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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf Tintenstrahldrucktechniken
und insbesondere auf ein Verfahren zur Medienbedeckung, das ein
unidirektionales Tintenstrahldrucken betrifft, das eine mechanische
Hysterese verringert und die Fläche
unbedruckbarer Ränder
durch ein Drucken entlang eines spiralförmigen Ortspfades auf Null
reduziert.
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Die
vorliegende Anmeldung bezieht sich auf eine ebenfalls anhängige europäische Patentanmeldung
Nr. 0952725 mit dem Titel „Optical
Scanning of Documents",
die am gleichen Datum eingereicht wurde.
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Es
existiert ein Verfahren zum Aufbringen von Tintentropfen auf Medien
derart, dass ein Düsenarray über die
Oberfläche
eines flachen, rechteckigen Mediums in der Art eines rechteckigen „Rasters" gestrichen wird,
normalerweise von links nach rechts und dann zurück von rechts nach links, begleitet
durch eine schrittweise Bewegung von oben nach unten. Dieses Verfahren
ermöglicht
es, dass das Tintenstrahldüsenarray
im Grunde genommen die gesamte Medienfläche ein- oder mehrmals „besucht", abhängig von
der Länge
der Bewegung von oben nach unten, der Länge der Bewegung von links
nach rechts und dem Versatz des Überstreichungsstarts.
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Während der Überstreichung
werden zu unterschiedlichen Zeiten Tintenstrahldüsen aktiviert, um Tintentropfen „abzuschießen" oder auszustoßen, und
diese Tropfen landen auf dem Medium, wobei sie Text oder Bilder
auf dem Medium sichtbar machen. Es gibt eine Anzahl von unerwünschten
Artefakten, die den oben beschriebenen Prozess begleiten. Diese
Fehler sind in der Regel zurückzuführen auf
mechanische Ausrichtungen innerhalb und um das Befestigen des „Tintenstrahlkopfes", Direktionalitätsfehler,
die durch die Winkel bewirkt werden, in denen die Tropfen von den
Düsen ausgestoßen werden,
Zeitgebungsquantisierung, Positionserfassung und, besonders wichtig,
mechanische Hysterese.
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Hysterese
ist ein Effekt, der als eine nicht-wiederholbare Positionsspur während eines Bewegens
von links nach rechts und dann während eines
Bewegens von rechts nach links auftritt, so dass die Soll-Position
eine Unsicherheit oder einen Versatz von der tatsächlichen
Düsenposition
aufweist. Hysterese ist oft das Resultat einer Reibung bei einem
Mechanismus, begleitet durch die normale Toleranz eingepasster Teile
und verstärkt
durch eine Start-Stopp-Bewegung des Mechanismus. Startreibung kann
höher sein
als Betriebsreibung; daher besteht eine Tendenz, dass die Köpfe sich
bei der Umkehrung der Überstreichung
auf ein Ende ihrer mechanischen Toleranz zubewegen.
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All
diese Effekte bewirken, dass der Tintentropfen, der von der Düse ausgestoßen wird,
mit einem Positionsfehler auf dem Medium landet, und oft gibt es
regelmäßige visuelle
Effekte, die dann auftauchen, wenn jemand das resultierende Bild
oder den resultierenden Text betrachtet. Einige Lösungen werden
gefunden durch ein Überlappen
der „Bänder" der Überstreichung
oder durch ein Abfeuern der Düsen nur
während
einer der Bewegungsrichtungen, z. B. von links nach rechts, oder
durch ein Durchführen von
Mehrfachdurchläufen über die
gleiche Region des Mediums und ein Wählen eines Tropfenabfeuerungsmusters,
das die mechanischen Fehler mittelt. Es gibt auch Techniken automatischer
Kalibrierungen, die die sich ergebende Druckqualität verbessern.
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Zusätzlich zu
Schwierigkeiten, die Tinte in der richtigen Position aufzubringen,
besteht ein üblicher
Zustand des Mechanismus, der die Bewegung des Mediums in der vertikalen
Richtung handhabt, darin, dass sich das Düsenarray des Tintenstrahlkopfes
nicht ganz bis zu der Kante des Mediums bewegen kann, wodurch das
Aufbringen jeglicher Tintentropfen auf einem Rand sowohl auf der
linken als auch auf der rechten Seite des Mediums verhindert wird.
Zusätzlich
verhindern andere mechanische Einschränkungen, dass Tintentropfen
auf einem oberen und auch auf einem unteren Rand des Mediums aufgebracht
werden.
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Diese
Erfindung liefert Verbesserungen hinsichtlich des Hysterese-Problems
und des Rand-Problems, wie dieselben oben für den Fall einer Überstreichung
eines Tintenstrahldüsenarrays über ein flaches
Medium mit einem rechteckigen „Raster" beschrieben sind.
