Mobilstation sich von der ersten Region in die Überlappungsregion und dann in die zweite Region bewegt,
  • 3A zeigt eine schematische Ansicht, die ein Forward-Link-Signal veranschaulicht, das von der ersten Basisstation zu der Mobilstation gesendet wird, wenn die Mobilstation sich in der ersten Region befindet,
  • 3B zeigt eine ähnliche Ansicht, veranschaulicht jedoch Forward-Link-Signale, die von der ersten und der zweiten Basisstation zu der Mobilstation gesendet werden, wenn die Mobilstation sich in der Überlappungsregion befindet und die Zahl der mit der zweiten Basisstation verbundenen Mobilstationen gleich oder größer ist als ein Schwellwert Nth,
  • 3C zeigt eine ähnliche Ansicht, veranschaulicht jedoch Forward-Link-Signale, die von der ersten und zweiten Basisstation zu der mobilen Station gesendet werden, wenn die Mobilstation sich in der Überlappungsregion befindet und die Zahl der mit der zweiten Basisstation verbundenen Mobilstationen gleich oder kleiner ist als der Schwellwert Nth,
  • 3D zeigt eine ähnliche Ansicht, veranschaulicht jedoch ein Forward-Link-Signal, das von der zweiten Basisstation zu der Mobilstation gesendet wird, wenn die Mobilstation sich in der zweiten Region befindet,
  • 4A zeigt ein Diagramm, das ein Forward-Link-Signal veranschaulicht, das von der zweiten Basisstation zu der Mobilstation gesendet wird, wenn nur für ein Steuersignal weiches Hand-Over durchgeführt wird,
  • 4B zeigt eine ähnliche Ansicht, veranschaulicht jedoch ein Forward-Link-Signal, das entsprechend dem IS-95-System nach dem Stand der Technik von der zweiten Basisstation zu der Mobilstation gesendet wird,
  • 4C zeigt eine ähnliche Ansicht, veranschaulicht jedoch ein Forward-Link-Signal, das von der zweiten Basisstation zu der Mobilstation gesendet wird und dessen Sendeleistung vergrößert wird, wenn weiches Hand-Over nur für ein Steuersignal durchgeführt wird,
  • 5 zeigt eine schematische Ansicht, die die Hand-Over-Verarbeitung in einem zellularen System nach dem Stand der Technik veranschaulicht.
  • Im folgenden werden anhand der Zeichnungen Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung erläutert.
  • Zunächst sei auf 1A bis 1C Bezug genommen, die ein Mobilfunk-Kommunikationssystem zeigen, auf das die vorliegende Erfindung angewendet wird. Das Mobilfunk-Kommunikationssystem 1 ist ein zellulares System, das mehrere Basisstationen 2 (2a und 2b) und mehrere Mobilstationen 3 umfaßt, die durch ein CDMA-(Code Division Multiple Access)-Sy stem mit direkter Spreizung miteinander verbunden sind. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel wird zur Vereinfachung der Beschreibung nur die Beziehung zwischen der ersten Basisstation 2a, einer Mobilstation 3 und der zweiten Basisstation 2b erläutert.
  • Wenn die Mobilstation 3 sich in einer ersten Region 4 befindet, wie dies in 1A dargestellt ist, kommuniziert die erste Basisstation 2a durch ein Reverse-Link-Signal und ein Forward-Link-Signal mit der Mobilstation 3. Die erste Basisstation 2a sendet zu der Mobilstation 3 ein Forward-Link-Signal, das ein Steuersignal, z.B. ein Sendeleistungs-Steuersignal für die Mobilstation 3 usw. enthält, sowie ein Informationssignal, z.B. Sprachdaten.
  • Ähnlich wie die erste Basisstation 2a kommuniziert auch die zweite Basisstation 2b durch ein Reverse-Link-Signal und ein Forward-Link-Signal mit der Mobilstation 3, wenn die Mobilstation 3 sich in einer zweiten Region 5 befindet.
  • Ein Sendeleistungs-Steuersignal ist ein Signal zur adaptiven Änderung des Sendeleistungspegels eines Reverse-Link-Signals, so daß die Mobilstation 3 das Reverse-Link-Signal mit dem passenden Leistungspegel zu der ersten Basisstation 2a oder zu der zweiten Basisstation 2b senden kann.
  • Wenn die Mobilstation 3 sich in der ersten Region 4 befindet, wie dies in 1A dargestellt ist, empfängt sie von der ersten Basisstation 2a ein Forward-Link-Signal und sendet an die erste Basisstation 2a ein Reverse-Link-Signal. Die Sendeleistung der Mobilstation 3 ist in diesem Fall, wie aus dem Abschnitt A von 2 ersichtlich, so gewählt, daß die Empfangsleistung des Forward-Link-Signals aus der ersten Basisstation 2a gleich oder höher ist als ein Schwellwert a und die Empfangsleistung des Forward-Link-Signals aus der zweiten Basisstation 2b gleich oder kleiner ist als ein anderer Schwellwert b. Deshalb empfängt und demoduliert die Mobilstation 3 nur das Forward-Link-Signal aus der ersten Basisstation 2a.
