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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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1. Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf photokatalysatorbeschichtete
Produkte und ein Verfahren zur Beschichtung mit Titanoxid (TiO2) als Photokatalysator mit einer Zersetzungsfunktionalität, umfassend
desodorierende, antibakterielle und verschmutzungsresistente Wirkungen
und ebenfalls eine hydrophile Funktionalität, insbesondere auf ein photokatalysatorbeschichtetes
Produkt, umfassend eine Titanoxidschicht, gebildet auf einer Oberfläche eines
zu behandelnden Produkts, hergestellt aus einem Metall, einer Keramik
oder einer Mischung hiervon durch Spritzen eines Titan oder eine
Titanlegierung enthaltenden Pulvers gegen die Oberfläche des
zu behandelnden Produkts und ebenfalls auf ein Verfahren zur Herstellung
einer Photokatalysatorschicht als ein Verfahren zur Bildung oder
Beschichtung der Titanoxidschicht.
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Photokatalysatoren,
die als Hauptkomponente Titanoxid enthalten, mit ausgezeichneten
Zersetzungs- und hydrophilen Funktionalitäten wurden herkömmlicherweise
in vielen Bereichen eingesetzt.
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Die
Zersetzungsfunktionalität
wird nun beschrieben. Die Bestrahlung von Titanoxid mit ultraviolettem Licht,
das im Sonnenlicht enthalten ist, oder fluoreszierendem Licht, erzeugt
Elektronen und positive Löcher auf
der Titanoxidoberfläche,
und die Elektronen reduzieren den atmosphärischen Sauerstoff zu Superoxid-Ionen
(O2 –), während die positiven Löcher die
auf der Titanoxidoberfläche
abgeschiedene Feuchtigkeit zu Hydroxyl-Radikalen (OH) oxidieren.
Diese Superoxid-Ionen und Hydroxyl-Radikal-Gruppen bewirken die
oxidative Zersetzung von organischen Verbindungen, einschließlich Erde
und dergleichen, die auf der Titanoxidoberfläche vorhanden sind.
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Um
nun die hydrophile Funktionalität
zu beschreiben, die wie oben beschrieben durch ultraviolette Strahlen
gebildeten Superoxid-Ionen und Hydroxylgruppen zersetzen hydrophobe
Mole küle,
die auf der Titanoxidoberfläche
vorhanden sind, um Hydroxylgruppen zu erzeugen, und die atmosphärische Feuchtigkeit
wird durch die so erzeugten Hydroxylgruppen adsorbiert, um einen
dünnen
Wasserfilm zu bilden, wodurch der Titanoxidoberfläche Hydrophilität verliehen
wird. Dementsprechend werden Photokatalysatoren häufig in
Linsen, Innenraummaterialien und Möbeln, wie Spiegeln, Tapeten
und Vorhängen,
verwendet, um diesen desodorierende, antibakterielle und verschmutzungsresistente
Wirkungen zu verleihen, aufgrund ihrer hydrophilen Funktionalität wie auch
der Zersetzungsfunktionalität.
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Wenn
diese photokatalytischen Funktionalitäten in Produkten, wie Innenraummaterialien
und Möbeln, verwendet
werden sollen, wird das Produkt mit Titanoxid als einer Hauptkomponente
des Photokatalysators beschichtet und gut mit ultraviolettem Licht
bestrahlt. Als eine Technik, um dies zu erreichen, ist es üblich, eine Titanoxidschicht
auf der Oberfläche
eines Produkts, das behandelt werden soll, zu bilden.
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2. Beschreibung des Standes
der Technik
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Als
ein Verfahren zur Bildung einer Titanoxidschicht wird ein zu behandelndes
Produkt, hergestellt aus Titan oder einer Titanlegierung, auf der
Oberfläche
oxidiert, um eine Oxidschicht oder eine Titanoxidschicht auszubilden,
unter Verwendung seiner Neigung, Oxidationsreaktionen einzugehen,
da Titan per se ein aktives Metall ist und eine besonders große Affinität zu Sauerstoff
besitzt.