Eine Verbesserung hinsichtlich des Hysterese-Problems wird bereitgestellt,
wenn das mechanische System nicht mehr als einmal startet und stoppt,
d. h. wenn eine fortlaufende Bewegung des Düsenarrays in Bezug auf das
Medium vorliegt. Eine Drucktechnik gemäß einem Aspekt der Erfindung
erfüllt
diesen Bedarf, indem dieselbe wirksam eine spiralförmige Relativbewegung
zwischen dem Medium und dem Düsenarray
schafft.
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Die
US-A-5,317,337 offenbart ein Tintenstrahldrucksystem, bei dem ein
Druckerkopfarray angeordnet ist, um spiralförmige Spuren auf ein Etikett zu
drucken. Die Offenbarung dieses Dokuments entspricht im Allgemeinen
den Oberbegriffen der unabhängigen
Ansprüche.
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Ein
Verfahren zur Medienbedeckung mit einem Tintenstrahldüsenarray
gemäß einem
Aspekt der Erfindung umfasst die folgenden Schritte:
Bereitstellen
eines Tintenstrahldüsenarrays;
Tragen
eines flachen Mediums zur Aufnahme von Tintentröpfchen, die während eines
Tintenstrahldruckzyklus durch das Düsenarray ausgestoßen werden;
Ausstoßen von
Tintentröpfchen
während
eines Tintenstrahldruckzyklus auf das Medium; und
Bereitstellen
einer Relativbewegung zwischen dem Düsenarray und dem Medium, derart,
dass während eines
Tintenstrahldruckzyklus ein spiralförmiger Pfad durch die Spur
des Düsenarrays
auf dem Medium definiert wird; und ist dadurch gekennzeichnet, dass
die Kanten benachbarter Teile des Pfads über eine wesentliche Ausdehnung
derselben voneinander beabstandet sind.
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Ein
Tintenstrahldrucksystem gemäß einem anderen
Aspekt der Erfindung umfasst ein Tintenstrahldüsenarray zum Ausstoßen von
Tintentröpfchen
während
eines Tintenstrahldruckzyklus, ein flaches Medium, das positioniert
ist, um Tintentröpfchen aufzunehmen,
die durch das Düsenarray
während
eines Tintenstrahldruckzyklus ausgestoßen werden, eine Vorrichtung
zum Bereitstellen einer Relativbewegung zwischen dem Düsenarray
und dem Medium, derart, dass während
eines Tintenstrahldruckzyklus ein spiralförmiger Pfad durch die Spur
des Düsenarrays
auf dem Medium definiert wird, und ist dadurch gekennzeichnet, dass
die Kanten benachbarter Teile des Pfads über eine wesentliche Ausdehnung
derselben voneinander beabstandet sind.
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In
Anordnungen gemäß der vorliegenden
Erfindung kann der maximale Spiralendurchmesser hergestellt sein,
um gleich der diagonalen Abmessung eines rechteckigen Mediums zu
sein, so dass es ermöglicht
wird, dass Tropfen sehr nahe an der Kante des Mediums aufgebracht
werden, und so die Fläche
von unbedruckbaren Rändern
auf beiden Seiten und im oberen und unteren Bereich des Mediums reduziert
oder beseitigt wird.
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Diese
und andere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden
offensichtlicher aus der folgenden, detaillierten Beschreibung eines
exemplarischen Ausführungsbeispiels
derselben, wie dasselbe in den beiliegenden Zeichnungen abgebildet
ist. Es zeigen:
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1 eine
schematische isometrische Ansicht eines exemplarischen Ausführungsbeispiels
eines Tintenstrahldruckers, der die vorliegende Erfindung verkörpert.
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2 eine
graphische Darstellung des spiralförmigen Ortspfades der Relativbewegung
zwischen dem Tintenstrahlstift und dem flachen Medium gemäß einem
Beispiel, das beim Erklären
der vorliegenden Erfindung nützlich
ist.
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3 ein
vereinfachtes Düsenarray
mit einer Mehrzahl von Düsen
für den
Tintenstrahlstift des Druckers von 1 in zwei
Positionen relativ zu der Oberfläche
des flachen Mediums.
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4 eine
vereinfachte Darstellung eines beim Erklären der vorliegenden Erfindung
nützlichen, exemplarischen
Pfades der äußersten
Düse des
Düsenarrays
von 3 für
eine vollständige
Drehung (2π rad)
des Mediums für
den Fall einer nicht-überrundeten
Düsenarrayspirale.
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5 eine
vereinfachte Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels der vorliegenden
Erfindung und insbesondere einen Pfad der äußersten Düse des Düsenarrays von 3 für eine vollständige Drehung
(2π rad)
des Mediums für
den Fall einer teilüberrundeten
Düsenarrayspirale.