  • Wenn die Mobilstation 3 sich hingegen aus der ersten Region 4 zu der zweiten Region 5 bewegt und an eine Position in einer Überlappungsregion 6 zwischen der ersten Region 4 und der zweiten Region 5 gelangt, wie dies in 1B dargestellt ist, ist ein Hand-Over erforderlich, und es wird einer weicher Hand-Over-Status eingerichtet, in dem sowohl die erste Basisstation 2a als auch die zweite Basisstation 2b Forward-Link-Signale senden. In diesem Fall erreicht die Empfangsleistung der Mobilstation 3 aus der zweiten Basisstation 2b in dem Zeitpunkt t1 den Schwellwert b, wie dies in der Region B von 2 dargestellt ist. Die Mobilstation 3 empfängt dann die Forward-Link-Signale sowohl aus der ersten Basisstation 2a als auch aus der zweiten Basisstation 2b. Wenn die Mobilstation 3 sich weiter von der ersten Basisstation 2a zu der zweiten Basisstation 2b bewegt, wird die Empfangsleistung des Forward-Link-Signals aus der zweiten Basisstation 2b bald größer als die Emp fangsleistung des Forward-Link-Signals aus der ersten Basisstation 2a, und in dem Zeitpunkt t2 erreicht die Empfangsleistung aus der ersten Basisstation 2a den anderen Schwellwert a. Anschließend empfängt die Mobilstation 3 das Forward-Link-Signal aus der ersten Basisstation 2a nicht mehr, sie empfängt vielmehr das Forward-Link-Signal aus der zweiten Basisstation 2b. Mit anderen Worten, in der Region B, in der die Zeit von t1 nach t2 wandert, geht die Mobilstation 3 in einen weichen Hand-Over-Status über, in dem sie das Forward-Link-Signal sowohl der ersten Basisstation 2a als auch der zweiten Basisstation 2b empfängt und demoduliert.
  • Wenn die Mobilstation 3 sich dann aus der Überlappungsregion 6 weiter in die zweite Region 5 bewegt und sich in der zweiten Region 5 befindet, wie dies in 1C dargestellt ist, empfängt die Mobilstation 3 das Forward-Link-Signal aus der zweiten Basisstation 2b und sendet ihr Reverse-Link-Signal zu der zweiten Basisstation 2b. Da die Mobilstation 3 sich in diesem Fall, wie oben beschrieben, von der ersten Basisstation 2a zu der zweiten Basisstation 2b bewegt, ändert sich die Empfangsleistung der Mobilstation 3 in der Weise, daß die Empfangsleistung des Forward-Link-Signals aus der zweiten Basisstation 2b gleich oder größer wird als der Schwellwert b, während die Empfangsleistung des Forward-Link-Signals aus der ersten Basisstation 2a gleich oder kleiner wird als der Schwellwert a. Deshalb empfängt und demoduliert die Mobilstation 3 nur das Forward-Link-Signal aus der zweiten Basisstation 2b.
  • Es ist zu beachten, daß das Mobilfunk-Kommunikationssystem 1 alternativ auch ein anderes System (Mobile Assisted Hand Off: MAHO) benutzen könnte, bei dem dann, wenn die Mobilstation 3 sich aus der ersten Region 4 in die Überlappungsregion 6 bewegt, von Seiten der Mobilstation 3 eine Anweisung zum Eintreten in die Hand-Over-Verarbeitung ausgegeben wird, oder noch ein anderes System, bei dem von der Seite der Basisstation 2 eine Anweisung für das Eintreten in einen Hand-Over-Status ausgegeben wird. Für den Prozeß des Übergangs aus einem Normalzustand, in dem die Mobilstation 3 mit der ersten Basisstation 2a und mit der zweiten Basisstation 2b verbunden ist, in einen Hand-Over-Status, kann somit ein beliebiges System benutzt werden. Das Mobilfunk-Kommunikationssystem 1 kann auch für den Prozeß des Übergangs aus einem Hand-Over-Status in einen Normalzustand jedes beliebige System benutzen.
  • Im folgenden wird nun ein Beispiel für verschiedene Hand-Over-Prozesse beschrieben, die als Reaktion auf verschiedene Arten von Signalen durchgeführt werden, wenn eine Mobilstation sich nacheinander aus der ersten Region 4 in die Überlappungsregion 6 und in die zweite Region 5 bewegt, wie dies oben anhand von 1A, 1B und 1C beschrieben wurde. Es ist zu beachten, daß in der folgenden Beschreibung Hand-Over-Prozesse für ein Informa tionssignal und ein Steuersignal, insbesondere ein Sendeleistungs-Steuersignal, beschrieben werden.
  • Wenn die Mobilstation 3 sich in der ersten Region 4 befindet, wie dies in 1A dargestellt ist, empfängt sie aus der ersten Basisstation 2a ein Sendeleistungs-Steuersignal als Forward-Link-Steuersignal sowie ein Informationssignal. Die Mobilstation 3 demoduliert das empfangene Sendeleistungs-Steuersignal und das Informationssignal. Auf der Basis des durch die Demodulation gewonnenen Sendeleistungs-Steuersignals steuert die Mobilstation 3 ihre Sendeleistung, mit der ein Reverse-Link-Signal zu der ersten Basisstation 2a gesendet werden soll.