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Als
andere Verfahren zur Bildung einer Titanoxidschicht werden ein Sol-Gel-Verfahren,
siehe z.B. die US-A-5 403 868, und ein Bindemittelverfahren eingesetzt.
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Nach
dem Sol-Gel-Verfahren wird ein organisches Titansol, wie von einem
Titanalkoxid und Titanchelaten, die Vorläufer von Titanoxid sind, auf
die Oberfläche
eines zu behandelnden Produkts aufgebracht, das Wärmebeständigkeit
aufweist, wie Glas und Keramiken, durch Sprühbeschichten und dergleichen,
und dann getrocknet, um Gelierung zu bewirken, gefolgt von Erhitzen
auf 500°C
oder höher,
und Bilden einer harten Titanoxidschicht. Da die Titanoxid-Partikel über die
gesamte Oberfläche
des zu behandelnden Produkts verteilt sind, besitzt die so gebildete
Titanoxidschicht hohe Zersetzungskraft und hohe Härte.
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Nach
dem Bindemittelverfahren werden indessen Titanoxid-Partikel auf
der Oberfläche
eines zu behandelnden Produkts unter Verwendung eines Bindemittels,
z.B. eines anorganischen Bindemittels, wie Siliziumoxid, oder einem
organischen Bindemittel, wie einem Silicon, immo bilisiert. Der Unterschied
zwischen den Bindemittelverfahren und dem Sol-Gel-Verfahren ist,
dass die Erhitzungstemperatur die Härtetemperatur des Bindemittels
sein kann, so dass das erstere eine Wärmebehandlung bei ungefähr 100°C oder niedriger
und keine Hochtemperaturbehandlung erfordert.
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Die
herkömmlichen
Photokatalysator-Beschichtungsverfahren, wie oben beschrieben, besitzen
die nachfolgenden Probleme.
- (1) Das Verfahren
der Bildung einer Titanoxidschicht durch Oberflächenoxidieren eines zu behandelnden Produkts,
das aus Titan oder Titanlegierung hergestellt ist, birgt die Probleme,
dass Titan per se teuer ist, was eine Kostensteigerung bewirkt,
und dass Titan schwer verarbeitbar ist und die Einsatzgebiete beschränkt sind.
- (2) Das Sol-Gel-Verfahren hat ebenfalls ein Problem darin, dass
es eine Wärmebehandlung
bei etwa 500°C oder
höher erfordert,
um die organische Titanverbindung, wie Titanalkoxid und Titanchelate,
die Vorläufer von
Titanoxid sind, in eine Titanoxidschicht umzuwandeln, so dass das
zu behandelnde Produkt Wärmebeständigkeit
aufweisen sollte, und dass das zu behandelnde Produkt beschränkt ist
auf Glas, Keramiken und dergleichen. Wenn eine Titanoxidschicht
auf der Oberfläche
eines Metalls nach dem Sol-Gel-Verfahren hergestellt werden soll,
wird die Metalloberfläche
durch die Hochtemperaturwärmebehandlung
oxidiert, was aufgrund von Verschleiß und reduziertem Glanz eine
Verringerung des kommerziellen Werts darstellt.
Das Sol-Gel-Verfahren
umfasst ferner ein Problem, dass es sehr viel Zeit und Arbeit erfordert,
da die organische Titanverbindung viele Male eingesetzt wird, eine
teure Ausrüstung
erfordert, was die Kosten steigert, und dass schädliche Abfälle als Nebenprodukte erzeugt
werden.
- (3) Mittlerweile kann das Bindemittelverfahren die inhärenten Probleme
des Sol-Gel-Verfahrens
lösen und genießt Vorzüge, da es
verschiedene Arten von Produkten behandeln kann, und da es relativ
kostengünstig ist.
Jedoch weist es ein Problem auf, dass es notwendig ist, als Bindemittel
ein Material zu verwenden, das hohe Adhäsivität für das zu behandelnde Produkt
aufweist, und dass es für
die Zersetzungsfunktionalität des
Photokatalysators nicht anfällig
ist, und die Auswahl des Bindemittels beeinflusst die Wirkung des
Katalysators.