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6 eine
vereinfachte Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels der vorliegenden
Erfindung und insbesondere einen Pfad der äußersten Düse des Düsenarrays von 3 für eine vollständige Drehung
(2π rad)
des Mediums für
den Fall einer teilunterrundeten Düsenarrayspirale.
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7 eine
Kennlinie der Winkelgeschwindigkeit des flachen Mediums als eine
Funktion der Radialentfernung.
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8 ein
vereinfachtes schematisches Blockdiagramm des Steuersystems, das
die Druckervorrichtung von 1 aufweist.
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Eine
Tintenstrahldrucktechnik ist offenbart, bei der eine Relativbewegung
zwischen einem Düsenarray
und der Oberfläche
eines flachen Mediums bei einem exemplarischen Ausführungsbeispiel
bereitgestellt wird, ohne dass tatsächlich bewirkt wird, dass das
Düsenarray
oder Medium periodisch stoppt und seine Richtung umkehrt. Dies kann
bei einem exemplarischen Ausführungsbeispiel
dadurch erzielt werden, dass das Düsenarray an einem Arm befestigt
wird, der von einer Koordinatenmitte in einem RHO- (ρ-), THETA-
(θ-) Koordinatenraum
ausstrahlt, wobei RHO ein Maß einer
Entfernung von einer Koordinatenmitte darstellt und THETA ein Maß eines Winkels
darstellt, üblicherweise
in rad. Das Düsenarray
kann dann von dieser Mitte nach außen bewegt werden, während gleichzeitig
das Medium in einem Kreis um die Koordinatenmitte gedreht werden
kann. Alternativ dazu kann das Düsenarray
anstatt des Mediums gedreht und verschoben werden, um einen Spiralenort
für die
Tintenstrahldüsen
relativ zu dem Druckmedium bereitzustellen.
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Die 1–8 veranschaulichen
ein Tintenstrahldrucksystem 50, das die vorliegende Erfindung
erläutert.
Ein Tintenstrahlstift 52, der eine Düsenplatte 54 mit einem
Array von Tintenstrahldüsen 56A–56N (3)
umfasst, wird in einem Wagen 60 gehalten. Der Wagen 60 ist
für eine
Bewegung entlang einer Bewegungsachse 62 angepasst. Ein
Wagenantriebssystem 70 ist mit dem Wagen gekoppelt, um
den Wagen in einem Pfad entlang der Achse 62 zu treiben.
Wagenantriebssysteme sind für
Banddrucker bekannt und umfassen normalerweise einen Antriebsmotor 72,
einen Riemenantrieb 74 und einen Codierstreifen 76 mit
einem Codiersensor 78 (8) zum Bereitstellen
von Wagenpositionsdaten. Das Antriebssystem für das System von 1 benötigt keine
so hohen Wagengeschwindigkeiten, wie sie normalerweise für Linearbandtyp-Drucker
benötigt
werden, und so können
andere Antriebsmechanismen, wie z. B. Führungsspindelantriebe, eingesetzt
werden.
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Das
Druckmedium 10 ist an einer flachen Drehtischauflage 80 befestigt,
die wiederum für
eine Drehung um eine Mittelachse 82 befestigt ist, die
auf der Ebene des Mediums 10 die Koordinatenmitte 86 definiert.
Die Drehtischauflage 80 wird durch ein sich drehendes Drehtischantriebssystem 90 getrieben, das
einen Drehtischmotor 92 und einen Drehtischcodierer 94 (8)
zum Bereitstellen von Drehtischpositionsdaten umfasst.
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Bei
einem exemplarischen Ausführungsbeispiel
ist eine Vorrichtung bereitgestellt, um das Druckmedium flach gegen
den Drehtisch zu halten. Solche Vorrichtungen sind dem Stand der
Technik bekannt, wie z. B. ein Vakuum-Niederhalte-System, ein elektrostatisches
System oder ein mechanisches System mit einer Halterung, um das
Medium in Position zu halten.
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Die
Wagenachse 62 schneidet die lineare Düsenarrayachse über der
Koordinatenmitte 86 (3). In 1 ist
auch eine zweite Vorrichtung 40 gezeigt, die durch den
Wagen gehalten wird. Diese Vorrichtung ist optional und es kann
sich dabei um einen Schwarztintenstrahlstift (z. B. Stift 40B in 8) handeln,
falls der Stift 52 ein Stift mit drei Fächern, drei Farben und mit
drei Düsenarrays
zum Ausstoßen
von Tintentröpfchen
drei verschiedener Farben ist. Bewegungen des Stiftwagens und des
Mediendrehtisches können
verwendet werden, um es zu ermöglichen,
dass beide Stifte über
die gleichen Regionen auf dem Medium streichen. Zum Beispiel kann der
Stift 52 über
eine Spirale streichen, wenn der Stift 40 2π rad einer
Drehung später über die gleiche
Fläche
gestrichen wird. Alternativ dazu kann es sich bei der zweiten Vorrichtung
um einen optischen Abtastkopf mit einem Lichtsensorarray (z. B.