  • Wenn die Mobilstation 3 sich in der Überlappungsregion 6 befindet, wie dies in 1B dargestellt ist, tritt sie in einen Hand-Over-Modus ein, in dem sowohl die erste Basisstation 2a als auch die zweite Basisstation 2b Forward-Link-Signale mit im wesentlichen gleichen Inhalten an die Mobilstation 3 senden. In diesem Fall sendet die erste Basisstation 2a sowohl ein Sendeleistungs-Steuersignal als auch ein Informationssignal zu der Mobilstation 3, während die zweite Basisstation 2b nur ein Sendeleistungs-Steuersignal sendet. Mit anderen Worten, in der Überlappungsregion 6 befindet sich die Mobilstation 3 in einem weichen Hand-Over-Status, in dem sie hinsichtlich eines Sendeleistungs-Steuersignals mit der ersten Basisstation 2a und mit der zweiten Basisstation 2b verbunden ist. Somit empfängt und demoduliert die Mobilstation 3 das Sendeleistungs-Steuersignal und das Informationssignal, die von der ersten Basisstation 2a gesendet werden, sowie das von der zweiten Basisstation 2b gesendete Sendeleistungs-Steuersignal getrennt voneinander. Wenn die Mobilstation 3 das von der ersten Basisstation 2a gesendete Sendeleistungs-Steuersignal und das von der zweiten Basisstation 2b gesendete Sendeleistungs-Steuersignal empfängt, vergleicht sie die Inhalte der von der ersten Basisstation 2a und der zweiten Basisstation 2b empfangenen Sendeleistungs-Steuersignale miteinander und legt auf der Basis des Vergleichsergebnisses die auszuführende Operation fest. Hinsichtlich des Sendeleistungs-Steuersignals legt die Mobilstation 3 eine Operation fest, die auf der Basis des Ergebnisses einer Kombination des Steuersignals aus der ersten Basisstation 2a und des Sendeleistungs-Steuersignals aus der zweiten Basisstation 2b durchzuführen ist.
  • Normalerweise steuert die Basisstation 3 die Sendeleistung des Reverse-Link-Signals, das zu der ersten Basisstation 2a oder zu der zweiten Basisstation 2b gesendet werden soll, in der Weise, daß sie die Sendeleistung des Reverse-Link-Signals nur dann erhöht, wenn sowohl das von der ersten Basisstation 2a gesendete Sendeleistungs-Steuersignal als auch das von der zweiten Basisstation 2b gesendete Sendeleistungs-Steuersignal "AUFWÄRTS" bedeuten, andernfalls behält die Mobilstation 3 die Sendeleistung des zu der ersten Basisstation 2a oder der zweiten Basisstation 2b zu sendenden Reverse-Link-Signals bei oder verringert sie. Es ist zu beachten, daß die Sendeleistung nach Maßgabe eines Systems gesteuert werden kann, das mit IS-95 von Qualcomm konform ist, wenn die Sendeleistungs-Steuersignale in anderen Kombinationen oder in einer abweichenden Kombination, in der mehrere Basisstationen und Mobilstationen 3 vorhanden sind, zu der Mobilstation 3 gesendet werden.
  • Es ist zu beachten, daß die Mobilstation 3 im Hinblick auf ein anderes Steuersignal als ein Sendeleistungs-Steuersignal die von der ersten Basisstation 2a und der zweiten Basisstation 2b gesendeten Steuersignale demoduliert und von den modulierten Signalen dasjenige anwendet, das eine höhere Empfangsleistung aufweist. Falls die gesendeten Forward-Link-Signale Fehlerkorrekturcodes enthalten, sollten zu diesen einfach die Amplitudenwerte der Forward-Link-Signale addiert und einem Soft-Decision-Dekodierer zugeführt werden. Durch diese Operationen kann die Mobilstation 3 die Fehlerrate der Steuersignale verringern und die Antwortleistung auf ein von der ersten Basisstation 2a oder der zweiten Basisstation 2b gegebenen Befehl erhöhen.
  • Die Mobilstation 3 geht in der Überlappungsregion 6 aus einem Hand-Over-Status in einen Normalzustand über, wenn sie sich aus der Überlappungsregion 6 in die zweite Region 5 bewegt, wie dies in 1C dargestellt ist. Daraufhin sendet die zweite Basisstation 2b ein Forward-Link-Signal an die Mobilstation 3, das ein Sendeleistungs-Steuersignal und ein Informationssignal enthält. Ähnlich wie in dem oben beschriebenen Fall, in dem die Mobilstation 3 sich in der ersten Region 4 befindet, empfängt und demoduliert die Mobilstation 3 dann das Forward-Link-Signal und steuert auf der Basis des Sendeleistungs-Steuersignals die Sendeleistung, mit der ein Reverse-Link-Signal zu der zweiten Basisstation 2b gesendet werden soll.
  • Wie oben beschrieben wurde, werden in dem vorliegenden Mobilfunk-Kommunikationssystem 1 sowohl von der ersten Basisstation 2a als auch von der zweiten Basisstation 2b Sendeleistungs-Steuersignale zu der Mobilstation 3 gesendet, wenn die Mobilstation 3 sich in der Überlappungsregion 6 befindet und in einen Hand-Over-Status versetzt werden soll. Infolgedessen tritt die Mobilstation 3 in einen weichen Hand-Over-Status ein, um die Sendeleistung auf der Basis einer Kombination der Steuersignale aus den beiden Basisstationen 2 zu steuern. Auf der anderen Seite tritt die Mobilstation 3 hinsichtlich eines Informationssignals mit Sprachinformation usw. in einen harten Hand-Over-Status ein, in dem sie ein Informationssignal nur von einer der Basisstationen empfängt.