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Ferner
hat die nach dem Bindemittelverfahren gebildete Titanoxidschicht
unvorteilhafterweise eine geringere Härte als die der nach dem Sol-Gel-Verfahren
gebildeten Schicht.
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Um
die Härte
der nach dem Bindemittelverfahren zu erhaltenden Titanoxidschicht
zu steigern, wird die Menge an Bindemittel erhöht, um die Adhäsion zu
verbessern. In diesem Fall je doch wird die Menge an Titanoxid im
Verhältnis
zum Bindemittel reduziert, und die Titanoxidschicht zeigt geringe
Zersetzungskraft. Wenn die Menge des Bindemittels im Gegensatz hierzu
reduziert wird, wird die Menge an Titanoxid, das auf der Oberfläche des
zu behandelnden Produkts vorliegt, erhöht und zeigt erhöhte Zersetzungskraft,
aber die Adhäsion
ist verringert, wodurch leicht ein Abschälen der Titanoxidschicht verursacht
wird, woraus unvorteilhafterweise eine reduzierte Härte resultiert.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung wurde im Hinblick auf die oben beschriebenen
Probleme entwickelt, und es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
ein photokatalysatorbeschichtetes Produkt bereitzustellen, das ausgezeichnete
photokatalytische Funktionalitäten,
einschließlich
der Zersetzung, aufweist sowie hydrophile Funktionalitäten, die
verliehen wurden durch Ausbildung unter Verwendung einer einfachen
Spritzbehandlung eines Titanoxidpulvers als Photokatalysator, der
hohe Härte
und hohe Adhäsion
mit den zu behandelnden Produkten aufweist, und ein Verfahren zur
Herstellung der photokatalytischen Schicht.
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Um
das obige Ziel zu erreichen, umfasst das photokatalysatorbeschichtete
Produkt gemäß der vorliegenden
Erfindung eine photokatalytische Titanoxidschicht, gebildet auf
einer Oberfläche
eines zu behandelnden Produkts, das ein Metallprodukt, eine Keramik
oder eine Mischung hiervon darstellt, wobei ein Titan oder eine
Titanlegierung enthaltendes Pulver in die Oberfläche des zu behandelnden Produkts
diffundiert, penetriert und oxidiert wird, gemäß dem Verfahren, wie in Anspruch
1 ausgeführt.
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Mittlerweile
umfasst das Verfahren zur Herstellung einer Photokatalysatorschicht,
wie oben beschrieben, das Spritzen von Titan oder eine Titanlegierung
enthaltendem Pulver gegen eine Oberfläche eines zu behandelnden Produkts,
das ein Metallprodukt ist, oder gegen eine Keramik oder eine Mischung
hiervon, um die Diffusion des in dem Titan oder Titanlegierung enthaltenden
Pulver enthaltenen Titans über
die Oberfläche
des oben erwähnten
zu behandelnden Produkts zu bewirken und ebenfalls die Oxidation
des Titans, um eine Titanoxidschicht auszubilden, wie in Anspruch
6 ausgeführt.
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Das
Titan oder Titanlegierung enthaltende Pulver wird übrigens
mit einer Spritzgeschwindigkeit von 80 m/s oder höher und
mit einem Spritzdruck von 0,29 MPa oder höher gespritzt.
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Des
weiteren hat das Titan oder Titanlegierung enthaltende Pulver eine
durchschnittliche Partikelgröße von 20
bis 800 μm,
vorzugsweise 30 bis 300 μm,
und die Form des Pulvers, die nicht beschränkt ist, solange sie die Bildung
einer Titanschicht durch die Spritzbehandlung erlaubt, ist bevorzugt
sphärisch
oder polygonal.
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Es
ist hier anzumerken, dass in der vorliegenden Beschreibung auf das
Titan als Hauptkomponente enthaltende Pulver Bezug genommen wird
als "das Titan oder
Titanlegierung enthaltende Pulver" und umfasst jene, die mit dem atmosphärischen
Sauerstoff reagiert haben, um stabile Oxidschichten (TiO, Ti2O3, TiO2)
jeweils auf ihren Oberflächen
zu bilden.