Array 40A in 8) zum Bereitstellen einer optischen
Abtastvorrichtungsfunktion handeln, wie es insbesondere in der oben
erwähnten,
ebenfalls anhängigen
Anmeldung beschrieben ist. Ein exemplarischer optischer Abtastkopf,
der für
den Zweck geeignet ist, ist in der Europäischen Patentanmeldung EP-A-0831639
beschrieben. In anderen Anmeldungen wird keine zweite Vorrichtung 40 eingesetzt.
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2 ist
ein Diagramm, das den Relativbewegungspfad, einen Spiralenort, des
Düsenarrays bezüglich des
Mediums 10 während
einer Druckoperation gemäß einem
Beispiel, das beim Erklären
der vorliegenden Erfindung nützlich
ist, veranschaulicht. ORT 1 ist eine Spur des Pfades, den z. B.
die Düse des
Stifts 52, die am weitesten von der Koordinatenmitte 86 entfernt
befestigt ist, relativ zu der Oberfläche des Druckmediums 10 nimmt.
REGION 1 ist die kreisförmige
Region, die durch die relative Düsenüberstreichung
definiert ist, die bei einem feststehenden Düsenarray und dem Medium in
Drehung eintreten würde,
wenn das Düsenarray
der Koordinatenmitte 86 am nächsten ist, so dass sich die
innere Düse über der
Koordinatenmitte 86 befindet und die Düse, die an der Position von
ORT 1 angeordnet ist, sich am weitesten von dieser Mitte entfernt
befindet. REGION 2 veranschaulicht eine typische rechteckige Druckregion,
W mal H. REGION 3 wird durch einen Kreis begrenzt, der die äußere Bedeckungsgrenze für mögliche Tintentropfen
anzeigt.
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3 veranschaulicht
ein vereinfachtes Düsenarray 54 mit
einer Mehrzahl von Düsen 56A–56N. Position
1 zeigt das Düsenarray
in einer Startposition relativ zu der Oberfläche des Mediums 10,
wobei sich die Düse 56A in
der Auflagenkoordinatenmitte 86 befindet. Position 2 zeigt
eine Relativdrehung (um einen Winkel θ) zwischen dem Düsenarray 54 und
dem Medium 10. Bei diesem exemplarischen Ausführungsbeispiel
ist der Wagen während
der ersten vollständigen
Dre hung der Auflage 80 stationär, um eine vollständige Bedeckung
zu liefern, d. h. REGION 1 zu überstreichen.
Diese erste vollständige
Relativdrehung ist kreisförmig
und die Düse 56A verbleibt
in der Koordinatenmitte 86, was in 3 veranschaulicht ist.
Bei der zweiten Drehung wird der Wagen in Bewegung gesetzt, um einen
spiralförmigen
Relativpfad, wie in 4 gezeigt, bereitzustellen.
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4 ist
eine vereinfachte Darstellung des Pfades der äußersten Düse 56N für eine zweite
vollständige
Drehung (2π rad)
des Mediums 10, d. h. für den
Fall einer gegebenen Bewegung des Wagens entlang der Wagenachse 62,
wenn sich die Auflage 80 dreht. Der Pfad startet an einer
Position A der Düse 56N,
bei θ =
0, Radius ρ =
1 Einheit (gleich der Breite des Düsenarrays), und endet an einer
Position E der Düse 56N,
bei θ =
2π, ρ = 2 Einheiten.
Die Düse 56N folgt
dem Pfad, der relativ zu dem Medium veranschaulicht ist, wobei Position
B bei θ = π/2, ρ = 1,25 Einheiten
eintritt, Position C bei θ = π, ρ = 1,5 Einheiten
eintritt und Position D bei θ =
3π/2, ρ = 1,75 Einheiten
eintritt. Während
dieser zweiten vollständigen
Drehung, d. h. der ersten Drehung, nachdem der Wagen in Bewegung
gesetzt worden ist, liegt eine überrundete
Bedeckung von Druckdüsen
bezüglich der
Anfangsdrehung vor. Bevorzugt ist die Druckersteuerung programmiert,
um ein Abfeuern der Düsen für diese
zweite Drehung über
der überrundeten
Fläche
zu unterdrücken,
um eine doppelte Punktbedeckung zu verhindern. Auch werden die Tintentropfen oder
-punkte gemäß Standardentwurfspraktiken
bevorzugt gleichmäßig entlang
des spiralförmigen
Pfades beabstandet.