  • Wenn die Mobilstation 3 in dem Mobilfunk-Kommunikationssystem 1 sich in einem Hand-Over-Status befindet, wird sie in einen weichen Hand-Over-Status geführt, in dem nur eine der Basisstationen 2 ein Informationssignal zu der Mobilstation 3 sendet und beide Basis stationen 2 Sendeleistungs-Steuersignale senden. Im Vergleich zu einem alternativen System, bei dem ein weicher Hand-Over-Status eingerichtet wird, indem Informationssignale und Sendeleistungs-Steuersignale getrennt voneinander von beiden Basisstationen 2 gesendet werden, kann deshalb eine mögliche Interferenz mit den anderen Mobilstationen 3 in dem System reduziert werden, weil von mehreren Basisstationen 2 Informationssignale zu der Mobilstation 3 gesendet werden. Da bei dem Mobilfunk-Kommunikationssystem 1 Steuersignale von mehreren Basisstationen zu der Mobilstation 3 gesendet werden, wenn die Mobilstation 3 sich in einem Hand-Over-Status befindet, kann die Zuverlässigkeit der Steuersignale im Vergleich zu einem System, bei dem in der Überlappungsregion ein hartes Hand-Over durchgeführt wird, verbessert werden. Speziell hinsichtlich eines Sendeleistungs-Steuersignals ist es auch möglich, die Sendeleistung der Mobilstation 3 von der zweiten Basisstation 2b aus zu steuern, da die Mobilstation 3 sich in einem weichen Hand-Over-Status befindet, und es kann verhindert werden, daß ein Reverse-Link-Signal von der Mobilstation 3 mit einer Sendeleistung gesendet wird, die von der zweiten Basisstation 2b nicht antizipiert werden kann.
  • Wenn sich die Mobilstation 3 in der Überlappungsregion 6 des Mobilfunk-Kommunikationssystems 1 befindet, kann die Kommunikationskapazität des Gesamtsystems vergrößert werden, da die Mobilstation 3 für das Steuersignal in einen weichen Hand-Over-Status für das Informationssignal jedoch in einen harten Hand-Over-Status versetzt wird. Selbst wenn z.B. die Kommunikationskapazität der zweiten Basisstation 2b des Mobilfunk-Kommunikationssystems voll genutzt wird, kann bei der Übertragung eines Informationssignals oder eines Steuersignals der Einfluß auf die anderen Mobilstationen 3 reduziert werden, da von der zweiten Basisstation 2b nur ein Sendeleistungs-Steuersignal zu der Mobilstation 3 gesendet werden muß. Deshalb kann bei dem vorliegenden Mobilfunk-Kommunikationssystem 1 eine Interferenz mit von der zweiten Basisstation 2b übertragenen Signalen unterdrückt werden, und wenn die Mobilstation 3 sich von der ersten Region 4 in die zweite Region 5 bewegt, kann ein hartes Hand-Over durchgeführt werden, so daß zwischen der zweiten Basisstation 2b und der Mobilstation 3 ein Informationssignal übertragen wird, wobei letztlich ein Frequenzkanal benutzt wird, der sich von dem in der ersten Region 4 benutzten Frequenzkanal unterscheidet.
  • Im folgenden wird ein Beispiel beschrieben, bei dem die erste Basisstation 2a und die zweite Basisstation 2b einen Schwellwert haben, wie er in der Tabelle 1 dargestellt ist.
  • Tabelle 1
    Figure 00110001
  • Diese Tabelle 1 ist z.B. in Speichern gespeichert, die in der ersten Basisstation 2a und der zweiten Basisstation 2b eingebaut sind, und wird beispielsweise von einer CPU ausgelesen, so daß die CPU eine Verarbeitung auf der Basis des Schwellwerts ausführen kann. Die Tabelle 1 zeigt ein Beispiel für die Hand-Over-Verarbeitung der Basisstation 2a oder der Basisstation 2b für die Mobilstation 3, die sich in dem Überlappungsbereich 6 befindet, wenn die Zahl der verbundenen Mobilstationen 3 als Schwellwert Nth gespeichert ist.
  • Wenn die Zahl der mit der zweiten Basisstation 2b verbundenen Mobilstationen 3 einen Spitzenwert Nfull erreicht, wird die Mobilstation 3, die sich in der Überlappungsregion 6 zwischen der ersten Basisstation 2a und der zweiten Basisstation 2b befindet, gemäß Tabelle 1 hinsichtlich eines Sendeleistungs-Steuersignals in einen weichen Hand-Over-Status versetzt. Hinsichtlich eines Informationssignals wird hingegen ein hartes Hand-Over durchgeführt, wobei ein Frequenzkanal benutzt wird, der sich von demjenigen der ersten Basisstation 2a unterscheidet.