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Wenn
ein Titan oder Titanlegierung enthaltendes Pulver (nachfolgend bezeichnet
als "Titanpulver") mit einer hohen
Spritzgeschwindigkeit gegen die Oberfläche eines aus Metall, einer
Keramik oder einer Mischung hiervon hergestellten zu behandelnden
Produkts gespritzt wird, wird durch die Differenz zwischen der Geschwindigkeit
vor dem Aufprall auf der Oberfläche
des zu behandelnden Produkts und der nach dem Aufprall im Hinblick
auf den Energieerhaltungssatz thermische Energie erzeugt. Da diese
Energieumwandlung nur in durch den Aufprall des Titanpulvers veränderten
Abschnitten auftritt, tritt eine lokale Temperaturerhöhung im Titanpulver
und nahe der Oberfläche
des zu behandelnden Produkts auf.
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Da
die Temperaturerhöhung
proportional zur Geschwindigkeit des Titanpulvers vor dem Aufprall
ist, kann derweil die Temperatur des Titanpulvers und die der Oberfläche des
zu behandelnden Produkts durch Erhöhung der Spritzgeschwindigkeit
des Titanpulvers erhöht
werden. Es wird hier vermutet, dass, da das Titanpulver auf der
Oberfläche
des zu behandelnden Produkts erhitzt wird, das im Titanpulver enthaltene
Titan aktiviert wird, um auf der Oberfläche des zu behandelnden Produkts
absorbiert zu werden, und ebenso das Titan eine Oxidationsreaktion
mit dem atmosphärischen
Sauerstoff eingeht, um eine Titanoxidschicht zu bilden, die photokatalytische
Funktionalitäten
auf der Oberfläche
des zu behandelnden Produkts aufweist.
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Somit
beziehen sich das photokatalysatorbeschichtete Produkt und das Verfahren
zur Herstellung der photokatalytischen Schicht nach der vorliegenden
Erfindung, das sich von den herkömmlichen
Photokatalysatorbeschichtungstechniken unterscheidet, auf ein photokatalysatorbeschichtetes
Produkt mit einer Titanoxidschicht, gebildet auf der Oberfläche eines
zu behandelnden Produkts, durch Diffusion von Titan in das zu behandelnde
Produkt und durch dessen Oxidationsreaktion, ausgelöst durch
die Temperaturerhöhung,
die im Titanpulver und im zu behan delnden Produkt auftritt, wenn
das Titanpulver auf das zu behandelnde Produkt durch eine Spritzbehandlung
aufprallt und auf ein Verfahren zur Herstellung der Photokatalysatorschicht.
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Um
es noch spezieller zu beschreiben, nehmen wir z.B. die allgemein
praktizierte Zementierung. Wenn z.B, ein Metallprodukt A in ein
Metallpulver B eingebettet wird, um die Diffusion des letzteren
bei einer Temperatur t zu bewirken, findet die Diffusion in erster
Linie durch den Metalldampf, der sich aus dem Metallpulver B entwickelt
oder einem Metallhalogeniddampf, gebildet durch eine Reaktion des
Metallpulvers mit einem Additiv, statt, z.B. das Härten von
Stahl wird in erster Linie durch CO-Gas durchgeführt. Wenn man z.B. das Härten von
Stahl nimmt, tritt keine Reaktion zwischen Eisen, enthalten in einem
Eisenmetallprodukt, und CO auf, indem einfach bewirkt wird, dass
sich CO-Gas physikalisch auf der Oberfläche des Metallprodukts niederschlägt, da es
leicht durch externe Kräfte,
Erhitzen oder andere physikalische Verfahren entfernt werden kann.
Jedoch ist das CO-Gas aktiviert, um auf der Eisenoberfläche durch
Anwendung von Hitze oder andere Energie in einer vorbestimmten Menge
oder mehr adsorbiert zu werden. Das CO-Gas, das einer aktivierten Adsorption
unterlag, geht dann eine thermische Dissoziation in Kohlendioxid
und Kohlenstoff ein. Von dem bei dieser Reaktion gebildeten Kohlenstoff
wird angenommen, dass er in das Eisengitter diffundiert und das
Härtungsphänomen auslöst.