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Die 2 und 4 veranschaulichen
auch den Zustand, dass sich für
dieses exemplarische Ausführungsbeispiel
die Radialbewegung des Düsenarrays
für jede
Drehung des Mediums 10 auf der Auflage 80 um 2π rad (360
Grad) gezwungenermaßen
um eine Düsenarray-Breite
in der Radialrichtung bewegen muss. Somit überrundet oder unterrundet sich
der spiralförmige
Pfad in 2 nicht auf sich selbst. Bei
der dritten und allen nachfolgenden Drehungen der Auflage 80 gibt
es keine überrundete
Bedeckung des Düsenarrays
relativ zu vorhergehenden Drehungen/Durchgängen des Düsenarrays.
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Bei
vielen Anwendungen ist es wünschenswert,
den Pfad zu überrunden,
um eine spiralförmige Banderscheinung
zu verhindern, genau wie es gegenwärtig bei bekannten rechteckigen
Koordinatendruckern praktiziert wird, um eine Banderscheinung zu
verhindern. In diesem Fall wird das Düsenarray dann weniger als eine
volle Düsenarray-Breite
(1 Einheit) für
jede Drehung des Mediums 10 um 2π rad bewegt. 5 veranschaulicht
einen exemplarischen Spiralenort für einen derartigen überrundeten
Fall. Bei diesem Beispiel bewegt sich der Wagen mit einer Geschwindigkeit
von 0,5 Einheiten (Düsenarray-Breite)
pro vollständiger
Drehung des Düsenarrays
nach außen.
Alternativ dazu kann das Düsenarray
mehr als eine volle Düsenarray-Breite
für jede
Drehung des Mediums 10 um 2π rad bewegt werden, wobei Lücken in
der Druckbedeckung bereitgestellt werden, wenn sich das Düsenarray
nach außen
bewegt. Diese Lücken
können
bei einer umgekehrten spiralförmigen
Bewegung gefüllt
werden, wobei das Düsenarray
von einer Außenposition
zurück
zu der Startposition, die in 3 gezeigt
ist, bewegt wird. 6 veranschaulicht einen exemplarischen
Spiralenort für
einen derartigen unterrundeten Fall. Bei diesem Beispiel bewegt
sich der Wagen mit einer Geschwindigkeit von 2 Einheiten (Düsenarray-Breiten)
pro vollständiger
Drehung des Düsenarrays
nach außen.
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Um
die REGION 1 vollständig
mit möglichen Tintentropfen
zu bedecken, wenn das Düsenarray über der
REGION 1 angeordnet ist, muss dasselbe diese Position während der
ersten vollen Umdrehung des Mediums 10 auf der Auflage 80 beibehalten.
Anschließend
wird bei der zweiten und den nachfolgenden Umdrehungen der Auflage 80,
wenn sich das Düsenarray
nach außen
bewegt, die gesamte verbleibende Fläche von REGION 3 zu dem möglichen Ziel
von Tintentropfen. REGION 3 ist kreisförmig, aber die meisten Medien,
auf die gedruckt werden soll, sind normalerweise rechteckig, wie
es durch die rechteckige Druck-REGION 2 veranschaulicht ist. Um
diese Region vollständig
zu bedecken, muss sich die innerste Düse des Düsenarrays von der Koordinatenmitte
weg nach außen
bewegen, und die äußerste Düse muss
in der Lage sein, die äußersten Ecken
der Medien gerade zu erreichen.