  • Wenn die Zahl der mit der zweiten Basisstation 2b verbundenen Mobilstationen innerhalb des Bereichs zwischen dem Spitzenwert Nfull und dem Schwellwert Nth liegt, wird die Mobilstation 3, die sich in der Überlappungsregion 6 zwischen der ersten Basisstation 2a und der zweiten Basisstation 2b befindet, nur hinsichtlich eines Sendeleistungs-Steuersignals in einen weichen Hand-Over-Status versetzt. Auf der anderen Seite sendet die zweite Basisstation 2b kein Informationssignal zu der Mobilstation 3.
  • Wenn die Zahl der mit der zweiten Basisstation 2b verbundenen Mobilstationen kleiner ist als der Schwellwert Nth und die Kommunikationskapazität der zweiten Basisstation 2b infolgedessen einen erheblichen freien Anteil hat, wird die in der Überlappungsregion 6 lie gende Mobilstation 3 sowohl hinsichtlich des Sendeleistungs-Steuersignals als auch hinsichtlich des Informationssignals in einen weichen Hand-Over-Status versetzt.
  • Es wird nun der Betrieb der ersten Basisstation 2a und der zweiten Basisstation 2b für den Fall beschrieben, daß sowohl in der ersten Basisstation 2a als auch in der zweiten Basisstation 2b der Schwellwert Nth gespeichert ist und eine bestimmte Mobilstation 3 sich von der ersten Region 4 in die zweite Region 5 bewegt.
  • Wenn die Mobilstation 3 sich zunächst in der ersten Region 4 befindet, sendet nur die erste Basisstation 2a ein Steuersignal und ein Informationssignal zu der Mobilstation 3, wie dies in 3A dargestellt ist.
  • Wenn die Mobilstation 3 dann in Richtung auf die zweite Basisstation 2b bewegt wird und sich in der Überlappungsregion 6 befindet, führt die zweite Basisstation 2b eine Hand-Over-Verarbeitung entsprechend dem in der obigen Tabelle 1 gehaltenen Schwellwert Nth durch. Insbesondere wenn in der zweiten Region 5 die Zahl der mit der zweiten Basisstation 2b verbundenen Mobilstationen 3 größer ist als der Schwellwert Nth, versetzt die zweite Basisstation 2b die Mobilstation 3 hinsichtlich eines Steuersignals in einen weichen Hand-Over-Status, während sie die Mobilstation 3 hinsichtlich eines Informationssignals in einen harten Hand-Over-Status versetzt, indem nur von einer der Basisstationen 2 ein Signal gesendet wird, wie dies in 3B dargestellt ist. Die Mobilstation 3 wird insbesondere hinsichtlich eines Sendeleistungs-Steuersignals vorzugsweise in einen weichen Hand-Over-Status versetzt.
  • Wenn in der zweiten Region 5 die Zahl der mit der zweiten Basisstation 2b verbundenen Mobilstationen 3 gleich oder kleiner ist als der Schwellwert Nth, sendet die zweite Basisstation 2b ein Steuersignal und ein Informationssignal zu der Mobilstation 3, um die Mobilstation 3 sowohl hinsichtlich des Steuersignals als auch hinsichtlich des Informationssignals in einen weichen Hand-Over-Status zu bringen. Falls die Zahl der mit der zweiten Basisstation 2b verbundenen Mobilstationen 3 größer wird als der Schwellwert Nth, kehrt die Operation zu derjenigen für den oben beschriebenen zugehörigen Fall zurück, daß der Schwellwert Nth überschritten wird.
  • Wenn die Mobilstation 3 sich dann aus der Überlappungsregion 6 in die zweite Region 5 bewegt, sendet die zweite Basisstation 2b ein Steuersignal und ein Informationssignal zu der Basisstation 3, wie dies in 3D dargestellt ist.
  • Auf diese Weise kann in dem Mobilfunk-Kommunikationssystem 1 eine weiche Hand-Over-Verarbeitung sowohl hinsichtlich eines Steuersignals als auch hinsichtlich eines Informati onssignals erfolgen, wenn die Kommunikationskapazitäten beider Basisstationen freie Bereiche aufweisen, so daß eine hohe Kommunikationsqualität gewährleistet werden kann.
  • Wenn für den Schwellwert Nth nur ein einziger Wert vorbereitet ist, kann das Mobilfunk-Kommunikationssystem 1 die weiche Hand-Over-Verarbeitung und die harte Hand-Over-Verarbeitung hinsichtlich eines Informationssignals gegebenenfalls wiederholen. Es kann jedoch z.B. eine Hysterese vorgesehen sein, so daß verhindert ist, daß eine weiche Hand-Over-Verarbeitung und eine harte Hand-Over-Verarbeitung im Wechsel schnell wiederholt werden.
  • Im folgenden wird ein Beispiel beschrieben, bei dem die erste Basisstation 2a und die zweite Basisstation 2b einen Schwellwert haben, wie er in Tabelle 2 dargestellt ist.
  • Tabelle 2
    Figure 00130001
  • Diese Tabelle 2 ist z.B. ähnlich wie die oben beschriebene Tabelle 1 in den in der ersten Basisstation 2a und in der zweiten Basisstation 2b eingebauten Speichern gespeichert und wird beispielsweise von einer CPU ausgelesen, so daß die CPU eine Verarbeitung auf der Basis des Schwellwerts durchführen kann.