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Im
Hinblick auf das obige Stahlhärtungsphänomen kann
nach der Photokatalysatorbeschichtung in der vorliegenden Erfindung
geschlossen werden, dass sich eine Titanoxidschicht auf dem zu behandelnden
Produkt durch den nachfolgenden Prozess bildet.
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Wenn
z.B. Titanpulver aufgespritzt wird, um auf die Oberfläche eines
zu behandelnden Produkts aus Metall, einer Keramik oder einer Mischung
dieser bei einer Injektionsgeschwindigkeit von 80 m/s oder höher und
unter einem Spritzdruck von 0,29 MPa oder höher, aufzuprallen, wird die
Geschwindigkeit des Titanpulvers vor und nach dem Aufprall reduziert.
Wenn der Energieerhaltungssatz in Betracht gezogen wird, kann geschlossen
werden, dass durch interne Reibung, verursacht bei der Deformation
des zu behandelnden Produkts, die an den Einschlagsorten auftritt,
thermische Energie erzeugt wird, und das Titanpulver durch diese thermische
Energie auf der Oberfläche
des zu behandelnden Produkts erhitzt wird, um die Adsorption des
Titans durch das zu behandelnde Produkt und Diffusion in dieses
zu bewirken, und dass das Titan weiterhin mit dem atmosphärischen
Sauerstoff reagiert, um oxidiert zu werden und eine Titanoxidschicht
zu bilden.
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Da
es Ziel der vorliegenden Erfindung ist, sowohl die aktivierte Adsorption
von Titan auf der Oberfläche des
zu behandelnden Produkts als auch die Oxidationsreaktion von Titan
unter Verwendung des Temperaturanstiegs des Titanpulvers zu bewirken,
ist es essentiell, relativ kleine Spritzmengen und nicht große Spritzmengen
zu verwenden, so dass das Titanpulver durch die thermische Energie
sofort erhitzt werden kann. Da Titan eine sehr niedrige Dichte und
relativ niedrige thermische Leitfähigkeit besitzt, verglichen
mit anderen Metallen, ist ein lokal begrenztes Auftreten der Wärme erwünscht, so
dass ein pulveriges Pulver mit einer Partikelgröße von 800 μm bis 20 μm, bevorzugt 300 μm bis 30 μm, verwendet
werden kann.
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Das
Titanpulver hat wünschenswerterweise
eine sphärische
oder polygonale Form, um ein effizientes Erhitzen des Titanpulvers
durchführen
zu können.
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Weiterhin
hat Titan sehr gute Affinität
zu Sauerstoff, um häufig
eine Oxidschicht auf seiner Oberfläche zu bilden und dadurch zu
stabilisieren. Wenn jedoch ein Titanpulver mit einer solchen Oxidschicht
gegen die Oberfläche
eines zu behandelnden Produkts, wie oben beschrieben, gespritzt
wird, wird die Oxidschicht durch den Aufprall auf das zu behandelnde
Produkt sofort zerstört,
und somit wird vermutet, dass Titan einer aktivierten Adsorption
auf der Oberfläche
des zu behandelnden Produkts unterliegt.
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KURZE BESCHREIBUNG DER
ZEICHNUNGEN
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Die
Ziele und Vorteile der Erfindung werden klar werden aus der folgenden
detaillierten Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen in Verbindung
mit den begleitenden Zeichnungen, in denen:
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1 ein
Graph ist, der den Effekt der Titandiffusion nach Beispiel 1 der
vorliegenden Erfindung zeigt,
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2 ein
Graph ist, der den Effekt der Titandiffusion nach Beispiel 2 der
vorliegenden Erfindung zeigt.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Beispiel 1
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Während in
den Beispielen die verwendete Strahlvorrichtung eine Gravitationsstrahlvorrichtung
war, kann sie auch ein Absaug-Siphon-Typ unter den pneumatischen
Strahlvorrichtungen oder anderen Strahlvorrichtungen sein.