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Um
die Gesamtdruckzeit für
einen Druckauftrag zu minimieren, feuern die Tintenstrahldüsen ihre Tropfen
in den meisten Fällen
mit einer konstanten Geschwindigkeit ab, obwohl dies von dieser
Erfindung nicht benötigt
wird. Wenn dies jedoch eine gewünschte
Operation ist, dann wird, da die Geschwindigkeit einer gegebenen
Düse entlang
der Spirale mit einem Radius RHO (ρ) für eine konstante Drehgeschwindigkeit
(dθ/dt)
zunehmen würde,
die kreisförmige
Drehgeschwindigkeit der Auflage 80 derart eingestellt,
dass, wenn S eine Tangentialentfernung entlang ORT 1 ist und [1]
dS = RHO·dTHETA,
wobei „d" verwendet wird,
um „differentiell" anzuzeigen wie bei der
mathematischen Schreibweise, dann [2] dS/dt = RHO·dTHETA/dt
= V, wenn t für
die Zeit steht, wobei V die gewünschte
konstante Geschwindigkeit entlang ORT 1 ist. Dies wird aufgelöst nach
[3] dTHETA/dt = V/RHO, wobei RHO als 1 Düseneinheitsbreite beginnt und
an dem Punkt, an dem eine volle Bedeckung des Mediums stattgefunden
hat, (W2 + H2)1/2/2 erreicht. Da es sich bei RHO um eine
Variable handelt, die in der Nennerposition auftritt, bedeutet das,
dass die Drehgeschwindigkeit eine nichtlineare Funktion der Position
des Tintenstrahlkopfes ist, wenn eine konstante Tangentialgeschwindigkeit
des Kopfes gewünscht
ist. 7 ist eine Kennlinie, die eine exemplarische Winkelgeschwindigkeit
des Kopfes als eine Funktion der Radialentfernung von der Koordinatenmitte
darstellt. Anders ausgedrückt,
die maximale Drehgeschwindigkeit des Mediums beträgt V rad
pro Sekunde, wenn die innerste Düse über der Drehungsmitte
angeordnet ist, und die minimale Drehgeschwindigkeit beträgt 2V/(W2 + H2)1/2 rad
pro Sekunde für
ein Düsenarray
von 1 Einheit Länge.
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Als
veranschaulichendes Beispiel sei angenommen, dass gewünscht wird,
auf einem 20,32 × 27,94
cm (8,5 × 11
Zoll) großen
Medium von Kante zu Kante zu drucken unter Verwendung eines Tintenstrahlarrays,
das 300 Düsen
umfasst, von denen jede gleichmäßig um 0,0085
cm (1/300 Zoll) von ihren Nachbarn beabstandet ist. Dieses Array
ist dann 2,54 cm (1,0 Zoll) lang. Tintenstrahlstifte sind normalerweise
für eine
maximale Abfeuergeschwindigkeit konzipiert. Daher schreiben die
gleichmäßig beabstandeten
Tropfen die Entfernung vor, die sich der Stift (Kopf) in 1/f Sekunden
bewegt, wobei f die Abfeuergeschwindigkeit (Frequenz) ist. Dies
stellt die maximale Geschwindigkeit des Stiftes (Kopfes) ein. Ferner
sein angenommen, dass die maximale Tangentialgeschwindigkeit, die
dieses Düsenarray
unterstützt,
während
dasselbe mit seiner maximalen Geschwindigkeit Punkte abfeuert, 25,4
cm pro Sekunde (10,0 Zoll pro Sekunde) beträgt. Somit werden 10·300 =
3.000 Punkte pro Sekunde abgefeuert, während sich der Kopf mit dieser
Geschwindigkeit über
das Medium bewegt, und die „Bandbreite" ist 2,54 cm (1,0
Zoll) breit.
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Die
Maximalposition, die die Düse,
die am weitesten von der Drehungsmitte entfernt ist, von dieser
Mitte entfernt sein muss, ist für
dieses Beispiel (W2 + H2)1/2/2 = (8,52 + 112)1/2/2 = 17,65 cm
(6,95 Zoll), und wenn dieselbe diese äußere Grenze von RHO erreicht,
beträgt
ihre Drehgeschwindigkeit dTHE-TA/dt
= V/RHO = 25,4 cm pro Sekunde/17,65 cm (10,0 Zoll pro Sekunde/6,95
Zoll) = 1,44 rad pro Sekunde oder etwa 13,75 U/Min (Umdrehungen
pro Minute) wie in 7. Die Tangentialgeschwindigkeit ist
die Drehgeschwindigkeit mal den Radius, d. h. 1,44·6,95 =
25,4 cm pro Sekunde (10 Zoll pro Sekunde), wie erwartet.
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Wenn
nun die Düse,
die am weitesten von der Drehungsmitte entfernt ist, bei RHO = 2,54
cm (1,0 Zoll) ist, beträgt
die Drehgeschwindigkeit 25,4 cm pro Sekunde/2,54 cm (10,0 Zoll pro
Sekunde/1,0 Zoll) = 10,0 rad pro Sekunde oder etwa 95,5 U/Min wie
in 7.
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Die
Gesamtdruckzeit kann der Zeit angenähert werden, die benötigt wird,
um die gesamte kreisförmige
Fläche
von REGION 3 mit einer konstanten Geschwindigkeit von 64,5 cm2 pro Sekunde (10 Zoll2 pro
Sekunde) zu überstreichen
(die Fläche,
die durch den Kopf in einer Sekunde überstrichen wird, ist die Länge des
Düsenarrays
mal die Entfernung, die in einer Sekunde zurückgelegt wird). Die gesamte „überstrichene" kreisförmige Fläche beträgt π·(RADIUS2) = 3,14159·(6,95)2 =
979 cm2 (151,75 Zoll2).