  • Die Tabelle 2 zeigt ein Beispiel für eine Hand-Over-Verarbeitung in einer Basisstation für die Mobilstation 3, die sich in der Überlappungsregion 6 befindet, wenn der Wert Qth als Schwellwert für die Kommunikationsqualität gespeichert ist. Kommunikationsqualität bedeutet hier die Kommunikationsqualität der gesamten Kommunikation, die von denjenigen Basisstationen 2 durchgeführt wird, die für eine bestimmte Mobilstation 3 eine Hand-Over-Verarbeitung ausführen.
  • Wenn eine bestimmte Basisstation 2b feststellt, daß die Kommunikationsqualität den schlechtesten Wert Qworst hat, versetzt sie die Mobilstation 3, die sich in der Überlappungsregion 6 mit einer anderen Basisstation befindet, entsprechend der Tabelle 2 nur hinsichtlich des Sendeleistungs-Steuersignals in einen weichen Hand-Over-Status. Hinsichtlich des Informationssignals führt die zweite Basisstation 2b eine harte Hand-Over-Verarbeitung durch, wobei sie einen Kanal mit einer Frequenz benutzt, die sich von der Frequenz unterscheidet, die von der ersten Basisstation 2a benutzt wurde, zu der die Mobilstation 3 vorher gehörte.
  • Wenn die zweite Basisstation 2b feststellt, daß die Kommunikationsqualität innerhalb eines Bereichs zwischen dem schlechtesten Wert Qworst und dem Schwellwert Qth liegt, versetzt sie die Mobilstation 3, die sich in der Überlappungsregion 6 mit der ersten Basisstation 2a befindet, nur hinsichtlich des Sendeleistungs-Steuersignals in einen weichen Hand-Over-Status. Hingegen sendet die zweite Basisstation 2b kein Informationssignal zu der Mobilstation 3.
  • Wenn die zweite Basisstation 2b feststellt, daß die Kommunikationsqualität geringer ist als der Schwellwert Qth, versetzt sie die in der Überlappungsregion 6 liegende Mobilstation 3 sowohl hinsichtlich des Sendeleistungs-Steuersignals als auch im Hinblick auf das Informationssignal in einen weichen Hand-Over-Status.
  • Da das Mobilfunk-Kommunikationssystem 1 auf diese Weise den Schwellwert Qth für die Kommunikationsqualität hält, können die Eigenschaften des gesamten Systems, d.h. sowohl die Stabilität als auch die Kommunikationsqualität des Systems, verbessert werden. Es ist zu beachten, daß das Mobilfunk-Kommunikationssystem 1 einen Schwellwert Qth für die Kommunikationsqualität aller Basisstationen 2 haben kann, die die Hand-Over-Verarbeitung durchführen, und darüber hinaus Schwellwerte für die Kommunikationsqualität, wie die S/N-Verhältnisse der von den einzelnen Basisstationen 2 gesendeten und empfangenen Signale.
  • Da bei dem vorliegenden Mobilfunk-Kommunikationssystem 1 in den Basisstationen 2 ein Schwellwert für die Zahl der verbundenen Mobilstationen oder für die Kommunikationsqualität gespeichert ist und, selbst wenn die Kommunikationskapazität des Systems voll genutzt ist, an jede Mobilstation 3 wenigstens ein Sendeleistungs-Steuersignal gesendet werden kann, kann die zweite Basisstation 2b des Hand-Over-Ziels ein Sendeleistungs-Steuersignal senden, und die zweite Basisstation 2b empfängt von der Mobilstation 3 kein Signal mit unerwarteter Sendeleistung. Mit anderen Worten, wenn bei dem vorliegenden Mobilfunk-Kommunikationssystem 1 eine Mobilstation 3 sich z.B. aus der ersten Region 4 in die zweite Region 5 bewegt, kann die zweite Basisstation 2b ein Sendeleistungs-Steuersignal zu der Mobilstation 3 senden, wenn die Mobilstation 3 sich in der Überlappungsregion 6 befindet, selbst wenn die Kommunikationskapazität der zweiten Basisstation 2b voll genutzt ist. Infolgedessen kann verhindert werden, daß der Pegel der Sendeleistung aus der Mobilstation 3 so hoch ist, daß sie mit einem von der zweiten Basisstation 2b übertragenen Kommunikationssignal interferiert, und dementsprechend kann die Kommunikation der Mobilstation 3 optimiert werden. Außerdem kann die zweite Basisstation 2b auch dann ein Informationssignal mit der passenden Sendeleistung von der Mobilstation 3 empfangen, wenn die Mobilstation 3 sich aus der Überlappungsregion 6 in die zweite Region 5 bewegt.
  • Während in dem oben beschriebenen Mobilfunk-Kommunikationssystem 1 eine Hand-Over-Verarbeitung durchgeführt wird, indem zu der in der Überlappungsregion 6 angeordneten Mobilstation 3 nur ein Steuersignal gesendet wird, wie dies in 4A dargestellt ist, kann die Sendeleistung eines Steuersignals, das zu der Mobilstation 3 gesendet werden soll, im Vergleich zu dem in 4B dargestellten Fall, bei dem sowohl ein Steuersignal als auch ein Informationssignal zu der Mobilstation 3 gesendet wird, so hoch gemacht werden, wie dies in 4C dargestellt ist. Bei dem vorliegenden Mobilfunk-Kommunikationssystem 1 wird insbesondere die Sendeleistung eines Sendeleistungs-Steuersignals in einem Steuersignal heraufgesetzt.