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Ein
Gummi-Formwerkzeug (wärmebehandelter
Stahl nach SCM) wurde als zu behandelndes Produkt durch einen Einlass
und Auslass in die Kammer der Gravitationsstrahlvorrichtung eingeführt, und
das obige Titanpulver wurde gegen die Oberfläche des Gummi-Formwerkzeugs
unter einem Spritzdruck von 0,6 MPa und mit einem Spritzabstand
von 100 bis 200 mm unter Verwendung eines bekannten Kompressors
gespritzt.
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Das
aufgespritzte Titanpulver und Staub, der sich bildete, tropften
in einen Behälter
unter der Kammer und wurden durch eine Leitung im Aufwärtsstrom
in einen Wiedergewinnungstank, wo das Titanpulver wiedergewonnen
wird, geführt.
Der Staub im Wiedergewinnungstank wird durch den Strom im Tank wom
oberen Teil des Wiedergewinnungstanks durch eine Leitung zu einem
Staubkollektor geführt,
um sich am Boden des Staubkollektors zu sammeln, während komprimiertes
Gas durch einen Lüfter,
der sich am oberen Ende des Staubkollektors befindet, freigegeben
wird.
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Währenddessen
wird, wenn komprimierte Luft vom Kompressor als Kompressorluftquelle
durch die Leitung zugeführt
wird, das Titanpulver zusammen mit dem komprimierten Gas unter Kraftanwendung
durch eine Leitung zu einer Spritznase mit einem Nasendurchmesser
von 5 mm geführt
und gegen das Gummi-Formwerkzeug, das in der Trommel der Kammer,
wie oben beschrieben, vorhanden ist, gespritzt.
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Wenn
das Titanspritzpulver unter den oben genannten Behandlungsbedingungen
gegen die Oberfläche
des Gummi-Formwerkzeugs gespritzt wurde, wurde eine Titanoxidschicht
auf der Oberfläche
des Gummi-Formwerkzeugs gebildet, und die Reinigungszyklen des Werkzeugs
wurden um das Zweifache oder mehr, verglichen mit dem Stand der
Technik, verlängert.
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Aus
der Komponentenanalyse durch Auger-Elektronenspektroskopie, gezeigt
in 1, wird klar, dass es der auf der Oberfläche des
Gummi-Formwerkzeugs gebildeten Titanoxidschicht und der photokatalytischen Funktionalitäten der
Titanoxidschicht zugeschrieben werden muss, dass sich die Menge
an Abscheidung, einschließlich
Schmutz, verringerte.
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In 1 erscheinen
zwei Titan-Peaks während
5 nm Argon-Sputtering, und somit wurde gefunden, dass Titan in einer
großen
Menge über
die Oberflächenschicht
verteilt ist.
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Beispiel 2
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sNachdem
ein Bohrer als zu behandelndes Produkt hitzebehandelt war durch
Spritzen von 40 μm
Siliziumkügelchen-Spritzmaterial,
das eine Härte
größer als
die des Bohrers hat, mit einer Spritzgeschwindigkeit von 200 m/s
oder höher,
wurde die vorliegende Erfindung unter den obigen Behandlungsbedingungen
durchgeführt.
Das Ergebnis der Auger-Elektronenspektroskopie-Analyse der behandelten Bohreroberfläche wird
in 2 gezeigt. Es wurde eine Spur von Titan bei 120
nm beobachtet, und es kann angenommen werden, dass das Titan in
den Bohrer diffundiert ist, um eine Titanoxidschicht auf der Bohreroberfläche zu bilden.
Obwohl Bohrer aus Hochgeschwindigkeitswerkzeugstahl, der nahe an
reinem Eisen ist, hergestellt sind, üblicherweise begriffen werden,
dass sie aufgrund der Aufbauschneiden eine reduzierte Lebensdauer
aufweisen, wurde die Lebensdauer des Bohrers mit der Titanoxidschicht
durch die photokatalytische Funktionalität der gebildeten Titanoxidschicht
auf ungefähr
das Fünffache
verlängert.