Bei 64,5 cm2 pro Sekunde (10 Zoll2 pro Sekunde) ergibt dies ungefähr 15,2
Sekunden.
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Falls
ein Bild aufbereitet wird, das normal in einer herkömmlichen
Weise in Reihen und Spalten von Datenpixeln oder Bildelementen organisiert
ist, gibt es einige Regionen des Mediums, in denen die Tropfen vielleicht
nicht genau auf der gewünschten „kartesischen" Koordinate landen
aufgrund von Quantisierungstypeffekten, die zwischen dem kartesischen
Koordinatensystem von Reihen und Spalten und dem RHO-THETA-Koordinatensystem,
das in 2 abgebildet ist, bestehen. Der maximale Fehler bei
den obigen Schemata tritt bei einem Drehwinkel von 180 Grad oder π rad auf,
wobei π das
Verhältnis des
Umfangs zu dem Durchmesser eines perfekten Kreises darstellt. Durch
ein Neuabtasten der kartesischen Rasterdaten in RHO-THETA-Koordinaten
unter Verwendung bekannter Digitaltechniken (z. B. Faltung) sind
Druckartefakte minimal. Die oben erwähnte, ebenfalls anhängige Anmeldung
beschreibt eine Technik, die den Bedarf an derartigen Koordinatenumwandlungen
vollkommen beseitigt.
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8 ist
ein vereinfachtes schematisches Blockdiagramm des Steuersystems
für das
Druckersystem, das in 1 abgebildet ist. Eine Steuerung 100 ist
zur Wiedergewinnung von Daten, die einen Druckauftrag definieren,
mit einem Speicher 102 verbunden. Die Steuerung erzeugt
die Antriebsbefehle an den Stiftbewegungsmotor 72, der
den Wagenantrieb umfasst, und empfängt Positionssignale, die die Wagen- /Stift-Position von
einem Stiftbewegungscodierer 78 anzeigen. Die Steuerung
erzeugt auch Drehtischmotorantriebsbefehle, um den Drehtischmotor 92 zu
steuern, der die Drehtischauflage dreht, und empfängt Codierersignale
von dem Drehtischcodierer 94, um die Position und die Winkelgeschwindigkeit
der Drehtischauflage zu bestimmen. Die Steuerung kann somit den
Wagenantrieb steuern, um einen nichtüberrundenden Spiralenort des
Stiftdüsenarrays
bezüglich
des Mediums zu erzielen, oder einen überrundeten Spiralenort, um
eine Banderscheinung oder andere Artefakte zu verhindern, oder einen
unterrundeten Ort, um andere spezielle Druckmodi zu liefern. Andere
exemplarische Druckmodi umfassen ein Überspringen des Druckens bei
abwechselnden Drehungen, die die Spirale bilden, und ein Umkehren
der Richtung des Wagens an dem Ende, wobei die ausgelassenen Punkte
bei den abwechselnden Drehungen eingefüllt werden.
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Die
Steuerung stellt auch Abfeuerpulse an die Stiftdruckkopfdüsen 54 bereit,
abhängig
von dem zu erzeugenden Bild und der Position des Stiftes bezüglich der
Koordinatenmitte. Die Bilddaten können in dem Speicher 102 gespeichert
sein oder von einem Hostcomputer 120 empfangen werden.
Die Steuerung kann auch die Abfeuergeschwindigkeit für die Stiftdüsen einstellen.
Während
es in vielen Fällen wünschenswert
ist, eine konstante (maximale) Abfeuergeschwindigkeit zu verwenden,
kann die Steuerung für
andere Aufträge
oder Anwendungen die Abfeuergeschwindigkeit so steuern, dass sie
bei einem bestimmten Druckauftrag nicht konstant ist oder dass eine
langsamere konstante Abfeuergeschwindigkeit verwendet wird.
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Schnellere
oder langsamere Abfeuergeschwindigkeiten können verwendet werden, um höhere oder
niedrigere Punktdichten in bestimmten Regionen auf dem Medium 10 zu
erreichen.
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Jede
Düse in
dem Düsenarray 54 befindet sich
in einer anderen Radialentfernung von der Koordinatenmitte 86 als
jede andere Düse.
Dies führt
dazu, dass ein Abfeuern aller Düsen
mit einer konstanten Geschwindigkeit Punktbeabstandungsunterschiede
erzeugt, die bei kleinen Werten von RHO, besonders in der REGION
1 von 2, leicht ersichtlich ist. Zum Beispiel muss in
der REGION 1 während der
Anfangsdrehung des Mediums (die nicht durch eine Radialbewegung
des Wagens begleitet ist) und für
eine Düsenbeabstandung
von 0,0085 cm (1/300 Zoll) die Düse 56N (3),
die bei RHO am weitesten von der Drehungsmitte entfernt ist, 300
mal für
jeden Zoll entlang des Umfangs abfeuern. Für ein 1-Zoll-Düsenarray beträgt der Umfang
2π Zoll.