  • Auf diese Weise kann die Empfangsfehlerrate eines Sendeleistungs-Steuersignals der Mobilstation 3 durch Erhöhung der Sendeleistung eines Steuersignals, wie eines Sendeleistungs-Steuersignals, reduziert werden, wenn eine Mobilstation 3 nur im Hinblick auf das Steuersignal in einen weichen Hand-Over-Status gesetzt wird. Deshalb kann bei dem Mobilfunk-Kommunikationssystem 1 die Stabilität des Gesamtsystems erhöht werden, obwohl die Kommunikationskapazität durch Erhöhung der Sendeleistung des Sendeleistungs-Steuersignals geringfügig herabgesetzt wird. Selbst wenn die Sendeleistung des Sendeleistungs-Steuersignals erhöht wird, kann bei dem vorliegenden Mobilfunk-Kommunikationssystem 1 eine Interferenz mit einem anderen Signal in dem Gesamtsystem unterdrückt werden, da eine weiche Hand-Over-Verarbeitung nur im Hinblick auf das Steuersignal durchgeführt wird, während im Hinblick auf das Informationssignal eine harte Hand-Over-Verarbeitung durchgeführt wird, selbst wenn die Sendeleistung erhöht wird.
  • Vorangehend wurde ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Verwendung spezieller Ausdrücke beschrieben. Diese Beschreibung dient nur zur Veranschaulichung, und es versteht sich, daß Änderungen und Variationen vorgenommen werden können, ohne daß dadurch der durch die folgenden Ansprüche definierte Rahmen der Erfindung verlassen wird.

Claims (16)

  1. Mobilfunk-Kommunikationssystem, das aufweist: wenigstens zwei benachbarte Basisstationen (2a, 2b), eine Mobilstation (3), die zwischen von den Basisstationen gebildeten und mit ihnen verbindbaren Zellen (4, 5) bewegbar ist, mit Mitteln zur Durchführung einer Sendeleistungssteuerung in der Weise, daß zumindest im Hinblick auf ein Steuersignal eine weiche Hand-Off-Steuerung durchgeführt wird, bei der die Mobilstation (3) und die Basisstation (2a, 2b) simultan miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß im Hinblick auf von den Basisstationen gesendete Informationssignale eine harte Hand-Off-Steuerung durchgeführt wird.
  2. Mobilfunk-Kommunikationssystem nach Anspruch 1, bei dem jede der Basisstationen (2a, 2b) als das genannte Steuersignal ein Sendeleistungssteuersignal für die Mobilstation (3) sendet und zumindest im Hinblick auf das Sendeleistungssteuersignal eine weiche Hand-Off-Steuerung durchführt.
  3. Mobilfunk-Kommunikationssystem nach Anspruch 1 oder 2, bei dem jede der Basisstationen (2a, 2b) eine Verbindungszahl-Überwachungseinrichtung zum Zählen der Zahl der gleichzeitig mit der Basisstation verbundenen Mobilstationen (3) aufweist, wobei diese Verbindungszahl-Überwachungseinrichtung in jeder der genannten Basisstationen (2a, 2b) bewirkt, daß eine weiche Hand-Off-Steuerung nur im Hinblick auf das Steuersignal durchgeführt wird, wenn die Zahl der verbundenen Mobilstationen (3) größer ist als ein vorbestimmter Schwellwert, wohingegen die Verbindungszahl-Überwachungseinrichtung bewirkt, daß eine weiche Hand-Off-Steuerung im Hinblick sowohl auf das Steuersignal als auch auf ein beliebiges anderes Signal als das Steuersignal durchgeführt wird, wenn die Zahl der verbundenen Mobilstationen (3) gleich oder kleiner ist als der Schwellwert.
  4. Mobilfunk-Kommunikationssystem nach Anspruch 1 oder 2, bei dem jede der Basisstationen (2a, 2b) eine Qualitätsüberwachungseinrichtung zur Überwachung der Qualität eines Signal aus der oder zu der Mobilstation (3) aufweist, wobei die Qualitätsüberwachungseinrichtung in jeder der Basisstationen bewirkt, daß eine weiche Hand-Off-Steuerung nur im Hinblick auf das Steuersignal durchgeführt wird, wenn die Signalqualität über einem vorbestimmten Schwellwert liegt, wohingegen die Qualitätsüberwachungseinrichtung bewirkt, daß eine weiche Hand-Off-Steuerung im Hinblick sowohl auf das Steuersignal als auch auf ein beliebiges anderes Signal als das Steuersignal durchgeführt wird, wenn die Signalqualität gleich dem Schwellwert oder kleiner als dieser ist.
  5. Mobilfunk-Kommunikationssystem nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, bei dem jede der Basisstationen (2a, 2b) dann, wenn im Hinblick auf ein beliebiges anderes Signal als das Steuersignal eine harte Hand-Off-Steuerung durchzuführen ist, den Steuersignalpegel im Hinblick auf das Steuersignal höher setzt als den Steuersignalpegel des Steuersignals, das dann benutzt wird, wenn auch im Hinblick auf ein beliebiges anderes Signal als das Steuersignal eine weiche Hand-Off-Steuerung durchgeführt wird.