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Beispiel 3
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In
Beispiel 3 wurde eine Wärmebehandlungsvorrichtung
als zu behandelndes Produkt verwendet. Wärmebehandlungsfehler traten
aufgrund von Zunderung der Wärmebehandlungsvorrichtung
auf, und die Vorrichtung wurde einer Entzunderungsbehandlung unterworfen
oder regelmäßig ausgetauscht.
Wenn jedoch die vorliegende Erfindung unter den Behandlungsbedingungen,
wie in Tabelle 3 gezeigt, ausgeführt
wurde, verlängerte
sich die Zeitspanne bis zum Auftreten von Zunderung auf bis etwa
das Zweifache, verglichen mit dem Stand der Technik, und selbst
wenn Zunderung auftrat, war es einfach, die Entzunderung durchzuführen. Als
Grund hier für
wird angenommen, dass die auf der Oberfläche der Wärmebehandlungsvorrichtung gebildete
Titanoxidschicht durch die Zersetzungsfunktionalität des Photokatalysators
das Auftreten von Zunderung verhindert.
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Beispiel 4
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Wenn
ein Aluminiumkühler
und eine Aluminiumleitung bei ungefähr 500°C hartgelötet werden, schmilzt die Hartlötlegierung
und scheidet sich auf der Aluminiumleitung ab und verursacht unvorteilhafterweise
eine Reduktion der Wärmeaustauscheffizienz
und einen Verlust an kommerziellem Wert. Entsprechend wird die abgeschiedene
Hartlötlegierung
durch eine Strahlbehandlung oder unter Verwendung eines chemischen Mittels
entfernt. Wenn jedoch die vorliegende Erfindung unter den obigen
Behandlungsbedingungen durchgeführt
wurde, wurde keine Abscheidung der Hartlötlegierung beobachtet aufgrund
der photokatalytischen Funktionalität der Titanoxidschicht, gebildet
auf der Oberfläche
der Aluminiumleitung.
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Beispiel 5
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Während Erscheinungsbild,
Abriebfestigkeit etc. eines Produkts durch Unterwerfen einer Beschichtung,
einem Plattieren oder dergleichen nach einem Kugelstrahlverfahren
verbessert werden, wird bei einem Schneidverfahren oder Polieren
Abscheidung, inklusive Schmutz, ein Problem in jedem Verfahren ergeben. Wenn
die vorliegende Erfindung an einem Rad als zu behandelndem Produkt
unter den obigen Behandlungsbedingungen durchgeführt wurde, trat selbst nach
ungefähr
einem Monat kein Rosten auf, und die Menge an Abscheidung, einschließlich Schmutz,
war geringer, verglichen mit konventionellen Produkten. Außerdem war der
abgeschiedene Schmutz leicht mit Wasser abzuwaschen und somit wurde
der Effekt der photokatalytischen Funktionalität der Titanoxidschicht, gebildet
auf der Radoberfläche,
demonstriert.
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Geformte
Produkte mit ausgezeichneten photokatalytischen Funktionalitäten, umfassend
die Zersetzungsfunktionalität
und hydrophile Funktionalität,
wurden erhalten durch Bilden einer Titanoxidschicht auf der Oberfläche jedes
zu behandelnden Produkts als Photokatalysator mit hoher Härte und
hoher Adhäsion
mit dem zu behandelnden Produkt unter Verwendung einer einfachen
Strahlbehandlung ohne eine Verringerung des kommerziellen Werts
zu verursachen, einschließlich
Verschlechterung, reduzierter Glanz etc., verursacht durch Oxidation
der Metalloberfläche
bei Hochtemperaturbehandlungen, wie im Falle, wenn eine Titanoxidschicht
durch das Sol-Gel-Verfahren erzeugt wird, ohne das Erfordernis ineffizienter
Verfahren der wiederholten Beschichtung mit Zinn oder einem organischen
Titan noch teure Ausrüstung
und ohne Produktion von schädlichen
Abfällen
als Nebenprodukte.