Also werden entlang dieses Umfangs 1.885 Punkte bei einer Beabstandung
von 0,0085 cm (1/300 Zoll) gedruckt. An der zweiten Düse 56B außerhalb
der Koordinatenmitte beträgt
der Umfang nur 2π/300
Zoll oder 0,053 cm (0,0209 Zoll), und ein Abfeuern von 1.885 Tintenpunkten
entlang dieses kreisförmigen Pfades
ist nicht korrekt, da dasselbe zu viel Tinte entlang dieses kreisförmigen Pfades
erzeugt. An der Düse
neben dem äußersten
Sensorelement, d. h. 0,0085 cm (1/300 Zoll) näher an der Drehungsmitte, sollte
die Anzahl der Punkte, die abgefeuert werden, um 300 Punkte pro
Zoll aufrechtzuerhalten, 2V(1,0–1/300)(300),
d. h. 1.879 betragen. Stattdessen würden dagegen tatsächlich 1.885
Punkte abgefeuert, wenn die Abfeuergeschwindigkeit die gleiche wie
die äußerste Düse wäre, und
die so erzeugten Punkte würden
näher zusammenliegen
als diejenigen, die durch die äußerste Düse erzeugt
werden. Während
der Überstreichung
von REGION 1 oder bei jeder anderen Region des Mediums sollten Pixel,
die gedruckt worden sind, nicht noch einmal gedruckt werden, und
eine Logik in der Steuerung kann ohne Weiteres bestimmen, welches
Pixel durch jede Düse zu
drucken ist, und Düsen,
die näher
an der Drehungsmitte liegen, können
weniger häufig
abgefeuert werden.
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Als
ein weiteres Beispiel: Wenn das Düsenarray nach der zweiten vollständigen Umdrehung des
Mediums einen RHO-Wert von 2,0 erreicht hat, ist die Düse 56A (die
der Drehungsmitte am nächsten ist),
bei einem RHO-Wert von 1,0 und muss mit der halben Geschwindigkeit
der äußersten
Düse abgefeu ert
werden, um die gleiche Punktbeabstandung aufrechtzuerhalten. Erneut
stellt die Logik in der Steuerung die Abfeuergeschwindigkeit ein,
um keine Tinte auf ein Pixel aufzubringen, das schon einmal gedruckt
wurde. Es ist aber erwünscht,
die Gesamtdruckzeit zu minimieren, indem veranlasst wird, dass die
Düse 56N,
d. h. die äußerste Düse, mit
der maximal möglichen
(konstanten) Geschwindigkeit abfeuert. 7 zeigt
die Beziehung zwischen der konstanten (maximalen) Geschwindigkeit
dieser äußersten Düse, während alle
anderen Düsen
tatsächlich
abfeuern, wenn das Pixel, über
das sie drucken sollen, zumindest 0,0085 cm (1/300 Zoll) von jedem
benachbarten Pixel entfernt ist, und dies wird immer bei einer niedrigeren
Abfeuergeschwindigkeit als der maximal möglichen sein. Diese Geschwindigkeitsunterschiede
nehmen rasch mit einer Entfernung von der Drehungsmitte ab.
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Es
wird darauf hingewiesen, dass die oben beschriebenen Ausführungsbeispiele
lediglich zur Veranschaulichung der möglichen spezifischen Ausführungsbeispiele
dienen, die Prinzipien der vorliegenden Erfindung darstellen können. Zum
Beispiel können
andere Anordnungen eingesetzt werden, um die gewünschte Relativbewegung zwischen
dem Stift und dem Druckmedium bereitzustellen, um einen spiralförmigen Pfad
bereitzustellen. Zum Beispiel kann der Stift an einem Armmechanismus
angeordnet sein, der sich in einem spiralförmigen Pfad bewegt, wobei das
Druckmedium an einer feststehenden Auflage angeordnet ist. Oder
umgekehrt kann der Stift in einer feststehenden Position angeordnet
sein, und das Druckmedium kann an einer Auflage angeordnet sein,
die den gewünschten
Spiralbewegungsort bereitstellt. Obwohl die Bewegung des Stiftes
so beschrieben wurde, dass sie von einer Position in der Koordinatenmitte
beginnt und sich radial nach außen bewegt,
könnte
der Stift außerdem
alternativ dazu an jeder anderen Position gestartet werden, z. B.
an der äußersten
Position, und spiralförmig
nach innen bewegt werden, um in der Koordinatenmitte zu enden.