  6. Mobilfunk-Kommunikationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Mobilstation (3) und die Basisstationen (2a, 2b) über ein Codemultiplex-Zugriffssystem miteinander verbunden sind.
  7. Mobilstation (3) für ein Mobilfunk-Kommunikationssystem, bei dem wenigstens zwei benachbarte Basisstationen (2a, 2b) und eine Mobilstation, die zwischen von den Basisstationen gebildeten Zellen (4, 5) bewegbar ist, miteinander verbindbar sind, mit Mitteln zur Durchführung einer weichen Hand-Off-Steuerung im Hinblick auf Steuersignale, die von den Basisstation (2a, 2b) gesendet werden, gekennzeichnet durch Mittel zur Durchführung einer harten Hand-Off-Steuerung im Hinblick auf Informationssignale, die von den Basisstationen (2a, 2b) gesendet werden.
  8. Mobilstation nach Anspruch 7, bei der die Mobilstation (3) und die Basisstationen (2a, 2b) über ein Codemultiplex-Zugriffssystem miteinander verbunden sind.
  9. Mobilstation nach Anspruch 7 oder 8, bei der jede der Basisstationen (2a, 2b) als das genannte Steuersignal ein Sendeleistungssteuersignal zur Steuerung der Sendeleistung der Mobilstation sendet und die Mobilstation zumindest im Hinblick auf dieses Sendeleistungssteuersignal eine weiche Hand-Off-Steuerung durchführt.
  10. Mobilstation nach Anspruch 7, 8 oder 9, bei der die Mobilstation (3) dann, wenn Steuersignale von den Basisstationen (2a, 2b) empfangen werden, die Inhalte der Steuersignale miteinander vergleicht und auf der Basis des Vergleichsergebnisses eine durchzuführende Operation festlegt.
  11. Basisstation (2a, 2b) für ein Mobilfunk-Kommunikationssystem, bei dem eine Mehrzahl von benachbarten Basisstationen und eine Mobilstation (3), die zwischen von den Basisstationen gebildeten Zellen (4, 5) bewegbar ist, miteinander verbindbar sind, mit Mitteln zur Durchführung einer weichen Hand-Off-Steuerung im Hinblick auf von den Basisstation (2a, 2b) zu sendende Steuersignalen, gekennzeichnet durch Mittel zur Durchführung einer harten Hand-Off-Steuerung im Hinblick auf Informationssignale, die von den Basisstationen (2a, 2b) gesendet werden.
  12. Basisstation (2a, 2b) nach Anspruch 11, bei der die Mobilstation (3) und die Basisstationen (2a, 2b) über ein Codemultiplex-Zugriffssystem miteinander verbunden sind.
  13. Basisstation (2a, 2b) nach Anspruch 11 oder 12, bei der jede der Basisstationen (2a, 2b) als das genannte Steuersignal ein Sendeleistungssteuersignal zur Steuerung der Sendeleistung der Mobilstation (3) sendet und zumindest im Hinblick auf dieses Sendeleistungssteuersignal eine weiche Hand-Off-Steuerung durchführt.
  14. Basisstation (2a, 2b) nach Anspruch 11, 12 oder 13, bei der jede der Basisstationen (2a, 2b) eine Verbindungszahl-Überwachungseinrichtung zum Zählen der Zahl der mit ihr verbundenen Mobilstationen (3) aufweist und eine weiche Hand-Off-Steuerung nur im Hinblick auf das Steuersignal durchführt, wenn die Zahl der verbundenen Mobilstationen (3) größer ist als ein vorbestimmter Schwellwert, und eine weiche Hand-Off-Steuerung im Hinblick sowohl auf das Steuersignal als auch auf ein beliebiges anderes Signal als das Steuersignal durchführt, wenn die Zahl der verbundenen Mobilstationen (3) gleich dem Schwellwert oder kleiner als dieser ist.
  15. Basisstation nach Anspruch 11, 12 oder 13, bei der jede der Basisstationen (2a, 2b) eine Qualitätsüberwachungseinrichtung zur Überwachung der Qualität eines Signal aus der oder zu der Mobilstation (3) aufweist, wobei jede der Basisstationen bewirkt, daß eine weiche Hand-Off-Steuerung nur im Hinblick auf das Steuersignal durchgeführt wird, wenn die Signalqualität über einem vorbestimmten Schwellwert liegt, wohingegen die Qualitätsüberwachungseinrichtung bewirkt, daß eine weiche Hand-Off-Steuerung sowohl im Hinblick auf das Steuersignal als auch auf ein beliebiges anderes Signal als das Steuersignal durchzuführen ist, wenn die Signalqualität gleich dem Schwellwert oder kleiner als dieser ist.
  16. Basisstation nach Anspruch 11, 12, 13, 14 oder 15, bei der jede der Basisstationen (2a, 2b) dann, wenn im Hinblick auf ein beliebiges anderes Signal als das Steuersignal eine harte Hand-Off-Steuerung durchzuführen ist, den Steuersignalpegel im Hinblick auf das Steuersignal höher setzt als den Steuersignalpegel des Steuersignals, das dann benutzt wird, wenn auch im Hinblick auf ein beliebiges anderes Signal als das Steuersignal eine weiche Hand-Off-Steuerung durchgeführt wird.
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